Diese Diskussionsseite dient dazu, Verbesserungen am Artikel Patriarchat (Soziologie) zu besprechen. Persönliche Betrachtungen zum Artikelthema gehören nicht hierher.
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Inhaltsverzeichnis |
Abgesehen von der Bibliografie ist der Artikel in der vorliegenden Form völlig unbrauchbar und bedarf einer grundlegenden Überarbeitung. Sollte man aufgrund der bisherigen traurigen Bearbeitungsgeschichte ein idealtypisches Portrait des wikipedia-Bearbeiters entwerfen, so fiele es wenig schmeichelhaft aus. Er hasst nicht nur den Feminismus, sondern eigentlich jeden Gedanken. Er besteht darauf, die letzten vierzig Jahre der politischen und wissenschaftlichen Diskussion zum Thema zu ignorieren. Selbst der Vorschlag, eine ältere von einer neueren Bedeutung zu unterscheiden, wurde abgewürgt. Im Beharren auf einer einsinnigen veralteten Nominaldefinition zeigt sich auch eine Unkenntnis der Prinzipien der Begriffsgeschichte. Auf Abwehr trifft die Verwendung von längeren Zitaten, obwohl schon Pierre Bayle zu Beginn der Aufklärung gezeigt hat wie sie zur Darstellung kontroverser Themen verwendet werden können. Aber gerade von solchen Kontroversen wollen die Leute nichts wissen, die eine Enzyklopädie mit einem Faktenalmanach oder einem Wörterbuch verwechseln. Die wichtigen und seit langem diskutierten Fragen: Ist der Begriff des Patriarchats zu Beschreibung moderner Gesellschaften geeignet? In welchem Verhältnis stehen die Beziehungen zwischen Männern und Frauen zu den Beziehungen zwischen Männern? Wie hängen Patriarchat und Kapitalismus zusammen? Ist ein Ende des Patriarchats in Sicht? etc. geraten so gar nicht in den Blick.
Dass die Verteidigung des Patriarchats (durch Verhinderung von Aufklärung) gerade im Artikel über das Patriarchat) statt findet, ist letztlich nicht überraschend. Ernüchternd sind die kruden Methoden, die dabei angewendet werden. Der Verweis der Zensoren auf angeblich fehlende Quellen ist ein bloßer Vorwand wie ein Blick in die Bibliografie zeigt.
Übrigens gibt es auch eine nichteuklidsche Geometrie. Die Axiome Euklids erschienen wie die Axiome des Patriarchats nur in einem bestimmten kulturellen Rahmen als unbezweifelbar.
Fazit: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nur auf die bessere englische Version verwiesen werden. Eines fernen Tages wird der bei wikipedia verbreitete massive Sexismus, der sich auch in vielen anderen Artikeln zeigt (z.B. bei der Auswahl der Literaturhinweise) einmal thematisiert werden.
01/06
kann dem nur zustimmen. habe schon lang nicht mehr so einen schlechten artikel bei wikipedia gefunden.der gehört wirklich gründlich bearbeitet! dabei sein sollte wenigstens eine geschichtlicher abriss patriarchaler strukturen in den letzten jahrhunderten.
Die Seite wurde wieder hergestellt, da ein Ignorieren der feministischen Bedeutung von "Patriarchat" ein krassen Fall von Sexismus darstellen würde. 12/05
hallo! wollte grad "die bevorzugte Gesellschaftsform vieler .." auf "und so bevorzugen viele Jungen und Männer diese Gesellschaftsordnung" umformulieren und frag mich jetzt, ob da mitspielt, ob man das Patriachat als die dominante G.o. sieht oder nicht - schaffs aber grad nimmer dazu vielleicht noch was in den Artikel dazuzuformulieren ;)
Eigentlich stimmt der Satz "und so bevorzugen viele Jungen und Männer diese Gesellschaftsordnung" so nicht, denn in eine Gesellschaftsordnung wird man hineingeboren, die sucht man sich nicht aus. Frauen und Mädchen, die in patriarchalen Gesellschaften leben "bevorzugen" ja ebenfalls diese Lebensweise. Der ganze Artikel muss überarbeitet werden; er enthält nur Wischi-Waschi-Aussagen oder ganz Falsches (bis auf die Begriffserklärung). Ich habe noch ein paar andere Artikel in Arbeit und werde mich danach mal daran machen.
Bitte weitere Ideen zur Strukturierung und zum Inhalt des Artikels hier diskutieren.-- Sybilla 21:42, 9. Dez 2004 (CET)
Ich habe mich wegen des Abschnitts "Axiome" deswegen missbilligend eingemischt, weil der Titel des Lemma "Patrarchat (Soziologie)" ist. Da erwartet unsereins unter "Axiomen" eine soziologische Fundierung. Nicht aber eine engagiert weltanschauliche Kette von Behauptungen (die deswegen kritikwürdig sind, weil es gar keine derart fundierende Äußerung programmatischer Patriarchatsverteidiger geben dürfte - sonst: aus der Quelle schöpfen!). Es scheint mir methodisch unzulässig, ins Gerede oder gar ins Unbewusste 'der Männer-schlechthin' als ihre Kritikerin hinein zu horchen und das Empfundene als deren "Axiome" auszugeben. Da fand ich bereits die Vorurteilssammlung unter Männlichkeit sprechender als Gerda Lemmers Begriffsannexion "Axiom". (Hoffentlich tue ich ihr kein Unrecht.) 213.7.192.16 14:58, 26. Mai 2005 (CEST)
"Die für patriarchale Gesellschaften charakteristischsten Behauptungen über die geschlechtsspezifischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind, kurz zusammmengefaßt, folgende:
- Männer und Frauen sind ihrem Wesen nach verschiedene Kreaturen, nicht nur in ihrer biologischen Ausstattung, sondern auch in ihren Bedürfnissen, Fähigkeiten und Funktionen. Männer und Frauen unterscheiden sich sogar in der Art, wie erschaffen worden sind, und darin welche sozialen Aufgaben Gott ihnen zugedacht hat.
-Männer sind 'von Natur aus' überlegen, stärker und klüger; und deshalb sind sie dazu bestimmt, die Dominierenden zu sein. Daraus ergibt sich, daß die Männer im politischen Bereich die Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen haben und die Gemeinschaft repräsentieren. Frauen sind 'von Natur aus' schwächer, minderwertiger hinsichtlich ihrer Intelligenz und Fähigkeit zu rationalem Denken und Verhalten, emotional labil und deshalb unfähig zur Teilnahme am politischen Leben. Sie gehören nicht zu der an politischen Entscheidungen beteiligten Bürgerschaft.
- Die vernunftbegabten Männer erklären und ordnen die Welt. Die fürsorglich-pflegenden Frauen widmen sich den gewöhnlichen Aufgaben des Alltags und sorgen für die Fortpflanzung der Art. Obwohl beide Aufgabenbereiche von wesentlicher Bedeutung sind, werden die Funktionen der Männer denen der Frauen übergeordnet. Das wird auch zum Ausdruck gebracht in der These, das Handeln der Männer sei 'transzendent', das der Frauen hingegen wie das von Menschen beiderlei Geschlechts in der Unterschicht 'immanent'.
- Männer haben ganz selbstverständlich das Recht, die sexuellen und fortpflanzungsrelevanten Funktionen der Frauen zu kontrollieren, während Frauen ein solches Recht Männern gegenüber nicht zusteht.
- Männer vermitteln die Beziehung zwischen Menschen und Gott, Frauen können Gott nur durch die Vermittlung von Männern erreichen."
Gerda Lerner, Die Entstehung des feministischen Bewußtseins, S. 18
Es handelte sich in der herrschenden Ideologie um Axiome im strengen Sinn, d.h. um ungeprüfte und nicht überprüfbare Annahmen. Schon für Aristoteles bedarf die Unterordnung der Frauen keiner Begründung und noch während der amerikanischen Revolution braucht über den Ausschluß der Frauen vom aktiven und passiven Wahlrecht nicht diskutiert werden.
-- ich finde, die Axiome sollten unbedingt mitaufgenommen werden! Soll doch die Leserschaft in sich selbst prüfen, ob sie in unserer Gesellschaft noch als herrschend empfunden werden! -- redfox27
Von feministischer Seite wird Patriarchat häufig als Kampfbegriff verwendet, um die gegenwärtige Gesellschaft pauschal als eine zu beschreiben, in der "die Männer" "die Frauen" unterdrücken. Tatsächliche Entwicklungen hin zu einer Gleichstellung der Geschlechter und komplexere soziale Beziehungen werden dabei im Interesse einer Dramatisierung außer acht gelassen.
Habe den o.g. Abschnitt hierher verschoben, da er frei von jedem Beleg, höchst pauschal formuliert und sehr tendenziös ist. Außerdem bezweifle ich nach meiner Lektüre seinen empirischen Gehalt, Feministinnen sind durchaus differenzierter. So kann er nicht in einem Wikipedia-Artikel stehen. Meine Vermutung (als Mann): da fühlt sich möglicherweise ein Mann persönlich angegriffen und verwechselt seine persönliche Handlungsweise mit der Gesellschaftsstruktur. - Auch generell ist der Artikel aus fachlicher Sicht in einem üblen Zustand. Zum Beispiel fehlt eine seriöse Auflistung der Merkmale, einschließlich der verschiedenen Sichtweisen darauf. Deshalb wirkt es eigenartig, wenn plötzlich eine Diskussion der Entstehung dieser Gesellschaftsstruktur beginnt, bevor also klar ist, wovon hier überhaupt die Rede ist. Die Behauptung über Matriarchate ist ebenfalls von einer ganz bestimmten (ebenfalls umstrittenen) Definition geprägt und deshalb höchst fragwürdig, solange sie als einzige Position aus der Fachdebatte hier isoliert dargestellt wird. --Fah 08:44, 12. Jun. 2007 (CEST)
Aus der QS: Aus fachlicher Sicht inhaltlich völlig unzureichend: a) bruchstückhafte, Einheitlichkeit vortäuschende Definition (statt Darstellung der verschiedenen Positionen) b) bruchstückhafte Beschreibung unter "Beispiele", die wesentliche Daten außer acht läßt, c) Lücken bei den Erklärungsansätzen und ihrer Kritik; d) kaum Aussagen durch Quellen belegt; e) insgesamt wird wesentliche Fachliteratur nicht zur Kenntnis genommen. --Fah 09:59, 15. Jun. 2007 (CEST) --08-15 23:01, 3. Jul. 2007 (CEST)
Bei diesem Thema sollte zuerst gefragt werden, ob es überhaupt schon mal ein Patriarchat gab und ob wir heute in einem leben. Wenn ich bedenke, dass fast alle Soldaten Männer sind, fällt es mir schwer zu erkennen, dass Männer die Welt beherrschen. Auch anhand der Nachrichten kann man ermessen, dass ein Männerleben grundsätzlich weniger Wert ist als ein Frauenleben. Ein Junge oder Greis bekommt gnädigerweise noch einen Bonus, doch ein Mann im Vollbesitz seiner Kräfte darf bedenkenlos geopfert werden. Der Artikel sollte klarstellen, dass das Patriarchat eine unbewiesene Theorie ist, die stark angezweifelt wird. --Mms 20:46, 17. Dez. 2007 (CET)
Wilhelm Reich hat gar nichts bewiesen. Als Psychoanalytiker (nicht Psychiater!) hat er ein bisschen in die damalige Ethnologie reingeschnuppert und sie mit Freuds wilden pseudohistorischen Spekulationen verbunden, aber seine nicht psychoanalytischen Thesen sind derart krude, dass sie maximal von wissenschaftshistorischer Perspektive interessant sind. Er war halt sehr fasziniert von Malinowski, aber die herbeigesehnte konfliktlose Gesellschaft, in der Sexualität "frei und gesund" gelebt wird existierte einfach nicht, die damaligen monographien würden und werden von ethnologischer Seite heutzutage sehr kritisiert werden und Reich hatte tatsächlich noch wesentlich weniger Ahnung als deren Autoren.
-- 131.130.242.121 11:18, 1. Apr. 2009 (CEST)
Evtl.; Ansichtssache.
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