Der Katalanische Weltatlas ist ein um 1375 in der Kartenwerkstätte von Abraham und Jehuda Cresques auf Mallorca entstandener Atlas. Er besteht aus insgesamt sechs Doppelbildern, 64 x 50 Zentimeter groß, die als sogenannte Portolan-Karten die Küsten und Häfen einiger Gegenden mit besonderer Genauigkeit abbilden.
Der Atlas war eine Auftragsarbeit für den Thronfolger und späteren König Pedro von Aragón und zeigt die damals bekannte Welt vom Atlantik bis nach China. Er basiert auf Informationen, die sich die jüdische Familie Cresques von Seefahrern verschaffte, deren Routen über den Knotenpunkt Mallorca verliefen.
Das Kartenwerk wurde im Jahr 1380 von König Peter (Pedro) IV. von Aragón an den französischen König Karl V. verschenkt. Er wird bis heute in Paris aufbewahrt.
Der katalanische Weltatlas und einige andere Kartenwerke aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die erhalten geblieben sind, zeigen einige Inseln im Atlantik, die auf keiner heutigen Karte eingezeichnet sind. Diese sogenannten Flyaway Islands existierten nur in der Vorstellung damaliger Seefahrer. In Wirklichkeit gibt es sie nicht.
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