Kabylen


Flagge der Kabylen
Junge Frau der Kabylen

Die Kabylen (arabisch qabāʾil für „Stämme“) sind ein in Nord-Ost-Algerien in der Kabylei lebendes Berber-Volk. Ihre Sprache ist das Kabylische. Der Volksstamm zählt etwa vier Millionen Angehörige, wovon etwa die Hälfte ins Ausland, hauptsächlich nach Frankreich emigriert ist.

Inhaltsverzeichnis

Sprache

Kabylenfrauen, 1886

Die kabylische Sprache wird sowohl im privaten als auch im beruflich-professionellen Kontext gesprochen. Die Kabylen bringen einen großen Stolz für ihre Sprache auf und widersetzen sich oft dem Arabischen. Das Französische ist als Handelssprache verbreitet.

Religion

Die Religion ist überwiegend sunnitisch-muslimisch geprägt. Es bleibt jedoch auch eine kleine christliche Minderheit. Diese spielt jedoch eine untergeordnete Rolle. Ihr Anteil ist geringer als der der Religionslosen. Die beiden stärksten Parteien der Region, die zusammengenommen 80 % der Stimmen auf sich vereinen, sind allerdings betont säkular.

Wirtschaft

Die traditionelle Wirtschaft ist landwirtschaftlich und handwerklich geprägt, viele Kabylen verdingen sich als Bergbauern. Zunehmend siedelt sich jedoch auch Industrie in der Region an. Zunehmend etabliert sich das Baugewerbe in der Kabylei. Des Weiteren drängen die Kabylen in die algerischen Universitäten mit der Folge der Etablierung vieler selbstständiger Ärzte, Anwälte und diversifizierter Unternehmer vor allem in der kabylischen Region um Tizi-Ouzou. Auch in den arabisch geprägten Teilen Algeriens nimmt der Anteil der Kabylen in diversen Berufen zu.

Siehe auch







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