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Dieser Artikel erläutert die thüringische Stadt Königsee; der gleichnamige See in Sachsen-Anhalt findet sich unter Königsee (Plötzky), der bayerische See ähnlichen Namens findet sich unter Königssee. |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saalfeld-Rudolstadt | |
| Höhe: | 377 m ü. NN | |
| Fläche: | 31,49 km² | |
| Einwohner: | 5332 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 169 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07426 | |
| Vorwahl: | 036738 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SLF | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 73 042 | |
| Stadtgliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 07426 Königsee |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jens Andreas Sprenger (IWW) | |
| Lage der Stadt Königsee im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt | ||
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Königsee ist eine Stadt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen.
Inhaltsverzeichnis |
Königsee liegt in einer Höhe von 377 m über NN, in einem Seitental des Schwarzatals, am Nordosthang des Thüringer Waldes. Hier befindet sich auch die geologische Trennlinie zwischen dem Zechsteingürtel im Süden und dem Buntsandstein im Norden. Der nördlich von Königsee steil beginnende, fast durchweg bewaldete Königseer Stadtwald“ gehört teilweise mit zum Landschaftsschutzgebiet Rinne-, Rottenbachtal und ist wesentlicher Bestandteil des Paulinzellaer Bundsandsteinlandes, welches das Einzugsgebiet des Rinnetales vom Ilmtal trennt. Königsee liegt im Tal der Rinne.
Die Stadt gliedert sich in insgesamt acht Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahlen):
Die klimatischen Verhältnisse in der geschützten Tallage von Königsee unterscheiden sich grundlegend von den die Stadt umgebenden Höhenzügen, Bergen und umliegenden Dörfern. Verantwortlich dafür sind vor allem unterschiedliche Wind- und Niederschlagsverhältnisse. Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge beträgt für Königsee 618 mm, was 618 Liter auf 1 m² Fläche im Jahr entspricht. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 7,5 °C mit einer vorherrschenden Windrichtung zu ca. 53 % im Jahr aus SW bis West.
Der Ort Königsee wurde erstmals 1198 als Kunegesse urkundlich erwähnt. 1257 wurde Königsee als Stadt erwähnt, das Stadtrecht wurde 1365 bestätigt. Die Stadt erhielt durch Privilegien Günthers XXXII. von Schwarzburg (Adelsgeschlecht) verschiedene Privilegien und war Münzstätte der Schwarzburger Grafen. Der bereits 1342 erwähnte Rat der Stadt hatte die niedere Gerichtsbarkeit inne. 1447 wurde die von Mauern und Türmen befestigte Stadt im Schwarzburger Brüderkrieg vollständig zerstört und danach wieder aufgebaut. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde in Königsee intensiv Bergbau betrieben und Eisen, Silber, Kupfer und Blei abgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Königsee geplündert und 1635 niedergebrannt. Ab dem 17. Jahrhundert war die Wirtschaft des Ortes insbesondere vom Olitätenhandel und der Schuhmacherei geprägt. Durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt und den Verbot des Olitätenhandels kam es im 19. Jahrhundert zu einem wirtschaftlichen Niedergang und verstärkter Auswanderung nach Amerika. Später bildete sich am Ort neben Leder- und Schuhfabriken eine bedeutende Porzellan- und Werkzeugindustrie aus. Diese Erwerbszweige wurden auch zu DDR-Zeiten weitergeführt und ausgebaut. Der Königseer Betriebsteil des VEB MLW Medizintechnik Suhl war ein bedeutender Hersteller von chirurgischen Instrumenten. 1950 wurden Garsitz und Unterschöbling, 1974 Lichta eingemeindet.
Der Rat der Stadt Königsee besteht aus 20 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)
Der hauptamtliche Bürgermeister Jens Andreas Sprenger wurde am 7. September 2003 gewählt und am 7. Juni 2009 wiedergewählt.
Blasonierung: „In Silber auf grünem Berg stehend ein geharnischter Ritter, in der linken Hand einen blauen Schild mit gekröntem goldenem Löwen, in der Rechten das aus der gegürteten Scheide gezogene und geschulterte Schwert haltend, der Helm mit grünem Pfauenwedel und Rechenbalken.“
Das Stadtwappen zeigt „Kunibert mit Schwert und Schild“. Das Schild führt den Schwarzburger Löwen.
Das Wappen wurde am 15. Juli 1993 genehmigt.
Blasonierung: „In Gold eine eingebogene erhöhte blaue Spitze mit einem rechtsgewendeten goldenen Löwen, vorn ein schwarzes Mühlrad, hinten eine blaue Weintraube mit schwarzem geschwungenen Stiel.“
Das Wappen wurde vom Heraldiker Michael Zapfe gestaltet.
Königsee pflegt Partnerschaften mit
Das Waldseebad ist auch überregional bekannt und liegt ca. 1 km nördlich von Königsee in einem Waldgebiet.
Der Karnevalsverein der Stadt, der „Unweise Rat Königsee seit 1391“ betreibt das 1. Thüringer Karnevalmuseum. Außerdem hat Königsee ein Heimatmuseum.
Das Rathaus von Königsee liegt direkt an der B88 (die an dieser engen Stelle einen Bogen um das Rathaus machen muss). Im Foyer ist das um 1710 von einem heute unbekannten Hersteller gebaute Turmuhrwerk des Rathauses ausgestellt. Das Stück aus dem Zeitalter des Barocks besteht aus einem handgeschmiedeten Gestellrahmen, einem Stundenrad aus Messing und Walzentrommeln aus Holz. Es ist 1,42 m hoch (mit Pendel 2,40 m), 1,45 m breit (mit Schlaghebel 2,28 m) und 87 cm tief. Es wiegt 200 kg. Das ursprüngliche Einzeigerwerk wurde vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts auf Minutenindikation umgebaut. Mittels einer Handkurbel wurden die Gewichte aufgezogen. Das Turmuhrwerk wurde vor ca. 20 Jahren restauriert, doch das Werk ist an vielen Stellen abgenutzt und eine Wiederinbetriebnahme dieser Uhr ist nicht mehr möglich. 1970 wurde es durch ein neues Uhrwerk ersetzt und lagerte noch einige Jahre im Rathaus. Mitte der 70er Jahre wurde es vom Dresdner Mathematisch-Physikalischen Salon im Dresdner Zwinger gekauft und ausgestellt. Im Frühling 2006 kehrte das Uhrwerk als Dauerleihgabe nach Königsee zurück
Seit August 2006 steht vor dem Rathaus der größte von der Königseer Werkzeugfabrik Werkö hergestellte Spiralbohrer. Mit einem Gewicht von 88 kg, einer Länge von 2,20 m und einem Durchmesser von 96 mm ist er möglicherweise der größte Spiralbohrer der Welt, ein Antrag auf einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde wurde gestellt.
Königsees Stadtkirche „Zum Lobe Gottes“ ist im neogotischen Stil erbaut. Das heutige Bauwerk wurde nach fünfjähriger Bauzeit im Jahr 1871 eingeweiht, nachdem die vorherige Stadtkirche baufällig geworden war. Die „Friedenskirche“ ist ein weiteres historisches Kirchengebäude in Königsee, eine Fachwerkkirche von 1711.
Im Ort erkennt man außerdem noch Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung.
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Turmuhrwerk |
Der weltgrößte Spiralbohrer vor dem Rathaus |
Spitze des Spiralbohrers |
Stadtkirche „Zum Lobe Gottes“ |
Königsee liegt an der Bundesstraße 88, die Ilmenau mit Rudolstadt verbindet. Weitere Straßen führen von Königsee nach Garsitz, Dröbischau (L2389) und Unterschöbling bzw. Lichta (K130). Im Ortsteil Unterköditz beginnt die L1113, die über Allendorf nach Schwarzburg im Schwarzatal führt.
Im Jahre 1899 bekam Königsee einen Eisenbahnanschluss über Köditzberg nach Rottenbach im Osten. Dort bestand Anschluss nach Erfurt, Saalfeld und Katzhütte im Schwarzatal. Diese Strecke war 6,9 Kilometer lang und wurde am 1. August 1966 für den Personen- und am 31. Dezember 1972 für den Güterverkehr stillgelegt. Lediglich das Bahnhofsgebäude zeugt heute noch von der einstigen Strecke.
In Königsee gibt es folgende Schulen:
Im Jahre 1979 war Königsee Drehort für den DEFA-Kinderfilm „Nicki“ von Gunther Scholz, einer Verfilmung des Buchs „Nicki oder die Liebe einer Königin“ von Jens Bahre. Weitere Dreharbeiten fanden in Königsee für den Film "Lulu und Jimi" von Oskar Roehler statt.
Allendorf | Altenbeuthen | Arnsgereuth | Bad Blankenburg | Bechstedt | Cursdorf | Deesbach | Döschnitz | Dröbischau | Drognitz | Gräfenthal | Hohenwarte | Kamsdorf | Katzhütte | Kaulsdorf | Königsee | Lehesten | Leutenberg | Lichte | Mellenbach-Glasbach | Meura | Meuselbach-Schwarzmühle | Oberhain | Oberweißbach/Thür. Wald | Piesau | Probstzella | Reichmannsdorf | Remda-Teichel | Rohrbach | Rottenbach | Rudolstadt | Saalfeld/Saale | Saalfelder Höhe | Schmiedefeld | Schwarzburg | Sitzendorf | Uhlstädt-Kirchhasel | Unterweißbach | Unterwellenborn | Wittgendorf
Dörnfeld an der Heide | Garsitz | Horba | Königsee | Lichta | Oberköditz | Oberschöbling | Unterköditz | Unterschöbling
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