Die HGÜ Yunnan–Guangdong ist eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) in China zwischen der Stadt Chuxiong in der Provinz Yunnan und der östlich gelegenen Stadt Zengcheng nähe Guangzhou in der Provinz Guangdong. Die 1418 km lange Leitung wird von der China Southern Power Grid betrieben und ist die erste bipolare HGÜ welche im Endausbau mit einer Betriebsspannung von ±800 kV betrieben werden wird.
Mit dem Bau wurde im Jahr 2007 begonnen, im Dezember 2009 wurde die HGÜ in monopolaren Probebetrieb genommen, der volle bipolare Betrieb ist für Mitte 2010 vorgesehen. Hersteller der Leitung ist die Siemens AG [1].
Die HGÜ ist im Vollbetrieb für eine Übertragungsleistung von 5 GW ausgelegt, der elektrische Strom pro Leiter beträgt 3,125 kA. Die beiden Stromrichterstationen bestehen aus vier Stromrichter zu je 400 kV. Aufgrund der hohen Gleichspannung von ±800 kV sind die elektrischen Leiter der Freileitung mit einer Silikonbeschichtung versehen - dies soll Koronaentladungen reduzieren. Der Transport des elektrischen Gleichstroms erfolgt primär von Yunnan, wo die HGÜ über vier Dreiphasenwechselstromleitungen mit je 500 kV von zwei Wasserkraftwerken in Xiaowan und Jinanqiao gespeist wird, in den industriell entwickelten Grossraum von Guangzhou [2].
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