| Iller | |
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Verlauf und Einzugsbereich der Iller |
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| Daten | |
| Lage | Deutschland, Bayern, Baden-Württemberg |
| Gewässerkennzahl | DE: 114 |
| Länge | 147 km Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEIS-LÄNGE_fehlt |
| Quelle | Oberstdorf im Allgäu 47° 25′ 38″ N, 10° 16′ 26″ O47.42729166666710.273988888889783 |
| Quellhöhe | 783 m ü. NN |
| Mündung | Bei Ulm in die Donau
48.3813638888899.9730111111111470
Koordinaten: 48° 22′ 53″ N, 9° 58′ 23″ O
48° 22′ 53″ N, 9° 58′ 23″ O48.3813638888899.9730111111111470 |
| Mündungshöhe | 470 m ü. NN |
| Höhenunterschied | 313 m |
| Flusssystem | Donau |
| Abfluss über | Donau → Schwarzes Meer |
| Einzugsgebiet | 2.152 km² Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEIS-EINZUGSGEBIET_fehlt |
| AbflussmengeVorlage:Infobox Fluss/NACHWEIS-ABFLUSS | MNQ: 8,83 m³/s MQ: 70,9 m³/s MHQ: 448,9 m³/s HHQ: 925,2 m³/s (im Jahr 1999) |
| Rechte Nebenflüsse | Ostrach, Rottach, Durach, Leubas, Buxach, Memminger Ach |
| Linke Nebenflüsse | Gunzesrieder Ach, Konstanzer Ach, Aitrach |
| Großstädte | Ulm |
| Mittelstädte | Sonthofen, Kempten, Memmingen, Illertissen, Senden |
| Schiffbar | nur auf größeren Stauseen möglich |
| 8 Kraftwerke und 4 Stauseen Vorlage:Infobox Fluss/Anmerkung | |
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Luftbild Oberes Illertal |
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Die Iller (lat. Hilaria, kelt. ilara = eilig; in einigen Atlanten wegen der besseren Lesbarkeit Jller geschrieben) ist ein rechter Nebenfluss der Donau. Der 147 Kilometer lange Fluss entsteht im Oberallgäu und mündet bei Ulm in die Donau. Die Iller kann bei einem Einzugsgebiet von 2152 km² eine große Abflussmenge von 55,6 m³/s aufweisen, was mit ihrem Charakter als Gebirgsfluss zusammenhängt. Dieser Wert verschafft ihr den siebten Platz auf der Liste der größten Flüsse Bayerns.
Inhaltsverzeichnis |
Die Illerursprung befindet sich bei Oberstdorf im oberen Allgäu. Dort entsteht die Iller durch den Zusammenfluss der aus dem Kleinwalsertal kommenden Breitach, der Trettach und Stillach. Auf ihrem Weg nach Norden fließt sie zunächst quer durch das Allgäu, wo sie die Städte Sonthofen, Immenstadt und Kempten passiert. Die zweite Hälfte ihres Laufs führt durch Oberschwaben, wo sie etwa die Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern bildet, ehe sie schließlich südwestlich von Ulm in die von Westen kommende Donau mündet.
Die Zuflüsse der Iller in ihrer Reihenfolge (Süd nach Nord) aufgeteilt in linke und rechte Zuflüsse:
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linke
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rechte
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Die Weihung war bis zur Verlegung ihres untersten Abschnittes im Jahr 2003 ebenfalls ein linker Nebenfluss der Iller. Nun mündet sie direkt in die Donau.
siehe auch: Allgäuer Alpen, Abschnitt Das Einzugsgebiet der Iller
Der Fluss wird stark zur Energiegewinnung genutzt. Drei der vier großen deutschen Energieversorgungsunternehmen betreiben insgesamt dreizehn Laufwasserkraftwerke an Staustufen und Seitenkanälen der Iller. Am Oberlauf betreibt die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (eine Tochter der Lechwerke AG (LEW), die wiederum zu etwa 90 Prozent der RWE Energy gehört) zwischen Altusried und Lautrach fünf Kraftwerke mit einer Maximalleistung von 31 Megawatt (MW).[1] Flussabwärts folgen die fünf Illerkraftwerke der EnBW Energie Baden-Württemberg AG zwischen Aitrach und Dettingen mit einer Leistung von 47 MW.[2] Schließlich befinden sich am Unterlauf drei Kraftwerke der mehrheitlich zur E.ON Wasserkraft GmbH gehörenden Unteren Iller AG[3] am Illerkanal zwischen Altenstadt und Illertissen.[4] Ein weiteres 0,8 MW Wasserkraftwerk soll bis 2010 errichtet werden.[5]
Entlang des Flusses führt der Iller-Radweg von Ulm in Richtung Oberstdorf. Wandern an seinem Ufer und Rafting sind sehr beliebt. Einmal im Jahr findet in Immenstadt der Iller-Marathon statt.
Beim Iller-Unglück im Jahr 1957 ertranken bei einer Übung 15 wehrpflichtige Soldaten der Bundeswehr in der Iller, als ein Unteroffizier der 2. Kompanie des Luftlandejägerbataillons 19 in Kempten seinen Untergebenen befahl, ungesichert den Fluss zu durchqueren.
An der Fischener Eisenbahnbrücke der Strecke Immenstadt–Oberstdorf über die Obere Iller kam es am Mittelpfeiler bei Hochwasser wiederholt zu Verklausungen, die zu Überschwemmungen führten. Dieses Problem wird durch eine neue pfeilerlose Brücke gelöst, die im Herbst 2011 gebaut wird. [6]
Die Iller ist der erste Nebenfluss der Donau, der für die Flößerei von Bedeutung war. Siehe Hauptartikel Flößerei auf der Iller.
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