François Fillon [fʀɑ̃ˈswa fiˈjõ] (* 4. März 1954 in Le Mans, Sarthe) ist ein französischer Politiker (UMP) und seit dem 17. Mai 2007 Premierminister Frankreichs.
Von 2002 bis 2004 war er Minister für Arbeit und Sozialwesen. Anschließend war er bis 2005 Minister für Bildung und Forschung.
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François Fillon wuchs gemeinsam mit seinen drei Brüdern in Cérans-Foulletourte, einem im Département Sarthe gelegenem Dorf auf. Seine schulische Laufbahn setzte er am Collège Saint-Michel-des-Perrais in Parigné-le-Pôlin fort und wechselte anschließend auf das Gymnasium Notre-Dame de Sainte-Croix in Mans. Dort legte er 1972 sein Abitur ab.
Nach seinem Abitur 1972 studierte Fillon öffentliches Recht an der Universität du Maine (in Le Mans), das er 1976 mit der Magister-Prüfung (Maîtrise) abschloss. Daran schlossen sich 1977 der höhere Abschluss (DEA) in Öffentlichem Recht der Universität Paris V (Universität René Descartes) in Paris und der höhere Abschluss (DEA) in Politikwissenschaften am Institut d’études politiques in Paris an. Während dieser Jahre war er mehrmals Praktikant bei der Nachrichtenagentur AFP und erwog eine Berufslaufbahn als Journalist.
Fillons politische Laufbahn begann 1976 als Parlamentsassistent beim Abgeordneten seines Heimatdépartements Sarthe, Joël Le Theule. Mit dessen Berufung zum Transportminister 1977 folgte Fillon ihm als stellvertretender Büroleiter des Ministers (chef adjoint du cabinet), 1980 in derselben Funktion ins Verteidigungsministerium. 1981 wurde er Abteilungsleiter (chef du Service) für gesetzgeberische und parlamentarische Arbeit bei Industrieminister Michel Giraud.
Nach dem Tode seines Mentors Joël Le Theule wurde Fillon 1981 im Département Sarthe in die Nationalversammlung gewählt. Bei allen folgenden Wahlen wurde er als Deputierter zur Nationalversammlung wiedergewählt. Im Parlament war er Mitglied des Verteidigungsausschusses, von 1986 bis 1988 Ausschussvorsitzender.
Parallel dazu übernahm er 1981 Wahlämter auf lokaler und regionaler Ebene:
Ab 1997 fungierte er als Parteisekretär in der von Jacques Chirac gegründeten Partei RPR, verantwortlich für Verbandsarbeit. Im folgenden Jahr wurde er Pressesprecher der Exekutivkommission seiner Partei.
2002 war er Gründungsmitglied des UMP, der als bürgerliche Sammlungsbewegung vergleichbar der deutschen CDU neu formiert wurde, und hauptverantwortlich für das Parteiprogramm. Fillon gilt als Vertreter des linksgaullistischen Flügels um Philippe Séguin innerhalb der "Präsidentenpartei" (UMP).
Als Minister im Kabinett von Jean-Pierre Raffarin von 2002 bis 2005 übernahm er zunächst das Sozialministerium und initiierte die stark umstrittene Rentenreform. Trotz erheblicher Proteste und Demonstrationen der Bevölkerung, hielt die Regierung an dem Projekt fest. Parallel dazu kam es zu einer Reform der Arbeitszeitregelung zur 35-Stunden-Woche.
Mit seinem Wechsel in das Bildungsministerium als Nachfolger von Luc Ferry im März 2004, nahm er eine weitere Reform in Angriff, die diesmal eine nicht unbedeutende Zahl von Schülern der Abschlussklassen zu Protesten und auf die Straßen trieb. Im Frühling 2005 kam es sogar zu einer Blockadebewegung, so dass die Reform des Baccalauréat, der Abiturprüfungen, aufgegeben werden musste. Daraufhin legte Fillon nur den übrigen Teil des Gesetzentwurfes dem Parlament zur Ratifizierung vor.
Fillon galt als Anhänger von Jacques Chirac, wobei er zugleich die Ambitionen von Nicolas Sarkozy auf das Präsidentenamt im Jahr 2007 unterstützte. Nach dem deutlichen Scheitern des Referendums über die Europäische Verfassung am 29. Mai 2005 löste Staatspräsident Chirac das Kabinett auf; Fillon sah sich bei der Neubildung übergangen. Aufgebracht trat er mit deutlicher Kritik an Chirac vor die Presse und ergriff Partei für eine Kandidatur Sarkozys bei den Präsidentschaftswahlen 2007.
Seit den Wahlen zum französischen Senat im September 2005 vertrat er den Wahlkreis Sablé-sur-Sarthe.
Am 17. Mai 2007, dem Folgetag nach seiner Amtseinführung, ernannte der neue Staatschef, Nicolas Sarkozy, seinen engsten Vertrauten während der Präsidentschaftskampagne zum Premierminister.
Er ist seit 1980 verheiratet. Aus der Ehe gingen fünf gemeinsame Kinder hervor.
Im privaten Bereich engagiert er sich insbesondere im Bereich des Motorsports und gehört dem Direktionskomitee an, das für die Austragung des 24-Stunden-Rennens von Le Mans verantwortlich ist.
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François Fillon | Jean-Louis Borloo | Bernard Kouchner | Hervé Morin | Michèle Alliot-Marie | Brice Hortefeux | Rachida Dati | Christine Lagarde | Éric Woerth | Xavier Bertrand | Christine Boutin | Michel Barnier | Xavier Darcos | Valérie Pécresse | Christine Albanel | Roselyne Bachelot
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fillon, François |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Politiker und Premierminister (seit 2007) |
| GEBURTSDATUM | 4. März 1954 |
| GEBURTSORT | Le Mans |
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