| Hausmeister Krause – Ordnung muss sein | |
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| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Produktionsjahr(e) | 1999–2008 |
| Länge | 25 Minuten |
| Episoden | 80 in 8 Staffeln |
| Genre | Komödie, Sitcom |
| Produktion | Bernd Eichinger, Herman Weigel |
| Idee | Tom Gerhardt, Herman Weigel |
| Musik | Thomas Bartschmid + Harald Stümpfl |
| Erstausstrahlung | 18. Januar 1999 auf Sat.1 |
| Besetzung | |
Hausmeister Krause – Ordnung muss sein ist eine deutsche Comedy-Fernsehserie, die seit 1999 mit Tom Gerhardt in der Titelrolle von Sat.1 ausgestrahlt wird.
Die Serie pointiert das deutsche Spießbürgertum. Dieter Krause, der Inbegriff des deutschen Spießbürgers, ist sauber, ordnungsliebend, denunziantisch, neugierig, stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht, zu höher gestellten Personen unterwürfig und zu Untergebenen und Schwächeren brutal und ungerecht.
Viele Handlungselemente, wie zum Beispiel ständige Verwechslungen, Missgeschicke und Missverständnisse, entstammen dem Boulevardtheater. Die Charaktere der Serie sind an Tom Gerhardts Film Voll Normaaal angelehnt und tragen dieselben Namen, entsprechen ihnen aber nicht vollkommen. In Voll Normaaal spielte Tom Gerhardt sowohl Dieter Krause als auch dessen Sohn Tommie, der nun von Axel Stein verkörpert wird. Carmen wird von Janine Kunze gespielt. Andere Charaktere aus Voll Normaaal wie Tommies Freund Mario sind aber nur noch Randfiguren und auch der Handlungsrahmen hat sich verändert.
Inhaltsverzeichnis |
Dieter Krause ist Familienvater und halbtags Hausmeister der Wohnanlage Kalker Weg 5 in Köln-Kalk, in der er auch die Hausmeisterwohnung bewohnt. Er fungiert gerne und oft als eine Art Blockwart und sorgt mit rabiaten Methoden für Ordnung – in dem Sinne, wie er sie versteht. Infolgedessen gerät er immer wieder mit den Mietern aneinander, die seiner Meinung nach notorisch und böswillig gegen die Hausordnung verstoßen. Deshalb kommt es auch regelmäßig zum Streit mit dem Hausverwalter, Herrn Makielski.
Die Hausmeistertätigkeit ist für Dieter nicht bloß eine Arbeit, sondern Lebenseinstellung und -inhalt. Er ist „immer im Dienst“, auch wenn er nur eine Halbtagsstelle hat. Entsprechend trägt er auch immer – selbst in der Wohnung – Arbeitskleidung, einen grauen Arbeitskittel sowie einen Cordhut. Dieters größter Traum ist die Erlangung der heiß begehrten Ganztagsstelle, doch jedes Mal, wenn die Aufstockung seiner Stelle ansteht, zieht er sich mit seinem Übereifer den Zorn Makielskis oder des Hauseigentümers zu. Allerdings erhält er die Stelle aber in der Folge „Das Wunder“, aufgrund eines Irrtums. Ob das Stellenangebot danach zurückgezogen wurde ist unbekannt, am Ende der Folge hat er jedoch den Vertrag in der Tasche.
Dieters Einstellung entspricht dem „Radfahrerprinzip“: Nach oben buckeln, nach unten treten. Gegenüber Makielski oder gar dem Eigentümer der Wohnanlage verhält er sich äußerst unterwürfig, die Mieter und anderes „Gesocks“ behandelt er wie Dreck. Sein großes und einziges Hobby ist sein Dackel Bodo und der dazugehörige Kölner Dackelclub KTC 1881 e.V.. In diesem Club hat Dieter zwar das Amt des Schriftführers inne, lässt aber keine Gelegenheit zur Intrige aus, um selbst das Amt des Präsidenten zu erlangen, womit er immer scheitert.
Elisabeth Krause (geb. Küppers), auch „Lisbeth“ oder „Lissi“ genannt, ist die Ehefrau von Dieter Krause. Sie ist die gute Seele der Familie und Hausfrau. Dann und wann träumt sie von einem Leben in Wohlstand mit gelegentlichen Urlaubsreisen nach Wipperfürth. Die Allüren ihres Mannes bringen sie oft zur Verzweiflung, besonders wenn er es wieder schafft, die ihm angebotene Ganztagsstelle durch seine eigene Dummheit zu verspielen. Außerdem belastet es sie sehr, dass Dieter seit über 10 Jahren nicht mehr mit ihr geschlafen hat. Lisbeth genießt zur Entspannung häufig eine Tasse Kaffee.
Lisbeth ist Dieter meistens im Denken, in der Vernunft und im Mitgefühl voraus; sie versucht besorgt, ihm aberwitzige Aktionen auszureden und erkennt Gefahren und Hintergründe, wenn er noch lange Zeit ahnungslos bleibt. Manchmal allerdings lässt das Drehbuch auch sie unverfroren spießbürgerliche Ansichten oder sogar Bösartigkeiten Dieters teilen, etwa bei Tommies vermeintlicher Homosexualität oder ihrer Erbtante, die von Dieter und ihr aus dem Haus geworfen wird, weil sie ihnen statt Immobilien scheinbar nur ihre Katze vererben wollte.
Carmen ist die Tochter von Dieter Krause. Sie ist sehr attraktiv, jedoch nicht besonders intelligent, besitzt aber eine gewisse Bauernschläue, der sie, in Anlehnung an die gleichnamige Oper, wahrscheinlich ihren Namen verdankt. Sie hat ständig neue Verehrer, von denen besonders Mustafa ihrem Vater ein Dorn im Auge ist. Von denen lässt sie sich großzügig aushalten, allerdings kann dabei hin und wieder auch einmal ein Plagiat „Made in Korea“ für Ärger sorgen: „Der Luigi, die Sau!!! - Und dafür bin ich mit dem hochgegangen!“. Ihr sehr freizügiges Outfit (extrem kurze Miniröcke, tiefe Ausschnitte, viel Schminke) spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Carmen macht eine Frisörlehre, beendet diese jedoch nie, da sie immer wieder durch die theoretische Prüfung fällt. Nebenbei verdient sie sich Geld als Gogo-Tänzerin. Die ihr vermeintlich zugedachte große Filmkarriere scheitert daran, dass sich das Ganze als Pornoproduktion herausstellt, was sie aber schlussendlich gar nicht mitbekommt. Von sonstiger „Arbeit“ hält sie relativ wenig und verbringt viel Zeit mit Faulenzen, dem Lackieren von Fuß- und Fingernägeln, dem Lesen von Frauenzeitschriften und dem Besuch von Kölner Clubs. Carmens große Stunden schlagen immer dann, wenn die Krauses wieder einmal chronisch „abgebrannt“ sind und sich ihr jeweils neuer Lover als vermeintlich wohlhabender und großzügiger Retter der familiären Finanzmisere abzeichnet, was sich jedoch immer als Reinfall entpuppt.
Der korpulente, etwas einfältige Sohn „Tommie“ (Thomas, von seiner Schwester Carmen wegen seiner Leibesfülle auch „Fettie“ genannt) fällt in seiner Sprache besonders durch Benutzung von „Erikativen“ wie „schluck, schluck“ und „britzl, bratzl“ auf. Bekannte Sprüche von ihm sind u. a. „Ey wabbel, wabbel, schwabbel, schwabbel“, „Geil, ey!“ und „Ey, normaaal!“. Der Junge fällt besonders in den frühen Staffeln durch seine geschmacklose und eintönige Kleidung auf: Shorts bzw. Trainingshose, T-Shirt und Pudelmütze. Tommie hat Probleme, da er seinen jugendlichen Sexualtrieb nicht unter Kontrolle hat und sehr schlecht in der Schule ist, außer in Sexualkunde. Außerdem besitzt er eine ausgesprochene Vorliebe für Splatterfilme und Pornohefte. In der 2. Folge der 7. Staffel „Die Jungfrau“ wird eine, dem sonstigen Eindruck widersprechende, zeichnerisch-künstlerische Begabung des Jungen deutlich. Die Rolle des Tommie bei Hausmeister Krause entspricht im weitesten Sinne der Rolle des Tommie in Tom Gerhardts Film „Voll normaaal“ aus dem Jahre 1994.
Trotz dieser groben Äußerlichkeiten verkörpert Tommie jedoch, als jüngstes Familienmitglied, möglicherweise den sensibelsten, wenn nicht aufrichtigsten Charakter von allen. Häufig sieht man ihn in Notsituationen, die er aber im Gegensatz zu seinem Vater nicht selbst verschuldet hat, sondern die er als jugendliches Opfer erleidet (z. B. die nicht akzeptierte türkische Freundin Ayshe, der Verstoß aus der Familie als vermeintliches Kuckuckskind und eben auch seine vergebliche Suche nach Sexualität). Denn im Grunde ist Tommie derjenige in der Familie, der am wenigsten in der Hand hat: Weder die Autorität und Abgebrühtheit seiner Eltern, vor denen er letztlich fast immer kleinlaut wird, noch die Attraktivität seiner älteren Schwester, geschweige denn jeglichen anderen sozialen Erfolg. Dementsprechend ist er auch derjenige, der am wenigsten darauf kommen würde, im Glauben an die eigene Überlegenheit andere um den Finger zu wickeln und auszunutzen, sondern beschränkt sich vielmehr auf jugendlichen Schabernack.
Bodo, mit vollem Namen Bodo von der Hermannsklause, ist Dieter Krauses reinrassiger Kurzhaardackel. Er wird von Dieter so sehr verwöhnt, dass familiäre Interessen außen vor bleiben, selbst Lisbeths Geburtstag. Die Geschichten vieler Episoden drehen sich direkt oder indirekt um Bodo. Unter anderem versuchen Lisbeth, Carmen und Tommie in einer Folge, Bodo umzubringen. Im Laufe der Serie wird Bodo zum Drogendackel („DD“), sowie zum Rettungsdackel ausgebildet. Hiermit ist Bodo das wichtigste Geschlecht im Sinne von Dieter (siehe Dackelclub).
Günther Makielski ist der Hausverwalter. Aufgrund der rabiaten Art, mit der Dieter gegen Mitbewohner vorgeht, hat er oft Probleme mit Herrn Makielski. Makielski ist meistens gutherzig und freundlich. Seine Rolle vertritt das Bildungsbürgertum in der Serie. Herr Makielski hat die Befugnis Dieter zu entlassen, wozu es aber aus verschiedenen Umständen nie kommt, zumindest nicht endgültig. Auch Makielskis Frau Sybille tritt in einigen Folgen auf. Sie wurde von drei verschiedenen Schauspielerinnen dargestellt.
Der Dackelclub KTC (Kölner Teckel Club) 1881 e.V. ist Dieters einziges Hobby. Entsprechend lässt er alles stehen und liegen, wenn die Pflicht zur Clubsitzung ruft oder ein sonstiges Anliegen seiner Dackelkameraden sein Erscheinen verlangt.
Der Club selbst ist sehr militaristisch aufgebaut und im Allgemeinen eine Satire auf die sprichwörtliche deutsche Vereinsmeierei. So müssen Mitglieder („Kameraden“), die das Wort ergreifen, sich erheben und stramm stehen; selbstverständlich nur nach vorheriger Genehmigung durch den Präsidenten. Bei den Clubsitzungen herrscht Uniformpflicht, diese sind mit Orden für Verdienste um den Dackel und sonstigen Auszeichnungen vollgehängt. Das Clubleben ist geprägt von militaristischem Zeremoniell, angefangen vom Befehlston („Die ganze Dackelrotte: Sitz!“), über Einmärsche mit Trommelbegleitung bis hin zum rituellen Aufsagen von Credos („Alles für den Dackel...“) und Absingen von Liedern, wobei letztere starke Parallelen zum Nationalsozialismus aufweisen; so basiert das Dackellied „Die Schnauze hoch, die Leine straff gezogen“ auf derselben Melodie wie das Horst-Wessel-Lied und auch die textliche Nähe ist kaum zu übersehen. An den Nationalsozialismus erinnern auch die Dienstgrade im Dachverband des Dackelclubs; hier gibt es beispielsweise einen Gauleiter und einen Oberrudelführer. Hin und wieder fallen Äußerungen die an den Nationalsozialismus erinnern. („In Stalingrad war's kälter!“)
Vom Club bzw. vom Dachverband werden zahlreiche teilweise recht obskure Festlichkeiten veranstaltet, wie die Dackelolympiade, die Welpenweihe oder gar eine Prozession, bei der ein ausgewählter Dackel (in der Regel der des Präsidenten) in einer Sänfte - dem Teckolodium - wie eine Reliquie herumgetragen wird. Im Club herrscht das „Radfahrerprinzip“: nach oben buckeln, nach unten treten. Clubmitglieder, die im Rang unter einem stehen, werden wie Untergebene behandelt, ranghöheren Mitgliedern, insbesondere vom Dachverband, wird dagegen mit geradezu kriecherischem Respekt begegnet.
Die neben Dieter namentlich bekannten Clubmitglieder sind: Karl (u.a. Hans Martin Stier), Günter (Jens Kraus), Herbert (Detlev Redinger), Hubert (Konrad Adams), Helmut (Thomas Scheibe) und Horst (Thomas Bauer).
Herbert Fink ist der beste Freund Dieters und ebenfalls Mitglied im Dackelclub. Er ist äußerst schüchtern, stottert extrem, hat schwarze Haare und eine Brille. Herbert, dessen Dackel Horsti heißt, ist zwar schon über vierzig, hat aber noch keine Freundin und wohnt immer noch bei seiner Mutter, die sein Taschengeld streng rationiert und ihn hin und wieder auch schon mal verhaut. Herbert ist unsterblich verliebt in Dieters Tochter Carmen, wovon diese jedoch wenig begeistert ist und sein Handicap - das Stottern - beim Aufeinandertreffen regelhaft mit „He...He...Herbert?!“ parodiert. All diese Umstände werden von Dieter gerne ausgenutzt, um den einfältigen Herbert in seine Pläne zur Aufrechterhaltung der Hausordnung einzuspannen; meist geht es dabei darum, dass Herbert den Köder für vermeintliche Triebtäter, Räuber oder Drogendealer spielen muss. Meldet der - zumeist berechtigte - Bedenken an oder weigert sich gar, schafft es Dieter meist, ihn mit der angeblichen Aussicht auf eine glückliche Zukunft mit Carmen doch noch von der Bedeutung seines Einsatzes zu überzeugen, was dann aber fast immer im Chaos endet. Herbert ist anfänglich noch „Jungfrau“, wird aber später durch die Mutter von Lisbeth entjungfert: in dem Glauben, seine geliebte Carmen zu beglücken, „besteigt“ er in deren Zimmer unwissentlich die dort schlafende Mutter Lisbeths und verkündet die neue Ära mit den stolzen Worten: „D...D...Dieter - jetzt bin ich ka...ka...keine Jungfrau mehr!“ Und tatsächlich wird Herbert sogar noch biologischer Vater, allerdings in einem anderen Zusammenhang und ohne dies je zu erfahren: bei einer Rempelei in der Praxis eines Reproduktionsmediziners wird „seine Dose“ der Sperma-Spende mit der von Herrn Makielski verwechselt, der wenig später stolz seine neue Rolle als werdender Vater verkündet.
Karl Göbel ist der Präsident des Dackelclubs KTC 1881 e.V. Er hat eine Glatze und (je nach Schauspieler) eine Brille. Karl führt seinen Club mit eiserner Hand („Die ganze Dackelrotte: Sitz!“) und unangefochtener Autorität; Bestrebungen anderer Clubmitglieder, in der Hierarchie aufzusteigen, werden im Keim erstickt. Der Präsident ist der Stereotyp des altpreußischen Militärs. Karl Göbel wurde neben Frau Makielski als einziger in der Serie von verschiedenen Schauspielern gespielt.
| Schauspieler | Rollenname | Folgen | Staffeln |
|---|---|---|---|
| Tom Gerhardt | Dieter Krause | 1– | 1–8 |
| Irene Schwarz | Lisbeth Krause | 1– | 1–8 |
| Janine Kunze | Carmen Krause | 1– | 1–8 |
| mehrere Dackel | Bodo | 1– | 1–8 |
| Axel Stein | Tommie Krause | 2– | 1–8 |
Geordnet nach der Reihenfolge des Einstiegs.
| Schauspieler | Rollenname | Folgen | Staffel(n) |
|---|---|---|---|
| Detlev Redinger | Herbert Fink | 1– | 1–8 |
| Hans Martin Stier | Karl Göbel # 1 | 1–13 45– |
1 5–8 |
| Jürgen Tonkel | Günther Makielski | 2– | 1–8 |
| Konrad Adams | Hubert | 3– | 1–8 |
| Thomas Scheibe | Helmut | 3– | 1–8 |
| Thomas Bauer | Horst | 14– | 2–8 |
| Gudo Hoegel | Ralf Fritsch | 35– | 3–8 |
| Jochen Senf Hendrik Arend |
Gauleiter Schröder Gauleiter Weppel |
48-52 57- |
5 6-8 |
| Jens Kraus † | Günter | 1–10 | 1 |
| Peter Uwe Arndt | Karl Göbel # 2 | 14–19 | 2 |
| Wolf-Dietrich Berg † | Karl Göbel # 3 | 20–44 | 2–4 |
| Christian Wittmann | Rudolf | 6–51 | 1–5 |
| Melanie Bianca Jung | Gesine | 6–51 | 1–5 |
| Gigi Herr | Rosmarie Küppers | 16–53 | 2–6 |
| Maren Gilzer | Frau Ricken | 12–18-26 | 1–2-3 |
| Sara Kelly | Jazzy | 38–60 | 4–6 |
| Lutz Michael | Oberrudelführer Franz Rottmann | 34–41 | 3–4 |
| David Lütgenhorst u.a. | Mario | 2–60 | 1–6 |
| Carolin Spiess | Marielka | 61–66 | 6–7 |
| Michael Dierks | Klaus | 24–70 | 2–7 |
| Frank Reidock | Sascha | 24–70 | 2–7 |
| Arzu Bazman | Ayshe | 29–72 | 3–7 |
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