Das Kasteel Strijthagen (deutsch Schloss Strijthagen) ist das letzte in Gänze intakt erhaltene adelige Landgut auf dem Gebiet der Gemeinde Landgraaf in Niederländisch-Limburg. Es befindet sich im Tal des Strijthagerbeek, einem kleinen Nebenfluss der Wurm (Fluss).
Das im 18. Jahrhundert entstandene Hauptgebäude von Schloss Streithagen ist unmittelbar an mehreren kleinen Weihern gelegen, die vom Strijthagerbeek gespeist werden. Am Standort befand sich zuvor bereits eine mittelalterliche Burg. Architektonisch auffällig ist die Bausausführung, die in der Fassade abwechselnde Lagen von Backstein und Naturstein aus dem benachbarten Mergelland zeigt. Dieser Materialmix ist typisch für Limburg und wird auch als Maasländischer Baustil bezeichnet. Er ist in einer Reihe von älteren Gebäuden in der Umgebung, z. B. bei den Resten von Schloss Schaesberg und auch bei jüngeren Gebäuden zu finden.
Der Schlosskomplex besteht aus:
Im Laufe des 20. Jahrhunderts erlitt Kasteel Strijthagen weitreichende Gebäudeschäden infolge des unmittelbar benachbarten Steinkohlenbergbaus. Drei Zechen lagen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Komplex.
Seit 1952 wohnte der bedeutende niederländische Maler und Graphiker Aad de Haas mit seiner Familie für die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens auf dem Schloss, dass zunehmend baufälliger wurde. Erst in jüngerer Zeit, lange nach dem Ende des Bergbaus, dem Schleifen der Zechen, dem Abtragen vieler Halden und der Wiederherstellung der Landschaft erhielt auch das Schloss als Teil des Themenparks „Mondo verde“ eine neue Bedeutung und Aufmerksamkeit. Vor allem aber wurde es renoviert und dient nun als Ausstellungsort und Touristenattraktion, die maasländisches Idyll vergangener Jahrhunderte nachempfinden lässt.
Die benachbarten Weiher werden von Anglern des Angelsportvereins HSV Strijthagen genutzt.
50.8847222222226.0327777777778Koordinaten: 50° 53′ 5″ N, 6° 1′ 58″ O
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