| Datum |
Name |
Opfer |
Beschreibung |
| 1566-07-2828. Juli 1566 |
dänisch-lübische Flotte |
etwa 6000 |
Durch einen Sturm sinken zahlreiche Schiffe der vor Gotland liegenden dänisch-lübischen Flotte. Etwa 6000 Seeleute und Soldaten sollen dabei den Tod gefunden haben. |
| 15881588 |
Spanische Armada |
über 1300 |
64 Schiffe der spanischen Armada gehen durch eine Serie von Schiffbrüchen vor allem entlang der Küsten von Schottland und Irland verloren, nachdem der Versuch einer Invasion Englands aufgegeben werden musste. Auf dem Weg zurück nach Spanien um die britischen Inseln herum werden die teilweise bereits durch Gefechte beschädigten Schiffe von schweren Stürmen getroffen. |
| 1628-08-1010. August 1628 |
Vasa |
30–50 |
Auf ihrer Jungfernfahrt sinkt das schwedische Kriegsschiff Vasa nach nur etwa 1000 Metern vor Stockholm in der Ostsee, wobei 30 bis 50 der 150 Besatzungsmitglieder umkommen. Die Vasa wurde 1961 gehoben und steht heute in einem Museum. |
| 1668-05-055. Mai 1668 |
Santissimo Sacramento |
etwa 1000 |
Die portugiesische Galeone Santissimo Sacramento, die als Eskorte eines von Portugal nach Brasilien segelnden Konvois dient, läuft aufgrund eines Navigationsfehlers des Lotsen kurz vor dem Hafen von Salvador da Bahia auf ein Riff. Trotz Notsignalen kann wegen des stürmischen Wetters kein Schiff zur Hilfeleistung auslaufen. Kurz vor Mitternacht drückt eine Sturmbö das beschädigte Schiff vom Riff in tiefes Wasser, wo es sofort sinkt. Von den über 1000 Menschen an Bord können sich nur 70 retten. |
| 1691-09-033. September 1691 |
HMS Coronation und HMS Harwich |
etwa 1000 |
Ein im Ärmelkanal vor Plymouth kreuzender Flottenverband aus Schiffen der britischen Royal Navy und der niederländischen Marine wird von einem schweren Südweststurm getroffen. Die Schiffe stehen damit in der großen Gefahr, an die Küste getrieben zu werden. Mehrere Kapitäne entscheiden sich deshalb für den gefährlichen Versuch, in den Plymouth Sound einzulaufen und sich damit in Sicherheit zu bringen. Hierbei gerät das Linienschiff Harwich (70 Kanonen) bei Maker Point auf Grund und wird von der Brandung zerschlagen, wobei 450 Mann der Besatzung ertrinken. Das Linienschiff Coronation (90 Kanonen) verliert schon vor dem Eingang in den Plymouth Sound seine Masten, versucht, sich durch Ankern zu retten, und sinkt zwischen Rame Head und Penlee Point in einer Regenbö. Von den etwa 550 Mann Besatzung überleben lediglich etwa 20. Die Linienschiffe Royal Oak (74 Kanonen) und Northumberland sowie eine Reihe kleinerer Schiffe stranden ebenfalls, können aber gerettet werden. |
| 1694-03-011. März 1694 |
? |
> 1371 |
Ein unter dem Kommando von Admiral Sir Francis Wheeler stehender englisch-niederländischer Flottenverband mit insgesamt etwa 85 Kriegs- und Handelsschiffen gerät vor Gibraltar in einen schweren Sturm. Insgesamt gehen 13 Schiffe verloren, darunter das Flaggschiff HMS Sussex (80 Kanonen), die beiden kleineren Linienschiffe HMS Cambridge (70 Kanonen) und HMS Lumley Castle (56 Kanonen) sowie drei kleinere Kriegsschiffe. Nur zwei der 550 Mann an Bord der Sussex können sich retten, insgesamt sterben 823 Besatzungsmitglieder der Royal Navy, die Anzahl der Opfer auf den verloren gegangenen Handelsschiffen ist unbekannt. An Bord der Sussex befindet sich wahrscheinlich ein großer Geldbetrag. |
| 1703-11-2626. November 1703 |
Großer Sturm |
etwa 2500 |
Während eines besonders heftigen, als „Großer Sturm“ in die Geschichte eingegangenen Sturms sinken an der englischen Küste 12 Kriegsschiffe der Royal Navy und eine unbekannte Anzahl von Handelsschiffen. Dabei sterben über 1500 Seeleute der Royal Navy und wahrscheinlich viele 100, wenn nicht über 1000 Handelsschiffmatrosen. |
| 1706-00-001706 |
Kron-Printzen |
? |
Das dänische Sklavenschiff Kron-Printzen sinkt in einem Sturm mit 820 Sklaven an Bord. |
| 1707-10-2222. Oktober 1707 |
Flottenverband der Royal Navy |
1.450 |
4 von 21 Schiffen einer britischen Flotte unter dem Befehl von Admiral Sir Clowdisley Shovell auf dem Weg von Gibraltar nach Großbritannien laufen am 22. Oktober gegen halb acht abends vor den westlich von Cornwall gelegenen Scilly-Inseln auf Klippen auf. Alle vier schlagen leck und versinken innerhalb weniger Stunden mit der gesamten Besatzung. Es gab 1.450 Tote. Als Ursache gilt eine mangelhafte Positionsbestimmung und Unkenntnis des Längengrads, die Flotte wähnte sich weitab von den Klippen im Ärmelkanal, mittlerweile werden aber auch fehlerhafte Karten und Navigationstabellen angenommen. Sir Clowdisley Shovell hatte am Tage zuvor einen Matrosen hängen lassen, der ihn auf den Navigationsirrtum hingewiesen hatte. Er selbst starb nach dem Unglück durch die Hand einer Strandpiratin. |
| 1711-08-2222. August 1711/23. August 1711 |
Britische Québec-Expedition |
884 |
Ein von Konteradmiral Sir Hovenden Walker kommandierter Flottenverband der britischen Royal Navy dringt mit 15 Kriegsschiffen und weiteren Truppentransporten in den Sankt-Lorenz-Strom ein, um Québec, die Hauptstadt von Französisch-Kanada anzugreifen. Aufgrund schlechten Wetters und mangelhafter Kenntnisse des Fahrwassers laufen am 22. und 23. August acht Truppentransporter auf Grund. Von den etwa 1400 an Bord befindlichen Soldaten und Seeleuten ertrinken 884, der Angriff muss abgebrochen werden. |
| 1715-07-3131. Juli 1715 |
? |
ca. 1250 |
Ein aus elf Schiffen bestehender spanischer Flottenverband mit einer wertvollen Ladung, bestehend aus etwa sieben Millionen Acht-Real-Silbermünzen, Gold und Silber in Barren sowie Edelsteinen und anderen wertvollen Gütern, wird auf dem Weg nach Spanien durch einen Hurrikan in die Florida Keys getrieben und von der Brandung zerschlagen. Kein einziges der elf spanischen Schiffe entgeht der Vernichtung, lediglich die die Flotte begleitende französische Grifon kann entkommen. Fast die Hälfte der 2500 Menschen an Bord der Schiffe stirbt bei der neben den Verlusten der Armada schlimmsten Schiffskatastrophe in der Geschichte Spaniens. Ein wesentlicher Grund für das Desaster war eine durch die Bürokratie der Kolonialbehörden verzögerte Abfahrt aus Havanna, weshalb die Flotte in die Hurrikansaison geriet. Hinzu kam, dass die Schiffe überladen und – aufgrund des zu langen Aufenthalts in tropischen Gewässern – nur noch eingeschränkt seetauglich waren. |
| 1725-00-001725 |
Akerendam |
200 |
Das Schiff der niederländischen Ostindien-Kompanie ist auf dem Weg nach Batavia im Sturm an den Klippen der norwegischen Insel Runde zerschellt und gesunken. Alle 200 Mann Besatzung kamen dabei um. Die Akerendam hatte einige Kisten mit Gold- und Silbermünzen an Bord. Dieser Schatz wurde 1972 von Sporttauchern entdeckt und geborgen. |
| 1738-00-001738 |
Leuden |
702 |
Das holländische Sklavenschiff Leuden strandet in einem Sturm an der Küste von Suriname. Die Besatzung schließt die Luken und rettet sich; die 702 unter Deck eingeschlossenen Sklaven ertrinken. |
| 1746-10-022. Oktober 1746 |
? |
etwa 1200 |
Ein französischer Flottenverband wird nach der Eroberung von Madras (Indien) von einem Taifun getroffen. Hierbei sinken die Duc d'Orléans (54 Kanonen), die Phénix (54 Kanonen) und die Lys (40 Kanonen) sowie die beiden erbeuteten britischen Schiffe Mermaid und Advice. Etwa 1200 Besatzungsmitglieder sterben. Das Flaggschiff Achille (74 Kanonen) und zwei weitere Schiffe werden entmastet. Dadurch sind alle Schiffe des Verbands entweder gesunken oder schwer beschädigt. |
| 1749-04-1313. April 1749 |
HMS Pembroke und HMS Namur |
> 850 |
Während eines Angriffs auf das Königreich von Thanjavur in Südostindien geraten die beiden britischen Linienschiffe HMS Pembroke (60 Kanonen) und HMS Namur (74 Kanonen) – letztere das Flaggschiff von Konteradmiral Edward Boscawen – in einen Zyklon und sinken. Von den 344 Mann an Bord der Pembroke überleben nur 14, beim Untergang der Namur sterben 520 Besatzungsmitglieder, retten kann sich offenbar niemand. Vizeadmiral Boscawen, Kapitän Samuel Marshal und einige Offizieren überleben, weil sie sich zur Koordination der militärischen Operationen an Land befinden. Zu den insgesamt 850 Toten kommt noch eine unbekannte Anzahl Besatzungsmitglieder von zwei ebenfalls gesunkenen Schiffen der Britischen Ostindien-Kompanie. |
| 1758-04-1313. April 1758 |
HMS Prince George |
485 |
Das zu einer Cartagena (Spanien) blockierenden Schwadron der britischen Royal Navy gehörende Linienschiff HMS Prince George (90 Kanonen), das Flaggschiff von Konteradmiral Thomas Broderick, gerät aus unbekannten Gründen in Brand und sinkt. Aufgrund des hohen Wellengangs kentert ein Teil der Rettungsboote, 485 Besatzungsmitglieder sterben. Konteradmiral Broderick wird gerettet, nachdem er eine Stunde im Wasser geschwommen ist. |
| 1760-02-1414. Februar 1760 |
HMS Ramillies |
über 700 |
Das britische Linienschiff HMS Ramillies (90 Kanonen) versucht, trotz schlechten Wetters nach Plymouth (England) einzulaufen, gerät aber aufgrund eines Navigationsfehlers in die durch die Felsenriffe von Bolt Head äußerst gefährliche Bigbury Bay. Eine Strandung kann durch das Kappen der Masten und Ausbringen von Ankern zunächst noch verhindert werden, doch bricht schließlich eine Ankertrosse und der zweite Anker kann das Schiff gegen Wind und Strömung nicht mehr halten. Die Ramillies wird in eine Höhle am Bolt Head getrieben und dort von der Brandung zerschlagen. Über 700 Besatzungsmitglieder sterben, nur 26 Mann können sich retten. Als einziger Offizier überlebt ein Midshipman. Der Schauplatz des Unglücks heißt bis heute Ramillies Cove. |
| 1782-08-2929. August 1782 |
HMS Royal George |
ca. 800 |
Das britische Linienschiff HMS Royal George (100 Kanonen) sinkt plötzlich, während es im Spithead vor Anker liegt. Ungefähr 800 Menschen ertrinken, darunter Vizeadmiral Richard Kempenfelt, einer der fähigsten britischen Marineoffiziere seiner Zeit, sowie etwa 300 Frauen und 60 Kinder, bei denen es sich meist um Angehörige von Besatzungsmitgliedern handelt. Das Schiff war für kleinere Reparaturen gekrängt und gleichzeitig mit Rumfässern beladen worden. Eine Untersuchung stellte fest, dass für das Unglück wahrscheinlich der verrottete Zustand der Schiffshölzer verantwortlich war, dessentwegen ein Teil des Unterwasserschiffs herausbrach. Der Untergang ist bis heute das schwerste Schiffsunglück in Friedenszeiten in der Geschichte der Royal Navy. |
| 1796-12-1616. Dezember 1796 |
Séduisant |
etwa 680 |
Das mit Truppen für eine Invasion in Irland beladene französische Linienschiff Séduisant (74 Kanonen) kollidiert beim Auslaufen aus dem Hafen von Brest durch die sogenannte „Passage du Raz“ mit dem „Grand Stevenet-Riff“ und sinkt, wobei etwa 680 Seeleute und Soldaten sterben. Gründe für das Unglück sind das nächtliche Auslaufen, eine kurzfristige Kursänderung durch Vizeadmiral Morard de Galles und das dadurch resultierende Chaos aus sich widersprechenden Lichtsignalen und Signalschüssen. |
| Datum |
Name |
Opfer |
Beschreibung |
| 26. Februar 1852 |
Birkenhead |
445 |
Beim Untergang des Schiffes vor Danger Point kommen 445 Personen (alles Männer) ums Leben. |
| Mai 1854 |
RMS City of Glasgow |
480 |
Der Passagierdampfer City of Glasgow der britischen Reederei Inman Line läuft am 1. Mai 1854 aus dem Hafen von Liverpool in Richtung New York aus und verschwindet mit 480 Menschen an Bord spurlos. Bis heute gibt es keine Hinweise auf seinen Verbleib oder den Grund des Verlusts. |
| 27. September 1854 |
Arctic |
etwa 350 |
Der Passagierdampfer Arctic der amerikanischen Collins Line kollidiert bei Cape Race vor Neufundland mit dem französischen Dampfer Vesta und sinkt während des vergeblichen Versuchs, die Küste zu erreichen. Aufgrund der Panik an Bord ist keine organisierte Rettung möglich. Die Angaben über die Opfer schwanken zwischen 285 und 372 Opfern, am wahrscheinlichsten dürften etwa 350 Tote sein, darunter alle Frauen und Kinder an Bord. |
| 5. November 1854 |
Johanne |
77 |
Vor Spiekeroog strandet bei Nordweststurm die mit 216 Auswanderern und 13 Besatzungsmitgliedern besetzte Bark Johanne. Das Fehlen geeigneter Rettungsmittel auf der Insel führt zum Tod von 77 Menschen. Die Übrigen können sich bei einsetzender Ebbe an den Strand retten. Die völlig unzureichenden Rettungsmittel auf der Insel führen zu ersten Rufen zur Gründung des deutschen Seenotrettungswesens. |
| 15. Februar 1855 |
La Sémillante |
693 |
Die mit Truppen und Ausrüstung für den Krimkrieg beladene französische Fregatte La Sémillante wird in der Straße von Bonifacio zwischen Sardinien und Korsika von einem Orkan überrascht, auf die Felsen der Lavezzi-Inseln getrieben und von der Brandung zerschlagen. Von den 693 Seeleuten und Soldaten an Bord überlebt niemand. |
| 23. Januar 1856 |
Pacific |
186 |
Der amerikanische Raddampfer Pacific der Collins Line ist mit 186 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg von Liverpool nach New York, als er kurz nach der Abfahrt spurlos verschwindet. Erst 1991 wird an der Küste von Wales das Wrack des Schiffs gefunden. Bis heute ist die Unglücksursache unklar. |
| 11. September 1857 |
SS Central America |
|
Der Schaufelrad-Segel-Passagierdampfer SS Central America versinkt mit 425 Menschen nach Wassereinbruch und tagelangen Kampf gegen einen Sturm. Das Schiff war mit 477 Passagieren und 101 Crew-Mitgliedern auf den Weg von Panama nach New York City, mit einen Zwischenaufenthalt in Havanna. Es hatte eine große Ladung Gold an Bord. Das Wrack wurde 1987 geortet und große Mengen Gold gehoben. |
| 13. September 1858 |
Austria |
471 |
Der Passagierdampfer Austria der HAPAG gerät auf dem Weg von Hamburg in die USA mit 538 Menschen an Bord in Brand, als der Schiffsarzt die Zwischendecks ausschwefeln lässt. An Bord bricht Panik aus, eine geordnete Rettung ist unmöglich. Nur 61 Überlebende können sich mit einem Rettungsboot von dem sinkenden Schiff retten und werden von der französischen Bark Maurice aufgenommen, 471 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben. |
| 26. Oktober 1859 |
Royal Charter |
449 |
Der Klipper Royal Charter, der Passagiere und Fracht von Liverpool nach Australien bringt, gerät vor Anglesey in einen schweren Sturm. Das Schiff wird gegen die Felsen geschleudert, bricht auseinander und sinkt. Nur 39 Menschen überleben, alles Männer. 449 Personen sterben, darunter alle Frauen und Kinder an Bord. Der Untergang der Royal Charter ist bis heute das schwerste Schiffsunglück an der Küste von Wales. |
| 19. Februar 1860 |
Hungarian |
205 |
Die 2200 BRT große Hungarian der Allan Line strandet auf den Felsen von Cape Ledge vor Sable Island an der Küste von Nova Scotia. Wegen der stürmischen See können keine Rettungsschiffe zu dem Wrack vordringen. Die Hungarian sinkt mit allen Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord. Der Untergang führt zur Errichtung des Sable Island-Leuchtturms im darauf folgenden Jahr. |
| 8. September 1860 |
Lady Elgin |
ca. 400 |
Bei Dunkelheit und stürmischer See wird der Raddampfer Lady Elgin, die so genannte „Königin der Großen Seen“, auf dem Michigansee von dem unbeleuchteten Schoner Augusta gerammt und sinkt innerhalb von 20 Minuten. Über 400 Menschen kommen durch das bis heute schwerste Schiffsunglück auf den Großen Seen ums Leben. Unter den Toten sind viele Deutsche und Iren. |
| 10. September 1860 |
Alliance |
mindestens 9 |
Auf dem Borkum vorgelagerten Hohen Riff strandet die Brigg Alliance. Dabei kommt die gesamte Besatzung nach langem Todeskampf vor den Augen der untätigen Bevölkerung, die es nur auf die Ladung des Schiffes abgesehen hatte, ums Leben. Das Verhalten der Bevölkerung sowie das Nichtvorhandensein von Rettungsmitteln an der Küste sorgte überregional für große Empörung und führte zur Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger im Jahre 1865. |
| 27. April 1863 |
Anglo Saxon |
238 |
Der Passagierdampfer Anglo Saxon befindet sich mit 445 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Liverpool nach Québec, als er vor Cape Race an der Küste von Neufundland in dichtem Nebel mit einem Felsen kollidiert und sinkt. Der Untergang der Anglo Saxon ist mit 238 Toten das bis dahin schwerste Schiffsunglück auf dem Nordatlantik und der größte Verlust von Menschenleben auf einem Schiff der Allan Line. |
| 14. Mai 1866 |
General Grant |
68 |
Die Bark ist mit 83 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Melbourne nach London, als sie vor den Auckland-Inseln vom Kurs abkommt, auf die Klippen prallt und von der Flut in eine felsige Höhle geschoben wird. Der Hauptmast zerbricht an der Decke der Höhle und in der Panik können nur wenige Rettungsboote ausgesetzt werden und die Höhle verlassen. Nur 15 Menschen überleben das Unglück, darunter nur eine Frau. Die Überlebenden werden erst im November 1867, eineinhalb Jahre nach dem Umglück, gefunden. Nur zehn von ihnen waren noch am Leben. |
| 28. Januar 1870 |
City of Boston |
191 |
Nach dem Ablegen in Halifax verschwindet der britische Passagierdampfer City of Boston der Inman Line mit 191 Menschen an Bord spurlos auf dem Nordaltantik. Er kommt nie in Liverpool an. Es wurde nie eine Spur von dem Schiff gefunden, sein Schicksal ist unklar. |
| 6. September 1870 |
HMS Captain |
474 |
Die neu gebaute britische Panzerfregatte HMS Captain gerät auf ihrer Jungfernfahrt vor Kap Finisterre nachts in einen schweren Sturm und kentert, weil eine Böe die Fregatte auf die Seite drückt und Wasser in das zu niedrig angelegte Artilleriedeck eindringen kann. Insgesamt sterben 474 Menschen, darunter auch der Konstrukteur des Schiffes, Captain Cowper Phipps Coles. Nur 18 Besatzungsangehörige überleben. Ein Untersuchungsausschuss der Royal Navy sieht die Verlustursache später in einem Konstruktionsfehler. |
| November 1872 |
Mary Celeste |
10 |
Die Brigantine sollte eine Ladung Industriealkohol von New York City nach Genua bringen, ehe sie am 4. Dezember 1872 führerlos von einem anderen Schiff auf halbem Wege zwischen den Azoren und Portugal aufgefunden wurde. Die Mannschaft verschwand spurlos. Die Mary Celeste gilt als eines der bekanntesten Geisterschiffe, dessen Überreste liegen vor dem Rochelais Riff bei Haiti unter Wasser. |
| 1. April 1873 |
Atlantic |
545 |
Der Passagierdampfer RMS Atlantic der britischen White Star Line muss aufgrund von Kohlemangel seine Überfahrt nach New York abkürzen und steuert Halifax (Kanada) an, um neue Kohle zu laden. Bei Sturm und Dunkelheit verfehlt die Atlantic jedoch die Einfahrt in den Hafen von Halifax und prallt an der Felsküste von Nova Scotia bei Meagher's Island auf einen Unterwasserfelsen. Ein Teil der 957 Menschen an Bord kann über eine Seilverbindung an das Ufer gerettet werden, trotzdem sterben 545 Menschen, darunter alle Frauen und alle Kinder bis auf eines. Die Atlantic war das erste Schiff, das die White Star Line verlor. |
| 22. November 1873 |
Ville du Havre |
226 |
Der Transatlantikliner Ville du Havre der französischen Compagnie Générale Transatlantique wird mitten in der Nacht auf dem Nordatlantik von dem schottischen Klipper Loch Earn gerammt, bricht auseinander und geht innerhalb von zwölf Minuten unter. In der kurzen Zeit können sich nur wenige Menschen retten. 226 der 313 Menschen an Bord ertrinken. |
| 17. November 1874 |
Cosapatrick |
472 |
Am 17. November 1874 gerät der britische Klipper Cosapatrick mit 433 Auswanderern und 42 Mann Besatzung auf der Route von London nach Auckland im Südatlantik, etwa 550 km südlich vom Kap der guten Hoffnung aus ungeklärter Ursache in Brand und sinkt. Nur zwei Boote mit etwa 60 Menschen können entkommen. Ein Boot mit fünf Menschen, von denen zwei nach der Rettung sterben, wird zehn Tage später von der British Sceptre gefunden, das andere Boot bleibt spurlos verschwunden. Die Geretteten haben durch Kannibalismus an Verstorbenen aus dem Boot überlebt. Unter den Opfern waren 111 Kinder und 16 Säuglinge. |
| 7. Mai 1875 |
Schiller |
335 |
Am 7. Mai 1875 läuft der deutsche Segeldampfer Schiller auf der Fahrt von New York nach Hamburg auf die den Scilly-Inseln vorgelagerten Riffe auf. Nur 37 Menschen können gerettet werden. |
| 4. November 1875 |
Pacific |
273 |
Der Raddampfer kollidiert südwestlich von Cape Flattery an der Küste des US-Bundesstaats Washington mit dem Segelschiff Orpheus und sinkt. Es gibt zu wenige Rettungsboote und diejenigen, die zu Wasser gelassen werden, gehen allesamt unter. Nur zwei Männer überleben das Unglück, 273 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben, darunter alle Frauen und Kinder. |
| 6. Dezember 1875 |
Deutschland |
57 |
Durch einen Navigationsfehler läuft der Dampfer Deutschland auf eine Sandbank vor der Themsemündung und zerbricht. |
| 24. März 1878 |
HMS Eurydice |
etwa 350 |
Das Schulschiff Eurydice der britischen Royal Navy gerät auf der Fahrt von Bermuda nach Portsmouth in einen Schneesturm und sinkt unbekannten Gründen vor der Isle of Wight, wobei sich zwei Menschen retten konnten. |
| 3. September 1878 |
Princess Alice |
640 |
Der britische Ausflugsdampfer wird mit über 800 Menschen an Bord auf der Themse von dem Kohlenfrachter Bywell Castle gerammt, in zwei Teile geschnitten und sinkt in vier Minuten. Es handelt sich um das bis heute schwerste Schifffahrtsunglück in britischen Binnengewässern. |
| 29. April 1881 |
Tararua |
131 |
Das neuseeländische Passagierschiff rammt in der Nähe von Waipapa Point an der Küstenregion The Catlins (neuseeländische Südinsel) ein Riff und sinkt 20 Stunden später. Nur 30 Passagiere und Besatzungsmitglieder überleben. Es handelt sich um das bis heute zweitschwerste Schiffsunglück Neuseelands. |
| 19. Januar 1883 |
Cimbria |
437 |
Am 19. Januar 1883 kollidiert der HAPAG-Passagierdampfer Cimbria auf der Reise von Hamburg nach New York in dichtem Nebel bei Borkum mit dem britischen Dampfer Sultan und sinkt. |
| 17. April 1887 |
Tasmania |
35 |
Der P & O-Liner Tasmania strandet an der Südküste von Korsika auf den Klippen von Manochi Rocks. Alle Passagiere können gerettet werden, aber 35 Mitglieder der Mannschaft, darunter der Kapitän, sterben. |
| 17. März 1891 |
Utopia |
535 |
Der britische Passagierdampfer wird im Hafen von Gibraltar durch eine Sturmböe gegen den Bug des Kriegsschiffs HMS Anson geworfen. Das Passagierschiff wird aufgeschlitzt und sinkt in nur fünf Minuten. 514 Passagiere, 19 Besatzungsmitglieder und zwei Einsatzkräfte der Royal Navy kommen ums Leben. |
| 10. Oktober 1892 |
Bokhara |
125 |
Vor den Pescadoren-Inseln westlich von Taiwan wird das britische Passagierschiff Bokhara, das sich mit 148 Menschen an Bord auf dem Weg nach Hongkong befindet, von einem Taifun überrascht. Es kommt zu einem Wassereinbruch in den Maschinenraum, die Rettungsboote werden von den Wellen über Bord gerissen und nachdem der Dampfer zweimal gegen ein Riff geschleudert wurde, geht er binnen zwei Minuten unter. Nur 23 Menschen überleben. Es ist das bis dahin verheerendste Unglück in der Geschichte der Reederei P & O. |
| 19. Februar 1893 |
Naronic |
74 |
Das Dampfschiff Naronic der britischen White Star Line verschwindet mit 74 Menschen an Bord auf dem Weg von Liverpool nach New York auf dem Nordantlantik. Es gab keine Überlebenden und keinerlei Hinweise darauf, was mit dem Schiff passiert ist. |
| 13. Juli 1893 |
Duchess of Albany |
2 |
Am 13. Juli 1893 strandet auf der Reise von Rio de Janeiro nach Valparaíso das in Liverpool registrierte Vollschiff Duchess of Albany - benannt nach Helene von Waldeck-Pyrmont - in dichtem Nebel an der Atlantikküste der Halbinsel Mitre (Feuerland) beim Versuch, eine sichere Bucht zu finden. Der Kapitän schlägt sich per Boot weiter ostwärts in die Thetisbucht durch und gelangt mit 13 anderen später per Dampfer zurück nach England. 16 andere Seeleute und Passagiere schlagen sich zu Fuß an der Küste entlang durch, 14 werden später von einem chilenischen Schlepper aufgenommen. Das zerfallende Wrack liegt nunmehr seit 115 Jahren (2008) am Strand. Die schöne Galionsfigur konnte 1979 geborgen werden und befindet sich restauriert im "Museo del Fin del Mundo" in Ushuaia. |
| 29. Oktober 1894 |
Wairarapa |
121 |
Das neuseeländische Passagierschiff ist auf dem Weg von Sydney nach Auckland, als Nebel und Navigationsfehler es vom Kurs abbringen. Das Schiff passiert die Great-Barrier-Insel wesentlich dichter als geplant und prallt schließlich kurz nach Mitternacht auf die Felsen von Miners Head. Die wenigsten Passagiere können schwimmen und nur ein Rettungsboot schafft es ans nahe Land. 121 Menschen sterben. Es handelt sich um eines der schwersten Schiffsunglücke in der Geschichte Neuseelands. |
| 23. Dezember 1894 |
5 Bremerhavener Fischdampfer |
61 |
Im Orkan sinken bei Hornsriff die Bremeerhavener Fischdampfer Neck, Nereide, Lilly, Eide und Hermann. Dabei kommen alle 61 Besatzungsmitglieder ums Leben. Ursachen der Katastrophe sind vermutlich Seeschlag sowie das zu diesem Zeitpunkt Nichtvorhandensein von geschlossenen Ruderhäusern. Die Tragödie sorgt für verschärfte Sicherheitsvorschriften in der Hochseefischerei. |
| 30. Januar 1895 |
Elbe |
332 |
Am 30. Januar 1895 wird der Dampfer Elbe vom Norddeutschen Lloyd vom englischen Frachter Crathie, nördlich der Straße von Dover, gerammt. Die Elbe befindet sich mit 352 Auswanderern auf der Fahrt von Nordenham nach New York. Sie sinkt binnen 20 Minuten. Nur 20 Menschen überleben. Zum Zeitpunkt der Kollision befinden sich weder Wachoffizier noch Ausguck auf der Brücke der ausweichpflichtigen Crathie. Der Rudergänger bemerkt das deutsche Schiff erst, als es sich direkt vor dem Bug befindet. Die Elbe hat den Briten zwar rechtzeitig bemerkt, muss aber, als Wegberechtigte, Kurs und Geschwindigkeit genau beibehalten. Bis zuletzt hält man sich an diese Bestimmung und unterlässt fatalerweise eine Warnung durch das Typhon. Es erschien der deutschen Brückenwache zu unwahrscheinlich, dass ein so großes, hellerleuchtetes Schiff einfach übersehen werden könnte. |
| 11. März 1895 |
Reina Regente |
402 |
Auf dem Weg nach Cádiz verschwindet der spanische Geschützte Kreuzer Reina Regente in der Straße von Gibraltar in einem schweren Sturm. Erst nach Tagen werden an Land gespülte Überreste des Schiffs gefunden. Es gibt keine Überlebenden. |
| 16. Juni 1896 |
Drummond Castle |
243 |
Der britische Passagierdampfer gerät vor der französischen Insel Ouessant bei schlechtem Wetter in eine Nebelbank und prallt auf ein Riff. Das Schiff sinkt innerhalb von vier Minuten. Nur drei der 246 Passagiere und Besatzungsmitglieder überleben. |
| 9. Juni 1897 |
Aden |
78 |
Bei stürmischer See prallt der britische Passagierdampfer Aden (P & O) auf die Klippen an der Küste der Insel Sokotra vor dem Horn von Afrika. 78 Menschen sterben; die 42 Überlebenden sitzen auf dem Schiff fest und werden erst nach 18 Tagen gerettet. |
| 15. Februar 1898 |
USS Maine |
266 |
Vermutlich auf Grund eines Brandes im Kohlebunker der USS Maine, die im Hafen von Havanna auf Kuba (damals spanische Kolonie) vor Anker liegt, explodiert das Munitionsdepot des Schiffes, das daraufhin sinkt. Da die US-Regierung von Präsident William McKinley von einem Torpedoangriff spanischer Einheiten ausgeht, ist das Ereignis in weiterer Folge Auslöser für den Beginn des Spanisch-Amerikanischen Krieges im April desselben Jahres. |
| 4. Juli 1898 |
La Bourgogne |
565 |
Der französische Passagierdampfer befindet sich auf dem Weg von New York nach Le Havre, als er an der Küste von Nova Scotia vom dem britischen Segelschiff Cromartyshire gerammt wird und sinkt. Von den 730 Menschen an Bord überleben nur 165, darunter nur eine Frau. Es handelt sich um eines der größten Unglücke in der Geschichte der zivilen französischen Dampfschifffahrt. |
| 13. Oktober 1898 |
Mohegan |
106 |
Das noch neue Passagier- und Frachtschiff Mohegan ist mit 161 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Tilbury nach New York, als es aufgrund einer fehlerhaften Kursänderung vor der Küste von Cornwall auf das Riff The Manacles aufläuft und innerhalb von 12 Minuten sinkt. Die Lichter gehen fast augenblicklich aus und nur ein einziges Rettungsboot kann sicher gefiert werden. Es handelt sich um das größte Unglück in der Geschichte der Reederei Atlantic Transport Line. |
| 26. November 1898 |
Portland |
192 |
Das amerikanische Passagierschiff der Reederei Portland Steam Packet Company war einer der größten und luxuriösesten Raddampfer, der Passagiere von Portland im US-Bundesstaat Maine nach Boston brachte. Im November 1898 geriet das Schiff vor Cape Ann an der Küste von Massachusetts in einen Sturm, der die Küste von Neuengland heimsuchte und mehr als 450 Menschenleben forderte. Alle 192 Menschen an Bord der Portland kamen ums Leben. Der Sturm wird noch heute „The Portland Gale“ (zu deutsch in etwa Der Portland-Sturm) genannt. |
| 30. März 1899 |
Stella |
105 |
Der britische Dampfer Stella der London and South Western Railway rammt 15 Meilen vor der Insel Guernsey (Ärmelkanal) in dichtem Nebel und bei voller Geschwindigkeit ein zur Felsengruppe Casquets gehörendes Riff und sinkt innerhalb von acht Minuten. 105 Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. |
| Datum |
Name |
Opfer |
Beschreibung |
| 28. Oktober 1900 |
Viermastbark H. Bischoff |
12 |
Das unter der Flagge der Hamburger Reederei H. Bischoff & Co. fahrende Viermastvollschiff H. Bischoff strandete vor der Elbmündung auf dem Großen Vogelsand. Acht Mann der Besatzung und vier Feuerschiffsleute vom Feuerschiff Elbe 2, die mit Ruderrettungsbooten die Mannschaft des Viermasters aus Seenot retten wollten, verloren ihr Leben. Das Feuerschiff Elbe 3 und weitere Schiffe halfen, die letzten Seeleute und den Kapitän nach 32-stündigem Einsatz aus dem Wrack zu bergen. |
| 22. Februar 1901 |
City of Rio de Janeiro |
138 |
Der amerikanische Passagierdampfer gerät in der Bucht von San Francisco in dichten Nebel und streift einen Unterwasserfelsen, der den gesamten Rumpf des Schiffes aufreißt. Er sinkt innerhalb weniger Minuten. 138 der 220 Menschen an Bord kommen ums Leben. Der Untergang der City of Rio de Janeiro gilt als das bis heute schwerste Schiffsunglück im San Francisco Bay Area und das Wrack hat den Status eines amerikanischen Kulturdenkmals. |
| 15. August 1901 |
Islander |
40 |
Der kanadische Passagierdampfer Islander, der Passagiere und Fracht auf der Inside Passage an der Westküste der Vereinigten Staaten und Kanadas transportiert, rammt im Lynn Canal südlich von Juneau einen Eisberg. Versuche, das Schiff auf Grund laufen zu lassen, scheitern. Die Islander sinkt innerhalb von 15 Minuten, wobei 40 Passagiere und Besatzungsmitglieder ihr Leben verlieren. |
| 6. Mai 1902 |
Camorta |
739 |
Im Mündungsgebiet des Flusses Irrawaddy (Indischer Ozean) gerät das britische Passagierschiff Camorta in einen Zyklon und sinkt. Das Schiff war mit 739 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg nach Rangun (Myanmar). Es gibt keine Überlebenden. |
| 20. Juli 1902 |
Fahrgastschiff Primus |
101 |
Auf der Rückfahrt von einer Ausflugsfahrt ins Alte Land kollidiert das Hamburger Fahrgastschiff Primus in der Elbe mit dem Hochseeschlepper Hansa der Hapag, gerät in Brand und sinkt nach kürzester Zeit. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen finden 101 Menschen den Tod. |
| 8. Januar 1904 |
Clallam |
56 |
Das kanadische Dampfschiff gerät in der Juan-de-Fuca-Straße an der Küste des US-Bundesstaats Washington in einen Sturm. Wasser dringt in den Rumpf ein und löscht die Feuer in den Kesseln. Das Schiff driftet mehrere Stunden manövrierunfähig dahin und kentert schließlich vor San Juan Island am Eingang zum Puget Sound. Mehr als die Hälfte der Menschen an Bord kommt ums Leben, darunter alle Frauen und Kinder. |
| 15. Mai 1904 |
Yoshino |
319 |
Während des russisch-japanischen Krieges gerät die japanische 3. Kreuzerdivision in der Nacht des 14./15. Mai 1904 im Gelben Meer in dichten Nebel und verliert den Zusammenhalt. Gegen 1.30 Uhr stößt dabei der Geschütze Kreuzer Yoshino mit dem Panzerkreuzer Kasuga zusammen und kentert. Mit dem Kreuzer gehen 319 Besatzungsangehörige unter. 107 Überlebende werden von dem Panzerkreuzer gerettet. Die japanische Admiralität lässt nach dem Unglück die Rammsporne von all ihren Kriegsschiffen entfernen. |
| 15. Juni 1904 |
General Slocum |
1021 |
Der Raddampfer der New Yorker Knickerbocker Steamship Company gerät am 15. Juni 1904 auf dem New Yorker East River in Brand und sinkt. 1021 Menschen kommen bei der Katastrophe ums Leben, hauptsächlich Frauen und Kinder. Es ist die bis heute größte zivile Schiffskatastrophe in den Vereinigten Staaten. Bei den vom Unglück betroffenen Passagieren handelt es sich größtenteils um Mitglieder der deutschen Gemeinde New Yorks aus dem Stadtteil Kleindeutschland. |
| 28. Juni 1904 |
Norge |
625 |
Das dänische Passagierschiff befindet sich mit 795 Menschen an Bord auf dem Weg von Kopenhagen nach New York, als die starke Strömung und Schwierigkeiten mit dem Kompass sie vom Kurs abbringen. Die Norge kollidiert mit einem Riff beim Rockall-Felsen und sinkt in 20 Minuten. Es gibt nur 170 Überlebende. Der Untergang der Norge ist das bis dahin größte Schiffsunglück im Nordatlantik. |
| 18. November 1905 |
Hilda |
125 |
An der bretonischen Küste nähert sich das britische Dampfschiff Hilda seinem Reiseziel, der Einfahrt in den Hafen von Saint-Malo. Ein schwerer Schneesturm hindert die Hilda aber daran, in den Hafen einlaufen zu können. Vor der Insel Cézembre rammt der Dampfer ein Riff, strandet und bricht auseinander. Nur sechs Personen können aus der aufgewühlten See gerettet werden. |
| 22. Januar 1906 |
Valencia |
136 |
Der amerikanische Passagierdampfer verfehlt bei schwerer See, starken Winden und eingeschränkter Sicht vor Vancouver Island die Einfahrt in die Juan-de-Fuca-Straße und strandet auf einem Riff. Fast alle Rettungsboote kentern oder werden fort gespült. Wegen den schlechten Wetterverhältnissen und der aufgewühlten See können Rettungsschiffe nichts für die Schiffbrüchigen tun. Nur 37 Personen überleben, alles Männer. Es handelt sich um eines der schwersten Schiffsunglücke im pazifischen Nordwesten. |
| 4. August 1906 |
Sirio |
442 |
Der italienische Passagierdampfer befindet sich auf dem Weg von Genua nach Buenos Aires, als er vor Cabo de Palos an der Südküste Spaniens ein Riff rammt und kentert. Mehr als die Hälfte der Passagiere und Besatzungsmitglieder ertrinkt. Es handelt sich um eine der größten Katastrophen in der Geschichte der zivilen italienischen Dampfschifffahrt. |
| 18. November 1906 |
Dix |
45 |
Die Passagierfähre Dix, die der Puget Sound Mosquito Fleet angehört, kollidiert zwei Meilen nördlich von Alki Point, dem westlichsten Punkt der Stadt Seattle, mit dem zehn Mal größeren Schoner Jeanie. Das Schiff sinkt fünf Minuten nach dem Zusammenstoß; mehr als die Hälfte der Menschen an Bord stirbt. Es handelt sich um eines der schwersten Schiffsunglücke im Puget Sound. |
| 11. Februar 1907 |
Larchmont |
140 |
Der Raddampfer Larchmont der amerikanischen Reederei Joy Steamship Line kollidiert vor der Insel Block Island an der Küste des US-Bundesstaats Rhode Island mit dem Segelschiff Harry Knowlton. Das Schiff wird fast durchtrennt, während die Kessel explodieren. Nach 15 Minuten geht die Larchmont unter. Nur 17 Menschen überleben, darunter nur zwei Frauen. Es ist das bis heute schwerste Schiffsunglück im Rhode Island Sound. |
| 21. Februar 1907 |
Berlin |
168 |
Beim Einlaufen in den Hafen von Hoek van Holland wird das britische Passagierschiff Berlin der Great Eastern Railway von stürmischen Wellen angehoben und auf den nördlichen Molenkopf gedrückt, wo es nach dem dritten Brecher in zwei Teile zerbricht. Die Wellen reißen zahlreiche Passagiere vom festsitzenden Schiff und zerschlagen alle Rettungsboote. Von den auf dem Heckteil des Schiffes festsitzenden Schiffbrüchigen können insgesamt 15 Menschen gerettet werden. [1] |
| 22. Februar 1907 |
Imperatrix |
40 |
Der Passagierdampfer Imperatrix, der der größten Reederei Österreich-Ungarns, dem Österreichischen Lloyd, gehört und sich mit 140 Menschen an Bord auf dem Weg von Triest nach Bombay befindet, gerät vor Elafonisi an der Südwestküste von Kreta in einen Sturm, wird vom Kurs abgelenkt und prallt auf die Klippen. Durch den Untergang kommen 40 Menschen ums Leben. |
| 13./14. Dezember 1907 |
Thomas W. Lawson |
16 |
Der US-amerikanische Segeltanker und Siebenmastgaffelschoner Thomas W. Lawson strandet und sinkt während des Versuchs, einen Sturm innerhalb der westlichen Scilly-Inseln abzuwettern, auf der Reise von Philadelphia nach London. 16 Seeleute und der Lotse kommen ums Leben. Erste Ölkatastrophe. |
| 30. April 1908 |
Matsushima |
141 |
Nach einem Manöver explodiert im Hafen von Makung (Pescadores-Inseln) aus ungeklärten Gründen die Munitionskammer des japanischen Geschützten Kreuzers Matsushima. Das etwa 4.200 ts große Schiff zerbricht in zwei Teile und sinkt. 141 Seeleute finden bei dem Unglück den Tod. Etwa 200 Überlebende können von Hafenfahrzeugen gerettet werden. |
| 23. Januar 1909 |
Republic |
6 |
Der 15.000 BRT große Passagierdampfer Republic der britischen White Star Line kollidiert vor Nantucket im dichten Nebel mit dem kleinen italienischen Dampfer SS Florida. Sechs Menschen sterben. Die Florida hält sich trotz Beschädigungen über Wasser, die Republic dagegen geht 36 Stunden nach der Kollision unter. Die Rettung der Passagiere der beiden Schiffe durch die RMS Baltic ist einer der größten auf See durchgeführten Personentransfers der Geschichte. |
| 12. Februar 1909 |
Penguin |
72 |
Der neuseeländische Passagierdampfer Penguin prallt bei stürmischer See und völliger Dunkelheit in der Cookstraße am Eingang zum Wellington Harbour auf einen Unterwasserfelsen und sinkt. Durch heftige Kesselexplosionen wird das Schiff auseinander gerissen. Nur 30 Passagiere und Besatzungsmitglieder überleben, darunter nur eine Frau. |
| 26./29. Juli 1909 |
Waratah |
211 |
Das Dampfschiff Waratah verschwindet auf der Reise von Durban nach Kapstadt. 211 Menschen kommen auf ihr ums Leben. Bis heute konnte das Wrack nicht entdeckt werden. |
| 2. Dezember 1909 |
Vegesack |
7 |
Nach der Übernahme von insgesamt neun Schiffbrüchigen von zwei in der Außenjade gestrandeten Küstensegelschiffen gelingt es der Besatzung des in Hooksiel stationierten Ruderrettungsbootes Vegesack in schwerem Sturm nicht, in den Heimathafen zurückzukehren, sondern zwingt sie, die Bake Minsener Oog anzusteuern. Bei der Sturmfahrt kommen sechs bereits gerettete Schiffbrüchige sowie ein Rettungsmann ums Leben. Zusammen mit dem Unfall des SK Adolph Bermpohl im Februar 1967 ist dieses Unglück bis heute das schwerste in der Geschichte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. |
| 10. Februar 1910 |
Général Chanzy |
155 |
Der französische Passagierdampfer befindet sich auf dem Weg von Marseille nach Algier, als er vor Menorca durch heftige Sturmböen auf ein Riff geschleudert wird. Die Kessel explodieren, das Schiff bricht dadurch auseinander und sinkt. Nur einer der 156 Menschen an Bord überlebt. |
| 23. März 1911 |
Yongala |
122 |
Der australische Passagierdampfer Yongala befindet sich mit 122 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg von Melbourne nach Cairns, als er vor Townsville in einen Zyklon gerät und sinkt. Es gibt keine Überlebenden. Das Wrack der Yongala wird erst 1958 entdeckt. Bis heute zählt ihr Untergang zu den größten Schiffsunglücken Australiens. |
| 20. März 1912 |
Koombana |
138 |
Nördlich von Port Hedland (Western Australia) an der Küste der westaustralischen Pilbara-Region gerät das australische Passagierschiff Koombana in einen Zyklon. Das Schiff verschwindet spurlos; es gibt keine Überlebenden. Bis heute wurde das Wrack nicht gefunden. Der Untergang der Koombana ist bis heute eines der schwersten wetterbedingten Schiffsunglücke Australiens. |
| 14. April 1912 |
RMS Titanic |
1502 |
Etwa 350 Seemeilen SSW-lich von Neufundland kollidiert auf ihrer Jungfernfahrt die Titanic am 14. April 1912 um 23.40 Uhr mit einem Eisberg. Das seinerzeit größte Schiff der Welt sinkt innerhalb von 2 Stunden und 40 Minuten. Da die Anzahl der Rettungsboote nicht ausreichend bemessen ist, können sich von den 2207 an Bord befindlichen Personen nur 711 retten. Der Untergang der Titanic hatte eine grundlegende Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen auf See (u.a. die erste SOLAS-Konvention) zur Folge. |
| 9. Oktober 1913 |
Volturno |
136 |
Das britische Passagierschiff befindet sich auf dem Weg von Rotterdam nach New York, als mitten auf dem Nordatlantik durch die weggeworfene Zigarette eines Passagiers ein Feuer ausbricht und das Schiff abbrennt. 136 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben. Durch drahtlose Telegrafie herbeigerufene Schiffe können über 400 Menschen retten und eine noch größere Katastrophe verhindern. |
| 29. Mai 1914 |
Empress of Ireland |
1012 |
Auf dem Sankt-Lorenz-Strom stößt in der Nacht der aus Québec kommende Passagierdampfer Empress of Ireland im Nebel mit dem norwegischen Kohlenschiff Storstad zusammen. Während das Frachtschiff noch schwimmfähig bleibt, sinkt die Empress of Ireland innerhalb von 14 Minuten. Von den 1477 Menschen an Bord sterben 1012. |
| 26. November 1914 |
HMS Bulwark |
738 |
Das bei Sheerness vor Anker liegende britische Linienschiff HMS Bulwark wird durch eine Munitionskammerexplosion zerstört und sinkt. Von den 750 Männern an Bord überleben nur 14 das Unglück, zwei davon sterben im Krankenhaus. Als wahrscheinlichste Ursache für die Explosion gilt die Selbstentzündung von Korditladungen, die entlang eines Schotts zu einem der Kesselräume gelagert wurden. Diese könnten sich unter Hitzeeinwirkung entzündet und die ebenfalls dort gelagerten Granaten zur Explosion gebracht haben. |
| 28. März 1915 |
Falaba |
104 |
Das britisches Passagierschiff der Elder Dempster Lines wird im St. Georgskanal vor der Küste von Pembrokeshire (Wales) vom deutschen U-Boot U 28 versenkt. Durch diesen Zwischenfall kommt der erste US-amerikanische Staatsbürger bei der Versenkung eines unbewaffneten britischen Handelsschiffs durch ein deutsches U-Boot ums Leben. |
| 7. Mai 1915 |
RMS Lusitania |
1198 |
Auf der Fahrt von New York nach Liverpool, 12 Seemeilen vor der Südküste Irlands, wird das Schiff der britischen Cunard Line gegen 14 Uhr von einem Torpedo des deutschen U-Bootes U 20 getroffen und sinkt innerhalb von nur 18 Minuten. Von den 1959 Menschen an Bord kommen 1198 ums Leben. |
| 24. Juli 1915 |
Eastland |
845 |
Ein Konstruktionsfehler wird der Eastland in Chicago zum Verhängnis, als viele der fast dreitausend an Bord befindlichen Passagiere zur Backbordseite des Oberdecks drängen, um einem nahebei stattfindenden Bootsrennen zuzusehen. Das instabile Schiff kentert noch am Kai liegend. |
| 19. August 1915 |
Arabic |
44 |
Der britische Passagierdampfer der White Star Line wird vor dem Old Head of Kinsale an der Küste Südirlands ohne Vorwarnung vom deutschen U-Boot U 24 versenkt. Unter den 44 Toten befinden sich zwei US-Amerikaner, was erneut zu politischen Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland führt. Die Arabic war das erste Schiff, das die White Star Line im Ersten Weltkrieg verlor. |
| 4. September 1915 |
RMS Hesperian |
32 |
Der britische Passagierdampfer der Allan Line wird wenige Stunden nach dem Auslaufen aus Liverpool vor Fastnet Rock vom deutschen U-Boot U 20 gesichtet und ohne Vorwarnung versenkt. Es ist das gleiche U-Boot unter dem gleichen Kommandanten, der bereits die Lusitania versenkt hat. |
| 8. November 1915 |
Ancona |
208 |
Der 8210 BRT große italienische Passagierdampfer Ancona wird im Mittelmeer vom deutschen U-Boot U 38 unter Kapitän Max Valentiner gestoppt und torpediert, bevor alle Passagiere und Mannschaftsmitglieder das Schiff verlassen konnten. 208 Menschen sterben. |
| 30. Dezember 1915 |
Persia |
343 |
Südlich von Kreta wird der 8000 BRT große britische Passagier- und Frachtdampfer SS Persia, der sich auf dem Weg von England nach Persien befindet, vom deutschen U-Boot U 38 unter Kapitän Max Valentiner torpediert und innerhalb von fünf Minuten versenkt. Von den 519 Menschen an Bord sterben 343, darunter der größte Teil der Frauen und Kinder. |
| 27. Februar 1916 |
Maloja |
155 |
Der britische Passagierdampfer befindet sich auf dem Weg von Tilbury nach Bombay, als er zwei Meilen vor Dover an der englischen Südküste auf eine Mine des deutschen U-Boots UC 6 läuft und untergeht. Unter den Toten sind viele Frauen und Kinder. Die Maloja (12.431 BRT) ist das größte Schiff, dass P & O im Ersten Weltkrieg verliert. |
| 5. März 1916 |
Príncipe de Asturias |
445 |
Vor Santos an der brasilianischen Küste läuft der spanische Luxusliner in dichtem Nebel auf einen Felsen und sinkt in nur fünf Minuten. 445 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben. Es handelt sich um eine der größten Tragödien in der Geschichte der spanischen Dampfschifffahrt. |
| 8. Mai 1916 |
Cymric |
5 |
140 Meilen vor Fastnet Rock wird der 13.000 BRT große britische Passagierdampfer SS Cymric der White Star Line auf dem Weg von New York nach Liverpool vom deutschen U-Boot U 20 unter Kapitänleutnant Walther Schwieger ohne Vorwarnung versenkt. Von den 112 Personen an Bord kommen fünf ums Leben. |
| 29. August 1916 |
USS Memphis |
41 |
Der im Hafen von Santo Domingo vor Anker liegende amerikanische Panzerkreuzer USS Memphis wird in den Nachmittagsstunden des 29. August 1916 von einem Tsunami erfasst und auf die Küstenriffe geschleudert. Das 14.500 ts große Schiff wird zum Totalverlust. Bei dem Unglück sterben 41 Seeleute, 204 Besatzungsangehörige werden teils schwer verwundet. Mehrere Crewmitglieder erhalten für ihr Verhalten während der Katastrophe die Medal of Honor verliehen. |
| 4. Oktoner 1916 |
RMS Franconia |
12 |
Östlich von Malta wird der 18.000 BRT große britische Passagierdampfer auf dem Weg von Liverpool nach Thessaloniki vom deutschen U-Boot U 47 unter Oberleutnant Wolfgang Steinbauer torpediert und versenkt. 12 der 314 Menschen an Bord kommen ums Leben. Ihr Schwesterschiff, die RMS Laconia, wird vier Monate später ebenfalls von einem deutschen U-Boot versenkt. |
| 6. November 1916 |
Arabia |
11 |
Das britische Passagierschiff befindet sich mit 720 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Australien nach England, als es 112 Meilen vor dem Kap Tenaro an der griechischen Küste von dem deutschen U-Boot UB 43 torpediert wird. Das Schiff sinkt innerhalb von 20 Minuten, wobei elf Menschen ums Leben kommen. |
| 21. November 1916 |
Britannic |
30 |
Die Britannic, ein Schwesterschiff der Titanic, lief wahrscheinlich auf eine Mine, die vermutlich vom deutschen U-Boot U 73 gelegt wurde, und sinkt nach nur 55 Minuten. Die Evakuierung des Schiffes erfolgte geordnet. Dennoch starben 30 Menschen, da zwei Rettungsboote in den Sog der noch laufenden Propeller geraten. |
| 25. Januar 1917 |
Laurentic |
354 |
Der ehemalige Passagierdampfer der White Star Line, der 1915 zum Hilfskreuzer umgewandelt worden war, läuft vor Lough Swilly (Nordirland) auf deutsche Minen und sinkt. Ein großer Teil der Besatzung kommt ums Leben. Zur verlorenen Ladung gehören 35 Tonnen Gold für die Regierung der Vereinigten Staaten. |
| 25. Februar 1917 |
RMS Laconia |
12 |
In der Nähe von Fastnet Rock, an der südirischen Küste, wird der 18.000 BRT große Passagierdampfer Laconia der Cunard Line von dem deutschen U-Boot U 50 versenkt. Zwar können die meisten der etwa 300 Menschen an Bord gerettet werden, der Tod zweier amerikanischer Staatsbürger sorgt jedoch für politische Spannungen. |
| 28. April 1917 |
Medina |
6 |
Der britische Passagierdampfer befindet sich auf dem Weg von Sydney nach London, als er drei Meilen vor der Landzunge Start Point an der Küste von Devon vom deutschen U-Boot UB 31 ohne Vorwarnung torpediert und versenkt. Durch die Explosion des Torpedos kommen im Maschinenraum sechs Besatzungsmitglieder ums Leben. |
| 9. Juli 1917 |
HMS Vanguard |
843 |
Das in Scapa Flow vor Anker liegende britische Linienschiff HMS Vanguard wird durch eine Munitionskammerexplosion zerstört und sinkt. 843 Besatzungsmitglieder sterben, nur zwei Mann überleben das Unglück. Man vermutet, dass sich durch die Hitze eines nicht bemerkten Brands in einem Maschinenraum in einem der nahe gelegenen Magazine für die beiden mittschiffs gelegenen Geschütztürme ein Teil des dort gelagerten Kordits entzündet und eine Kettenreaktion ausgelöst hat. |
| 6. Dezember 1917 |
Halifax-Explosion |
1635 |
Im Hafen von Halifax (Kanada) kollidiert der norwegische Frachter Imo mit dem französischen Munitionstransporter Mont Blanc. Dieser gerät in Brand und die Ladung von über 2500 Tonnen explodiert. Die bis dahin größte von Menschen verursachte Explosion verwüstet weite Teile der Stadt und tötete über 1635 Menschen; Tausende weitere wurden verletzt. |
| 1. Februar 1918 |
Battle of May Island |
105 |
Aufgrund logistischer und konstruktiver Probleme kollidieren mehrere britische U-Boote untereinander und mit Überwassereinheiten. Zwei U-Boote sinken. Fünf U-Boote und ein Zerstörer werden schwer beschädigt. Bei dem Unfall finden 105 Seeleute den Tod. |
| 24. Februar 1918 |
Florizel |
80 |
Der Passagierdampfer der kanadischen Red Cross Line ist auf dem Weg nach New York, als er bei Starkwinden und schwerer See vor Broad Cove (Neufundland) auf ein Riff prallt. Erst als der Sturm nachlässt, können 27 Stunden nach der Kollision 44 Passagiere und Besatzungsmitglieder gerettet werden. 80 Menschen sterben, darunter die dreijährige Enkelin des Reedereigründers. |
| 9./10. März 1918 (?) |
USS Cyclops (AC-4) |
306 |
Vor der US-Ostküste verschwindet aus ungeklärten Gründen der amerikanische Flottentender und Kohletransporter USS Cyclops (AC-4). Das Schiff befand sich auf dem Weg von Barbados nach Baltimore und war mit Manganerz beladen. Vermutlich geriet der rund 19.400 ts große Transporter um den 9./10. März 1918 vor der Küste von Virginia in einen schweren Sturm, brach auseinander und sank infolge der Erzladung innerhalb von wenigen Minuten. Mit dem Schiff ging die gesamte Besatzung von 306 Mann unter. Der Verlust dieses Schiffes wurde später oft mit den Erzählungen über das Verschwinden von Schiffen im Bermudadreieck in Verbindung gebracht. |
| 10. Oktober 1918 |
RMS Leinster |
501 |
Das irische Passagierschiff wird vor der Sandbank Kish Bank in der Bucht von Dublin von dem deutschen U-Boot UB 123 durch zwei Torpedos versenkt. Von den 771 Passagieren und Besatzungsmitgliedern sterben 501. Es handelt sich um das bis heute schwerste Schiffsunglück in der Irischen See und einen der größten Verluste von Menschenleben durch Versenkung eines zivilen Schiffs im Ersten Weltrkieg. |
| 25. Oktober 1918 |
Princess Sophia |
343 |
Der kanadische Passagierdampfer ist auf dem Weg von Skagway nach Vancouver, als er im Lynn Canal vor der Südküste Alaskas auf ein Riff prallt. Starker Wind, eine aufgewühlte See und heftige Schneeböen drücken das beschädigte Schiff zurück ins Wasser und lassen es kentern. Es gibt keine Überlebenden. Es handelt sich um die größte Tragödie in der Geschichte der zivilen kanadischen Schifffahrt nach der Empress of Ireland. |
| 1. Januar 1919 |
Iolaire |
205 |
Vor Stornoway sinkt die Iolaire. 205 Personen kommen um. |
| 9. September 1919 |
Valbanera |
488 |
Das spanische Passagierschiff befindet sich auf dem Weg von Spanien nach Kuba, als es vor Havanna in den Florida-Keys-Hurrikan gerät und spurlos verschwindet. Erst zehn Tage später wird das Wrack des Schiffs 5 Meilen östlich des Leuchtturms Rebecca Shoal Light gefunden. Von den 488 Passagieren und Besatzungsmitgliedern fehlte jede Spur; es werden weder Überlebende noch Leichen geborgen. |
| 12. Januar 1920 |
Afrique |
575 |
Der französische Passagierdampfer befindet sich auf dem Weg von Bordeaux nach Dakar, als etwa 40 Meilen vor La Rochelle in einem Sturm die Generatoren ausfallen und der Dampfer manövrierunfähig in den Golf von Biskaya driftet. Die aufgewühlte See schleudert die Afrique auf ein Riff, wo sie leck schlägt und untergeht. Nur zwei Rettungsboote können zu Wasser gelassen werden. Von den 609 Passagieren und Besatzungsmitgliedern überleben nur 34. |
| 20. Mai 1922 |
Egypt |
87 |
Der britische Passagierdampfer ist auf dem Weg von Tilbury nach Bombay, als er 25 Meilen vor der französischen Insel Ouessant in dichtem Nebel von dem französischen Frachtschiff Seine gerammt wird und innerhalb von 20 Minuten sinkt. Mit dem Schiff gehen Gold- und Silberbarren im Wert von über 1 Million britischer Pfund verloren, weshalb das Wrack des Dampfers in den 1930ern zum Ziel einer großen Bergungsaktion wird. |
| 8. August 1922 |
HMS Raleigh |
11 |
An der Küste von Labrador, in der Belle-Isle-Straße, läuft der britische Kreuzer HMS Raleigh im dichten Nebel auf Grund und wird zum Totalverlust. Elf Seeleute ertrinken in den unteren Schiffsräumen. Nach erfolglosen Bergeversuchen wird das Schiff 1926 durch Sprengungen endgültig zerstört. |
| 26. August 1922 |
Niitaka |
284 |
An der Küste von Karafuto strandet der japanische Geschützte Kreuzer Niitaka in einem Taifun und zerbricht. 284 Besatzungsangehörige ertrinken oder kommen im Sturm um. Nur 14 Mann überleben die Katastrophe. |
| 8. September 1923 |
Schiffskatastrophe bei Honda Point |
23 |
Bei Honda Point in Kalifornien laufen neun Zerstörer der United States Navy auf Grund, von denen sieben verloren gehen. Bei diesem größten Schiffsverlust der US Navy im Frieden sterben 23 Seeleute. |
| 21. April 1925 |
Raifuku Maru |
38 |
Der mit einer Ladung Getreide von Boston nach Hamburg laufende japanische Frachter Raifuku Maru gerät vor der US-Ostküste, etwa 350 Seemeilen südwestlich von Halifax, in einen schweren Sturm und sinkt. Mit dem Schiff, das nach dem Verrutschen der Getreidefracht kentert, geht die gesamte Besatzung von 38 Mann unter. Der britische Luxusliner RMS Homeric kann das Sinken beobachten, aber wegen des Sturms niemanden retten. Der Untergang dieses Schiffes hat später eine Vielzahl von Legenden entstehen lassen, die vor allem mit dem vermeintlich spurlosen Verschwinden von Schiffen im Bermudadreieck in Verbindung standen. |
| 12. November 1925 |
HMS M1 |
69 |
Vor der Küste von Devon wird der knapp unter der Wasseroberfläche marschierende britische U-Kreuzer HMS M1 versehentlich von dem schwedischen Frachter Vidar gerammt. Durch die Kollision wird der Geschützturm des U-Kreuzers aufgerissen. Innerhalb von Sekunden läuft das Boot voll Wasser und versinkt. Bei dem Unglück sterben alle 69 Besatzungsangehörige des U-Bootes. 1999 wird das Wrack in 73 Metern Tiefe entdeckt. |
| 24. August 1927 |
Warabi |
103 |
Auf dem Rückweg von einem Manöver gerät eine japanische Kreuzer- und Zerstörergruppe in der Nacht des 24./25. August 1927 vor Maizuru in Unordnung. Dabei stößt der Zerstörer Warabi mit dem Kreuzer Jintsu zusammen, kentert und sinkt mit 103 Besatzungsangehörigen an Bord. Nur sieben Überlebende werden von dem Kreuzer in der Dunkelheit gerettet. Auch der Zerstörer Ashi kollidiert mit einem Kreuzer, kann aber stark beschädigt den Hafen von Maizuru erreichen. |
| 25. Oktober 1927 |
Principessa Mafalda |
312 |
Der italienische Luxusdampfer ist auf dem Weg von Genua nach Buenos Aires, als er vor der brasilianischen Küste ein Teil der Steuerbordwelle verliert und mit dem Heck voran untergeht. Von den über 1000 Menschen an Bord kommen 312 ums Leben. |
| 12. November 1928 |
Vestris |
112 |
250 Seemeilen östlich der Hampton Roads kentert und sinkt der britische Passagierdampfer SS Vestris der Lamport & Holt Line, nachdem ein Sturm Seewasser durch eine offene Ladeluke ins Schiff gedrückt hat. Ein Drittel der Passagiere und Besatzungsmitglieder kommt ums Leben. |
| Dezember 1928 |
Schulschiff København |
80 |
Die dänische Auxiliar-Fünfmastbark København der Dänisch-Ostasiatischen Kompanie, bei ihrem Bau 1921 das drittgrößte Segelschiff der Welt, verschwindet während einer Weltumsegelung auf der Fahrt von Buenos Aires nach Melbourne im Südatlantik spurlos mit der gesamten Besatzung von 60 Mann, davon 45 Kadetten. Trotz intensiver Suche werden keine Trümmer des Schiffs entdeckt. Vermutet wurde, wie auch bei der Admiral-Karpfanger-Katastrophe im März 1938, eine Kollision mit einem Eisberg. |
| 23. November 1930 |
Luise Leonhardt |
30 |
Der Frachtdampfer strandete bei schweren Sturm auf den Untiefen des Großen Vogelsand (Sandbank in der Elbmündung vor Cuxhaven). Dabei kamen alle 30 Besatzungsmitglieder ums Leben. |
| 21. September 1931 |
Annamarie |
15 |
Infolge eines Fahrfehlers des alkoholisierten Schiffsführers strandete das mit Ausflüglern des Turnvereins Jahn Borkum besetzte Motorboot Annamarie im Haaksgat zwischen Juist und Memmert infolge Seeschlags. Das Fehlen von Navigationsinstrumenten sowie ausreichender Rettungsgeräten und die unterlassene Räumung des Schiffes nach der Strandung führten trotz schneller Alarmierung der Rettungskräfte zum Tod von 15 der 19 an Bord befindlichen Personen [2]. |
| 14. Juli 1931 |
St. Philbert |
483 |
Der Ausflugsdampfer St. Philbert (189 Tonnen) gerät auf der Rückfahrt von der Île de Noirmoutier in einen schweren Sturm und sinkt. Nur acht von 491 Personen an Bord werden gerettet. |
| 16. Mai 1932 |
Georges Philippar |
54 |
Auf der Rückreise von seiner Jungfernfahrt brennt der knapp 18.000 BRT große französische Luxusdampfer vor Kap Guardafui im Golf von Aden über Nacht aus. 54 Menschen sterben, alles Passagiere. Die Unglücksursache konnte nie einwandfrei geklärt werden; es werden unter Anderem Sabotage oder Brandstiftung vermutet. Es handelt sich um das größte Unglück der Reederei Messageries Maritimes in Friedenszeiten. |
| 26. Juli 1932 |
Segelschulschiff Niobe |
69 |
Das Segelschulschiff der deutschen Reichsmarine ist auf einer Ostsee-Reise, als um 14.27 Uhr in der Nähe des Feuerschiffs Fehmarnbelt eine an Stärke schnell zunehmende, fast senkrechte Böe einfällt, die das Schiff innerhalb weniger Minuten zum Kentern bringt. 69 Seeleute finden beim Untergang der Niobe den Tod. |
| 5. Dezember 1932 |
Sawarabi |
110 |
In der Formosastraße sinkt der japanische Zerstörer Sawarabi in einem schweren Sturm. Vermutlich, so ergeben spätere Untersuchungen, sank das Schiff aufgrund eines Konstruktionsfehlers, welcher die Stabilität herabgesetzt hatte. Mit dem Zerstörer gehen 110 Besatzungsangehörige unter. Es gibt keine Überlebenden. |
| 8. September 1934 |
Morro Castle |
137 |
Das amerikanische Luxuskreuzfahrtschiff Morro Castle gerät in der Nähe von Asbury Park, New Jersey in Brand. Von den insgesamt 549 Personen an Bord sterben 137, viele werden verletzt. |
| 24. Januar 1935 |
Mohawk |
47 |
Das amerikanische Passagierschiff Mohawk der Clyde-Mallory Line kollidiert etwa acht Meilen vor der Küste von New Jersey mit einem norwegischen Frachter und sinkt innerhalb von 60 Minuten. 47 der 163 Menschen an Bord kommen uns Leben. 54 Passagiere und Besatzungsmitglieder werden zum Teil schwer verletzt. |
| März 1938 |
Admiral Karpfanger |
60 |
Die Viermastbark Admiral Karpfanger ex L'Avenir, ein frachtfahrendes Segelschulschiff der deutschen Hamburg-Amerika-Linie, verschwindet auf der Fahrt von Port Germein (bei Port Pirie, Australien) nach Hamburg mit einer Fracht Weizen im Südatlantik. Die letzte Meldung „Alle wohlauf" wurde am 1. März auf 51° S, 172° O gesendet. 60 Mann, davon 33 Kadetten blieben mit dem Schiff verschollen. Vermutet wird eine Kollision mit einem Eisberg in der Kap Hoorn-Region, da Jahre später in Patagonien Trümmer der Admiral Karpfanger angespült werden. |
| 23. Mai 1939 |
USS Squalus (SS-192) |
26 |
Das U-Boot Squalus sinkt während Tauchtests im Golf von Maine, weil im Maschinenraum das Hauptflutventil in offener Stellung klemmt. Der achterne Bereich des U-Boots wird vollständig geflutet, 26 Seeleute ertrinken. 33 Seeleute sitzen im vorderen Teil des Bootes in 75 Metern Tiefe fest. Am 24. Mai werden sie durch eine Taucherglocke in einer 13-stündigen Rettungsaktion aus dem U-Boot gerettet. |
| 3. September 1939 |
Athenia |
112 |
Der 13.465 BRT große britische Passagierdampfer der Anchor-Donaldson Line ist mit über 1.100 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Glasgow nach Montreal, als er 250 Meilen nordwestlich von Irland ohne Vorwarnung von dem deutschen U-Boot U 30 versenkt wird. 112 Menschen sterben durch die Folgen der Torpedo-Detonation und in einem Rettungsboot, das vom Heck eines der Rettungsschiffe zerquetscht wird. Die Athenia ist das erste Schiff, das im Zweiten Weltkrieg von einem deutschen U-Boot versenkt wird. Unter den Toten sind auch 28 US-Amerikaner. |
| 13. September 1939 |
Pluton |
186 |
Während der Übernahme von Seeminen auf den französischen Minenkreuzer Pluton im Hafen von Casablanca, fällt eine der Minen von der Hebevorrichtung und explodiert. Durch die Detonation werden weitere Minen zur Explosion gebracht, wodurch der Kreuzer völlig zerstört wird. Bei dem Unglück sterben 186 Besatzungsmitglieder und Personen am Ufer. Weitere 84 Menschen an Bord und an Land werden verletzt. |
| Datum |
Name |
Opfer |
Beschreibung |
| 4. Juli 1940 |
Arandora Star |
850 |
Der als Lazarett- und Transportschiff eingesetzte ehemalige britische Luxusdampfer Arandora Star verlässt Liverpool mit über 1700 britischen Soldaten sowie deutschen und italienischen Internierten. Er wird an der Nordwestküste Irlands von dem deutschen U-Boot U 47 versenkt, mehr als 800 Menschen sterben. Der U-Boot-Kommandant, Günther Prien, hatte das Schiff angegriffen, obwohl es mit dem Emblem des Roten Kreuzes gekennzeichnet gewesen war. |
| 18. September 1940 |
City of Benares |
248 |
Der britische Passagierdampfer der Ellerman Lines wird am 18. September 1940 250 Meilen vor der Rockall-Felseninsel vom deutschen U-Boot U 48 torpediert und versenkt. An Bord sind 90 britische Kinder, die im Rahmen eines nationalen Rettungsprogramms nach Kanada geschickt werden. 77 dieser Kinder kommen bei der Versenkung ums Leben. Zu den geretteten Passagieren zählt Monika Mann. |
| 17. Juni 1940 |
Lancastria |
ca. 2000 |
Der zum Abtransport britischer Truppen aus Frankreich eingesetzte Passagierdampfer Lancastria wird vor St-Nazaire von deutschen Bombern angegriffen und kentert nach mehreren Treffern. An Bord befinden sich über 6000 britische Soldaten, Zivilisten und Besatzungsangehörige. Ältere Schätzungen gehen von bis zu 5000 Toten aus, neuere Forschungen haben eine Opferzahl von etwa 2000 ergeben. Die Versenkung der Lancastria gilt als die schlimmste Schiffskatastrophe der britischen Geschichte. Auf Befehl Winston Churchills wird der Vorfall geheim gehalten. |
| 16. Januar 1941 |
Oropesa |
106 |
Südöstlich der Rockall-Felseninsel wird das britische Passagierschiff der Pacific Steam Navigation Company von dem deutschen U-Boot U 96 unter Heinrich Lehmann-Willenbrock torpediert und versenkt. Fast die Hälfte der Passagiere und Besatzungsmitglieder kommt ums Leben. |
| 17. Januar 1941 |
Almeda Star |
360 |
35 Meilen vor der Rockall-Felseninsel wird das britische Passagierschiff der Blue Star Line von dem deutschen U-Boot U 96 unter Heinrich Lehmann-Willenbrock torpediert und beschossen. Es sinkt in nur drei Minuten. Alle 360 Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. |
| 30. April 1941 |
Nerissa |
207 |
Südöstlich der Felseninsel Rockall wird der britische Passagier- und Frachtdampfer Nerissa, der mit Militärangehörigen wie auch Zivilisten auf dem Weg nach Liverpool ist, von dem deutschen U-Boot U 552 ohne Vorwarnung mit drei Torpedos angegriffen und innerhalb weniger Minuten versenkt. Es gibt nur 83 Überlebende. |
| 7. November 1941 |
Armenija |
5000+ |
Das sowjetische Lazarettschiff Armenija nahm offiziell ca. 4000 Verletzte aus dem belagerten Sewastopol auf und fuhr nach Jalta, wo es weitere 800 Menschen aufnahm, um sie nach Noworossijsk zu bringen. Die wirkliche Anzahl der Passagiere dürfte jedoch deutlich höher gewesen sein. Mehrere Kilometer vor Jalta wurde das Schiff von den deutschen Heinkel He 111 angegriffen, obwohl es deutliche Rotes-Kreuz-Kennzeichen trug. Das Schiff sank mit nach konservativen Schätzungen 5000 Personen. Lediglich acht Personen konnten sich retten. Dieser Vorfall diente der Sowjetmarine als Präzedenzfall für die späteren Torpedierungen deutscher Flüchtlingsschiffe. |
| 7. Dezember 1941 |
HMCS Windflower |
23 |
Während der Sicherung des Konvois SC-58 kollidiert im dichten Nebel die kanadische Korvette HMCS Windflower mit dem Frachter Zypenberg und sinkt. Mit dem Schiff gehen 23 Besatzungsangehörige unter. Etwa 70 Überlebende können gerettet werden. |
| 12. Dezember 1941 |
Nereus |
61 |
Auf dem Weg von den Kleinen Antillen nach Baltimore verschwand der kanadische Erzfrachter Nereus aus nicht genau geklärten Gründen. Das mit Bauxit beladene Schiff, es handelte sich um den ehemaligen amerikanischen Flottentender USS Nereus (AC-10), zerbrach vermutlich in einem starken Sturm und sank innerhalb weniger Minuten vor der Küste von Virginia. Von der 61 Mann starken Besatzung überlebte niemand. Wrackteile wurden nie gefunden. Wahrscheinlich, so wurde später gemutmaßt, sank das zu diesem Zeitpunkt 30 Jahre alte Schiff aufgrund von Materialermüdung: Die Seitenwände des Rumpfes waren durch die Kohle, welche jahrelang transportiert worden war, allmählich erodiert und hatten den Belastungen im Orkan nicht mehr standgehalten. Es handelte sich bei diesem Schiff um ein Schwesterschiff des amerikanischen Flottentenders USS Cyclops (AC-4), welcher 1918 auf ähnlich mysteriöse Weise und fast an der gleichen Stelle verschwunden war. |
| 12. Januar 1942 |
Cyclops |
87 |
In den frühen Morgenstunden des 12. Januar 1942 torpediert das deutsche U-Boot U 123 vor der Küste von Nova Scotia, etwa 125 Seemeilen südöstlich von Cape Sable Island, den britischen Frachter Cyclops. Das Schiff sinkt nach zwei Torpedotreffern und reißt 87 Menschen mit in die Tiefe. 95 Überlebende werden später von einem kanadischen Minensuchboot gerettet. Die Cyclops ist der erste alliierte Frachter, der im Rahmen der deutschen U-Boot-Offensive gegen den Schiffsverkehr vor der nordamerikanischen Küste (Unternehmen Paukenschlag) versenkt wird. |
| 19. Januar 1942 |
Van Imhoff |
466 |
Ein japanisches Flugzeug versenkte den niederländischen Frachter Van Imhoff. Die niederländische Besatzung von 110 Mann ging in die Rettungsboote, 478 deutsche Zivilinternierte aber wurden ihrem Schicksal überlassen. Zwölf von ihnen konnten sich auf eine Insel retten, die übrigen ertranken. |
| 19. Januar 1942 |
RMS Lady Hawkins |
251 |
Vor Cape Hatteras an der Küste des US-Bundesstaats North Carolina versenkt das deutsche U-Boot U 66 den unbewaffneten kanadischen Passagierdampfer Lady Hawkins mit zwei Torpedos. 251 Menschen sterben. Nur 71 Überlebende werden fünf Tage später gerettet. |
| 9. Februar 1942 |
Normandie |
? |
In New York soll der dort wegen des Krieges aufgelegte französische Transatlantikliner Normandie (CGT) zu einem Truppentransporter der amerikanischen Marine mit Namen Lafayette umgerüstet werden. Arbeiter entfachen bei Schneidarbeiten versehentlich Feuer in einem Ballen von Schwimmwesten. In Folge der Löschversuche bringt das in großen Mengen eingebrachte Löschwasser die Normandie schließlich zum Kentern. Eineinhalb Jahre bleibt sie im Schlick des Piers von Brooklyn liegen, bis sie aufgerichtet werden kann. Erst im Oktober 1947 ist ihre Verschrottung abgeschlossen. |
| 17./18. Februar 1942 |
Surcouf |
130 |
In der Nacht des 17./18. Februar 1942 wird im Golf von Mexiko das aufgetaucht fahrende französische U-Boot Surcouf, mit über 4.300 ts Wasserverdrängung der größte U-Kreuzer der Welt, versehentlich von dem amerikanischen Frachter Thomson Lykes gerammt. Das zur freifranzösischen Marine (FNFL) gehörende U-Boot sinkt schnell und reißt die gesamte Besatung von 130 Mann mit in die Tiefe. In der Dunkelheit kann niemand gerettet werden. |
| 24. Februar 1942 |
Struma |
min. 763 |
Der unter der Flagge Panamas fahrende bulgarische Dampfer Struma, mit dem sich 764 jüdische Flüchtlinge vor der nationalsozialistischen Judenverfolgung retten wollen, wird im Schwarzen Meer in der Nähe des Bosporus durch das sowjetische U-Boot ShCh-213 versenkt. Die Besatzung hält das Schiff offenbar für ein Fahrzeug der Achsenmächte. Es gibt nur einen Überlebenden. Die aus Constanţa ausgelaufene Struma war zuvor von türkischen Behörden zur Rückkehr in das Schwarze Meer gezwungen worden. Man hatte weder eine Weiterreise noch eine Landung der Flüchtlinge gestattet. |
| 27. Februar 1942 |
R. P. Resor |
49 |
Vor der Küste von New Jersey torpediert das deutsche U-Boot U 578 in den Morgenstunden des 27. Februar 1942 den von Baytown (Texas) nach Fall River (Massachusetts) laufenden amerikanischen Tanker R. P. Resor. Das mit über 100.000 Barrel Öl beladene Schiff gerät sofort in Brand. In den Flammen kommen 49 Seeleute um, nur zwei Überlebende werden später von einem Küstenwachschiff geborgen. |
| 1. Juli 1942 |
Montevideo Maru |
min. 1053 |
Das japanische Passagier- und Frachtschiff Montevideo Maru läuft am 22. Juni 1942 aus Rabaul (Papua-Neuguinea) aus. Es hat 1053 überwiegend australische Kriegsgefangene und Zivilinternierte an Bord, als es in der Philippinischen See durch das amerikanische U-Boot USS Sturgeon versenkt wird. Alle Gefangenen und eine unbekannte Anzahl von japanischen Besatzungsmitgliedern sterben. Das Schiff war nicht als Gefangenentransport markiert oder angekündigt. |
| 5. Juli 1942 |
Avila Star |
84 |
Der unbewaffnete britische Passagierdampfer wird östlich der Azoren vom deutschen U-Boot U 201 ohne Vorwarnung mit drei Torpedos versenkt. Das letzte Rettungsboot wird erst nach 20 Tagen gefunden. 84 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben. |
| 12. September 1942 |
Laconia |
ca. 1500 |
Das britische Passagierschiff Laconia wird im Atlantik von dem deutschen U-Boot U 156 vor der westafrikanischen Küste torpediert. Als sich herausstellt, dass neben der regulären Besatzung weitere 2000 Menschen an Bord sind, leitet die U 156 Rettungsmaßnahmen ein, drei weitere U-Boote kommen zur Hilfe. Als sie von amerikanischen Flugzeugen bombardiert werden, brechen die U-Boote die Rettung ab. Insgesamt sterben ca. 1500 Menschen. In der Folge kommt es zum Laconia-Befehl |
| 1. Oktober 1942 |
Lisbon Maru |
842 |
Der japanische Frachter Lisbon Maru soll 1816 britische Kriegsgefangene von Hongkong nach Shanghai transportieren, als er in der südchinesischen See durch das amerikanische U-Boot USS Grouper torpediert wird. Beim Untergang des Schiffs sterben 842 Gefangene. |
| 2. Oktober 1942 |
HMS Curacoa |
338 |
Während einer Geleitschutz-Mission im Nordatlantik, etwa 60 Seemeilen nordwestlich von Irland, wird der Zickzackkurse fahrende britische Flugabwehrkreuzer HMS Curacoa von dem mit hoher Fahrt (28 Knoten) marschierenden Luxusliner RMS Queen Mary gerammt und zerbricht in zwei Teile. Mit dem Kreuzer gehen 338 Seeleute unter. Nur 26 Überlebende, darunter der Kommandant, werden von anderen Geleitfahrzeugen gerettet. Der Luxusliner unternimmt wegen der Bedrohung durch U-Boote keinen Rettungsversuch. |
| 14. Oktober 1942 |
Caribou |
136 |
Die 2.222 BRT große kanadische Fähre Caribou, die an der Küste von Neufundland und Nova Scotia im regelmäßigen Passagierverkehr tätig ist, wird in der Cabotstraße vor Channel Head von dem deutschen U-Boot U 69 torpediert und sinkt in fünf Minuten. 136 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben, darunter dutzende Frauen und Kinder. Es handelt sich um eines der größten Desaster Neufundlands während des Zweiten Weltkriegs und das bisher schwerste Schiffsunglück in der Cabotstraße. |
| 6. November 1942 |
City of Cairo |
104 |
Das britische Passagierschiff wird vor der westafrikanischen Küste von dem deutschen U-Boot U 68 ohne Vorwarnung versenkt. Die Rettungsboote verlieren sich im Atlantik, das letzte wird erst 51 Tage später gefunden. Ein Drittel der Passagiere und Besatzungsmitglieder kommt ums Leben. |
| 14. November 1942 |
Scillin |
min. 945 |
Der italienische Frachter transportiert alliierte Kriegsgefangene von Nordafrika nach Italien. Das britische U-Boot HMS Sahib torpediert und versenkt das Schiff vor Sizilien. Über 780 Kriegsgefangene und 165 Italiener finden den Tod. Das U-Boot kann lediglich 60 Schiffbrüchige aufnehmen und retten.[3] |
| 7. Dezember 1942 |
Ceramic |
655 |
Der britische Passagierdampfer (18.713 BRT) wird westlich der Azoren von dem deutschen U-Boot U 515 mit fünf Torpedos versenkt. Ein starker Sturm verhindert die Rettung der Schiffbrüchigen. Von den 656 Passagieren und Besatzungsmitgliedern wird nur ein einziger gerettet und von dem U-Boot nach Frankreich gebracht. |
| 27. März 1943 |
HMS Dasher |
379 |
Während einer Start- und Landeübung im Firth of Clyde stürzt ein Torpedobomber vom Typ Fairey Swordfish auf das Deck des britischen Geleitflugzeugträgers HMS Dasher und explodiert. Durch den Brand werden Benzindämpfe in den unteren Schiffsräumen entzündet, was weitere Folgeexplosionen auslöst. Innerhalb von fünf Minuten wird der Träger völlig zerstört und sinkt. Bei der Katastrophe sterben insgesamt 379 Seeleute und Piloten. 149 Besatzungsangehörige überleben, teils mit schweren Verbrennungen, und werden von Küstenfahrzeugen geborgen. |
| 8. Juni 1943 |
Mutsu |
1121 |
In der Bucht von Hiroshima, nahe der Insel Suo Oshima, ereignet sich an Bord des vor Anker liegenden japanischen Schlachtschiffes Mutsu aus ungeklärten Gründen eine schwere Explosion im achteren Munitionsmagazin. Das Schiff zerbricht dadurch in zwei Teile und sinkt, wobei sich das abgerissene Heck noch fast zwölf Stunden über Wasser halten kann. Bei der Katastrophe sterben 1121 Seeleute. Nur 354 Überlebende werden geborgen. Spätere Untersuchungen ergeben, dass der Verlust des Schiffes eindeutig auf eine innere Explosion zurückgeführt werden kann, wobei sowohl eine Pulverselbstentzündung als auch Sabotage in Frage kommen könnten. |
| 26. November 1943 |
Rohna |
1138 |
Der britische Truppentransporter, beladen mit amerikanischen Truppen, wird in einem Geleitzug im Mittelmeer nördlich Bejaia (Algerien) durch einen deutschen Heinkel He 177-Bomber mit der Fernlenkwaffe Henschel Hs 293 versenkt. Der begleitende Minensucher USS Pioneer kann 600 Mann aus dem Wasser retten. Sieben leere Landungsfahrzeuge beteiligen sich nicht an der Rettung, deshalb gibt es später ein Kriegsgerichtsverfahren. Das "Rohna-Desaster", Amerikas größter Menschenverlust auf See, wurde in den Einzelheiten bis 1967 geheimgehalten. Dann setzte man den Opfern in Seale/Alabama ein Denkmal. |
| 8. Februar 1944 |
Petrella |
min. 2670 |
Der in deutschen Diensten stehende Dampfer Petrella transportiert 3173 italienische Kriegsgefangene, als er bei Kreta von dem britischen U-Boot HMS Sportsman torpediert wird. 2670 Gefangene finden den Tod. Die hohen Verlustzahlen sind auch darauf zurückzuführen, dass die deutschen Wachmannschaften die eingesperrten Italiener nicht frei ließen und sogar auf sie schossen.[4] |
| 12. Februar 1944 |
Khedive Ismail |
1396 |
Der zu dem Geleitzug KR8 gehörende britische Truppentransporter Khedive Ismail wird im Indischen Ozean in der Nähe der Malediven durch das japanische U-Boot I-27 torpediert und versenkt. Von den 1511 Menschen an Bord überleben nur 208 Männer und 6 Frauen, unter den 1297 Toten befinden sich 77 Frauen. Ein Teil der Opfer wurde möglicherweise durch Wasserbomben der Geleitschiffe getötet. I-27 wird durch die Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen und durch den britischen Zerstörer HMS Petard versenkt. Von den 99 Mann Besatzung kann sich niemand retten.[5] |
| 29. Juni 1944 |
Tango Maru und Ryusei Maru |
Tango Maru ca. 3000; Ryusei Maru 4998 |
Aufgrund entschlüsselter Funksprüche greift das amerikanische U-Boot USS Rasher bei Lombok (Indonesien) einen japanischen Konvoi an und versenkt erst den Frachter Tango Maru mit 3500 Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen an Bord, später den Truppentransporter Ryusei Maru, auf dem sich 6600 Soldaten befinden. An Bord der Tango Maru sterben etwa 3000 Menschen, mit Ryusei Maru gehen 4998 Soldaten und Besatzungsmitglieder unter. |
| 29. Juni 1944 |
Toyama Maru |
ca. 5600 |
Auf dem total überladenen japanischen Truppentransporter Toyama Maru befinden sich 6000 Soldaten einer Infanteriebrigade, die von Kyushu (Japan) nach Okinawa gebracht werden sollen, als er von dem amerikanischen U-Boot USS Sturgeon torpediert wird. Etwa 5600 Soldaten werden durch die Torpedoexplosionen getötet, ertrinken oder verbrennen, als die ebenfalls an Bord befindliche Ladung Benzinfässer in Brand gerät. |
| 3. August 1944 |
Koshu Maru |
1540 |
Der japanische Transporter Koshu Maru transportiert 1513 indonesische Zwangsarbeiter, Rüstungsmaterial und 540 andere Passagiere nach Makassar auf Celebes, als er in der Meeresstraße zwischen Borneo und Celebes von dem amerikanischen U-Boot USS Ray torpediert und versenkt wird. Beim Untergang des Schiffs sterben 273 Passagiere, 28 Besatzungsmitglieder und 1239 der Arbeiter. |
| 22. August 1944 |
Tsushima Maru |
1529 |
Die Tsushima Maru soll 1788 japanische Zivilisten, darunter viele Schulkinder mit ihren Lehrern, von Okinawa nach Kagoshima in Sicherheit zu bringen, wird aber kurz nach der Abfahrt von dem amerikanischen U-Boot USS Bowfin torpediert und versenkt. 1529 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben, von den 741 Kindern an Bord überleben nur 59. |
| 12. September 1944 |
Rakuyo Maru |
min. 1015 |
Das japanische Fracht- und Passagierschiff Rakuyo Maru soll 1318 überwiegend britische und australische Kriegsgefangene, die den Bau des Death Railway zwischen Burma und Thailand überlebt haben, von Singapur nach Japan bringen. Der Konvoi wird jedoch südlich von Taiwan von amerikanischen U-Booten angegriffen. Hierbei versenkt die USS Sealion die Rakuyo Maru. Fast alle Gefangenen können sich aus dem Schiff retten, doch die japanischen Eskortschiffe nehmen lediglich 157 Schiffbrüchige an Bord und überlassen den Rest seinem Schicksal. 159 Männer, von denen sieben nach ihrer Rettung sterben, werden von amerikanischen U-Booten geborgen, 1008 Kriegsgefangene und eine unbekannte Anzahl japanischer Besatzungsmitglieder und Soldaten sterben. |
| 13. September 1944 |
USS Warrington |
248 |
Vor der Küste von Florida gerät der amerikanische Zerstörer USS Warrington während einer Geleitschutzmission in einen Hurrikan. Fast zehn Stunden lang kämpft die Crew gegen das Wetter an, dann löscht eindringendes Wasser die Kesselfeuer und bringt das Schiff zum Kentern. Mit dem Zerstörer gehen 248 Seeleute unter. Nur 73 Überlebende werden später von einer aus elf Schiffen bestehenden Rettungsflottille geborgen. |
| 18. September 1944 |
Junyo Maru |
ca. 5620 |
Der japanische Frachter Junyo Maru transportiert 2300 alliierte Kriegsgefangene und 4200 zivile Zwangsarbeiter von Batavia (Java) nach Padang (Sumatra) und wird kurz vor seiner Ankunft durch das britische U-Boot HMS Tradewind versenkt. Beim Untergang des Schiffs sterben etwa 5620 Menschen. |
| 22. September 1944 |
Hofuku Maru |
1047 |
Der japanische Transporter Hofuku Maru mit 1289 britischen und holländischen Kriegsgefangenen an Bord gehört zu einem Konvoi, der von Manila nach Japan fahren soll, aber vor der Küste von Luzon von amerikanischen Kampfflugzeugen angegriffen wird. 40 Maschinen attackierten die Hofuku Maru und versenken das Schiff, wobei 1047 der Gefangenen sterben. |
| 24. Oktober 1944 |
Arisan Maru |
1792 |
Der japanische Transporter Arisan Maru hat 1800 amerikanische Kriegsgefangene an Bord, als er südlich von Taiwan durch das amerikanische U-Boot USS Shark torpediert wird. Da die Geleitschiffe nur die japanischen Besatzung retten, überleben nur acht Kriegsgefangene, 1792 starben. |
| 24. November 1944 |
Hansa |
84 |
Das unbewaffnete schwedische Passagierschiff Hansa wird vor der Insel Gotland ohne Vorwarnung von dem sowjetischen U-Boot L 21 angegriffen und versenkt. Die Detonation des Torpedos ist so heftig, dass sie den Bug vom Rest des Schiffs reißt und die Hansa innerhalb weniger Minuten zum Sinken bringt. Nur zwei Menschen überleben das Unglück. |
| 18. Dezember 1944 |
Taifun Cobra |
790 |
Die 3. US-Flotte gerät vor Luzon bei einem Seeversorgungsmanöver in einen schweren Taifun. Drei amerikanische Zerstörer sinken in bis zu 120 Knoten schnellen Winden und meterhohen Wellen, 28 weitere Schiffe werden beschädigt. 790 Seeleute sterben, 80 werden verletzt. |
| 30. Januar 1945 |
Wilhelm Gustloff |
ca. 9000 |
Die Wilhelm Gustloff wird von dem sowjetischen U-Boot S 13 in der Ostsee versenkt, dabei ertrinken bis zu 9000 Menschen. Die Versenkungen der Wilhelm Gustloff, der Goya, der Steuben und der Cap Arcona innerhalb von nur wenigen Monaten werden als die verlustreichsten Schiffsuntergänge der Weltgeschichte angesehen. |
| 10. Februar 1945 |
Steuben |
ca. 3500 |
Die Steuben wird mit ca. 4000 Flüchtlingen in der Ostsee versenkt. Angreifer ist das gleiche U-Boot S 13, das auch die Wilhelm Gustloff versenkt hatte. |
| 16. April 1945 |
Goya |
ca. 7000 |
Der Frachter Goya wird auf der Ostsee von dem sowjetischen U-Boot L 3 torpediert. Laut Schätzungen ertrinken rund 7000 Menschen, überwiegend Flüchtlinge aus West- und Ostpreußen sowie flüchtende Soldaten. |
| 3. Mai 1945 |
Cap Arcona |
ca. 4500 |
Auf der Cap Arcona, der Thielbek und der Deutschland befinden sich Häftlinge, vorwiegend aus dem KZ Neuengamme. Die in der Lübecker Bucht zwischen Neustadt in Holstein und Scharbeutz ankernden Schiffe werden von Jagdbombern der Royal Air Force in Brand geschossen und kentern. Die Meisten der etwa 4600 Häftlinge an Bord der Cap Arcona kommen in der kalten Ostsee ums Leben oder werden von Wachmannschaften erschossen. |
| 4. Mai 1945 |
Orion |
ca. 150 |
Der Frachter Orion, unterwegs nach Kopenhagen wird auf der Reede vor Swinemünde von sowjetischen Bombern versenkt. Etwa 150 der mehr als 4000 Flüchtlinge an Bord kommen ums Leben, die übrigen werden von in der Nähe befindlichen Schiffen gerettet. Das Wrack wird 1952 verschrottet. |
| 11. Juni 1949 |
København |
48 |
Vor Aalborg läuft das aus Kopenhagen kommende dänische Passagierschiff København (1670 BRT) auf eine Mine und sinkt binnen 10 Minuten. Von den an Bord befindlichen Passagieren und Besatzungsmitgliedern können 310 gerettet werden, 48 finden den Tod. |
| 17. September 1949 |
Noronic |
122 |
Der 36 Jahre alte Passagierdampfer der Canada Steamship Lines liegt während einer Kreuzfahrt durch die Großen Seen über Nacht im Hafen von Toronto vor Anker, als an Bord ein bis heute ungeklärtes Feuer ausbricht. Innerhalb von 20 Minuten ist das Schiff komplett ausgebrannt; 122 der 695 Menschen an Bord kommen ums Leben. Viele der Toten können wegen der enormen Hitze nicht identifiziert werden. |
| 22. September 1949 |
ARA Fournier |
72 |
Das argentinische Minenräumboot ARA Fournier verschwindet in der Nacht vom 21. zum 22. September in der Magellanstraße. Nach Suchaktionen der argentinischen und chilenischen Marine findet man einige Leichen und Reste der Ladung. Anhand der Uhren der Toten und dem Wetterbericht wird angenommen, dass das Schiff um 5:25 Uhr in schwerer See kenterte oder auf einen Felsen auflief und schnell sank. |
| 4. Dezember 1949 |
Frachter Pieteälf |
11 |
Auf der Fahrt von Rügenwalde (Polen) nach Emden sinkt der mit Getreide beladene Hamburger Frachter Pieteälf (342 BRT) in den Nordgründen an der Elbmündung, nachdem der Kapitän trotz einer Sturmwarnung und eindringlicher Warnung des Seelotsen die Fahrt weiter fortsetzte. Kapitän und Besatzung fanden beim Untergang den Tod. |
| Datum |
Name |
Opfer |
Beschreibung |
| 12. Januar 1950 |
U-Boot HMS Truculent |
57 |
Auf der Themse kollidiert das sich auf einer Probefahrt befindliche britische U-Boot HMS Truculent mit dem schwedischen Tanker Divina und beginnt auf der Stelle zu sinken. Nur 15 der an Bord befindlichen insgesamt 75 Personen, darunter 18 Werftarbeiter, können gerettet werden. |
| 31. Januar 1950 |
Frachter Fidamus |
8 |
Auf der Reise von Wismar nach Antwerpen sinkt der mit 900 Tonnen Kali beladene Bremer Frachter Fidamus (734 BRT) etwa vier Seemeilen nördlich von Langeoog. Acht der 16 Besatzungsmitglieder sterben, obwohl ein entgegenkommender britischer Schlepper, dessen Besatzung Zeuge des Untergangs wurde, sofort Rettungsmaßnahmen einleitete. Die Ursache des Untergangs konnte nicht abschließend geklärt werden. |
| 7. März 1950 |
Fischdampfer Cranz |
19 |
Auf dem Rückweg von einer Fangreise im Europäischen Nordmeer sinkt bei den Lofoten der Hamburger Trawler Cranz in schwerer See, nachdem er vermutlich durch eine Freak Wave zum Kentern gebracht wurde. Die 19-köpfige Besatzung kommt dabei ums Leben, Rettungsmaßnahmen bleiben erfolglos. |
| 31. Januar 1950 |
Wikingerschiff Ormen Friske |
15 |
Auf der Reise von Lübeck nach Rotterdam gerät der Wikingerschiffsnachbau Ormen Friske in einen schweren Sturm in der Deutschen Bucht und bricht auseinander. Alle 15 Besatzungsmitglieder werden getötet. Da auch keinerlei Funkgeräte mitgeführt wurden, konnte kein Notruf abgesetzt werden. Die Unglücksursache konnte nicht hinreichend geklärt werden, Untersuchungen an Wrackteilen ergaben allerdings, dass Baumängel einen wesentlichen Einfluss am Untergang gehabt haben können. |
| 3. Dezember 1950 |
Frachter I. P. Suhr |
20 |
Der dänische Frachter I. P. Suhr (1999 BRT) läuft auf der Reise von Danzig nach Aarhus vor der schwedischen Südspitze auf Grund und sinkt. Von der 21-köpfigen Besatzung kann nur der Maschinist gerettet werden. |
| 15. Dezember 1950 |
Frachter Aghios Spyridon |
27 |
Während eines Orkans sinkt der griechische Frachter Aghios Spyridon (3650 BRT) vor der nordwestfranzösischen Küste. Bei einer großangelegten Rettungsaktion können lediglich acht der 35 Besatzungsmitglieder von zur Hilfe eilenden anderen Schiffen gerettet werden. |
| 16. März 1951 |
Tanker Montallegro |
9 |
Beim Löschen der Ladung kommt es im Hafen von Neapel auf dem italienischen Tanker Montallegro zu einer Gasexplosion und einem anschließenden Großbrand. Der Tanker bricht dabei auseinander, das Achterschiff sinkt sofort. Von den zum Zeitpunkt der Explosion an Bord befindlichen etwa 100 Besatzungsmitgliedern und Schauerleuten werden neun getötet und 59 zum Teil schwer verletzt. Durch die Druckwelle der Explosion entstehen Gebäudeschäden im Hafengebiet und in den angrenzenden Stadtteilen. |
| 16. April 1951 |
U-Boot HMS Affray (P421) |
75 |
Das britische U-Boot HMS Affray (P421) der Amphion-Klasse, versinkt nordwestlich von Alderney im Ärmelkanal und 75 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. |
| 25. Mai 1951 |
Trawler Ginette Leborgne |
12 |
Etwa 200 km südöstlich von Kap Race (Neufundland) stoßen bei dichtem Nebel die französischen Trawler Ginette Leborgne und Jacques Coeur zusammen. Die Ginette Leborgne sinkt auf der Stelle. Zwölf der 45 Besatzungsmitglieder finden dabei den Tod. |
| 13. August 1951 |
Frachter Bess |
22 |
Rund 100 Seemeilen nordwestlich Borkums kentert in schwerem Sturm der norwegische Frachter Bess (1116 BRT). Nur neun der insgesamt 31 an Bord befindlichen Passagiere und Besatzungsmitglieder können, nachdem sie mehr als 20 Stunden auf einem Floß in der aufgewühlten Nordsee getrieben sind, gerettet werden. |
| 1. September 1951 |
Yacht Pelican |
45 |
Die mit insgesamt 62 Personen völlig überladene Yacht Pelican (15 BRT), zulässig waren 20 Personen, wird bei einem Angelausflug zum Montauk Point bei Long Island von zwei sehr hohen Wellen getroffen. Die an Bord ausbrechende Panik lässt das Schiff kentern und in kurzer Zeit sinken. Nur 17 Menschen können gerettet werden. |
| 12. Oktober 1951 |
Frachter Ranna |
6 |
Vor der schwedischen Küste wird der unter der Flagge Cost Ricas fahrende Frachter Ranna (340 BRT) vom griechischen Frachter Tharros (5000 BRT) gerammt und sinkt auf der Stelle. Sechs Besatzungsmitglieder der Ranna finden beim Untergang den Tod. |
| 28. November 1951 |
Frachter Teeswood |
2 |
Auf der Fahrt von Grimsby in England nach Emden strandet der britische Frachter Teeswood (864 BRT) während eines tagelangen schweren Sturmes gegen 18:20 Uhr auf der Hornsbornbalje im Seegebiet der Westerems westlich Borkums und bricht ca. eine Stunde nach der ersten Grundberührung auseinander. In einer dramatischen Rettungsaktion können 13 der 15 Besatzungsmitglieder durch das auf Borkum stationierte Rettungsboot unter Vormann Wilhelm Eilers gerettet werden, zwei werden über Bord gespült und getötet. |
| 31. Dezember 1951 |
Frachter Irene Oldendorf |
22 |
Auf der Fahrt von Emden nach Ystad kentert der Frachter Irene Oldendorf (1494 BRT) während eines Orkans im Hubertgat bei Borkum. Die gesamte Besatzung sowie der noch an Bord befindliche Lotse, der aufgrund des schlechten Wetters und der hohen See nicht querab Borkums vom Lotsenversetzboot aufgenommen werden konnte, kommen dabei ums Leben. Unfallursache war die an Deck geschüttete und mit Netzen gesicherte Koksladung, die sich durch überkommende Wellen voll Wasser saugte und das Schiff topplastig werden ließ [6] [7] [8]. |
| 8. März 1952 |
Fischdampfer Thor |
19 |
Bei den Orkneyinseln wird der Bremerhavener Fischdampfer Thor im Orkan von mehreren Riesenwellen getroffen und kentert. Das Schiff sinkt so schnell, dass kein Notruf mehr abgesetzt werden kann. Lediglich der Steuermann kann gerettet werden. Alle übrigen Besatzungsmitglieder finden den Tod. |
| 26. April 1952 |
Zertörer USS Hobson |
176 |
Im Nordatlantik kollidiert der amerikanische Flugzeugträger USS Wasp (27100 ts) mit dem Zerstörer USS Hobson (1630 ts). Der Zerstörer sinkt auf der Stelle und reißt 176 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe, nur 61 können gerettet werden. Die Grund, warum der verantwortliche Kommandant des Zerstörers einen falschen Kurst steuerte konnte nicht geklärt werden, da er ebenfalls getötet wurde. |
| 4. Oktober 1952 |
U-Boot La Sybille |
48 |
Während eines Probetauchganges im Rahmen eines Flottenmanövers an der französischen Riviera sinkt das französische U-Boot La Sybille mit insgesamt 48 Besatzungsmitgliedern bei einer Wassertiefe von 700 bis 800 m. Der Untergang wird erst bemerkt, als das Boot überfällig wurde. Niemand wurde gerettet. |
| 4. Oktober 1952 |
Fischdampfer Norman |
20 |
Auf der Suche nach neuen Fanggründen läuft der in Hull registrierte britische Trawler Norman (629 BRT) auf einen Felsen an der grönländischen Südküste und sinkt in kürzester Zeit. Obwohl sich ich die Besatzung schwimmend auf einen Felsen retten kann, kommen bis auf den Schiffsjungen alle Besatzungsmitglieder durch Ertrinken und Erfrieren ums Leben. |
| 23. Dezember 1952 |
Fischdampfer N. Ebeling |
19 |
Westlich Islands in Höhe des Breidifjordes sinkt in einem orkanartigen Sturm der in Bremerhaven beheimatete Fischdampfer N. Ebeling (487 BRT), nachdem es infolge Seeschlags zu einem mit Bordmitteln bei schwerem Wetter nicht mehr zu behebenden Wassereinbruch über das Aschfallrohr gekommen ist. Obwohl noch Funkkontakt zu in der Nähe befindlichen anderen Schiffen aufgebaut werden kann und diese zu Hilfe kommen, kann die gesamte Besatzung das Schiff auf Grund der Vereisung nicht mehr verlassen und wird von dem sinkenden Trawler in die Tiefe gerissen. |
| 21. Dezember 1952 |
Frachter Melanie Schulte |
35 |
Auf der Reise von Narvik nach Mobile (Texas) verschwindet der mit 9300 t Eisenerz beladene Hamburger Erzfrachter Melanie Schulte (6380 BRT) im Atlantik nördlich der Hebriden nahezu spurlos mit der gesamten Besatzung kurz nachdem der Kapitän des Schiffes ein Funkgespräch mit seiner Ehefrau geführt hat. Die Untersuchung des Untergangs durch das Seeamt Hamburg kommt zu keinem schlüssigen Ergebnis, da zum Zeitpunkt des Untergangs schlechtes Wetter mit hohem Seegang herrschte und es zudem schon vorher schwere Stabilitätsprobleme an dem Schiff gegeben hat. |
| 22. Dezember 1952 |
Passagierschiff Champollion |
15 |
In der Nähe von Beirut strandet das französische Passagierschiff Champollion (12546 BRT), nachdem die Schiffsführung durch ein ihr unbekanntes Leuchtfeuer an der libanesischen Küste irritiert wurde und deshalb ein falscher Kurs gesteuert wurde. Kurz nach der Strandung bricht das Passagierschiff auseinander. Beim Versuch, schwimmend den nur 60 m vom Wrack entfernten Felsenstrand schwimmend zu erreichen, werden 15 Menschen getötet. Die übrigen 300 an Bord befindlichen Passagiere werden in einer dramatischen Rettungsaktion gerettet. |
| 31. Januar 1953 |
Fähre Princess Victoria |
135 |
Auf dem Weg von Stranraer in Schottland nach Larne in Nordirland sinkt das Fährschiff Princess Victoria während der Flutkatastrophe von 1953, nachdem beim Erreichen der offenen See infolge des dort herrschenden schweren Seegangs Wasser durch die Tore am Heck des Schiffes auf das Autodeck eindrang. Nur 44 der insgesamt 179 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. |
| 23. März 1953 |
Trawler Leicester City |
7 |
In der Nähe des britischen Flottenstützpunktes Scapa Flow läuft der in Grimsby beheimatete Trawler Leicester City auf einen unter Wasser befindlichen Felsen und sinkt. Sieben Besatzungsmitglieder finden beim Untergang den Tod, 15 können sich selbst an Land retten bzw. werden von einem Rettungsboot im Wasser treibend geborgen. |
| 30. April 1953 |
Motorschiff Colombia |
67 |
Zwischen Fuertos Capica und Bahia Solano sinkt das kolumbianische Motorschiff Colombia (1764 BRT). Von den an Bord befindlichen 89 Personen, hierunter gehörten Mitglieder einer Polizeieinheit, die eine Garnison in Bahia Solano ablösen sollten, konnten nur 22 gerettet werden. |
| 11. Mai 1953 |
Frachter Henry Steinbrenner |
12 |
Bei schwerem Sturm läuft der mit Erz beladene Frachter Henry Steinbrenner (4345 BRT) auf dem Oberen See auf ein Riff und sinkt sofort. Zwölf Seeleute finden bei dem Untergang den Tod. |
| 6. November 1953 |
Frachter Björkö |
7 |
In Höhe des Feuerschiffs Weser kollidieren der aus Bremen kommende amerikanische Liberty-Frachter Seawind (7000 BRT) und der aus der Elbmündung kommende schwedische Frachter Björkö (2200 BRT), der etwa 45 Minuten nach der Kollision sinkt. Sieben Besatzungsmitglieder werden durch das einbrechende Wasser im Maschinenraum eingeschlossen und getötet. Die übrigen Besatzungsmitglieder können von herbeigeeilten anderen Schiffen gerettet werden. Großen Anteil an der Rettung hatte die schwedische Funkerin Miriam Eskola, die bis zum Untergang des Schiffes Funkkontakt zu den anderen Schiffen hielt.[9] |
| 17. November 1953 |
Frachter Vittoria Claudia |
20 |
Zwei Seemeilen südlich von Dungeness kommt es zu einer Kollision zwischen dem italienischen Frachter Vittoria Claudia (2745 BRT) und dem französischen Frachter Perou (7200 BRT). Die Vittoria Claudia sinkt danach so schnell, dass die Besatzung keine Möglichkeit mehr hat, in die Boote zu gehen. Von den 25 Besatzungsmitgliedern der Vittoria Claudia können nur fünf gerettet werden, 20 finden den Tod.[10] |
| 25. März 1954 |
Minensuchboot Guadalete |
34 |
Das Minensuchboot Guadalete kentert in einem Orkan in der Straße von Gibraltar, nachdem auf Grund der schlechten Qualität der zum Beheizen der Kessel verwendeten Kohle die Maschinen ausgefallen, das Schiff manövrierunfähig wurde und in hoher See quer schlug. Von der Besatzung können nach dem Untergang 44 Soldaten durch den italienischen Frachter Potestas lebend geborgen werden, die übrigen 34 Besatzungsmitglieder finden den Tod. |
| 26. September 1954 |
Fähre Toya Maru |
1150 |
Obwohl bereits vor dem Taifun Marie gewarnt worden war und sich das Wetter bereits dramatisch verschlechtert hat, entschließt sich der Kapitän der japanischen Eisenbahnfähre Toya Maru zum Auslaufen aus dem Hafen Hakodate auf der japanischen Insel Hokkaido. Kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen wird das Schiff von der schweren See erfasst, so dass sich die im Schiffsrumpf befindlichen Eisenbahnwaggons aus der Verankerung reißen. Endringendes Wasser führt zu schwerer Schlagseite und zum Ausfall der Maschinen und schließlich zum Kentern des Schiffes. Alle an Bord befindlichen Passagiere und Besatzungsmitglieder werden getötet, das Schiff fast völlig zerschlagen. |
| 6. Oktober 1954 |
Frachter Rikke Skou |
6 |
Während eines schweren Orkans sinkt in der Nordsee der dänische Frachter Rikke Skou (1489 BRT). Bei dem Untergang finden der Kapitän sowie fünf weitere Besatzungsmitglieder den Tod, elf werden von einem schwedischen Frachter sowie einem französischen Trawler gerettet, nachdem sie stundenlang in der See in einem Rettungsboot trieben. |
| 9. Oktober 1954 |
Frachter Mormackite |
37 |
Vor der amerikanischen Ostküste kentert der amerikanische Erzfrachter Mormackite (6195 BRT) bei schwerer See und sinkt. Von der 48-köpfigen Besatzung können nur elf Seeleute gerettet werden, die Überlebenden berichten von ständigen Haiattacken.[11] |
| 25. Oktober 1954 |
Schlepper Cervia |
6 |
Beim Ablegen des Passagierschiffes Arcadia (29734 BRT) vom Londoner Tilbury-Dock gelingt es der Besatzung der Cervia nicht, rechtzeitig die Schleppverbindung zu lösen. Als die Arcadia Fahrt aufnimmt, gerät der Schlepper in den Sog des Fahrgastschiffes, kentert und sinkt binnen 30 Sekunden. Alle sechs unter Deck befindlichen Besatzungsmitglieder des Schleppers kommen beim Untergang ums Leben. |
| 27. November 1954 |
Feuerschiff South Goodwin |
6 |
Während eines Orkans bricht die Ankerkette des vor den Goodwin Sands liegenden nicht motorisierten Feuerschiffs South Goodwin. Das Feuerschiff wird auf die Goodwin Sands getrieben und wird durch eine sehr hohe Grundsee zum Kentern gebracht. Nur ein an Bord befindlicher Wissenschaftler kann mit einem Hubschrauber gerettet werden, alle übrigen Besatzungsmitglieder finden den Tod. |
| 30. November 1954 |
Frachter Tresilian |
25 |
In der Irischen See kommt es während eines Orkans zu einem schweren Wassereinbruch im Maschinenraum des britischen Frachters Tresilian (7373 BRT), der zu seinem Untergang führt. Von den insgesamt 40 an Bord befindlichen Personen können bei schwerem Wetter nur 15 gerettet werden. |
| 26. Januar 1955 |
Trawler Lorella |
20 |
Nördlich des isländischen Nordkaps gerät der in Kingston upon Hull beheimatete britische Trawler Lorella (559 BRT) bei schwerem Sturm in einen Eisnebel. Der Schwarze Frost lässt das Schiff binnen kürzester Zeit vollständig vereisen und kentern. Die gesamte 20-köpfige Besatzung kommt bei dem Untergang ums Leben. |
| 26. Januar 1955 |
Trawler Roderigo |
20 |
Südwestlich des isländischen Nordkaps gerät der in Kingston upon Hull beheimatete britische Trawler Roderigo (810 BRT) bei schwerem Sturm in einen Eisnebel. Der Schwarze Frost lässt das Schiff binnen kürzester Zeit vollständig vereisen und kentern. Die gesamte 20-köpfige Besatzung kommt bei dem Untergang ums Leben. Es ist das zweite schwere Schiffsunglück der britischen Hochseefischerei am selben Tag. |
| 26. Januar 1955 |
Trawler Egil |
8 |
An der isländischen Westküste strandet bei einem Orkan der isländische Trawler Egil, nachdem er durch den Schwarzen Frost völlig vereist und manövrierunfähig wurde. Acht Besatzungsmitglieder finden den Tod, 26 können von Land her durch eine schnell angelegte Rettungsaktion gerettet werden. |
| 15. März 1955 |
Trawler Jason |
23 |
In Höhe von Kap Stilo sinkt der griechische Trawler Jason (449 BRT). Von den 20 Besatzungsmitgliedern finden 16 den Tod. Bei einem Rettungsversuch ertrinken zudem sieben Besatzungsmitglieder des dem Havaristen zu Hilfe geeilten britischen Fahrgastschiffes Stratheden (23732 BRT). |
| 11. Mai 1955 |
Fähre Shiun Maru |
168 |
Bei dichtem Nebel stößt im Japanischen Meer die Eisenbahnfähre Shiun Maru mit einem Frachter zusammen. Die Fähre sinkt binnen 25 Minuten. Von den rund 800 Menschen an Bord der Fähre können 687 gerettet werden, 168 finden den Tod. Der Untergang der Shiun Maru ist das zweite schwere Fährunglück in Japan innerhalb eines Jahres. |
| 21. Mai 1955 |
Tankschiff Marianne |
7 |
Beim Beladen des Tankschiffes Marianne im Hamburger Petroleumhafen bricht eine Anschlussarmatur. An einer heißen Kochplatte in der Kombüse des Motorschiffes entzündet sich das Gas-Luftgemisch und es kommt zu einer Explosion und anschließendem Großbrand, dem sieben Menschen, darunter fünf Besatzungsmitglieder zum Opfer fallen. |
| 16. Juni 1955 |
U-Boot HMS Sidon (P259) |
13 |
Das U-Boot HMS Sidon (P259) der Royal Navy gehörte zur S-Klasse und wird im Hafen der Isle of Portland im Ärmelkanal nach einer Torpedoexplosion schwer beschädigt. 13 Besatzungsmitglieder werden getötet. |
| 13. Juli 1955 |
Frachter La Flecha |
47 |
Kurzt nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Veracruz (Mexiko) gerät der mit 14 Besatzungsmitgliedern und 51 Passagieren besetzte Küstenfrachter La Flecha (145 BRT) im Golf von Mexiko in einen Sturm und sinkt etwa 14 km vom Hafen Veracruz entfernt. Nur 18 Passagiere und Besatzungsmitglieder können gerettet werden. |
| 15. September 1955 |
Trawler Graca de Deus |
17 |
Obwohl zum Zeitpunkt des Ablegens ein Orkan tobt, entscheidet sich der Kapitän des portugiesischen Trawler Graca de Deus zum Auslaufen aus dem Hafen von Aveiro. Unmittelbar nach dem Verlassen des Hafens wird der Trawler von einer hohen See auf die Mole gedrückt und kentert anschließend. Die gesamte Besatzung kommt bei dem Unfall ums Leben. |
| 29. September 1955 |
Fischdampfer Elbe |
15 |
Auf der Doggerbank wird der Hamburger Fischdampfer Elbe vom norwegischen Tanker Havprins gerammt und sinkt auf der Stelle. Nur zwei Besatzungsmitglieder der Elbe konnten gerettet werden. |
| Oktober 1955 |
Yacht Joyita |
25 |
Die australische Yacht Joyita verunglückt im Seegebiet etwa 150 km östlich der Fidschi-Inseln unter rätselhaften Umständen. Dabei kommen alle 25 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben. Das besachädigte Schiff wurde fünf Wochen nach seinem Verschwinden ohne Besatzung im Meer treibend gefunden und abgeschleppt. Als Ursache wurde ein Tsunami infolge eines Seebebens vermutet. |
| 29. Oktober 1955 |
Schlachtschiff Noworossisk |
608 |
Am frühen Morgen des 29. Oktober 1955 kommt es auf dem im sowjetischen Schwarzmeerhafen Sewastopol auf Reede liegenden sowjetischen Schlachtschiff Noworossisk zu einer Explosion, die zum Kentern und anschließendem Sinken des Schiffes führt. Da das Schiff auf Grund einer Fehleinschätzung des Kommandanten nicht geräumt wurde, kommen bei dem Unglück 608 Besatzungsmitglieder ums Leben. Die Unlücksursache konnte nie geklärt werden, bis in die 1980er Jahre hinein wurde der Vorfall von der UdSSR geheim gehalten. |
| 27. November 1955 |
Fischdampfer Colbert |
10 |
Beim Versuch, längseits zu gehen, um mit der befreundeten Besatzung Grüße auszutauschen, rammt der britische Trawler Fosher Bank vor dem Hafen von Boulogne-sur-Mer den französischen Trawler Colbert. Die Colbert sinkt innerhalb weniger Minuten und reisst zehn Besatzungsmitglieder mit in den Tod. |
| 27. November 1955 |
Tanker Salem Maritime |
21 |
Beim Beladen des Tankers Salem Maritime (10584 BRT), einem T-2 Tanker, kommt es im Hafen von Lake Charles zu einer Explosion mit anschließendem Großbrand, bei dem der Tanker völlig zerstört wird und sinkt. Durch die Explosion und den Brand werden 18 Besatzungsmitglieder sowie drei Hafenarbeiter getötet, 18 Menschen konnten z.T. schwer verletzt gerettet. |
| 10. Januar 1956 |
Frachter Sirabuen |
7 |
Bei Sturm und starkem Schneetreiben wird ca. 15 km nördlich des niederländischen Hafens Den Helder das norwegische Motorschiff Sirabuen (288 BRT) vom brasilianischen Frachter Loide-Venezuela (5408 BRT) gerammt und sinkt auf der Stelle. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen kommen sieben der acht Besatzungsmitglieder beim Untergang ums Leben. |
| 14. März 1956 |
Trawler Vert Prairial |
18 |
Auf der Fahrt ins Fanggebiet vor Irland läuft der französische Trawler Vert Prairial vor Cornwall bei ruhiger See unter rätselhaften Umständen auf Grund uns sinkt. Die gesamte Besatzung kommt bei dem Unfall ums Leben. |
| 14. März 1956 |
Fähre Badura |
203 |
Auf der Überfahrt von Chittagong zur Insel Sandip (damals Ostpakistan) sinkt das Fährschiff Badura (279 BRT) in einem Wirbelsturm. Nur drei der Menschen können gerettet werden, die übrigen 200 an Bord befindlichen Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter sechs Polizisten, die einen Geldtransport mit Hilfen für die Opfer einer Überschwemmungskatastrophe bewachen sollten, kommen beim Untergang ums Leben. |
| 26. Juli 1956 |
Andrea Doria |
46 |
Die Andrea Doria fährt von Genua nach New York. Behindert durch Nebelbänke, steuert sie auf das schwedische Passagierschiff Stockholm zu. Die beiden Schiffe kollidieren. 46 der 1706 Passagiere der Andrea Doria sterben. |
| 13. August 1956 |
Logger Adolf |
18 |
Bei der Rückkehr von einer Fangreise kentert der Vegesacker Logger Adolf (146 BRT), nachdem er vermutlich von einer sehr außergewöhnlich hohen Welle getroffen wurde. Die gesamte Besatzung kommt bei dem Untergang ums Leben. |
| 13. August 1956 |
Motorschiff Hondskrug |
5 |
Vor Fünen sinkt das niederländische Motorschiff Hondskrug (277 BRT). Nur zwei der sieben Besatzungsmitglieder können gerettet werden. |
| 17. September 1956 |
Frachter Pelagia |
31 |
Auf der Reise von New York nach Narvik läuft der unter US-amerikanischer Flagge fahrende Erzfrachter Pelagia (7238 BRT), ein Liberty-Schiff, in einem Orkan vor der nordnorwegischen Küste auf ein Felsriff, zerbricht sofort in zwei Teile und sinkt unmittelbar nach dem Auflaufen. Fünf Überlebende können 30 Stunden nach dem Untergang in einem Rettungsboot treibend gerettet werden, alle übrigen 31 Besatzungsmitglieder finden beim Untergang den Tod. |
| 4. Oktober 1956 |
Trawler Cyranka |
10 |
Auf der Doggerbank wird der in Gdingen beheimatete Trawler Cyranka während einer Fangreise bei einem Sturm von einer außergweöhnlich hohen Welle zum Kentern gebracht. Von den 17 Besatzungsmitgliedern des Schiffes werden sieben über Bord gespült und können vom in der Nähe liegenden Mutterschiff Morska Wola (3357 BRT) aufgefischt werden. Die übrigen zehn Besatzungsmitglieder werden im zunächst noch kieloben treibenden Schiff eingeschlossen und ertrinken trotz intensiver Rettungsversuche beim Sinken des Schiffs.[12] |
| 11. November 1956 |
Trawler Ave dei Mar |
26 |
Bei schwerer See sinkt vor der spanischen Hafenstadt Vigo das Fischereischiff Ave dei Mar. Die gesamte 26-köpfige Besatzung kommt bei dem Untergang ums Leben. Bei der Untersuchung der Unglückursache kann nicht eindeutig geklärt werden, ob das Schiff auf ein Felsriff lief oder von einer Freak Wave getroffen wurde. |
| 17. November 1956 |
Trawler Mardomingo B |
12 |
Bei schwerem Sturm sinkt das spanische Fischereischiff Mardomingo B vor der irischen Küste. Obwohl sich das Schwesterschiff Mardomingo A in Sichtweite befindet, kann keines der zwölf Besatzungsmitglieder der Mardomingo B gerettet werden. |
| 25. Januar 1957 |
Marinekutter Ternen |
8 |
Der dänische Marinekutter Ternen kentert und sinkt in einem Naturhafen auf einer kleinen Insel an der Südwestküste Grönlands und wird erst nach einer tagelangen Suchaktion gefunden. Alle acht Besatzungsmitglieder sterben bei dem Unglück. Ursache ist vermutlich Schwarzer Frost, der das Schiff völlig vereisen ließ und es so in einer Böe kenterte. |
| 21. September 1957 |
Segelschulschiff Pamir |
80 |
Die Viermastbark Pamir, ein Segelschulschiff der deutschen Handelsmarine, geht in einem Sturm auf dem Nordatlantik unter, wobei 80 der 86 Besatzungsmitglieder ums Leben kommen. |
| 11. Februar 1958 |
Frachter Bonitas |
22 |
Etwa 120 Seemeilen vor der Küste North Carolinas in Höhe Cape Lookout sinkt der sich auf der Reise von Brasilien nach Baltimore befindende italienische Erzfrachter Bonitas (5636 BRT). Obwohl es der gesamten Besatzung noch gelingt, das Schiff zu verlassen, werden nur fünf Seeleute von herbeigeeilten Schiffen lebend gerettet. |
| 1. März 1958 |
Fähre Usküdar |
>400 |
Auf der Fahrt von Ismit nach Istanbul wird bei schwerem Sturm das türkische Fährschiff Usküdar (148 BRT) von zwei sehr hohen Wellen getroffen, die es aus dem Wasser heben, quer schlagen und kentern lassen. Nur 40 sich zum Zeitpunkt des Unglücks an Deck befindliche Passagiere und Besatzungsmitglieder können gerettet werden, mindestens 400 Menschen finden bei der Katastrophe den Tod. |
| 18. November 1958 |
Frachter Carl D. Bradley |
33 |
Bei einem schweren Schneesturm und sehr hoher See bricht der sich auf der Reise von Chicago nach Port Dolomit befindliche amerikanische Frachter Carl D. Bradley auseinander und sinkt. Nur zwei der insgesamt 35 Besatzungsmitglieder können gerettet werden. |
| 30. Januar 1959 |
Fähre Hans Hedtoft |
92 |
Auf der Fahrt von Grönland nach Kopenhagen sinkt die Fähre Hans Hedtoft (2875 BRT), nachdem sie im Orkan in einem dichten Eisfeld mit einem Eisberg kollidierte. Obwohl der deutsche Fischdampfer Johannes Krüss unmittelbar nach dem Untergang unter schwierigsten Wetterbedingungen die Unfallstelle erreicht und intensiv das Gebiet absucht, kann keine von den an Bord befindlichen 95 Personen gerettet werden. Eine groß angelegte Suchaktion, bei denen rätselhafte Funksignale und Lichter beobachtet werden, und die an die Besatzungen aller an der Suche beteiligten Schiffen höchste seemännische Anforderungen stellt, bleibt ergebnislos. |
| 8. Juli 1959 |
Ausflugsschiff Turisten |
57 |
Die Schiffskatastrophe auf dem Haderslebener Damm wurde durch einen Brand im Motor des kleinen und an jenem Sommertag überfüllten Ausflugsschiff Turisten ausgelöst. Das Feuer verbreitete sich rasend schnell, so dass viele Passagiere in Panik von Bord sprangen und ertranken, während einige andere durch schwere Verbrennungen ums Leben kamen. |
| 22. September 1959 |
Trawler Silvedra |
7 |
Vor dem nordspanischen Hafen El Ferrol kentert der spanische Trawler Silvedra und sinkt. Von den 15 Besatzungsmitgliedern gelingt es nur dem Kapitän und einem Matrosen, sich durch die Brandung an Land zu retten. Alle übrigen finden den Tod. |
| 9. Dezember 1959 |
Frachter Merkur |
7 |
Vor der südnorwegischen Küste gerät das mit Schamottstein beladene Flensburger Kümo Merkur (400 BRT) in Seenot, nachdem eine Luke des Schiffs von schweren Brechern zerschlagen wurde. Bei der Bergung der Besatzung durch den schwedischen Frachter Ranula kommen sieben der acht Besatzungsmitglieder ums Leben. Nur der Kapitän überlebt. Später kann die Merkur in einen norwegischen Hafen abgeschleppt und repariert werden. |
| 9. Dezember 1959 |
Frachter Elfrida |
21 |
Vor der südnorwegischen Küste kentert in schwerem Sturm der norwegische Frachter Elfrida (1719 BRT). Die Besatzung des Frachters kommt bei dem Untergang ums Leben. |
| Datum |
Name |
Opfer |
Beschreibung |
| 20. Januar 1960 |
Frachter Lühesand |
12 |
Im Skagerrak sinkt bei einem Orkan der Hamburger Erzfrachter Lühesand (871 BRT), der sich mit 1100 t Erz beladen auf der Reise vom norwegischen Sauda nach Rotterdam befindet, nachdem er von einer außergewöhnlich hohen Welle getroffen wurde. Alle zwölf Besatzungsmitglieder kommen bei dem Untergang ums Leben. |
| 15. Februar 1960 |
Frachter Leonore |
8 |
Auf der Reise vom Oslofjord nach Emden sinkt 30 Seemeilen südwestlich der Einfahrt des Limfjords das Emdener Küstenmotorschiff Leonore (341 BRT) unmittalbar nachdem der Kapitän per Funk angekündigt hatte, die Mannschaft würde versuchen, das schwer angeschlagene Schiff zu verlassen. Bei einer großangelegten Suchaktion werden von dem Schiff nur noch die kieloben treibenden Rettungsboote gefunden. Die Mannschaft kann nicht gerettet werden. |
| 1. Februar 1960 |
Frachter Berta Kienass |
12 |
Vor Texel sinkt das auf der Reise von Amsterdam nach Kopenhagen befindliche Rendsburger Küstenmotorschoff Berta Kienass so plötzlich, dass kein Notruf abgesetzt werden konnte. Alle zwölf an Bord befindlichen Personen kommen beim Untergang ums Leben. Als Unglücksursache wird eine Minenexplosion angenommen. |
| 25. Oktober 1960 |
Frachter El Gamil |
23 |
Auf der Reise von Suez nach Aden sinkt der unter ägyptischer Flagge fahrende Frachter El Gamil (1356 BRT). Nur der Zweite Offizier des Frachters kann von dem zu Hilfe eilenden britischen Frachter Strathnaver gerettet werden, alle übrigen 23 Besatzungsmitglieder finden den Tod. |
| 22. Dezember 1960 |
Motorbarkasse |
mind. 50 |
Im Persischen Golf sinkt eine mit mehr als 50 Menschen besetzte Motorbarkasse. Lediglich drei Personen können gerettet werden. |
| 2. Januar 1961 |
Frachter Indian Navigator |
13 |
Rund 100 Kilometer westlich der bretonischen Küste sinkt der zwei Tage zuvor in Brand geratene indische Frachter Indian Navigator (7660 BRT). Dabei kommen 13 indische Seeleute ums Leben, als sie, nachdem sie das Schiff zusammen mit den übrigen 55 Besatzungsmitgliedern verlassen hatten, erneut das Schiff bestiegen, um der Reederei die Bergungskosten zu ersparen. |
| 11. Januar 1961 |
Yacht Egoz |
44 |
Das mit 44 jüdischen Flüchtlingen in Richtung Israel besetzte und völlig überladene Auswandererboot Egoz sinkt 16 km vor Morro Nuevo in der Bucht von Alhucamas. Alle Flüchtlinge, die illegal das Land in Richtung Israel verlassen wollten, darunter auch viele Kinder, kommen beim Untergang ums Leben. Lediglich der Kapitän und zwei Besatzungsmitglieder können sich retten. |
| 13. Januar 1961 |
Frachter Münsterland |
8 |
Auf der Reise von Esbjerg nach Heröja sinkt das Barsseler Küstenmotorschiff Münsterland (427 BRT) plötzlich im Seegebiet des Skagerraks südlich der norwegischen Hafenstadt Larvik. Alle acht Besatzungsmitglieder finden bei dem Untergang, der vermutlich von der Explosion einer Mine ausgelöst wurde, den Tod. |
| 28. Januar 1961 |
Trawler Olenevod 9005 |
20 |
An der Nordspitze der Insel Yell (Shetlands) läuft der sowjetische Trawler Olenevod 9005 in einem Orkan auf einen Felsen und sinkt. Die gesamte Besatzung findet bei dem Untergang den Tod. |
| 8. April 1961 |
Dara |
238 |
Vor Dubai kommt es an Bord des mit 819 Passagieren und Besatzungsmitgliedern besetzten britischen Fracht- und Passagierschiff Dara zu einer Explosion und einem anschließendem Großbrand, der schließlich zum Sinken des Schiffes führt. Hierbei finden 238 Passagiere, Besatzungsmitglieder und Feuerwehrleute den Tod. Ursache der Explosion war vermutlich ein Terroranschlag omanischer Separatisten. |
| 2. Mai 1961 |
Segelschulschiff Albatross |
6 |
Die SS Albatross sinkt etwa 125 Seemeilen westlich der Dry Tortugas, während der Überfahrt von Progreso (Mexico) nach Nassau (Bahamas); als mögliche Ursache wird eine Weiße Bö angenommen. Das Unglück, bei dem sechs Mitglieder der US-amerikanischen Besatzung ertrinken, führt dazu, dass die Anforderungen für die Konstruktion und Stabilität von Segelschulschiffen durch die US-Küstenwache überarbeitet wird; die neuen Regeln wurden im „Sailing School Vessels Act“ von 1982 zusammengefasst. |
| 7. Juni 1961 |
Küstenmotorschiff Anng Teza |
85 |
Vor der burmesischen Küste sinkt das Küstenmortoschiff Anng Teza (999 BRT). Von den 125 Menschen an Bord sterben 85, nur 40 können gerettet werden. |
| 18. August 1961 |
Yacht Tammy Norig |
5 |
Auf der Rückreise von einem Urlaubstörn in die Ostsee nach Little Hampton wird auf der Unterelbe die britische Yacht Tammy Norig vom polnischen Frachter Kilinski, der sich auf der Fahrt von Hamburg nach Antwerpen befindet, überrannt und sinkt auf der Stelle. Drei sich an Bord der Yacht befindende Erwachsene können gerettet werden, die unter Deck schlafenden fünf Kinder kommen beim Untergang ums Leben. |
| 1. Oktober 1961 |
Frachter Starcarrier |
22 |
Beim Löschen der Ladung im Hafen von Diego Suarea (Madagaskar) bricht auf dem u.a. mit sechs Tonnen Dynamit beladenen norwegischen Frachter Starcarrier (5564 BRT) ein Feuer aus. Beim Versuch, den brennenden Frachter aus dem Hafen zu schleppen, kommt es zur Explosion, durch die insgesamt 22 Menschen ihr Leben verlieren. |
| 13. November 1961 |
Frachter Teddy |
12 |
Auf der Reise von Swinemünde nach Marager kentert das dänische Motorschiff Teddy (789 BRT) südlich des Øresunds in schwerer See. Von den insgesamt 16 Besatzungsmitgliedern gelingt es nur vieren, sich zu retten. Die übrige Besatzung kommt bei dem Unfall ums Leben. |
| 21. Oktober 1962 |
Postschiff Sanct Svithun |
41 |
Das nordgehende Hurtigruten-Schiff Sanct Svithun steuert zwischen Trondheim und Rørvik aus bis heute nicht geklärten Gründen einen falschen Kurs, läuft auf Grund und sinkt. Von den 89 Menschen an Bord kommen 41 ums Leben. |
| 15. Dezember 1962 |
Frachter Nautilus |
23 |
Vor Texel sinkt der Bremer Frachter Nautilus (3218 BRT), der sich mit einer Ladung Kohle auf der Reise von Swansea nach Delfzijl befindet. Bei einem schweren Orkan und schwerer See wurde von einer sehr hohen Welle ein Lukendeckel eingeschlagen. Von der 24-köpfigen Besatzung kann lediglich ein Matrose gerettet werden. |
| 4. Februar 1963 |
Tanker Marine Sulphur Queen |
39 |
Auf der Reise von Beaumont (Texas) nach Norfolk (Virginia) verschwindet das US-amerikanische Tankschiff Marine Sulphur Queen (ca. 10.500 BRT) ohne Notruf nahezu spurlos mit der gesamten Besatzung. Erst als das Schiff am 7. Februar 1963 in Norfolk überfällig wird, beginnt eine der bis dahin größten Suchaktionen der Seefahrt, bei der lediglich einige wenige Wrackteile gefunden werden. Hinsichtlich der Umstände des Untergangs werden in der Folgezeit wilde Spekulationen hinsichtlich dieses und anderer rätselhafter Unglücke im sogenannten Bermudadreieck angestellt. |
| 10. April 1963 |
U-Boot USS Thresher (SSN-593) |
129 |
Bei Tieftauchversuchen in Begleitung des U-Boot Rettungsschiffs USS Skylark rund 350 km östlich von Cape Cod, Massachusetts, kommt es vermutlich durch den Riss einer Hochdruckleitung zu Problemen an Bord des U-Bootes der Thresher-Klasse, das mit 129 Mann an Bord sinkt. |
| 20. Juli 1963 |
Frachter Tritonica |
33 |
Im St.-Lorenz-Strom kollidieren die britischen Frachter Tritonica (12.863 BRT) und Roonagh Head (6153 BRT). Die Tritonica wird dabei so unglücklich getroffen, dass sie binnen weniger Minuten sinkt. Nur 17 der insgesamt 50 Besatzungsmitglieder können gerettet werden. |
| 25. Juli 1963 |
Trawler München |
27 |
Kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen Faeringehavn an der grönländischen Westküste sinkt plötzlich der Hamburger Trawler München, nachdem durch tiefliegende Speigatten Wasser ins Schiff eingedrungen ist. Da die an Bord befindlichen Rettungsinseln beschädigt sind, kommen nach dem Verlassen des sinkenden Schiffs 27 Besatzungsmitglieder durch Ertrinken und Unterkühlung um. 15 Besatzungsmitglieder können gerettet werden. |
| 15. Oktober 1963 |
Frachter Marianne Wehr |
9 |
Bei schwerem Sturm verschwindet nordwestlich des damaligen Feuerschiffs Elbe 1 das Hamburger Küstenmotorschiff Marianne Wehr (499 BRT), das sich mit einer Ladung Hochofenschlacke auf der Reise von Südengland nach Lübeck befand, nahezu spurlos. Alle neun Besatzungsmitglieder finden bei dem Untergang den Tod. Vermutlich kenterte das Schiff und sank so schnell und überraschend, dass kein Notruf mehr abgesetzt werden konnte. |
| 23. Oktober 1963 |
Frachter Juan Ferrer |
11 |
Bei schwerem Sturm strandet der spanische Frachter Juan Ferrer (682 BRT) an der englischen Südostküste bei Boscawen Point. Von der 15-köpfigen Besatzung können nur vier Besatzungsmitglieder gerettet werden, da den Rettungskräften zunächst eine falsche Positionsmeldung des Schiffes vorlag. |
| 24. November 1963 |
Trawler Praia da Atalaia |
36 |
Vor Aveiro (Portugal) kentert der portugiesische Trawler Praia da Atalaia, nachdem er bei außergewöhnlich schwerer See quer schlug. Von den insgesamt 37 Besatzungsmitgliedern an Bord kann nur einer gerettet werden, alle übrigen 36 finden den Tod. |
| 15. Dezember 1963 |
Frachter Jonetta |
10 |
Bei der norwegischen Hafenstadt Namsos sinkt das norwegische Küstenmotorschiff Jonetta (449 BRT), nachdem bei stürmischer See die Ladung verrutschte. Nur der Kapitän konnte auf einem Rettungsfloß treibend gerettet werden. Alle übrigen zehn Besatzungsmitglieder fanden bei dem Untergang den Tod. |
| 22. Dezember 1963 |
Lakonia |
128 |
Der griechische Luxusdampfer ist auf einer Weihnachtskreuzfahrt zu den Kanarischen Inseln. Er befindet sich etwa 180 Meilen nordwestlich von Madeira, als spät abends ein Feuer an Bord ausbricht. Im Ballsaal tanzen die Passagiere beim Tropical Tramps Ball, als Rauch in den Saal eindringt und Panik ausbricht. Innerhalb kurzer Zeit brennt das ganze Schiff. Die Evakuierung verläuft katastrophal, der Feueralarm funktioniert nicht und die Rettungsboote kentern oder fallen aus den Davits. 128 Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. |
| 13. Januar 1964 |
Frachter Uman |
14 |
Westlich von Gibraltar sinkt der sowjetische Frachter Uman(5628 BRT) so schnell, dass es nur 23 der 37 Besatzungsmitgliedern gelingt, sich von Bord zu retten; sie werden vom herbeigeeilten Frachter Byblos (4449 BRT) der Bremer Atlas-Levante-Linie übernommen. Vierzehn Besatzungsmitglieder gehen mit der Uman unter. |
| 15. April 1964 |
Frachter Nordmark |
6 |
Bei Nordostwind Stärke 6 bis 7 Bft und einer Wellenhöhe von geschätzten 2,50 m sinkt das Hamburger Küstenmotorschiff Nordmark (282 BRT) mit seiner sechsköpfigen Besatzung vor Borkum so plötzlich, dass nur noch ein verstümmelter Notruf aufgefangen werden kann. Die gesamte Besatzung kommt dabei ums Leben. Unglücksursache war vermutlich eine außergewöhnlich hohe Welle, die die Ladeluken einschlug. |
| 27. Oktober 1965 |
Frachter Ute |
5 |
Im Schärengebiet vor Stockholm kentert im Sturm das Hamburger Küstenmotorschiff Ute (493 BRT), das mit 760 t Natriumsulfat auf der Reise von Wismar nach Schweden ist. Nur zwei der sieben Besatzungsmitglieder können gerettet werden. Unglücksursache ist laut Seeamt vermutlich eine sehr hohe von achtern kommende See, die das Schiff querschlagen ließ. |
| 27. Oktober 1965 |
Frachter Clipper |
9 |
Nördlich Gotland kentert das mit Anthrazitstaub beladene Hamburger Küstenmotorschiff Clipper (498 BRT) in schwerem Sturm ohne einen Notruf absetzen zu können. Die neunköpfige Besatzung kommt dabei ums Leben. Die Ursache des Unglücks blieb ungeklärt. |
| 13. November 1965 |
Yarmouth Castle |
90 |
Der amerikanische Luxusdampfer befindet sich auf dem Weg von Miami nach Nassau auf den Bahamas, als in der Nacht Feuer in einem Lagerraum ausbricht. Das Schiff brennt ab, kentert nach backbord und sinkt. Viele der Rettungsboote gehen in Flammen auf und können nicht gefiert werden.[13] Der Brand auf der Yarmouth Castle führt zu neuen Regelungen zur Sicherheit auf See im Rahmen der International Convention for the Safety of Life at Sea. |
| 10. Januar 1966 |
Frachter Monte Palomares |
32 |
Etwa 1500 Seemeilen nordöstlich der Bermudas sinkt der spanische Frachter Monte Palomares (5973 BRT), nachdem in schwerem Sturm die Maisladung übergegangen ist. Von der 38-köpfigen Besatzung können trotz intensiver Suche nur sechs Besatzungsmitglieder gerettet werden. |
| 26. April 1966 |
Frachter Heinz Bernd |
6 |
Nordwestlich der dänischen Insel Seeland kollidieren das deutsche Küstenmotorschiff Heinz Bernd (298 BRT) und der schwedische Frachter Torne (19 700 BRT). Die Heinz Bernd sinkt mit dem Achterschiff auf Grund, alle sechs an Bord befindlichen Personen kommen ums Leben. |
| 2. August 1966 |
Yacht Darlwin |
31 |
Auf der Rückfahrt von einem Ausflug nach Fowey kehrt die mit 31 Personen, darunter 29 Feriengästen völlig überladene Yacht Darlwin nicht wieder in ihren Heimathafen Fowey zurück, nachdem sie in einen schweren Sturm im Seegebiet südlich von Cornwall geraten ist. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen bei dem Untergang ums Leben. |
| 15. August 1966 |
Fischkutter San Jose |
mind. 7 |
Auf der Reede von Agadir kentert das überbesetzte Fischerboot San Jose, nachdem bei einem heftigen Rudermanöver die Passagiere auf eine Seite des Kutters geschleudert wurden. Die Angaben der Opferzahlen schwanken zwischen 7 und 80 Toten. |
| 14. September 1966 |
U-Boot U-Hai |
19 |
Das Schul-U-Boot Hai der Bundesmarine sinkt am 14. September 1966 während der Ausbildung bei Überwasserfahrt in der Nordsee. Schwere Brecher dringen durch das nicht schnell genug geschlossene Turmluk ins Boot. Von der Besatzung kann sich nur ein Unteroffizier retten, 19 Soldaten ertrinken. Der Untergang von U-Hai ist der einzige Schiffsverlust der Bundesmarine (1956–1990). |
| 8. Dezember 1966 |
Fähre Iraklion |
241 |
Die griechische Fähre Iraklion sinkt nördlich von Mílos und 241 Menschen ertrinken dabei. |
| 18. Dezember 1966 |
Sinergasia |
13 |
Vor der schwedischen Hafenstadt Umeå strandet bei schwerem Sturm das griechische Küstenmotorschiff Sinergasia (910 BRT). Nach dem Ausfall der Maschine hatte die Besatzung versucht, vor der Küste vor Anker zu gehen. Nach dem Bruch der Ankerketten trieb das Schiff in die Schären und wurde durch die Brandung zerschlagen. Alle an Bord befindlichen Personen wurden getötet. Für die griechische Handelsmarine war dies das zweite schwere Unglück binnen 10 Tagen. |
| 23. Februar 1967 |
SK Adolph Bermpohl |
7 |
Der Seenotkreuzer der DGzRS Adolph Bermpohl kentert am 23. Februar 1967 in dem nach diesem Unglücksfall benannten Adolph-Bermpohl-Orkan mit extremen, bis dato nicht gemessenen Windgeschwindigkeiten. Besatzung und bereits gerettete niederländische Fischer sterben. |
| 23. Februar 1967 |
Ruhr |
6 |
Während des Adolph-Bermpohl-Orkans kentert vor Langeoog das Duisburer Küstenmotorschiff Ruhr (294 BRT), nachdem es mehrere Stunden lang manövrierunfähig in der See getrieben ist. Obwohl der Hamburger Fischdampfer Kap Wallo noch versuchte, eine Leine zu übergeben sank das Schiff. Die gesamte sechsköpfige Besatzung fand beim Untergang den Tod. |
| 28. Februar 1967 |
Johannes Krüss |
22 |
Südlich von Kap Farvel, Grönland verschwindet in der Zeit zwischen dem 28. Februar und dem 2. März 1967 der Bremerhavener Fischdampfer Johannes Krüss spurlos, nachdem er sich an diesem Tag bis zum Erreichen der vorgesehenen Fangründe abmeldete. Die 22-köpfige Besatzung kommt beim Untergang ums Leben. Die Unglücksursache kann nicht geklärt werden, es wird vermutet, dass das Schiff dem Schwarzen Frost zum Opfer fiel. |
| 18. März 1967 |
Torrey Canyon |
|
Der Großtanker Torrey Canyon läuft wegen eines Navigationsfehlers auf das Seven-Stone-Riff zwischen den Scilly-Islands und Cornwall auf. Bei diesem ersten großen Tankerunglück treten 120.000 Tonnen Rohöl aus und verursachen schwere Schäden an der englischen und französischen Küste. |
| 29. Juli 1967 |
USS Forrestal (CVA-59) |
134 |
Eine fehlgezündete Rakete hatte ein Flugzeug auf dem achternen Flugdeck in Brand gesetzt. Dies löste eine Explosion aus, wodurch bereitstehende Munition sowie weitere Flugzeuge Feuer fingen. Der Großbrand setzte sich auch unterhalb des Flugdecks fort und konnte erst nach 17 Stunden gelöscht werden. (Forrestal-Katastrophe) |
| 9. Oktober 1967 |
Panoceanic Faith |
37 |
Bei schwerem Sturm sinkt der amerikanische Frachter Panoceanic Faith (8157 BRT) rund 870 Seemeilen südwestlich der Kodiak-Insel (US-Bundesstaat Alaska) so schnell, dass der Besatzung keine Zeit mehr bleibt in die Boote zu gehen. Nur fünf der an Bord befindlichen 42 Besatzungsmitglieder können gerettet werden. |
| 5. Dezember 1967 |
Anne Ursula |
5 |
Bei schwerem Sturm sinkt vor den Ostfriesischen Inseln das Küstenmotorschiff Anne Ursula (267 BRT), das sich mit einer Ladung Stahlblech auf der Reise von Gent (Belgien) nach Uddevalla (Schweden) befindet. Die fünfköpfige Besatzung findet dabei den Tod. Unfallursache ist vermutlich Seeschlag. |
| 23. Dezember 1967 |
Katharina |
6 |
Auf der Reise von Schweden nach England sinkt das Hamburger Küstenmotorschiff Katharina bei stürmischen Wetter nordwestlich Gotlands vermutlich infolge kritischer Eisverhältnisse. Die gesamte sechsköpfige Besatzung kommt bei dem Untergang ums Leben. |
| 25. Januar 1968 |
U-Boot Dakar |
62 |
Das israelische U-Boot INS Dakar (hebräisch: ??? für Schwertfisch) der britischen T-Klasse, früher HMS Totem (P352), sinkt auf der Jungerfernfahrt von Portsmouth (England) nach Israel im östlichen Mittelmeer, dabei starben 62 Besatzungsmitglieder. Am 26. Mai 1999 fand ein US-amerikanischer Tiefsee-Robot die Dakar, die in zwei Teile zerbrach, in 2900 Meter Tiefe rund 500 km von Israel entfernt. |
| 27. Januar 1968 |
U-Boot Minerve |
52 |
An Bord des französischen U-Boots Minerve (Q 248 / S 647) der Daphne-Klasse kommt es zu einem Unfall, das Boot sinkt im Mittelmeer mit 52 Seeleuten an Bord. |
| 6. Februar 1968 |
Trawler Ross Cleveland |
19 |
Vor Island kentert der britische Trawler Ross Cleveland (659 BRT) während eines Orkans vermutlich infolge völliger Vereisung infolge überkommender Seen. Obwohl das Unglück von einem in der Nähe befindlichen isländischen Kanonenboot auf dem Radarschirm beobachtet wird, kommt für die neunzehnköpfige Besatzung jede Hilfe zu spät. |
| 8. März 1968 |
U-Boot K-129 |
98 |
An Bord des sowjetischen U-Boots K-129 (Golf-Klasse) ereignet sich eine Explosion, worauf das U-Boot vor Hawaii sinkt. 98 Mannschaftsmitglieder finden den Tod. Dies ist der Auftakt zum „Jennifer-Projekt“, dem geheimen Versuch der CIA, ein U-Boot aus über 5000 Metern Tiefe zu bergen. |
| 10. April 1968 |
Wahine |
53 |
Die Fähre Wahine läuft beim stärksten je in Neuseeland gemessenen Sturm in der Einfahrt zur Bucht von Wellington auf ein Riff und kentert schließlich. |
| 22. Mai 1968 |
U-Boot USS Scorpion (SSN-589) |
99 |
Das Atom-U-Boot der Skipjack-Klasse USS Scorpion sinkt aus ungeklärter Ursache im Nordatlantik, vermutet wird eine Torpedofehlfunktion mit anschließender Explosion und Flutung des Torpedoraumes. Auf der Scorpion verlieren 99 Seeleute ihr Leben. |
| 31. August 1968 |
Schnellboot Willi Bänsch |
7 |
In den ersten Stunden des 31. August 1968 kollidiert das Torpedo-Schnellboot 844 Willi Bänsch der Volksmarine der DDR bei dichtem Nebel mit der schwedischen Fähre Drottningen und sinkt. Sieben Besatzungsmitglieder finden dabei den Tod. Ein Seegericht sprach den Kommandanten später frei, jedoch hielt sich unter den Offizieren der Volksmarine der DDR die Meinung, dass seine Betriebsroutine Schuld an diesem Unglück sei. Ein Gedenkstein befindet sich auf dem Friedhof von Dranske.[14] |
| Datum |
Name |
Opfer |
Beschreibung |
| 4. März 1970 |
U-Boot Eurydicé |
58 |
An Bord des französischen U-Boots Eurydicé (Q 245 / S 644) der Daphne-Klasse kommt es zu einem Unfall, das Boot sinkt vor St. Tropez im Mittelmeer auf 750 Metern Tiefe. 57 Franzosen und ein pakistanisches Besatzungsmitglied kommen dabei ums Leben. |
| 8. April 1970 |
U-Boot K-8 |
52 |
Während sich das sowjetische U-Boot der November-Klasse in der Biskaya befand, kommt es in zwei Abteilungen zu einem Feuerausbruch. Nach über zwei Tagen an der Oberfläche konnte das Feuer gelöscht werden. Der Kommandant ließ die beiden Reaktoren abschalten und das Boot evakuieren, die Besatzung ging auf ein Hilfsschiff. Der Befehl wurde jedoch rückgängig gemacht, während des Schlepps in die Heimat sollte die Crew wieder an Bord gehen. Am Morgen des 11. April sank das Boot mit 52 Menschen an Bord. |
| 22. August 1970 |
Trawler Vest Recklinghausen |
8 |
Nur wenige Stunden nach dem Auslaufen aus dem Fischereihaven Bremerhaven brach auf dem Trawler Vest Recklinghausen in Höhe des Leuchtturms Roter Sand ein Großbrand aus, der rasch auf das gesamte Vorschiff übergriff und mit Bordmitteln nicht mehr bekämpft werden konnte. Trotz sofortiger Hilfeleistung zahlreicher in unmittelbarer Nähe befindlicher Schiffe, darunter zwei Fregatten der Bundesmarine, eines Erzfrachters, mehrerer Schlepper sowie der Seenotrettungskreuzer der Stationen Cuxhaven, Wilhelmshaven, Bremerhaven und des Einsatzes des Feuerlöschbootes Bremerhaven verbrannten während der Rettungsaktion acht der 40 Besatzungsmitglieder bei lebendigem Leibe. Einer davon verbrannte vor den Augen der Rettungskräfte, die ihn aus dem Bullauge, in dem er festsaß, zu retten versuchten. Vier weitere Besatzungsmitglieder erlitten schwere Verletzungen.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der Brand vom Kochsmaat in der Mannschaftsmesse gelegt wurde, da dieser nicht mit auf die Fangreise gehen wollte.[15]
|
| 11. Januar 1971 |
Tanker Texaco Carribean |
8 |
Im Ärmelkanal stoßen der panamesische Tanker Texaco Carribean und der peruanische Paracas zusammen. Der Tanker explodiert und bricht in zwei Teile. Acht Seeleute finden bei dem Unglück den Tod. |
| 12. Januar 1971 |
Frachter Brandenburg |
20 |
Im Ärmelkanal sinkt der Hamburger Frachter Brandenburg (2695 BRT) binnen wenigen Minuten, nachdem er mit dem noch nicht betonnten Wrack des am Vortag explodierten und anschließend gesunkenen Tanker Texaco Caribean kollidiert ist. 20 Besatzungsmitglieder finden bei dem Untergang den Tod. Zehn Besatzungsmitglieder können gerettet werden. |
| 15. Februar 1972 |
Barkasse Caesar |
17 |
Im Hamburger Hafen kollidiert querab der Überseebrücke die mit über 40 Personen besetzte Barkasse Caesar mit einer Hadagfähre und sinkt auf der Stelle. 17 Menschen kommen bei dem Untergang ums Leben. |
| 5. August 1972 |
Frachter Stade |
11 |
Im Ärmelkanal vor Cherbourg wird das Hamburger Küstenmotorschiff Stade vom kolumbianischen Frachter Ciudad de Monzales (12.000 BRT) überrannt, weil die Brückenbesatzung des ausweichpflichtigen kolumbianischen Frachters nicht reagierte. Von der 13-köpfigen Besatzung der Stade finden elf Besatzungsmitglieder bei dem Unglück den Tod. |
| 1. März 1973 |
Trawler Julius Pickenpack |
5 |
Auf dem Hamburger Trawler Julius Pickenpack (1564 BRT) bricht aus ungeklärter Ursache während reparaturbedingter Liegezeit in einem Dock der kanadischen Hafenstadt Dartmouth ein Großbrand aus, dem fünf der 52 Besatzungsmitglieder zum Opfer fallen. |
| 14. Juni 1973 |
U-Boot K-56 |
27 |
Kollision des sowjetischen U-Boots K-56 der Echo-II-Klasse mit dem sowjetischen Aufklärungsschiff „Akademik Berg“ (russ.: Академика Берга) nahe Kap Verde im Atlantik, dabei starben 27 Mann an Bord durch eine Chlorgasvergiftung. [16] |
| 17. November 1973 |
Frachter Cap San Antonio |
6 |
Auf dem Hamburger Frachter Cap San Antonio (10.000 BRT) bricht nachts im Ärmelkanal 12 Seemeilen südlich Hastings bei stürmischer See ein Großbrand aus, durch den sechs Besatzungsmitglieder den Tod finden. |
| 6. Dezember 1973 |
Frachter Antje Jansen |
7 |
Während eines Orkans sinkt das Hamburger Motorschiff Antje Jansen (424 BRT) in der deutschen Bucht. Die siebenköpfige Besatzung kommt beim Untergang ums Leben. |
| 28. Januar 1974 |
Frachter Hedwig Lünstedt |
8 |
Im Englischen Kanal kentert im Sturm das Lüher Küstenmotorschiff Hedwig Lünstedt (424 BRT) mit einer Ladung von 1000 t Schiffbaublechen. Unmittelbar vor dem Untergang meldete der Kapitän, er müsse die Ladung kontrollieren. Alle acht Besatzungsmitglieder kommen bei dem Untergang ums Leben, der so plötzlich erfolgte, dass nicht einmal einen Notruf abgesetzt werden konnte. |
| 9. August 1974 |
Tanker Metula |
|
In der Magellanstraße gerät der niederländische Tanker Metula auf Grund. Das Schiff verliert 53.000 Tonnen Rohöl, die auf die Ufer Feuerlands zutreiben. Es sterben in der Folge nach Schätzungen etwa 40.000 Tiere, hauptsächlich Pinguine und Kormorane. |
| 10. November 1975 |
Edmund Fitzgerald |
29 |
In einem schweren Sturm auf dem Lake Superior sinkt das amerikanische Frachtschiff SS Edmund Fitzgerald unter bis heute ungeklärten Umständen mit allen 29 Menschen an Bord. |
| 3. Januar 1976 |
Küstenmotorschiff (Kümo) Capella |
11 |
Auf der Reise von England nach Schweden fiel im Orkan im Seegebiet vor Schiermonnikoog die Ruderanlage des zur 840er-Serie gehörenden Rostocker Kümos Capella (Rufzeichen DAVP) aus und es kam zu Wassereinbrüchen. Nach provisorischer Reparatur lehnte die Schiffsleitung im Glauben, Borkum noch erreichen zu können eine Abbergung der Besatzung durch das niederländische Seenotrettungsboot Carlot ab. Im zum Seegebiet der Westerems gehörenden Hubertgat geriet das Schiff bei Windgeschwindigkeiten um 150 km/h in äußerst schwere Grundseen, die zum Untergang führten. Trotz sofort eingeleiteter großangelegter Rettungsaktionen, die jedoch durch einbrechende Dunkelheit und schwerstes Wetter massiv behindert wurde, konnte von der gesamten Besatzung niemand gerettet werden.[17] |
| 9. Januar 1976 |
Frachter Anders Maersk |
15 |
An Bord des am Ausrüstungskai einer Werft in Hamburg liegenden und fast fertigen Containerschiff-Neubaus Anders Maersk in Hamburg kommt es wenige Tage vor der ersten Probefahrt zu einer Explosion des Dampfkessels. 15 Werftarbeiter werden durch den ausströmenden Dampf tödlich verbrüht. |
| 14. Oktober 1976 |
Tanker Böhlen |
26 |
Aufgrund eines Navigationsfehlers geriet das Schiff in die Chaussée de Sein, ein klippenreiches Gebiet im Westen der französischen Insel Île de Sein und schlug leck. Die Schiffsoffiziere schätzten die Lage nach der Grundberührung falsch ein und ließen Kurs auf hohe See nehmen, wo zu dieser Zeit gerade Sturm herrschte. Erst nach über 11 Stunden wurde eine Seenotmeldung abgesetzt. Gegen 17:00 Uhr sank der Tanker vor der Halbinsel Crozon. Beim Untergang starben 24 Besatzungsmitglieder und zwei mitreisende Ehefrauen. Nach dem Untergang des Motorschiffs Capella am 3. Januar 1976 war dies das zweite schwere Schiffsunglück der in Rostock ansässigen Deutsche Seereederei Rostock binnen eines Jahres. |
| 15. Oktober 1976 |
Frachter Antje Oltmanns |
6 |
Westlich von Hoek van Holland kentert das Hamburger Motorschiff Antje Oltmanns (999 BRT), nachdem in einem Orkan die angesichts des schweren Wetters schlecht gesicherte Maisladung übergekommen ist. Der Kapitän sowie zwei Besatzungsmitglieder können gerettet werden, sechs finden den Tod. |
| 12. Januar 1978 |
Frachter Anna Graebe |
8 |
Auf der Reise von Hamburg nach London sinkt das mit 1000 t Harnstoff (Urea) als Massengut beladene Hamburger Motorschiff Anna Graebe (486 BRT) während eines Orkans. Alle Besatzungsmitglieder kommen bei dem Untergang ums Leben. Unglücksursache war vermutlich das Überkommen der Ladung, was das geringfügig überladene Schiff zum Kentern brachte. |
| 16. März 1978 |
Tanker Amoco Cadiz |
|
Der Tanker Amoco Cadiz havariert vor der Bretagne. Das Tankschiff, unterwegs nach Rotterdam, ist in sehr schlechtem technischem Zustand und fährt unter liberianischer Flagge. Ein gigantischer Ölteppich verseucht das Meer und die französische Flora und Fauna. |
| 12./13. Dezember 1978 |
München |
28 |
Nach tagelangem Orkan setzt der moderne LASH-Frachter MS München nördlich der Azoren mehrere SOS-Rufe ab, die eine der größten internationalen Rettungsaktionen auslösen. Das Schiff bleibt samt Besatzung (28 Personen) verschollen, gefunden werden nur Trümmer. |
| 8. Januar 1979 |
Tanker Betelgeuse |
|
Bei der Entladung des französische Tankers Betelgeuse kommt es zu während der Entladearbeiten am Entladeterminal auf Whiddy Island in Südwest-Irland nachts zu einer schweren Explosion und einen anschließenden Großbrand, bei dem der Supertanker auseinanderbricht und sinkt. 50 Personen, darunter alle 42 zum Explosionszeitpunkt auf dem Schiff befindlichen Besatzungsmitglieder sowie alle sieben auf dem Endladeterminal anwesenden Beschäftigten kommen bei dem Unglück ums Leben. Die Untersuchung des Unglücks deckte schwere Mängel beim Unterhaltungszustand des Supertankers auf. Auslöser des Brandes waren aneinanderreibende Stahlplatten der Außenhaut des Tankers. |
| 11. August 1979 |
Katastrophe beim Fastnet Race (Regatta im Rahmen des Admiral’s Cup |
19 |
Im Atlantik geraten über 300 Yachten beim Admiral’s Cup in Seenot. 24 Yachten sinken, wobei 19 Segler sterben. |
| Datum |
Name |
Opfer |
Beschreibung |
| 12. August 2000 |
U-Boot K-141 Kursk |
118 |
Das russische Atom-U-Boot Kursk der Oscar-II-Klasse sinkt mit 118 Besatzungsmitgliedern an Bord während eines Manövers in der Barentssee. Auslöser des Unglücks ist höchstwahrscheinlich ein schadhafter Torpedo mit Flüssiggas-Antrieb, der im Bugtorpedoraum explodiert. Mehrere Versuche, die Besatzung zu bergen, bleiben erfolglos. |
| 26. September 2000 |
Fähre Express Samina |
80 |
Die griechische Fähre kollidiert gegen 22.20 Uhr bei stürmischen Wetter mit einem vor der Kykladeninsel Paros befindlichem gut sichtbarem Felsen (Portes Islet) und sinkt. Von den 540 Passagieren kommen 80 ums Leben. Zum Zeitpunkt des Unglücks ist die Brücke nur unzureichend besetzt, da Offiziere und Mannschaft sich die Übertragung eines UEFA Champions League-Spieles (Panathinaikos Athen gegen Hamburger SV) ansehen. |
| 9. Februar 2001 |
U-Boot USS Greeneville (SSN-772) gegen Schulschiff Ehime Maru |
9 |
Das amerikanische U-Boot der Los-Angeles-Klasse kollidiert während eines simulierten Notauftauchmanövers vor Hawaii mit dem japanischen Fischereischulschiff Ehime Maru. Das japanische Schiff sinkt innerhalb von 10 Minuten, neun Japaner sterben, darunter vier Schüler. Das Wrack wird aus 610 Meter geborgen und in flaches Gewässer geschleppt. Dort werden acht Leichen im Schiff gefunden. Später wird das Wrack in 2600 Meter tiefem Wasser versenkt. |
| 26. September 2002 |
Fähre Le Joola |
1863 |
Die senegalesische Fähre Joola kentert vor der Küste Gambias. Nur 60 Überlebende werden gerettet. Die Gesamtzahl der Opfer wird zunächst mit etwa 1000 angegeben, beträgt aber nach späteren Ermittlungen 1863. Das Schiff war nur für 550 Passagiere zugelassen und total überladen. Der Untergang führt zu einer politischen Krise in Senegal und zur Entlassung der Regierung durch Präsident Abdoulaye Wade. |
| 13. November 2002 |
Tanker Prestige |
- |
Der 26 Jahre alte Einhüllen-Tanker Prestige, beladen mit 77.000 Tonnen Öl, gerät in Seenot. Sechs Tage später bricht er auseinander und sinkt vor der Küste Spaniens. Er verliert mehr als 63.000 Tonnen Schweröl. Es ist die bis dahin schlimmste Umweltkatastrophe Spaniens. |
| 14. Dezember 2002 |
Autotransporter Tricolor |
- |
Das norwegische Transportschiff mit 2871 fabrikneuen Autos auf der Fahrt von Zeebrugge nach Southampton kollidiert mit dem Frachter Kariba und sinkt innerhalb einer halben Stunde im Ärmelkanal, die 24 köpfige Besatzung kann gerettet werden. In der Folge kollidieren noch mehrere Schiffe mit dem Wrack, das erst im Herbst 2003 in Sektionen zersägt gehoben werden konnte. Die vollständige Bergung wurde im Oktober 2004 beendet. |
| 15. November 2002 |
Destroyer |
2 |
Das 34 Jahre alte Kriegsschiff ist auf dem Weg nach Estbelle (in der nähe von Kentory), um dort als Museum umgebaut zu werden. Auf der Strecke wird das Schiff manövrierunfähig, die Besatzung versucht, den Schaden zu reparieren. Es kommt dabei jedoch zu einer Explosion im Maschinenraum, worauf das Schiff sinkt. Das Wrack liegt heute östlich von Sable Island in 1500 Meter Tiefe. |
| April 2003 |
U-Boot 361 |
70 |
Im konventionellen U-Boot Nr. 361 der chinesischen Ming-Klasse (gebaut 1971 bis 1996 auf Basis der sowjetischen Romeo-Klasse) kommt es zu einem Unglück ohne genaue Angaben über die Ursachen (Leck, Explosion?). Bei Seeübungen im Gelben Meer östlich der Inselgruppe Neichangshan am Eingang zum Golf von Bohai vor der Küste der Provinz Shandong in Nordostchina sterben 70 Seeleute. Das U-Boot wird anschließend beschädigt in den Hafen Lushun geschleppt. |
| 19. Januar 2004 |
Frachter Rocknes |
18 |
Vor der Küste Norwegens bei Bergen läuft der Frachter Rocknes auf Grund, schlägt Leck und kentert innerhalb von Minuten. 18 der 29 Besatzungsmitglieder verlieren ihr Leben. In der Behandlung des Falls vor dem Seeamt in Bergen kommt zu Tage, dass sich an der Stelle der Grundberührung im Fahrwasser eine 9 m Untiefe befindet (Tiefgang der Rocknes zum Zeitpunkt der Grundberührung: 10,40 m), während auf den verwendeten Seekarten dort eine Tiefe von über 50 m angegeben ist. Diese Untiefe war auch dem diensthabenden Lotsen nicht bekannt, der die Havarie überlebt, wohl aber der entsprechenden norwegischen Behörde, die vor einigen Jahren diese Stelle vermessen hatte, aber keine Dringlichkeitsmeldung darüber ausgegeben hatte. Ab 2003 wurde die Untiefe in offiziellen Seekarten eingetragen, auf der Rocknes wurde jedoch eine ältere Karte verwendet. Daraus ergibt sich eine intensive Diskussion, inwieweit Schiffe bestimmte Kartensätze zu verwenden haben, insbesondere mit Blick auf elektronische Karten und deren Software. Es ist anzunehmen, dass sich diesbezüglich verschärfte Vorschriften ergeben werden. |
| 7. März 2004 |
Fähre Samson |
121 |
Auf der Überfahrt von den Komoren nach Mahajanga (Madagaskar) sinkt die Samson mit 113 Passagieren und elf Besatzungsmitgliedern an Bord im Zyklon Gafilo. Alle Menschen an Bord kommen ums Leben, mit Ausnahme zweier Personen, die in einem Rettungsfloß Madagaskar erreichen sowie einem Dritten, der erst fünf Tage später inmitten von 16 Leichen gefunden wird. [19] |
| zwischen dem 11. und 14. August 2005 |
Flüchtlingsschiff aus Manta (Ecuador) |
104 |
Vor der Südwestküste Kolumbiens sinkt zwischen dem 11. und 14. August 2005 ein Flüchtlingsschiff mit 113 Passagieren. Es war am 11. August aus dem Hafen von Manta in Ecuador ausgelaufen. Am 14. August werden 9 Überlebende (7 Männer und 2 Frauen) gefunden und die 104 restlichen Passagiere für vermisst erklärt. Die Passagiere wollten angeblich ohne offizielle Papiere in die USA einreisen, das Boot soll nur für etwa 15 Passagiere ausgelegt gewesen sein. [20] |
| 3. Februar 2006 |
Fähre Al Salam Boccaccio 98 |
1026 |
Im Roten Meer, auf dem Weg vom saudi-arabischen Dhiba ins ägyptischen Safaga sinkt die ägyptische Autofähre 98 km vor Safaga mit 1400 Passagieren und Mannschaftsmitgliedern. |
| 6. April 2007 |
Sea Diamond |
2 |
Nach der Kollision am 5. April 2007 mit einem Unterwasserriff geht das havarierte Kreuzfahrtschiff Sea Diamond vor dem Hafen der Insel Santorin unter. Die Stelle des Untergangs ist nach Fischerangaben rund 200 Meter tief. Von den 1167 Passagiere und 391 Besatzungsmitgliedern können bis auf zwei Passagiere alle gerettet werden. |
| 23. November 2007 |
Explorer |
- |
Auf einer Kreuzfahrt vom argentinischen Ushuaia zur Antarktischen Halbinsel kollidiert das Schiff etwa 26 Seemeilen östlich der zu den Südlichen Shetlandinseln gehörenden King-George-Insel vermutlich mit einem Eisberg und schlägt leck. Etwa 15 Stunden nach der Kollision (nach Angaben von G.A.P. Adventures bereits gegen 19 Uhr UTC[21]) sinkt die Explorer auf 1100 Meter Tiefe.[22] 91 Passagiere, neun Expeditionsleiter und Lektoren sowie 52 Besatzungsmitglieder begaben sich in die Rettungsboote und wurden von der Nordnorge aufgenommen, die sich in der Nähe befand.[23] Der Kapitän und der Erste Offizier blieben zunächst an Bord und versuchten, das Schiff schwimmfähig zu halten, gaben das Schiff jedoch im Laufe des Tages auf.[24] |
| 28. Oktober 2007 |
Omer N |
8 |
In der Ostsee gekentertes Frachtschiff. |
| 6. Februar 2008 |
M/S UND Adriyatik |
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Der RoRo-Frachter mit 200 Lkw gerät in kroatischen Hoheitgewässern in Brand. Die 22 Seeleute und die neun Passagiere können von einem griechischen Schiff gerettet werden. |
| 21. Juni 2008 |
MV Princess of the Stars |
mindestens 800 |
Die Fähre sinkt vor der philippinischen Küste, nachdem sie in den Taifun Fengshen geraten ist. Vermutlich kommen mehr als 800 Menschen ums Leben. |
| 11. Januar 2009 |
KM Teratai Prima 0 |
200 |
Auf der Fahrt zwischen dem Hafen Pare-Pare auf der Insel Sulawesi und Borneo sinkt die Fähre KM Teratai Prima 0 in einem schweren Sturm. Nach Angaben der Seenotrettung könnten bis zu 200 Menschen ums Leben gekommen sein.[25] [26] [27] |
| 11. März 2009 |
Pacific Adventurer |
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Das in Hongkong registrierte Containerschiff verliert auf seiner Fahrt von Newcastle, New South Wales nach Brisbane, Queensland 31 Container mit Ammoniumnitrat, als es etwa sieben Meilen östlich von Cape Moreton, Queensland (Australien) in einen Sturm mit schwerer See gerät. Zwei der Treibstoffbunker schlagen leck und 270 Tonnen Schweröl laufen aus. Es gibt keine Personenschäden und nur geringe Schäden am Schiff, jedoch erhebliche Umweltschäden. Anfangs versucht man die Havarie zu vertuschen, bis es sich nicht mehr verheimlichen lässt.[28] [29] |