Hans-Jürgen Puhle (* 8. Oktober 1940 in Neumarkt) ist ein deutscher Historiker und Politikwissenschaftler.
Hans-Jürgen Puhle studierte von 1960 bis 1965 die Fächer der Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Tübingen, Marburg und an der Freien Universität Berlin. 1965 promovierte er in Berlin mit der Arbeit Agrarische Interessenpolitik und preußischer Konservatismus im wilhelminischen Reich. Anschließend war von 1966 bis 1968 Direktor des Lateinamerikanischen Sozialforschungsinstituts (ILDIS) in Santiago de Chile. An der Universität Münster war er von 1968 bis 1973 als wissenschaftlicher Assistent tätig. Dort erfolgte 1973 auch seine Habilitation. Von 1973 bis 1978 lehrte Puhle zunächst als Dozent und ab 1976 als Professor für Neuere Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Münster. Von 1978 bis 1990 war Professor für Allgemeine Geschichte an der Universität Bielefeld. Seit 1990 lehrt er als Professor für Politikwissenschaft an der Universität Frankfurt.
Seine Forschungsschwerpunkte sind die Neuere deutsche, west- und südeuropäische und amerikanische Sozial- und Politikgeschichte, politische Systeme, Parteien und Verbände, die Demokratisierung, der Sozialstaat und der Nationalismus. Er ist seit 1975 Mitherausgeber der Zeitschrift Geschichte und Gesellschaft und war von 2000 bis 2006 Mitherausgeber der Zeitschrift Iberoamericana
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Puhle, Hans-Jürgen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Politikwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 8. Oktober 1940 |
| GEBURTSORT | Środa Śląska |
stock | retire | vm
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