Julius Friedrich Heinrich Abegg (* 27. März 1796 in Erlangen; † 29. Mai 1869 in Breslau) war ein deutscher Kriminalist.
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Julius Abegg war der Sohn des Pastors der deutsch-reformierten Kirche in Erlangen Johann Wilhelm Abegg. Der Chemiker Richard Abegg war Julius Abeggs Enkel.
Abegg studierte in Erlangen, Heidelberg und Landshut, widmete sich unter Wolfgang Puchta und Anselm Feuerbach am Landgericht Erlangen ein Jahr lang der juristischen Praxis und setzte darauf seine Studien in Berlin fort. Dort hörte er hauptsächlich Vorlesungen der Professoren Friedrich August Biener, Johann Friedrich Ludwig Göschen, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Friedrich Karl von Savigny.
Als Dozent begann er im Winter 1820 an der Universität Königsberg. 1821 wurde er dort an der juristischen Fakultät zum außerordentlichen Professor, 1824 zum ordentlichen Professor ernannt. 1826 nahm er dann einen Ruf an die Universität Breslau an.
1833 wurde ihm von der Universität Erlangen der Titel Dr. h.c. verliehen. Den Ruf nach Erlangen, ein Jahr darauf, nahm er aber nicht an.
Julius Abegg blieb bis zu seinem Tod der Universität Breslau verbunden. Er starb im Alter von 73 Jahren am 29. Mai 1869.
Durch seine außerordentliche Genauigkeit in den kritischen Abhandlungen und seine historische und philosophische Bildung beeinflusste Abegg die in dieser Zeit entstehenden Strafgesetzbücher der einzelnen deutschen Staaten. In den Jahren ab 1826 vertrat er als einer der ersten die Philosophie Hegels in der Rechtswissenschaft. Hier entwickelte er ein Prinzip der Gerechtigkeit, das absolute und begriffliche Strafrechtstheorien auf einer Basis zusammenführte. Die Strafrechtsauffassung der Moderne lässt immer noch Abeggs Ideen durchscheinen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Abegg, Julius Friedrich Heinrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kriminalist |
| GEBURTSDATUM | 27. März 1796 |
| GEBURTSORT | Erlangen |
| STERBEDATUM | 29. Mai 1869 |
| STERBEORT | Breslau |
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