Gernot Rotter (* 14. Mai 1941 in Troppau) ist ein deutscher Orientalist, Islamwissenschaftler, Publizist und Politiker.
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Rotter wurde als Sohn des Journalisten Walter Rotter (1905-1978, Redakteur beim Main-Echo) geboren. Sein Bruder ist der Mittelalterhistoriker Ekkehart Rotter, mit dem er zusammen das Buch "Venus, Maria, Fatima" schrieb, das sich mit der Sexualitäts- und Frauenfeindlichkeit islamischer und christlicher Traditionen beschäftigt.
Gernot Rotter promovierte an der Universität Bonn über "Die Stellung des Negers in der islamisch-arabischen Gesellschaft bis zum 16. Jh.". Sein Lehrer in Bonn war Gustav Mensching. Die Habilitation erfolgte 1977 an der Universität Tübingen mit einer Arbeit über die Umayyaden. Sein Lehrer in Tübingen war Josef van Ess.
1980 bis 1984 war er Direktor des deutschen Orient-Instituts in Beirut. Anschließend wurde er Professor für gegenwartsbezogene Orient-Wissenschaft am Orientalischen Seminar der Universität Hamburg. 2005 wurde er emeritiert. Die Bibliothek Arabischer Klassiker wurde von ihm herausgegeben.
Von 1987 bis 1991 war er Abgeordneter der Grünen im Rheinland-Pfälzischen Landtag. 1988 stellte er im Landtag den Antrag, die Todesstrafe aus dem Text der Landesverfassung zu streichen.[1] Nach dem Golfkrieg von 1991 kritisierte er die deutschen Medien, weil sie nach seiner Auffassung ein verzerrtes Islambild kolportierten. Rotter gehörte 2001 zu den Erstunterzeichnern des Berliner Aufrufs.[2]
Rotter ist Mitglied des Rates für Migration. Rotter bezeichnet sich als Atheist. Er ist der Meinung, Theologie sei keine Wissenschaft und habe an der Universität nichts zu suchen [3]
Artikel und Aufsätze (Auswahl)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rotter, Gernot |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Orientalist, Islamwissenschaftler und Publizist |
| GEBURTSDATUM | 14. Mai 1941 |
| GEBURTSORT | Troppau |
stock | retire | vm
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