Julius Kuhl


Julius Kuhl (* 27. Juli 1947) ist seit 1986 Professor für Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung an der Universität Osnabrück.

Schwerpunkt seiner Forschung ist die willentliche Handlungssteuerung. In seiner Handlungskontrolltheorie hat er verschiedene Strategien beschrieben, mit denen die Zielrealisierung unter schwierigen Umständen gefördert werden kann. Seine Forschung zur Lageorientierung hat eine Persönlichkeitseigenschaft identifiziert, welche durch die Neigung zum Handlungsaufschub und zum Grübeln charakterisiert ist. Lageorientierte Personen unterscheiden sich von handlungsorientierten durch eine geringere Fähigkeit zur Emotionsregulation. Mit der PSI-Theorie hat Kuhl versucht, eine umfassende Theorie der willentlichen Handlungssteuerung zu schaffen und Theorien aus vielen psychologischen Teildisziplinen zu integrieren. Kuhl hat ein Diagnoseinstrument geschaffen, die EOS-Potenzialanalyse, mit deren Hilfe Motivation und Selbststeuerungsfähigkeiten erfasst werden können.

Lebenslauf

Julius Kuhl, Prof. Dr. phil., experimentell arbeitender Persönlichkeitspsychologe. Mehrjährige Forschungstätigkeiten in den USA (Stanford, Michigan) und am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung (München). Leiter der Abteilung für experimentelle Persönlichkeitspsychologie an der Universität Osnabrück.

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