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Diese Diskussionsseite dient dazu, Verbesserungen am Artikel Glaube zu besprechen. Persönliche Betrachtungen zum Artikelthema gehören nicht hierher.
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Inhaltsverzeichnis |
Da "Glaube" ein sehr unkonkretes Thema ist, wäre es doch einfacher, sich an anderssprachigen Artikeln zu orientieren. Die englische Version ist zum Beispiel wesentlich umfangreicher, ist aber auch noch nicht ausgegoren und beinhaltet auch noch eine "Überarbeiten"-Notiz. Besser ist die französische; vielleicht findet sich ein echter Franz.-Profi, der die wichtigsten Teile übersetzt (oder einige Halbprofis tun sich zusammen). Vielleicht gibts auch noch in anderen Sprachen gute Versionen, da kenn ich mich nicht mehr aus. Wenn andere diesen komplizierten Artikel erfolgreich hinbekommen haben, kann man das ja übernehmen und muss sich nicht die Zähne in einer endlosen Diskussion ausbeißen.--Kelzer 20:10, 26. Feb. 2007 (CET)
najaaaa die .en und .fr sind zwar wirklich schon mal ein kleinwenig besser, aber als orientierungsmaßstab unnütz. wenn aus dem artikel hier überhauptmal was werden soll, sollte man sich artikel in fachlexika (rgg, tre, lthk, hwp etc) (mit seitenblick auf die artikel in richtigen enzyklopädien wie britannica) als vorbild nehmen und ein religionswissenschaftlich, religionsphilosophisch und theologisch geschulter autor / autorenteam das ganze komplett neu schreiben. Ca$e 12:39, 27. Feb. 2007 (CET)
ich verschiebe diese diskussion ins archiv.
bitte hier nur über verbesserungen des artikelinhalts debattieren, wie es am kopf dieser diskussionsseite deutlich steht. Ca$e 10:37, 29. Okt. 2007 (CET)
Ich habe diesen Artikel gerade zum ersten Mal gelesen und habe da ein paar Vorschläge für Verbesserungen.
1. Bereits in der Einleitung wird Glaube mit Ideologie in Verbindung gebracht. Da es in der wissenschaftlichen Diskussion durchaus eine Abgrenzung von Ideologie und Glaube gibt und Ideologie dort in der Regel als eine Fehlform des Glaubens angesehen wird (ja, bei jedem , Absolutheitsanspruch, den eine Religion zumindest aus der Sicht der Gläubigen haben muss, gibt es da durchaus Abgrenzungen, würde ich mit dieser Begrifflichkeit vorsichtiger sein.
2. Der Artikel krankt daran, dass der Glaubensbegriff hier keine wirklich differenzierte Ausarbeitung erfährt, die über Christentum, Philosophie und Naturwissenschaften hinaus gehen. Um den Begriff Glaube im religiösen Kontext einer Enzyklopädie angemessen darstellen zu können, wäre hier eine deutliche Erweiterung um andere Formen des Glaubensverständnisses notwendig. (Der Artikel ist in dieser Hinsicht christo- und euro-zentrisch und vermag schon aus diesem Grund keine angemessene Darstellung des religiösen Glaubensbegriffs zu leisten.)
3. Der Artikel beschränkt sich bewusst auf den Begriff Glaube im religiösen Kontext. Und das ist eine Schwäche des Artikels, da »Glaube« im anthropologischen Kontext jeden Menschen prägt: »Glaube« im Sinne von »auf etwas Vertrauen« meint hier, dass Glaube das Selbst- und Weltbild und somit das gesamte Handeln eines jeden Menschen prägt. Anders ausgedrückt: Jeder Mensch lebt auf der Basis eines »Glaubens«, auch dort, wo ein solcher »Glaube« keine religiöse Konkretisierung erfährt. Es könnte diesem Artikel sehr gut tun, wenn er sich von der religiösen Ebene auf die anthropologische Ebene verlagern würde, auf der dann freilich der explizit religiöse Glaube in seinen unterschiedlichen Ausformungen eine Rolle spielen müsste.
Das ist mir beim ersten Lesen aufgefallen und ich bin gespannt, was ihr von den Vorschlägen haltete. --Torsten 01:54, 22. Aug. 2007 (CEST)
Der gesamte Artikel hat in der letzten Zeit deutlich nachgelassen! - Es wird viel zu wenig auf Quellen, Belege verwiesen. Die Aussagen sind nach meinem Dafürhalten immer häufiger POV - die Sichtweise von Privat-Personen, oder Sondergruppen! - Dies wäre ja noch in Ordnung, wenn dieser POV bitte dann auch durch Belege als solcher deutlich würde. - Von wirklicher sachlicher Darstellung ist der Artikel zur Zeit meilenweit entfernt!--A.M. 11:14, 1. Sep. 2007 (CEST)
Gehört in dieser Form nicht in den Artikel. Momentan ist das eine reine Auflistung von "he said, she said" und keine enzyklopädisch aufbereitete Form von Wissen, sondern eine Einladung zum Standpunkt-Spamming, was in der Konsequenz offensichtlich auch noch zu einer Verletzung des NPOVs im Sinne von en:WP:UNDUE führt. Ich schlage vor, den Abschnitt auf eine kurze Erörterung der Problemstellung einzudampfen und mit Glaube und Vernunft einen neuen Versuch unter eigenem Lemma zu machen. Dass das Thema prominent genug behandelt wird und dieser Vorschlag nicht völlig abwegig ist, sollte dieser Artikel in der Internet Encyclopedia of Philosophy veranschaulichen. Gruß, --Asthma 11:20, 13. Okt. 2007 (CEST)
Der Glaube ansich sollte in seiner Erklärung nicht speziell an eine Glaubensrichtung gebunden sein sondern sachlich formuliert sein. Für Besonderheiten bei den verschiedenen Religionen und deren Zweige gibt es eigene Artikel. Ich könnte mir hier alternativ eine Verweisliste auf die verschiedenen Glaubensrichtungen vorstellen. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass dabei nicht bestimmte Gegebenheiten als vorteil- oder nachteilhaft herauskristallisiert werden, das sollte jeder Mensch für sich selbst entscheiden.
Ein "Glaube" ist aus psychologischer Perspektive gesehen ein System von zusammenhängenden Überzeugungen. Der Eintrag könnte (und sollte m.E.) von daher aufgebaut werden. Religiöser Glaube kann dann als das dargestellt werden, was er ist: als ein Spezialfall der Tätigkeit "etwas zu glauben" oder "anzunehmen". (Annahmen müssen auch Wissenschaftler immer treffen, die sie nur gräciziert-verfremdet Hypothesen nennen, wörtl. Untergestelltes oder besser Unterstellungen, während sie ein ganzes System davon bekanntlich "Theorie" nennen, ein Wort, dessen Nähe zu griech. theós für Gott und théatron für Theater auch mal thematisiert werden sollte: den Weltanschauungskampf in den USA zwischen Kreationisten und "Darwinisten" von daher darzustellen hätte einiges für sich...) IWK 13:31, 24. Feb. 2008 (CET)
hier etwas was ich in den artikel einarbeiten wollte
Neurowissenschaftlich liegen vor-, während- sowie nach dem Glauben spezifische neuronale Signalcodierungen und physiologische Veränderungen vor.
Glaube entsteht wie Vorurteile außerdem konkret dann, wenn Wissen fehlt, nicht abgerufen werden kann, oder wenn Wissen nicht erzeugt werden kann.
--Micha81 00:44, 14. Jul. 2008 (CEST)
ja.
der hauptunterschied ist ja schon allein der, dass wissen durch neuronale schaltungen repräsentiert wird und glauben eher als ein erzeugter eindruck nur durch neuronale schaltungen wie erfahrungen oder durch neurotransmitter und hormone beeinflusst wird. oder gibt es konkrete neuronale schaltungen, die ein phantasiekonstrukt "gott" oder glaubensinhalte codieren. --Micha81 18:09, 14. Jul. 2008 (CEST)
die ausführungen unter "naturwissenschaftliche ansätze" mache ich gleich rückgängig. sie sind für ein einzelnes buch viel zu lang, es gibt wiederholungen, und sie sind schwer verständlich. auch würden einige wikilinks dem verständnis helfen. schließlich passt der hinweis auf das buch besser zu "glaube und vernunft", vor den kritischen rationalismus. inzwischen sollte ja allgemein bekannt sein, dass auch naturwissenschaft grundannahmen macht. das wird von hänsel-hohenhausen anscheinend umständlich dargelegt, ist aber im kritischen rationalismus basis, und es werden darauf aufbauend kriterien für wissenschaftlichkeit angegeben. also, 81.149.7.195, mach' mal einen vorschlag, ich helfe gerne bei einer prägnanten neuformulierung. schließlich: wie z.b. bei barthley sollte die literaturangabe in die einzelnachweise. gruß --Jwollbold 10:26, 3. Jan. 2009 (CET)
ich verstehe die kritik! mir ging es darum, hier auf etwas neues hinzuweisen, denn die sache hat ja ihre andauernde polarität (wenn theologen für ihre sicht naturwissenschaftlich argumentieren, was etwas zwanghaftes hat, und andererseits, wenn naturwissenschaftler versuchen, die religiösität des menschen auf die stufe eines chemischen prozesses herabzustimmen und damit die (ihnen eigentlich zugängliche) intellektualität der theo-logie ignorieren, auch das erscheint zwanghaft). da ich als wiki-neuling offensichtlich nicht die person bin, die sache richtig einzupassen, komme ich gern auf ihr angebot der hilfe zurück! vielleicht können sie den hinweis darauf aufnehmen, daß hier (soweit ich sehe: erstmals) jemand streng naturwissenschaftlich argumentiert, widersprüche aufdeckt und erst dann die potentiale der philosophie und theologie nutzt, um das verständnis dessen, was uns die grundlagenforschung in der mathematik (u.a.) andeutet, zu vertiefen - diese argumentation ist ohne jenen zwang, vielleicht auch, weil das buch die richtigen fragen stellt. - danke für ihre geduld!
können wir zum wikipedia-üblichen du übergehen? bis montag habe ich wahrscheinlich nicht die zeit, die interessante ergänzung neu zu formulieren, fände also einen vorschlag gut (der kann ruhig gleich in den artikel eingestellt werden). die am ende vorgeschlagene einschätzung können wir aber nicht so übernehmen, das würde dem neutralen standpunkt widersprechen bzw. wäre "theoriefindung". gut wäre es also, wenn du eine rezension in einer möglichst renommierten zeitung/zeitschrift finden würdest. am anfang eckt man garantiert an eine der vielen regeln an, die es in einem selbstverwalteten projekt nun mal gibt. also: sei mutig! gruß --Jwollbold 14:43, 3. Jan. 2009 (CET)
ich finde wohl nicht den richtigen duktus und muß für erste passen (einen weiteren wahrscheinlich unpassenden text möchte ich nicht einstellen, ich bin noch nicht firm mit den wikipedia-usancen)! eine rezension habe ich gefunden auf http://www.literaturmarkt.info/cms/front_content.php?idcat=95&idart=1735 es wäre ja vielleicht schon was, auf die rezension hinzuweisen (die das buch übrigens in einer richtung interpretiert, die der rezensent darin zu finden glaubt - aber dies ist ja unser aller sache und recht, nicht wahr?), nochmals: danke für deine geduld!
ich habe es nun doch versucht! bin auf deine meinung gespannt danke für die hinweise! --[[]]
Literaturangabe: Markus von Hänsel-Hohenhausen: Ich denke, also glaube ich. Cogito ergo credo. Von Metaphysik und Glaubenswissen als Fundament und Gunst von Naturwissenschaft und westlicher Gesellschaft. Essay. Mit einem Vorwort von Joachim Kardinal Meisner. (Zweisprachig Englisch/Deutsch: I think, therefore I believe. Cogito ergo credo. Metaphysics and religious knowledge as a fundament for and beneficial force within natural science and western society.) Frankfurt, München, London, New York 2008. 307 S., ISBN 978-3-8267-0015-6 u. ISBN 978-1-84698-993-3 Wo kann ich den gelöschten Text finden, um die Seitenzahlen der Zitate nachzutragen? Die Pastoralkonstitution findet sich hier: http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html Das Zitat (Absatz Nr. 36) lautet exakt: "Vorausgesetzt, daß die methodische Forschung in allen Wissensbereichen in einer wirklich wissenschaftlichen Weise und gemäß den Normen der Sittlichkeit vorgeht, wird sie niemals in einen echten Konflikt mit dem Glauben kommen, weil die Wirklichkeiten des profanen Bereichs und die des Glaubens in demselben Gott ihren Ursprung haben". Das Statement, es handle sich um derzeit den einzigen Versuch, Naturwissenschaft und Religion positiv zu verknüpfen, ist meine eigene Einschätzung. Sie ist nach meiner Kenntnis korrekt und wichtig. Aber niemand ist unfehlbar, deshalb bitte um Korrektur, falls das Statement falsch sein sollte und es irgendwo einen weiteren Versuch der positiven Verknüpfung geben sollte! Es ist eine gute Idee, auf den katholischen Standpunkt des Buches hinzuweisen. Zumal der Autor (ich habe mir mal seine Homepage angesehen) ein weltweites Echo von bedeutenden Theologen auf sein voriges Buch nachweist (s. www.haensel-hohenhausen.info/kommentare.html). Robert (sorry für das desaster mit der Absenderkennung, jetzt solls klappen:) --16:58, 5. Jan. 2009 (CET)
Einen neuen Ansatz, das Verhältnis von Glauben und Vernunft zu bestimmen, legte 2008 der katholische Theologe und Publizist Markus von Hänsel-Hohenhausen vor.[1] Ausgangspunkt ist eine Beziehung von Denken und Glauben, wie sie etwa der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller zum Ausdruck bringt: "Man muß nicht das Wissen beseitigen, um dem Glauben Platz zu machen. Vielmehr muß man bereits etwas glauben, um von Wissen und Wissenschaft reden zu können."[2] Hänsel-Hohenhausen weist in der Theoretischen Mathematik, in der Evolutionsbiologie und in anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen metaphysische Beweistechniken (wie die Analogie) und offene Fragen nach, die mit dem theologischen Wissen zusammenspielen (genauer!). In der Tradition der Pastoralkonstitution des Zweiten Vaticanums (eine verantwortlich durchgeführte Forschung könne niemals in Konflikt mit dem Glauben kommen, weil beide Wirklichkeiten in demselben Gott ihren Ursprung haben) geht Hänsel-Hohenhausen weiter: Sein „religiöser Rationalismus“ bringt das Ergreifen von Welt und das Ergriffensein von Wirklichkeit zusammen, versucht eine Synthese, die die Auftrennung der Welt in eine intellektuelle (wissenschaftliche, "vernünftige") und in eine seelische (religiöse) Hälfte heilen will. (sagt er selbst "heilen"?) „Das materialistische Beweiswissen wird erst durch das Glaubenswissen zur vollen Erkenntnis aufgerundet. Zustimmendes Denken, das die Fülle der Wirklichkeit wahrnimmt und die Tiefe des Menschseins erkennt, löst die dem Subjekt verheißene Herrschaft auf in die Freiheit der Person.“[3]
Genauer: genauer geht kaum, weil dann Beispiele angeführt werden müssen, die den Text breit werden lassen; eins der von Hänsel-Hohenhausen erläuterten Beispiele: Etwa die Analogie, die in der Logik keine Beweistechnik ist, erbringt Ergebnisse für die Evolutionstheorie (z.B. Vergleich der Fünffingrigkeit verschiedener Spezies, um auf unbekannte gemeinsame Vorfahren zu schließen), die als Beweis dennoch allgemein so fest geglaubt werden, daß man von einem "Wissen" ausgeht, das doch des Beweises bedarf. Bereits der Grundgedanke der Wissenschaft, die Glauben methodisch ablehnt, ist selbst ein Glauben, der zu Wissen führt, so wie auch der Analogieschluß richtige Ergebnisse ermöglicht" (v. Hänsel-Hohenhausen, S. 89).
sagt er selbst heilen: nein, im Buch steht es zusammenfassend zum Beispiel so: Weil auch die moderne Wissenschaft auf Kontingenz beruht (Axiome) und Kontingenz bestätigt (Erfolge von Analogie und Intuition), sind Wissen und Glauben eins: Es weiß mehr, wer glaubt, und wer weiß, der glaubt. Das materialistische Beweiswissen wird erst durch das Glaubenswissen zur vollen Erkenntnis aufgerundet. Zustimmendes Denken, das die Fülle der Wirklichkeit wahrnimmt und die Tiefe des Menschseins erkennt, löst die dem Subjekt verheißene Herrschaft auf in die Freiheit der Person. S. 277
ein weiterer aufschlußreicher Satz, der subsumiert: Außerdem müssen künftig die Anforderungen an die Glaubwürdigkeit für beide Erkenntnisbereiche wieder mit demselben Maß gemessen werden. Wenn in den Naturwissenschaften gilt, daß alles grundsätzliche Wissen hypothetisch sein darf, das bis zu seiner Falsifikation Geltung hat und bis dahin fest geglaubt werden soll, dann muß auch dem Wissen aus religiösen Annahmen zugestanden sein, daß es nicht auf den logischen Beweis ihrer Richtigkeit ankommen kann, um zur Zustimmung zu verpflichten. S. 291. Hänsel-Hohenhausen definiert dabei Religion als die historisch verbürgte Religion, die Wissen im wissenschaftlichen Sinne generiert. Robert --81.149.7.195 02:11, 6. Jan. 2009 (CET)
Frage: Sollte der komplette Buchtitel, der ja ziemlich lang ist, nicht lieber in eine Fußnote? (oder bedeuten die Steuerungszeichen genau das?) Beweiswissen/Glaubenswissen habe ich in den Text eingeführt, nun finde ich den Absatz recht gediegen. Die Kritik Bordats an der Unterscheidung von Beweiswissen und Glaubenswissen, die ansonsten gelehrt ist, beruht darauf, daß er nicht gesehen hat, daß sich beide Arten des Wissens nicht eindimensional auf Naturwiss. und Glauben verteilen, sondern daß auch in der Naturwiss. ein unableitbares Wissen benutzt/verwaltet/gefunden wird (das arbeitet Hänsel-H. auf über 150 Seiten ab), das man dann einer Religion nicht absprechen kann, die ebenfalls nicht frei erfunden ist, sondern ebenfalls zu konkreten, in der Praxis nachweisbar richtigen Sätzen kommt und die historisch verbürgt ist; hierin liegt der eigentliche Kern der Idee Hänsel-Hohenhausens, und die Kritik Bordats zeigt, daß er dies übersehen und sich verfangen hat, Beste Grüße, Robert
Ähnlich wie einerseits im Kritischen Rationalismus, andererseits in der Scholastik wird heute öfter Glaube und Wissen wieder stärker in Beziehung gesetzt. So schreibt der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller: „Man muß nicht das Wissen beseitigen, um dem Glauben Platz zu machen. Vielmehr muß man bereits etwas glauben, um von Wissen und Wissenschaft reden zu können.“[1] Die Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils begründet eine Kohärenz der „Wirklichkeiten des profanen Bereichs und des Glaubens“[2] mit dem Ursprung in einem Gott. Darauf aufbauend plädierte 2008 der katholische Theologe und Publizist Markus von Hänsel-Hohenhausen für einen „religiösen Rationalismus“.[3] Er führt in der Theoretischen Mathematik, in der Evolutionsbiologie sowie in anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen metaphysische Beweistechniken (wie die Analogie) und zahlreiche unbeweisbare, aber als bewiesen geglaubte Sätze als Argumente an, die zur Unterscheidung von „Beweiswissen“ und (naturwissenschaftlichem, dann religiösem) „Glaubenswissen“ führen. Darin sieht er einen Brückenschlag zur Nutzung des Wissens auch des christlichen Glaubens, der, da historisch verbürgt, auch nach wissenschaftlicher Methode kein blinder, sondern ein wissender Glauben sei. „Die naturwissenschaftliche Wahrnehmung des Ganzen der Welt, das Innewerden des Geistigen und der Geistprägung der Welt fordern ein Denken, das zustimmen kann – eine Zustimmung, die auf Vernunft und Intellekt beruht.“[4] Jenseits einer Illusion der Herrschaft des Subjekts führe dies zur Freiheit der Person. --81.149.7.195 12:53, 6. Jan. 2009 (CET) --Jwollbold 23:01, 7. Jan. 2009 (CET)
dein vorgehen macht absolut sinn! auch die strukturierung, die sozusagen die Vorgeschichte anklingen läßt und die entwicklung, an deren derzeitigem punkt das Buch von Hänsel-H. steht, insgesamt plausibel macht Robert --81.149.7.195 22:11, 6. Jan. 2009 (CET)
Bitte entschuldigt, dass ich mich jetzt noch zu Wort melde, wo der Text bereits entwickelt und eingestellt ist. Ich möchte euch für diesen Entstehungsprozess danken, der zeigt, dass in Wikipedia entgegen anderslautender Behauptungen doch eine konstruktive Zusammenarbeit mit einem guten Ergebnis machbar ist. Meiner Ansicht nach habt ihr die Position gut zusammengefasst und verständlich aufgearbeitet. Ich teile zwar diese Position keineswegs, aber so ein Artikel soll ja auch nicht meinen Ansichten entsprechen, sondern enzyklopädisch sein - und das ist euch äußerst gut gelungen. Nur eine kleine Formulierung stört mich: dieses "öfter ... wieder stärker" ist keine sehr konkrete Ausdrucksweise. Lässt sich das noch etwas enzyklopädischer sagen? Ansonsten: sehr gute Arbeit! --Wortsportler 23:52, 7. Jan. 2009 (CET)
Ich bitte/plädiere um/für die Splittung des Artikels, unten folgt mein Vorschlag, welcher Teil aus dem bisherigen Artikel heraus genommen werden könnte. (Hinweis, ich hatte die Splittung vorgenommen, die wurde aber wegen URV gelöscht, mit dem Hinweis sie sei zudem unnötig? Ich hatte dann den Rest-Artikel Glauben angepasst und erweitert. Siehe [3] )
Begründung: 1) Notwendigkeit, da der jetzige Artikel eine extreme christlich-theologische Dominanz bezeugt. Der Kategorienblock zeigt es in seiner (chr.-) religiösen Tentenz "Kategorie:Religion, Kategorie:Biblisches Thema, Kategorie:Religionspsychologie - In der derzeitigen Form verdiente der Artikel das Lemma "Christlicher Glaube"
2) Es besteht offensichtlich eine Notwendigkeit, die Inhalte des christlichen Glaubens zu verorten, weil ein Lemma Christlicher Glaube bereits besteht und auf Christentum umgeleitet wird. Das ist zudem nicht sinnvoll und eher eine Notlösung zu nennen. Hier könnte diese Umleitung auf Glaube (Christentum) oder andersrum angelegt werden.
3) Die englische Wikipedia hat eine ausgewogenere Leistung, was ihren Artikel "Faith" betrifft. Schön übersichtlich, keine Dominanz, umfassende Information - unsere deutsche Wikipedia bekundet -bisher- einmal mehr das kreative Wirken chr.-theologischen Kollateralenthusiasmus. Es gibt im englischen Artikel sehr schön die Verzweigung in - unterschiedlich Umfassende- Hauptartikel (christlicher/jüdischer/muslimer ... Glaube)! Das sollte Beispiel an Ausgewogenheit, Schutz vor Sendungs- Missions-bemühungen, Tat der Tolleranz sein.
Gruß & Dank 87.160.195.188 14:45, 15. Jan. 2009 (CET)
ANHANG: Arikelbeispiel für Auslagerung eines Teils des Artikels nach: Glaube (Christentum)
" Dieser Artikel behandelt den christlichen Glauben, für weitere Bedeutungen im religiösen und ideologischen Kontext siehe Glaube; zur umgangssprachlichen Bedeutung etwas für wahr halten siehe glauben. Im Christentum ist der lebendige Jesus Christus das Zentrum des Glaubens. Die Christen glauben an die Gottessohnschaft und die Messiasschaft Jesu und dessen Passion.
Hauptartikel: Christentum
In der Theologie unterscheidet man den Glaubensakt, lateinisch „fides qua creditur“ (zu deutsch; „der Glaube, mit dem geglaubt wird“) einerseits, den Glaubensinhalt, lateinisch „fides quae creditur“ (zu deutsch: „der Glaube, der geglaubt wird“).
Der Glaubensinhalt wird persönlich im christlichen Glaubensbekenntnis zum Ausdruck gebracht und in der Dogmatik systematisch dargelegt und theologisch untersucht.
Vgl. Hauptartikel: Rechtfertigungslehre
Glaube im christlichen Sinn ist Hinwendung zu Gott, der sich dem Menschen zuerst zugewendet hat, und Abwendung von sich selbst. Er ist darum unvereinbar mit Selbstruhm und dem Vertrauen auf eigenes Tun (Röm 3,20-28). In dieser antwortenden Hinwendung liegt zugleich ein aktives, nach außen strebendes Moment. Der Glaube bewegt zur tätigen Liebe (Gal 5,6).
Ein wesentlicher Streitpunkt unter den christlichen Konfessionen ist seit der Reformation die Frage, ob der Mensch vor Gott durch seinen Glauben allein gerechtfertigt werde, wie Martin Luther es betont hat, oder ob dazu auch die guten Werke nötig seien, weil Glaube ohne Werke tot sei, wie es im Katholizismus unterstrichen wird.
Nach allgemein christlicher Überzeugung ist der Glaube die persönliche Antwort auf Gottes bzw. Jesu Wort. Dabei geschieht diese Antwort immer in der Gemeinschaft aller Glaubenden und stellvertretend für alle Menschen. Uneinigkeit besteht in der Frage, ob die volle Wirklichkeit des Glaubens sich im Herzen des Einzelnen vollzieht (so die meisten protestantischen Denominationen) oder ob der Glaube der Kirche ontologische Priorität hat (so die katholische Lehre).
Besonders in der protestantischen Theologie wird nach Karl Barth oft Glaube gegen Religion abgegrenzt. Barth sah Religion als eigenmächtigen Weg des Menschen zu Gott an und betonte, eine Erkenntnis des Willens Gottes gebe es nur im Glauben an Jesus Christus. Das Hören auf das Evangelium sprenge alle menschlichen Begriffe von Gott, alle ethischen Irrwege.
Dietrich Bonhoeffer übernahm die Unterscheidung und radikalisierte sie in seiner Frage nach einem Christentum ohne Religion. Angesichts der grundsätzlich positiv gesehenen „mündig gewordenen Welt“, des Verlusts des „religiösen Apriori“, von Innerlichkeit, Gewissen und klassischer Metaphysik habe Barth „in der nichtreliglösen Interpretation theologischer Begriffe keine konkrete Wegweisung gegeben, weder in der Dogmatik noch in der Ethik. Hier liegt seine Grenze und darum wird seine Offenbarungstheologie positivistisch, »Offenbarungspositivismus«, wie ich mich ausdrückte.“[2] Bonhoeffers Ziel war es dagegen, den Kern der Glaubenshaltungen im Rahmen der kirchlichen Tradition herauszustellen, den er nicht in Aussagen über einen Jenseits-Gott sieht, sondern in Praxis und deren Begründung in Ethik, alt- und neutestamentlicher Geschichte und Mythologie sowie mystischer Erfahrung (als ästhetisches Bewusstwerden von Grundeinstellungen, nicht übersinnliche Erfahrung).
Gerhard Ebeling betonte ebenfalls die kritische Kraft des Glaubens gegen religiöse Festlegungen und Sicherheiten, sah aber Religion als Lebensbedingung des Glaubens an.
Das Christentum verehrt vor allem Abraham für seinen unerschütterlichen Glauben an Gott. Abraham verehrte damals den im ganzen Vorderen Orient bekannten Gott El, der als der Schöpfer des Alls, als der höchste Gott über allen Göttern galt und unter mancherlei Zunamen: als Höchster, als der Ewige, als der Mächtige, als der Allsehende an den verschiedensten Orten angebetet wurde. Er verehrte ihn auch als seinen Familiengott, als seinen persönlichen Gott, der so für seine Nachfahren zum Gott Abrahams und zum Gott Israels wurde und auch im Christentum eine neue Bedeutung gewann.
Von einem Glauben an das Jenseits ist bei Abraham jedoch noch nicht die Rede. Ebenfalls ist nicht anzunehmen, dass Abraham die Existenz anderer Götter bestritt. Von diesem Gott El wusste er sich ganz persönlich angerufen. Sein Glaube sah dahingehend aus, dass er mit einer Verheißung beschenkt wurde. El stellte ihm Nachkommenschaft und Land in Aussicht. Zwei Dinge, die dem Menschen von damals am wünschenswertesten erschienen, weil sie Zukunft, Reichtum, Sicherheit gewährten. Um dieser ganz profanen menschlichen Verheißung willen verlässt er die Welt seiner Vorfahren und zieht aus ins Unbekannte, ins scheinbar Ungewisse.
Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch Lot. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran fortzog. (Gen 12,1-4)
Die Bibelwissenschaft des 20. Jahrhunderts kam zur Erkenntnis, dass der Nomade Abraham, der an keinem Punkt der Erde fest zu Hause ist, nur den Himmel, der sich allenthalben über ihm wölbt, als seine ständige Begleitung ansieht. Er kann sich nicht den Göttern irgendeines Landes anvertrauen, sondern nur dem Gott, dem alle Lande gehören; nicht einem Ortsgott, sondern dem Gott, der mit ihm geht und ihn persönlich kennt, ihm nahe ist als Person von Ort zu Ort. Gegenüber solchen Erklärungen sind wieder manche Zweifel aufgestiegen, aber richtig bleibt, dass Abraham um der Zukunft willen, die ihm der Glaube verhieß, zum Heimatlosen geworden ist, seine Heimat gerade in der Gewissheit seines Glaubens fand.
Er verlässt die Gegenwart um des Kommenden willen. Er verlässt das Sichere, Überschaubare, Berechenbare um des Ungewissen willen: auf ein Wort hin. Er ist Gott begegnet und stellt seine Zukunft in seine Hand, wagt von ihm her eine neue Zukunft, die zunächst voller Dunkel ist. Die Verschließung ins Berechenbare, in die Habe, mit der man sich umgibt, wird aufgebrochen, und ein neuer, unendlich weiter Horizont tut sich auf bis zum Ewigen, zum Schöpfer hin.[3]
Nach Paulus von Tarsus ist Glaube (neben der Hoffnung und der Liebe) eine der drei christlichen Tugenden.
Kategorie:Religion Kategorie:Biblisches Thema Kategorie:Religionspsychologie
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