| Strukturformel | |||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||
| Name | Eisen(II)-sulfat | ||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | FeSO4 | ||||||||||
| CAS-Nummer | 7720-78-7 (wasserfrei) 7782-63-0 (Heptahydrat) |
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| ATC-Code |
B03AA07 |
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| Kurzbeschreibung | weißer Feststoff (wasserfrei) hellbläulicher bis blassgrüner Feststoff (Heptahydrat) [1] |
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| Eigenschaften | |||||||||||
| Molare Masse | 151,91 g·mol−1 (wasserfrei) 278 g·mol−1 (Heptahydrat) |
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| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
2,84 g·cm−3 (wasserfrei) |
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| Schmelzpunkt | |||||||||||
| Löslichkeit | |||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||
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| LD50 |
319 mg·kg−1 (Ratte, oral)[3] |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||||
Eisen(II)-sulfat (auch: Ferrosulfat, Grünsalz, Eisenvitriol) ist ein zweiwertiges Eisensalz der Schwefelsäure. Der Name Grünsalz für Eisen(II)-sulfat-Heptahydrat (FeSO4 · 7 H2O) leitet sich von der grünlichen Farbe des Salzes ab.
Inhaltsverzeichnis |
Die Herstellung erfolgt durch Erhitzen von pulverisiertem Eisen in 20 %iger Schwefelsäure:

Nach Beendigung der Wasserstoffentwicklung wird eingeengt und heiß abfiltriert.
Einengen oder Eindampfen bedeutet, dass die vorliegende Lösung erhitzt wird und Wasser verdampft. Die Salzkonzentration steigt über die Löslichkeit bei 20 °C. So kann man nach Filtrieren und Abkühlen beobachten, wie sich Salzkristalle bilden, da sie das Salz in der Kälte schlechter löst als in der Wärme. Diese Salzkristalle beschleunigen als so genannte Impfkristalle den Kristallbildungsprozess. So bilden sich nach längerem Warten auch größere Kristalle.
Eisen(II)-sulfat kann auch kommerziell durch Oxidation von Pyrit gewonnen werden.

Bei der Produktion von Titandioxid mit dem Sulfatverfahren entsteht als Sekundärprodukt in großen Mengen ebenfalls Eisen(II)-sulfat. Die größten Mengen entstehen in Deutschland in den Produktionsbetrieben in Leverkusen und Nordenham von Kronos International, Inc. Ferner entsteht es auch beim Beizen von Eisenblechen.
In der Natur kommt Eisensulfat als Mineral Melanterit vor, es ist ein Verwitterungsprodukt von Pyrit. Es kommt dabei in verschiedenen Hydratformen vor, welche ebenfalls in der freien Natur auftreten.
Eisensulfat kristallisiert aus wässrigen Lösungen als hellgrüne Kristalle, die 7 Mol Kristallwasser enthalten: FeSO4 · 7 H2O, daher auch der Name Eisen(II)-sulfat-heptahydrat, es ist nur in sehr reinem Zustand hellblau, die grünliche Farbe entsteht durch teilweise Oxidation zu Eisen(III)-sulfat. An trockener Luft verwittern die Kristalle, diese Kristallwasserabspaltung gelingt vollständig bei längerem Erhitzen über 70 °C, dabei entsteht das Monohydrat als farbloses Pulver FeSO4 · H2O, welches bei starkem Erhitzen ab etwa 400 °C zu basischem Eisen(III)-sulfat und Schwefeldioxid zerfällt. Eisensulfat ist gut wasserlöslich, aber so gut wie unlöslich in Ethanol und Aceton.
Kupferwasser ist eine alte Bezeichnung für unreines (kupferhaltiges) Eisenvitriol.[4]
Perser, Meder, Assyrer und Hebräer schrieben auf ungegerbte Häute mit Tusche aus Ruß und Öl, auf gegerbte Häute aber mit einer verdickten Lösung von Kupferwasser (chalcantum), in beiden Fällen übereinstimmend mit Schreibrohr (calamus, von griechisch kalamos), was später zu den alaunten Häuten und 183 v. Chr. den König Eumenes II. von Pergamos zu der Bereitung des danach benannten Pergaments führte.[5]
Im Jahr 1501 gehörte gemäß der Schrift „Summarische Extrakt und beschreybung der Khauf-Handels und Schefleuth im Lands Bayrn“ Kupferwasser zu den Gütern, die auf der Loisach verzollt wurden.[6]
1818 wies die schweizerische Chemische Fabrik Uetikon folgendes Inventar aus: „lb 5766 Kupferwasser, lb 5511 Vitriolöl, lb 650 Cyprisches Vitriol“; sodann Materialien: „lb 700 Kupfer, lb 6212 Schwefel, lb 350 Salpeter“.[7]
Eisensulfat findet sich in der Rezeptur bekannter Heilmittel des Mittelalters wie beispielsweise des Theriaks, das aus über 60 Bestandteilen (pflanzliche Auszügen, Opium, Gewürze, Schlangenfleisch u. a.) bestand.
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