Dussack


Der Dussack, auch Dussägge oder Tisacke (von Tschech. tesák, "Hirschfänger") ist eine einhändig geführte Hieb- und Stichwaffe (vgl. Säbel) mit gekrümmter Schneide. Er entstand vermutlich in Böhmen spätestens im 16. Jahrhundert.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Dussack oder auch Dusägge besteht aus einer sehr grob bearbeiteten Klinge, in die am hinteren Ende einfach ein ovales Loch ausgeschnitten wurde um die vier Finger der Führungshand aufzunehmen. Sie besitzt eine stumpfe Schneide und läuft spitz zu. So sparte man sich das handwerklich komplexe Zusammenfügen von Einzelteilen verschiedener Materialien. Zur Erhöhung der Griffigkeit wurde die Grifffläche oft mit Stoff oder Riemen umwickelt.

Verwendung

Der Dussack war kaum als Kriegswaffe zu gebrauchen, da sie zu schwer und zu unhandlich ist. Hauptsächlich wurde er als Duellwaffe oder an Fechtschulen gebraucht. Der Dussack wurde sehr populär, Menschen der verschiedensten Volksschichten übten sich im Gebrauch. Beim Üben wurden allerdings meist Dussacke aus Holz verwendet.

Weblinks

Literatur

  • Wendelin Boeheim, Handbuch der Waffenkunde, Fourier Verlag Wiesbaden, ISBN 3-921695-95-3
  • Liliane u.Fred Funcken, Waffen und Rüstungen des Mittelalt., Orbis Verlag München, ISBN 3-572-07893-8






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