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Die Industriestadt ist eine Stadtform, die im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstand. Siedlungsmittelpunkt ist dabei entweder eine Industrieanlage oder ein Bahnhof. Als Verkehrssystem tritt die Eisenbahn sowie ein rasterförmiges Straßennetz auf. Weitere charakteristische Merkmale sind oftmals Mietskasernen sowie Villengebiete. Ferner fällt auf, dass eine räumliche Trennung von Arbeit und Wohnen erzielt wird, dies aber letztlich doch noch eng nebeneinander existiert.
Man kann die meisten Großstädte in Deutschland als Industriestädte bezeichnen, auch wenn ihre Entwicklung nicht mit der eigentlichen Definition des Begriffes übereinstimmt. So ist die Stadt Hamburg eine Industriestadt, obwohl sie ihrem Ursprung nach als Handelsstadt bezeichnet werden müsste.
Bei manchen Städten, wie beispielsweise Dortmund oder Duisburg, geht das Allgemeinverständnis davon aus, dass es sich um Industriestädte handelt, deren Existenz sich aus der Ansiedlung von Industrien ergeben hat. Tatsächlich gehören beide Orte zu jenen Städten, die bereits im Mittelalter Bedeutung als Handelsstädte hatten. Andererseits gibt es im Ruhrgebiet auch „echte“ Industriestädte wie z. B. Herne oder Gelsenkirchen, die in der vorindustriellen Zeit lediglich kleine Dörfer waren.
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