| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gallin (Begriffsklärung) aufgeführt. |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
53.510.81666666666753
Koordinaten: 53° 30′ N, 10° 49′ O
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Ludwigslust | |
| Amt: | Zarrentin | |
| Höhe: | 53 m ü. NN | |
| Fläche: | 22,71 km² | |
| Einwohner: |
517 (31. Dez. 2008)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 23 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 19258 | |
| Vorwahlen: | 038842, 038843, 038851 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LWL | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 54 030 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Amtsstraße 4-5, 19246 Zarrentin am Schaalsee |
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| Webpräsenz: | www.gemeinde-gallin.de | |
| Bürgermeister: | Klaus-Dieter Müller | |
| Lage der Gemeinde Gallin im Landkreis Ludwigslust | ||
Gallin ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Zarrentin mit Sitz in der Stadt Zarrentin am Schaalsee verwaltet.
Zu Gallin gehören die Ortsteile Hof Gallin, Neugallin und Nieklitz.
Inhaltsverzeichnis |
Gallin liegt im Westen Mecklenburg-Vorpommerns an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein. Durch das Gemeindegebiet fließt die Boize in südlicher Richtung gen Sude.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Einst gehörte Gallin zusammen mit den Orten Bernstorf, Camin, Neuenkirchen und Tessin der Raubritterfamilie Züle, welche jedoch 1349 vertrieben wurde. 1399 ging Gallin an den Schwedenkönig Albrecht über. Herzog Hans Albrecht belehnt das Gut und Dorf Gallin 1627 an Heinrich Husanus, in dessen Familienbesitz Gallin bis zu seinem Tod 1673 blieb. Danach ging das Dorf wieder in den Besitz der mecklenburgischen Herzöge. Im selben Jahr wird Gallin an die Gebrüder von Wedemhof zu Lübeck verkauft, welche es dem Lübecker Bürgermeister vererben. Für 1000 Taler geht 1705 Gallin in den Besitz des Herzogs Friedrich Wilhelm. Von 1713 bis 1730 ist der Ort an David Johann Braunschweig und anschließend an seine Witwe verpfändet worden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Gallin weiterhin landwirtschaftlich geprägt.
Die spätslawische Siedlung Nieklitz wurde 1370 Besitz des Klosters Zarrentin, nach 1552 wurde es Teil des fürstlichen Amtes Zarrentin unter den Namen Fürstlicher Hof bzw. Amtshof. Im Jahr 1857 hatte Nieklitz 76 Einwohner.
1947 begann man im Nieklitzer Moor mit der Torfgewinnung, diese wurde 1958 wieder eingestellt. Das Moor wurde Naturschutzreservat.
1998 wurde das Zukunftszentrum Mensch-Natur-Technik-Wissenschaft von Berndt Heydemann ins Leben gerufen, wofür er 2005 den Umweltpreis der Bundesstiftung Umwelt erhielt.
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Fachwerkkapelle Gallin |
Holzskulpturenausstellung |
Die Baudenkmale der Gemeinde sind in der Liste der Baudenkmale in Gallin aufgeführt.
Die Bundesstraße 195 durchquert die Gemeinde von Norden nach Süden. Die Bundesautobahn 24 verläuft etwa zwei Kilometer nördlich von Gallin und wird über den Anschluss Zarrentin erreicht. Der Anschluss Gallin besteht nur aus einer Abfahrt, die aus Richtung Hamburg nutzbar ist.
Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Schwanheide und Boizenburg/Elbe an der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. Schwanheide ist etwa 14 Kilometer von Gallins Dorfkern entfernt, Boizenburg 16 Kilometer. Wochentags verbinden Buslinien der Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft Gallin mit Boizenburg.
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