Ernst Beutler


Ernst Beutler (* 12. April 1885 in Reichenbach; † 8. November 1960 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Literaturhistoriker und Goethe-Forscher.

Leben

Ernst Beutler besuchte das Gymnasium in Altenburg und studierte von 1904 bis 1911 an den Universitäten von Tübingen und Leipzig. Als Bibliotheksrat an der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg von 1912 bis 1925 spezialisierte er sich auf die Handschriftenabteilung. 1925 habilitierte er an der Universität Hamburg mit Forschungen zur frühhumanistischen Komödie. Am 1. Oktober 1925 wird er zum Direktor des Freien Deutschen Hochstifts und Leiter des Goethemuseums berufen. 1927 nahm er zusätzlich eine Stelle als Hochschullehrer an der Universität Frankfurt an. Während der Zeit des Nationalsozialismus musste er die Lehrtätigkeit aufgeben, da er nicht bereit war sich den Nationalsozialisten unterzuordnen.

Beutler ist einer der vier Mitbegründer des Goethe-Preises der Stadt Frankfurt und seit 1930 Kuratoriumsmitglied. Er war verantwortlich für den Aufbau des Goethemuseums im Jahr 1932. Außerdem rettete er im Zweiten Weltkrieg die Bibliothek, das Inventar und etliche Dokumente des Goethe-Hauses, indem er sie mit einigen Mitarbeitern an insgesamt 18 Orten auslagerte. dadurch konnte das Haus nach der Zerstörung durch einen Bombenangriff am 22. März 1944 historisch getreue wieder aufgebaut werden.

Beutler wurde im Jahr 1946 ordentlicher Professor an der Universität Frankfurt und veröffentlichte zahlreiche Schriften, darunter seine 24bändige Goethe-Ausgabe (Artemis-Gedenkausgabe) aus den Jahren 1948 bis 1954. Beutler erhielt im Jahr 1960 den Goethepreis der Stadt Frankfurt für seine „außerordentlichen Verdienste um den Goetheschen Geist“.

Literatur







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