Dies ist eine chronologische Auflistung von Katastrophen in der bemannten Raumfahrt oder Katastrophen, die im Zusammenhang mit der bemannten Raumfahrt stehen, bei welchen Menschen verletzt oder getötet wurden.
Während eines mehrtägigen Trainingsaufenthalts in einer mit reinem Sauerstoff gefüllten Isolationszelle verbrennt der Kosmonaut Walentin Bondarenko. Bei dem Versuch, einige Sensoren von seinem Körper mit einem in Alkohol getränkten Wattebausch zu entfernen, wirft er diesen unachtsam beiseite. Der Wattebausch fällt auf eine glühende Heizspirale und fängt sofort Feuer. In der Zelle breitet sich das Feuer rasend schnell aus. Bondarenko kann zwar noch lebend gerettet werden, stirbt aber am nächsten Tag an seinen schweren Verletzungen.
Das zweite angefertigte Exemplar des neuen Sojus-Raumschiffs soll zu einem unbemannten Testflug gestartet werden. Die Zündung einiger Triebwerke versagt jedoch, so dass der Start abgebrochen wird. Während des Enttankens zündet der Rettungsturm, worauf die Rakete in Brand gerät und kurz darauf explodiert. Mindestens eine Person kommt dabei ums Leben.
Am Boden bricht während einer Startsimulation an Bord einer Apollo-Kommandokapsel Feuer aus. Die drei Astronauten Virgil Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee sterben. Siehe dazu: Apollo 1
Bei Sojus 1 treten im Orbit Stabilisationsprobleme auf. Bei der Landung verbleibt der Hauptschirm im Behälter, der Reserveschirm verfängt sich mit dem nicht abwerfbaren Hilfsschirm, die Landekapsel stürzt ab. Der Kosmonaut Wladimir Komarow stirbt beim Aufprall.
Ein amerikanisches Raketenflugzeug vom Typ X-15A gerät in 80 km Höhe außer Kontrolle und zerbricht beim Wiedereintritt in die Atmosphäre. Der Pilot Michael Adams wird getötet.
Bei der amerikanischen Mission Apollo 13 explodiert 55 Stunden nach dem Start ein Sauerstofftank. Die geplante Mondlandung muss abgesagt werden, alle drei Mannschaftsmitglieder werden gerettet. 1995 wurde das Drama verfilmt, siehe Apollo 13 (Film).
Bei der Landung der Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus 11 ersticken die Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Wiktor Pazajew und Wladislaw Wolkow. Ein Frischluftventil hatte sich beim Absprengen des Service-Moduls nach erfolgtem Bremsmanöver noch im All zu früh geöffnet, so dass die Atemluft aus der Rückkehrkapsel entwich. Druckanzüge wurden in der Kapsel nicht getragen.
Bei der Explosion einer startklaren Kosmos-3M-Rakete auf der Startrampe kommen in Plessezk neun Personen ums Leben.
Während des Auftankens explodiert in der sowjetischen Raumfahrtbasis Plessezk direkt auf der Startrampe eine „Wostok-2M“-Rakete. 48 Menschen werden getötet.
Während des Starts gerät die Trägerrakete von Sojus T-10-1 auf dem Starttisch in Brand und explodiert. Das Raumschiff mit den Kosmonauten wird durch das automatisierte Rettungssystem von der Rakete gezogen, die Besatzung bleibt unverletzt.
Die Raumfähre Challenger bricht 73 Sekunden nach dem Start auseinander. Sieben Astronauten (Dick Scobee, Michael Smith, Ronald McNair, Ellison Onizuka, Judith Resnik, Gregory Jarvis und Christa McAuliffe) sterben. Siehe dazu: STS-51-L.
Eine chinesische Trägerrakete vom Typ „CZ-2E“ stürzt nach dem Start ab. Trümmer töten 20 Bewohner eines Dorfes.
Wenige Sekunden nach dem Start vom Raumfahrtzentrum Xichang weicht eine chinesische Rakete vom Typ „CZ-3B“ mit einem kommerziellen Intelsat-Kommunikationssatelliten vom Kurs ab und schlägt in einem nur wenige Kilometer entfernten Dorf auf, wo die noch nahezu vollbetankte Rakete explodiert. Medien und westliche Experten werden nicht an den Unfallort gelassen. Offiziell werden von der chinesischen Führung sechs Tote und 57 Verletzte bestätigt, inoffizielle Stellen sprechen sogar von bis zu 500 Toten.
Eine Sojus-U-Rakete stürzt nur Sekunden nach dem Start in Plessezk zurück auf die Startplattform und explodiert. Ein Soldat wird durch die Explosionsdruckwelle in einem benachbarten Gebäude getötet.
Bei der Rückkehr zur Erde wird die Raumfähre Columbia aufgrund einer beim Start erfolgten Beschädigung des Hitzeschildes zerstört. Sechs amerikanische und ein israelischer Astronaut sterben (Rick Husband, William C. McCool, Michael P. Anderson, David M. Brown, Kalpana Chawla, Laurel Clark und Ilan Ramon). Siehe dazu: STS-107.
Eine brasilianische Trägerrakete vom Typ „VLS-1“ explodiert bei Startvorbereitungen und tötet 21 Techniker. Siehe dazu: Brasilianische Raketenexplosion
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