| Hochschule Deggendorf | |
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| Gründung | 1994 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Deggendorf |
| Bundesland | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Präsident | Reinhard Höpfl |
| Studenten | ca. 3500 |
| Mitarbeiter | 196 |
| davon Professoren | 80 |
| Website | hs-deggendorf.de |
Die Hochschule Deggendorf – University of Applied Sciences – (bis Oktober 2007 Fachhochschule Deggendorf) ist eine staatliche Fachhochschule für Technik, Wirtschaft und Medien in Deggendorf in Niederbayern. Große Bedeutung werden der Praxisorientierung sowie der Internationalität beigemessen. Sie betreibt zudem ein Weiterbildungszentrum auf Hochschulniveau.
Inhaltsverzeichnis |
Die Hochschule Deggendorf wurde 1994 als Fachhochschule Deggendorf gegründet, ist also noch recht jung. Hintergrund war die Planung der Bayerischen Staatsregierung, durch die der Ausbau des Angebots an Studienplätzen im Fachhochschulbereich vorangetrieben werden sollte. Erster Studiengang war Betriebswirtschaft. Die Fachhochschule war zuerst in der ehemaligen Volkshochschule und der renovierten „Schauffler-Villa“ (vormals eine Privatklinik) in unmittelbarer Nähe des Neuen Rathauses untergebracht. Ein Neubau in zentraler Lage wurde im Oktober 1998 fertiggestellt. Im Oktober 2007 erfolgte die Umbenennung in Hochschule Deggendorf. Zum Wintersemester 2009/10 nehmen in Teisnach und Freyung zwei so genannte Technologietransferzentren als Aussenstellen der Hochschule ihren Betrieb auf.
Im aktuellen Ranking des CHE vom Mai 2007 behauptete die Hochschule Deggendorf erneut ihren Spitzenplatz für praxisnahe Ausbildung - diesmal sogar in fünf Studiengängen: Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre, Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsinformatik. Das Wirtschaftsmagazin Karriere vom Mai 2007 hat die Hochschule Deggendorf ebenfalls als exzellent bewertet. Das Votum der befragten Studierenden platzierte die Hochschule Deggendorf in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik auf Platz 1. In allen Studiengängen werden die Studierenden „state of the art“ ausgebildet. Grundlage hierfür sind die aktuellen Ergebnisse der Forschung und Entwicklung. Aufbauend hierauf wird dann in der Lehre das geleistet, was die Praxis zurecht vom praxisorientierten Hochschultyp erwartet: Praxisnähe und Wissenstransfer.
Die Studierenden erwerben hier neben ihrem akademischen Abschluss noch einen zweiten Berufsabschluss in dem begleitenden Beruf. Siehe dazu Ausbildungsintegrierter dualer Studiengang.
Die Fakultät Betriebswirtschaft/Wirtschaftsinformatik ist die größte an der Hochschule Deggendorf. Folgende Studiengänge werden angeboten: Betriebswirtschaft, International Management (engl.), Wirtschaftsinformatik (grundständiger Studiengang und IT-Kompaktkurs) und Tourismusmanagement.
Der Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftslehre wurde im Wintersemester 2006-2007 durch den 7-semestrigen Bachelor Studiengang ersetzt. Der Schwerpunkt des Studiums liegt auf der praxisnaher Ausbildung. So werden die Studierenden zusätzlich zum Fachlichen auch in den so genannten Methodenkompetenzen geschult. Neben dem integrierten Praxissemester sorgen praxisnahe Themen für Bachelorarbeiten und zahlreiche Fallstudien sowie praktische Projektarbeiten für einen reibungslosen Berufseinstieg. Einige Lehrveranstaltungen werden ausschließlich in englischer Sprache angeboten. Pro Jahrgang werden circa 130 Studierenden zugelassen, die in ein 2-gliedriges System aufgeteilt werden.
Im späterem Studiumsverlauf können die Studierenden einen der folgenden Schwerpunkte wählen: Dienstleistungsmanagement, Internationales Vertriebs- und Marketingmanagement, Einkauf und Logistik, Controlling und Rechnungswesen, Steuern und Wirtschaftsprüfung, Finanzen.
Seit dem Wintersemester 2007-2008 bietet die Hochschule Deggendorf zwei Masterstudiengänge im Bereich der BWL an:
Master Strategisches und Internationales Management (konsekutiv)
Der Fokus der Lerninhalte ist die Ausbildung im strategischen Management von Unternehmen und Administrationen mit internationalem Bezug. Ziel ist es wirtschaftswissenschaftliche Generalisten auszubilden. Zur Zeit ist die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt.
Master Human Resource Management (konsekutiv)
Der Studiengang ist entsprechend der beruflichen Realität im HR-Bereich interdisziplinär ausgerichtet. Dies zeigt sich im Fächerangebot und in der fachlichen Herkunft von Dozenten und Studierenden. Dieser Studiengang wird in Zusammenarbeit mit den Hochschulen Regensburg und Amberg-Weiden betrieben. Studienort ist Regensburg.
Um der Globalisierung und Internationalisierung gerecht zu werden, führte die Hochschule Deggendorf im Wintersemester 02/03 den Studiengang International Management ein. Dieser englischsprachige 7-semestrige Bachelorstudiengang setzt sich zum Ziel, Studierenden die notwendigen Fachkenntnisse und sozialen Fähigkeiten zu vermitteln, um Managementaufgaben in international ausgerichteten Unternehmen zu übernehmen.
Der Studiengang Wirtschaftsinformatik verbindet die beiden Kompetenzen Betriebswirtschaftslehre sowie Informatik. Dieser Studiengang wird auch virtuell als sogenannter IT-Kompaktkurs berufsbegleitend angeboten. Ab dem Wintersemester 2006/2007 ersetzt ein Bachelor-Studiengang den bisherigen Diplomstudiengang. Im Sommersemester 2007 begann der neu eingerichtete entsprechende Master-Studiengang.
Der frühere BWL-Schwerpunkt Tourismusmanagement wurde 2007 erweitert und ein eigener 7-semestriger Bachelor Studiengang geschaffen. Die Lehrgebiete teilen sich auf die drei Kernthemen Betriebswirtschaft, Sprachkompetenzen und touristisches Fachwissen auf. In den ersten Semestern steht die betriebswirtschaftliche Grundlage im Mittelpunkt, ab dem 3. Semester werden diese Kenntnisse tourismusspezifisch vertieft. Nach dem Pflichtpraktikum in einem touristischen Betrieb (5. Semester), wählen die Studenten drei aus fünf Schwerpunkten: Hotellerie- und Gastronomiemanagement, Tourismusmarketing, Destinationmanagement, Finanz- und Risikomanagement in Tourismusbetrieben oder Medical Wellness.
Obwohl erst kürzlich gestartet gehört der Studiengang Tourismusmanagement zu den nachgefragtesten Angeboten der Hochschule Deggendorf: Auf 70 Studienplätze pro Jahrgang kommen über 1000 Bewerber.
Beim Studium des Bauingenieurwesens wird besonderer Wert auf den Einsatz neuer Medien und EDV-Einrichtungen gelegt. Die Profilbildung liegt in den Bereichen Umwelt, Baurecht und Management. Hier werden sowohl in der Lehre als auch in der Weiterbildung, angewandten Entwicklung und Forschung Schwerpunkte durch enge Kooperation mit Kommunen, Verbänden und Unternehmen gesetzt.
Der enge Kontakt der Elektrotechnik an der Hochschule Deggendorf zur Industrie gewährleistet die Aktualität der Lehre und Forschung im Studiengang. Im Labor für Qualitätssicherung und Zuverlässigkeitsuntersuchungen von Integrierten Schaltungen wird die Haltbarkeit von Halbleiterbauelementen mit Nanostrukturen untersucht. Hierzu stehen modernste Geräte wie z. B. ein sog. Atomic Force Microscope zu Verfügung. Mit Hilfe eines Rasterelektronenmikroskops können ebenso mechanische, elektrische und magnetische Charakterisierungen von Oberflächen vorgenommen werden.
Medientechnik hat sich in kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Studienangebote an der Hochschule Deggendorf entwickelt. Für die Bereiche Druck, TV/Film, Radio und Neue Medien werden wissenschaftliche Grundlagen, medienspezifische Inhalte, Design, Technik und Informatik in Vorlesungen und Übungen gelehrt, sowie in praxisorientierten Projekten in den Laboren umgesetzt.
Seit dem Sommersemester 2008 bietet die Hochschule Deggendorf auch einen konsekutiven Master in Medientechnik- und Produktion in Kooperation mit der Hochschule Amberg-Weiden an. Dabei kann zwischen den Schwerpunkten "Technik und Anwendung audiovisueller Medien" und "Industrielles Multimedia" gewählt werden.
Die Fachkompetenz des Studiengangs Maschinenbau wird in einer fundierten theoretischen Ausbildung vermittelt, dazu wird sowohl selbständiges Lernen als auch die Fähigkeit zur Kommunikation und Zusammenarbeit durch Projektarbeit in kleinen Gruppen gefördert. Zahlreiche Forschungs- und Kooperationsprojekte mit der Industrie stellen den notwendigen Praxisbezug her. Englischkurse und Praktika im Ausland bereiten auf eine internationale Tätigkeit vor.
Durch die Verschmelzung der Disziplinen Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau entstand das Mechatronikstudium. Im Bereich der Lehre wird großer Wert auf eine solide mathematisch-physikalische Grundausbildung gelegt. Die intensive Nutzung mathematischer Softwarewerkzeuge zieht sich durch das gesamte Studium.
Gut die Hälfte der Fächer in dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen bieten Inhalte aus Fachgebieten der klassischen Ingenieursdisziplinen, wie z.B. aus dem Maschinenbau und der Mechatronik, der Elektro- und Informationstechnik, dem Bauingenieurwesen sowie aus der Wirtschaftsinformatik. Die Lehrinhalte des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen werden durch die Fächer im Bereich Unternehmensgründung, -sicherung und -nachfolge vertieft sowie durch die begleitende Sprachausbildung "Technisches Englisch".
Die Anfrage an berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengänge der Hochschule ist sehr groß. Zu diesen Studiengängen gehören die MBA-Programme General Management, Health Care Management, Risk- und Compliance Management, Unternehmensgründung und -führung, sowie der Master Automotive Electronics. Das Weiterbildungszentrum der Hochschule organisiert jedoch auch individuelle Weiterbildungsangebote.
Die Hochschule Deggendorf hat fachbereichsübergreifende Profile für die anwendungsorientierte Forschung entwickelt. Es werden wissenschaftliche Erkenntnisse zu neuen marktfähigen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen entwickelt. Dabei wird überwiegend an technischen, betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Problemen von kleinen und mittleren Betrieben geforscht.
Die Hochschule Deggendorf legt großen Wert auf internationale Ausrichtung. Ein wichtiges Mittel hierzu sind länderübergreifende Kooperationen mit anderen Hochschulen, die es Studenten sowie Lehrenden ermöglichen, internationale Erfahrungen zu sammeln. Unterstützt werden diese Studierenden während ihres Auslandsaufenthaltes vom Akademischen Auslandsamt der Hochschule. Derzeit studieren zudem Studenten aus über 50 verschiedenen Nationen an der Hochschule Deggendorf.
Partneruniversitäten der Hochschule Deggendorf, oft mehrere pro Nation, befinden sich in: Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, China und Hong Kong, Dänemark, Finnland, Frankreich, Ghana, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Lettland, Libanon, Litauen, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Österreich, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südkorea, Taiwan, Tschechien, Türkei, Ungarn, USA, Weißrussland, Zypern
An der Hochschule wird auch dem Thema Familie ein hoher Stellenwert zugemessen. Nach einem Audit „Familiengerechte Hochschule“ hat Präsident Prof. Dr. Höpfl das Zertifikat im Juni 2007 von der Familienministerin Ursula von der Leyen entgegengenommen. Damit verankerte die Hochschule Deggendorf die familienbewusste Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen in ihren Grundprinzipien und übernimmt familienpolitische Verantwortung. Bereits heute gibt es an der Hochschule Deggendorf zahlreiche Maßnahmen, die es Studierenden bzw. Mitarbeitern ermöglichen, Familienleben mit Job oder Ausbildung zu verbinden. So existieren u.a. flexible Arbeitszeiten mit individuellen Teilzeitmodellen, zahlreiche Informationen zu Familienfragen, ein Wickel- und Stillraum, Kinderstühle in der Mensa und Familienwohnungen im Studierendenwohnheim. Für die Zukunft ist u.a. ein Ausbau der Kooperation mit regionalen Kinderbetreuungsstellen, ein Familienportal im Intranet und ein Spielzimmer für Kinder geplant. Auch die Studienorganisation soll bspw. durch erweiterte E-Learning-Angebote familienfreundlicher werden. Des weiteren plant die Hochschule auch bedarfsgerechte Unterstützungsmaßnahmen für Personen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen müssen.
Die Hochschule Deggendorf bietet hervorragende Bedingungen für Studium und Forschung. Sie ist sowohl regional wie international ausgerichtet und präsentiert sich selbst als leistungsstark, wettbewerbsorientiert und innovativ. Über die Grenzen von Fächern hinweg sind in Deggendorf Lehre und Forschung in den Ingenieurwissenschaften mit den Wirtschaftswissenschaften verknüpft. Das Profil der Studiengänge und der Forschungsgebiete ist interdisziplinär ausgerichtet. Damit möchte die Hochschule der immer stärker werdenden Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gerecht werden. Wissenschaftler aller Bereiche finden sich an den Schnittstellen Mensch, Technik, Management und Kommunikation zusammen. Dies passt zum aufsteigenden Wirtschaftsstandort Niederbayerns. Längst gilt die Hochschule als Schrittmacher der Region.
Die Hochschule Deggendorf unterstützt ihre Studenten mit folgenden Einrichtungen:
Um den Anforderungen der Wirtschaft gerecht zu werden, werden stetig neue Studiengänge eingeführt. Im Zuge der Harmonisierung der europäischen Studienabschlüsse, des sogenannten Bologna-Prozesses, wurden alle Studiengänge modularisiert und zu Bachelor-/Masterstudiengängen ausgebaut.Zudem wird das Angebot berufsbegleitender Weiterbildungsangebote gestärkt.
In naher Zukunft soll außerdem ein weiterer Gebäudekomplex in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Raum für Erweiterung schaffen. Die Erweiterung der Hochschule Deggendorf ist in der Hochschulentwicklungsplanung in Bayern bereits berücksichtigt: Die 35 Millionen Euro teuren Neubauten sollen bis 2011 fertig gestellt werden. Die Planungsfreigabe wurde bereits erteilt. Baubeginn soll im Herbst 2009 sein. Der frühere Ministerpräsident Beckstein lobte im Zuge seines Hochschulbesuchs zusammen mit Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Entwicklung der Hochschule, die enge Verbindung von Wirtschaft und Hochschule und die Qualität der Forschung.
Die Zahl der Studierenden beträgt zur Zeit circa 3200 und wird in den nächsten fünf Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung auf rund 5000 Studierende anwachsen. Mit den Neubauten wird die Hochschule gerade rechtzeitig für den doppelten Abiturjahrgang in Bayern im Jahr 2011/2012 erweitert.
Staatliche Fachhochschulen:
Hochschule Amberg-Weiden | Hochschule Ansbach | Hochschule Aschaffenburg | Hochschule Augsburg | Hochschule Coburg | Hochschule Deggendorf | Hochschule Hof | Hochschule Ingolstadt | Hochschule Kempten | Hochschule Landshut | Hochschule München | Universität der Bundeswehr München | Hochschule Neu-Ulm | Hochschule Nürnberg | Hochschule Regensburg | Hochschule Rosenheim | Hochschule Weihenstephan-Triesdorf | FH Würzburg-Schweinfurt | FH für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern
Kirchliche und Private Fachhochschulen:
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt | Katholische Stiftungsfachhochschule München | Evangelische Fachhochschule Nürnberg | Munich Business School | FH für angewandtes Management | FH Schloss Hohenfels | Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation | Private Fachhochschule Döpfer für Physiotherapie und Ergotherapie | Hochschule für Angewandte Sprachen – Fachhochschule des SDI München
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