Vorschlag zur Definition___ Fundamentalismus:
radikale gnostische Unterscheidung zwischen Freund und Feind, Gut und Böse, absoluter Warheit und ewiger Verdammnis
1. Der gegenwärtige Bearbeitungsstand des Artikels ist m.E. ungenügend. Über lange Strecken wirkt der Arktikel fast wie eine Stichwortsammlung, welcher das innere Band fehlt. 2. Der allgemeine Sprachgebrauch bzw. das Verständnis dieses Begriffes wird m.E. zu spät, und z.Zt. leider eher verwirrend dargestellt. TomTom66 Ende Januar 2006
"Der moralische Niedergang in der Gesellschaft wurde von den frühen Fundamentalisten richtig gesehen, obgleich nicht in allen Konsequenzen durchschaut. Die Bewegung ist aber insofern zu spät gekommen, dass sie die Katastrophe des Ersten Weltkriegs und als Folge davon auch diejenige des Zweiten Weltkriegs nicht aufhalten konnte."
Das ist völliger Quatsch - subjektiv bis zum geht-nicht-mehr. a) Moral: Nach wessen Maßstäben lässt sich der Niedergang festmachen? b) Der Erste Weltkrieg lag in einem - wie auch immer gearteten - moralischen Niedergang begründet und hätte verhindert werden können, wenn alle Anhänger der Lehre gewesen wären? Lachhaft, reine Spekulation eines Anhängers. George W. Bush zählt sich auch dazu; trotzdem hat er die Welt in ein neues Zeitalter des Krieges und der Gewalt gestürzt. Weg mit dem Abschnitt!
Der Artikel ist nach wie vor in beklagenswertem Zustand. Ich habe mal den Definitionsteil einer Überarbeitung unterzogen und an den Stil einer Enzyklopädie angepasst. 195.49.224.20 18:31, 4. Dez. 2006 (CET)
--Erasmus2 13:40, 26. Mai 2007 (CEST)
Interessanter Artikel, 2 Wörter sind mir beim Punkt "Sprachgebrauch" als falsch aufgefallen: 1. extremistisch - ist inhaltlich nicht richtig, weil die christlichen Fundamentalisten in den USA kein politisches Gegenkonzept fordern. Das liegt historisch darin begründet, dass separatistische Fundamentalisten keine Einmischung in den politischen Diskurs wollen. Die Evangelikale Bewegung, die sich davon distanziert hat, ist Teil des normalen politischen Diskurses in den USA. Das lässt sich nicht mit Europa vergleichen, denn in den USA fußt Politik und gesellschaftliches Leben direkt auf dem reformierten Protestantismus und Täufertum der religiösen und politischen Flüchtlinge aus Europa (Dementsprechend ist Europa mehr von Katholizismus und Luthertum geprägt). 2. Lutheranisch - dieses Wort dürfte eine falsche Rückübersetzung von "lutheran" sein, der englischen Übersetzung des Begriffes "lutherisch".
Der Begriff stammt von den im 19. Jahrhundert entstandenen evangelikalen Bewegungen in den USA und leitet sich aus dem Namen einer von 1909 bis 1915 unter dem Titel The Fundamentals. A Testimony to the Truth herausgegebenen Zeitschrift ab. Diese erlebte eine Millionenauflage, und führte 1919 zur World Christian Fundamental Association'
1952 gab es Proteste gegen die Revised Standard Version der Bibel, einer neuen amerikanischen Bibelübersetzung.
Eine Wurzel des Fundamentalismus lässt sich in religiösen Protestbewegungen sehen, die sich diversen Erneuerungs- und Reformationsbewegungen artikulierten.
Der Fundamentalismus bildet dabei das grundsätzlich reaktionäre Moment. Er bleibt strukturell konservativ, antiaufklärerisch und antiemanzipatorisch.
1925 wurde der Lehrer Scopes wegen der Behandlung der Abstammungslehre im Schulunterricht bestraft (Affenprozeß von Dayton, Tennessee) .
Im Protestantismus existieren heute zahlreiche fundamentalistische Gruppen, die häufig auch als biblizistisch, evangelikal oder pietistisch bezeichnet werden. Sachlich unrichtig - weder Evangelikale noch Pietisten sind Fundamentalisten
vertreten u.a. von Organisationen wie dem Opus Dei oder dem Engelwerk.
Die Hinwendung vieler Menschen zu fundamentalistischen Bewegungen lässt sich als Flucht vor der Komplexität der Moderne interpretieren. Der deutsche Politologe Thomas Meyer beschreibt beispielsweise die Gemeinsamkeiten der einzelnen Fundamentalismen als Umkehrung des Aufklärungsbegriffs, wie Immanuel Kant ihn definierte: "Fundamentalismus ist der selbstverschuldete Ausgang aus den Zumutungen des Selberdenkens, der Eigenverantwortung, der Begründungspflicht, der Unsicherheit und der Offenheit aller Geltungsansprüche, Herrschaftslegitimationen und Lebensformen, denen Denken und Leben durch Aufklärung und Moderne unumkehrbar ausgesetzt sind, in die Sicherheit und Geschlossenheit selbsterkorener Fundamente. Vor ihnen soll alles Fragen haltmachen, damit sie absoluten Halt geben können..."
Slavoj ?i?ek sieht die Gründe des Phänomens "Fundamentalismus" in einer authentischen Wirklichkeitserfahrung, wo man sich in dem Genuss des "großen Anderen", in der brutalen Form seines Genießen, in der Authentizität "des Realen" wiederfindet. Die Spannung zwischen fundamentalistischer Gewalt und Toleranz entsteht innerhalb der Zivilisationen, nicht zwischen ihnen. Nach Schätzungen des FBI gäbe es in den Vereinigten Staaten über zwei Millionen radikale, gewaltbereite, rechtspopulistische "Fundamentalisten", die, legitimiert durch ihre Auslegung des christlichen Glaubens, ihren eigenen Terror praktizierten. Auch wird über die "Anwendung von Folter" nachgedacht.
Nach Schätzungen des FBI gibt es in den Vereinigten Staaten heute mindestens zwei Millionen radikale - also auch gewaltbereite - Rechtsextreme. Sie sind zum Teil recht gewalttätig, töten Ärzte, die Abtreibungen durchführen;
ganz zu schweigen vom Bombenattentat in Oklahoma City.
Aus meiner Sicht zeigt dies, dass die gleiche anti-liberale, gewalttätige Einstellung auch bei uns existiert, und das ist für mich der Beweis, dass der Terrorismus ein Phänomen unserer Zeit ist, das sich nicht einer bestimmten Zivilisation zuschreiben lässt...Dann wäre auch der amerikanische Fundamentalismus, über den wir vorhin sprachen...[1] diese 2 Millionen Menschen würdet du nicht als fundamentalsitische bezeichnen? --nerd 20:07, 2. Mai 2003 (CEST)
). --Irmgard 21:14, 2. Mai 2003 (CEST)
Für manche fundamentalistische Gruppen sind darüberhinaus eine starke Betonung religiöser Missionsgedanken typisch.
Alle obigen Absätzen verschoben von -- Irmgard 00:11, 1. Mai 2003 (CEST)
--- Der Artikel gleicht mittlerweile einem Chaos. Wenn ich mir das mal so durchlese:
da frag ich mich doch, ob da nun Konservative dazugehören oder nicht. Aber ein kleiner Hinweis am Rande: Fundamentalismus ist nicht dasselbe wie Fanatismus. Fundamentalismus ist eine Frage der Überzeugung, Fanatismus aber eine emotionale Frage. Fanatismus geht daher oft mit dem Fundamentalismus einher, aber eben nicht zwingend. Die Militanz oder Gewaltbereitschaft ist dann eine Folge des Fanatismus (der durchaus fundamentalistisch geprägt sein kann aber nicht muss). Von daher würde ich den Artikel auf diese drei Begriffe verteilen. Benedikt 00:01, 3. Mai 2003 (CEST)
Und noch ein Beitrag zur Debatte, was Fundamentalismus denn sei. Mir erscheint ein wesentliches Merkmal zu sein, dass jeglicher geschichtlicher Bezug fehlt. So plumpst im islamischen Fundamentalismus der Koran auf die Erde und steht unverändert dar (mit allen Folgen - arabisch, antik, etc.) Im protestantischen Fundamentalismus ist die Bibel alleinige Quelle der Überlieferung und uninterpretierbar. So wird das Fundament zum Selbstzweck und ist kein Grundstock für das eigentliche Bauwerk her. Benedikt 00:01, 3. Mai 2003 (CES
Ich finde es seltsam, dass die Geschichte der "christlichen Fundamentalisten" grade mal bis 1948 geht und wenig Gegenwartsbezug hat. --nerd 15:44, 10. Mai 2003 (CEST)~
Verschoben und durch vorherige Version ersetzt:
Nicht neutral und sachlich nicht korrekt: totalitär und fundamentalistisch sind zwei paar Stiefel, Terrorismus und Fundamentalismus ebenfalls (auch wenn es Gruppen gibt die sowohl fundamentalistisch als auch terroristisch als auch totalitär sind). Im nächsten Satz ist es umgekehrt - die Konservativen, Evangelikalen, und Orthodoxen wollen sich klar von den Fundamentalisten abgrenzen (richtigerweise, auch wenn die Bild-Zeitung das nicht immer so klar schreibt). So verallgemeinernd, wie der Absatz geschrieben ist, reden manche amerikanischen Fundis: "in Europa sind alle Regierungen links und somit kommunistisch" (kein Witz, habe ich 2003 gelesen). Das mit der Mission habe ich weiter unten eingefügt, nur etwas neutraler formuliert. --Irmgard 21:25, 10. Mai 2003 (CEST)
Dass die Fundis in Anspruch nehmen, die Wahrheit gepachtet zu haben ist richtig und steht auch, neutraler formuliert, weiter unten im Artikel. Aber die Konservativen, Evangelikalen und Orthodoxen sind da so verschieden, dass sie nicht in den gleichen Topf geworfen gehören. Zum Unterschied zwischen Fundamentalismus und Evangelikal vergleiche den Artikel Evangelikal. Über totalitäre Religionsgemeinschaften werde ich noch einen Artikel schreiben. --Irmgard 21:33, 10. Mai 2003 (CEST)
Der christliche Fundamentalismus entstand aus einer Protestbewegung, deren Anliegen durchaus berechtigt sind: rationalistische Extreme der historisch-kritischen Forschung in der Theologie, verdrängte Spiritualität und Tradition in den modernen Kirchen, das Absolutsetzen von Pluralismus und "freier Moral" und dürfen und sollen hinterfragt werden. Nur eben nicht durch radikale Ablehnung, Absolutsetzen der eigenen Position und Verweigerung jeden Dialogs.
Nicht neutral. Nennt Anliegen berechtigt und Hinterfragen für geboten (soll). Das spricht von einer Position aus, die die (modernisierungkritische) Weltsicht der Fundamentalisten zumindest partiell teilt.
Der islamische Fundamentalismus ist eine Reaktion auf den Identitätsverlust, den viele arabische Länder durch die Kolonialisierung erlebten, und auf eine durch den Westen dominierte Globalisierung, die westliche Werte wie Individualismus oder Säkularismus absolut setzt und traditionelle orientalische Werte wie Gemeinschaftssinn und Familie verdrängen will.
Nicht neutral. Setzt voraus, daß die Globalisierung vom Westen dominiert ist, westliche Werte absolut setzt, und daß sie die Intention hat, traditionelle Werte zu verdrängen.
Weiterhin muss nicht alles schlecht sein, was als 'fundamentalistisch' gebrandmarkt wird. Es gibt Entwicklungen innerhalb der anerkannten Gesellschaft, die ebenso in Frage gestellt werden können, wie der Fundamentalismus, der diese Entwicklungen sieht, benennt und deshalb bekämpft wird.
Besonders ist darauf zu achten, dass nicht alle Entwicklungen, die der Fundamentalismus anprangert, schon deshalb als achtenswert und positiv angesehen werden - die Probleme, die der Fundamentalismus benennt (z.B. soziale Entwurzelung, Werteverfall), sollten von nicht-fundamentalistischer Seite als Probleme ernst genommen und wo nötig aktiv angegangen werden.
Das nennst Du neutraler als die Vorfassung? Hier wird jetzt als Faktum behauptet a) daß es Entwicklungen in der anerkannten Gesellschaft (was immer das ist, ich nimm mal an, unsere "westliche") gibt, die ebenso in Frage gestellt werden können wie der Fundamentalismus, und b), daß dieser bekämpft wird, weil er diese Entwicklungen sieht. (Der zweite Punkt ist lächerlich, IMHO.)
Davor wurde a) diese Auffassung (die Fundamentalisten haben irgendwie auch recht, weil sie was richtiges sehen), denen zugeschrieben, die diese Auffassung tatsächlich haben: denen die mit zumindest Aspekten von Fundementalismen sympathisieren (das ist praktisch analytisch wahr); und b) nicht gesagt, daß nur solche Leute solche Auffassungen haben, sondern offengelassen, ob sie damit recht haben ("jedenfalls" wird das so von bestimmten Leuten gesehen).
Es ist mir immer wieder in der Wikipädia ein Rätsel, wie Leute der Auffassung sein können, daß die Affirmation eines Werturteils (jetzt im Text) neutraler sein soll, als der Bericht der Tatsache, daß bestimmte Gruppen ein Werturteil haben, in einer Weise, die die Wahrheit, Korrektheit etc. des Werturteils offenläßt.
(Ganz nebenbei wird jetzt im Text noch unterstellt - nicht neutral - in der anerkannten Gesellschaft gäbe es soetwas wie ein Wertezerfall. Das ist - höchst - umstritten.)
Also einen Katholischen Fundamentalismus gibt es eig nicht? und warum nicht? --~~
Der letzte Abschnitt bereitet Probleme:
Wer Fundamentalismus einmal in der Sprache der Bilder und des Tones erleben möchte,dem sei der Film "Das Leben des Brain" von Monty Python ganz wärmstens empfohlen.Fundamentalismus im warsten Sinne des Wortes.Am Beispiel der Volksfront von Judäa bzw. "Kampagne für ein Freies Galilea".Denn Sinn und Unsinn liegen sehr nah bei einander.
Eine Verteufelung des Fundamentalismus führt zu verstärkter Radikalisierung und Selbstisolation fundamentalistischer Gruppen und bringt keine Lösung
Andererseits ist es aber auch nötig, die Kulturen des Islam, des Christentums und des Judentums zu respektieren, ihnen das Recht auf eine eigene Identität zuzugestehen, gerade dort, wo sie sich gegen Säkularismus, Relativismus, und Verfall moralischer Werte abgrenzen wollen. Wer differenziert, und mit den pragmatischen, gemäßigten konservativen Gruppen einen konstruktiven, auf Zusammenarbeit zielenden Dialog führt, gräbt dem Fundamentalismus das Wasser ab.
Weiterhin muss nicht alles schlecht sein, was als im gängigen Sprachgebrauch schnell einmal als fundamentalistisch gebrandmarkt wird. Manche Entwicklungen innerhalb der anerkannten Gesellschaft, die der Fundamentalismus anprangert, können mit Recht hinterfragt werden, und nicht alle Werte, die Fundamentalisten vertreten sind allein deshalb schon negativ.
In vielen Fällen spricht der Fundamentalismus Probleme an, die tatsächlich existieren, zumindest für einen gewissen Personenkreis - und dort hat der Fundamentalismus dann ein Rekrutierungspotential. Schon von daher sollten Probleme, die Fundamentalisten aufgreifen, nicht einfach negiert sondern als Probleme ernst genommen und wo nötig aktiv angegangen werden.
ich würde auch einer löschung des teils "Umgang mit dem fundalismus" zustimmen, da die wikipedia kein ratgeber ist und ein ratgeber kann auch nie neutral sein, bzw. alle leser gleich ansprechen. ich würd eine löschung, wenn keine gegenargumente kommen, in drei wochen vornehmen...
Der Begriff Fundamentalismus bezeichnet eine religiöse Strömung.. Besser doch wohl ".. ein Sammelbegriff für Strümungen, oder? --'~'
Ich bin auch dafür diesen Absatz zu löschen. Sebastian 10.01.2007
Zu Beginn kann man lesen: Der Begriff Fundamentalismus bezeichnet eine religiöse oder weltanschauliche Strömung, deren Ziel eine Rückbesinnung auf die Wurzeln der Religion oder Ideologie ist. Ich habe mit Rückbesinnung ein Problem. Rückbesinnung schließt eine kritische Untersuchung der Wurzeln nicht aus. Was haltet ihr von "unreflektierter Rückbesinnung unabhängig vom historischen Kontext" oder auch "Revision ursprünglicher Zustände unabhängig vom historischen Kontext"? Benedikt 14:45, 13. Nov 2003 (CET)
Es gibt durchaus fund. Bewegungen, die ihre Ideologie an die neuen "Umstände" (gesellschaftlich etc.) anpassen, was bedeutet, dass sie reflektieren.
Wie kann es sein, dass sich hier seit drei Jahren nichts geändert hat?? Zwei konkrete Kritikpunkte meinerseits:
Bitte mal um eure Meinung dazu. 195.49.224.20 11:51, 28. Dez. 2006 (CET)
Ich verstehe Fundamentalismus als eine Geisteshaltung, die gegenüber einer vertretenen Ansicht unkritisch agiert, diese absolut setzt und darauf aufbauend alle entgegenstehenden Argumente ignoriert. Ballancer 11:06, 26. Feb. 2009 (CET)
Habe grad eben den neueingefügten Passus sowie das Opus Dei als Beispiel für katholischen Fundamentalismus wieder entfernt. Meine Frage ist, warum das Opus Dei mit dem Terminus Fundamentalismus zu belegen ist. Benedikt 12:25, 14. Nov 2003 (CET)
Klaus Kienzler erwähnt aber in seinem Buch "Fundamentalismus" die Organisation Opus Dei ausdrücklich als Gemeinschaft mit fundamentalistischen Tendenzen
Ein eigenartiger Artikel über ein Wort, das meist nur als Polemik gebraucht wird. Da das Wort "Fundamentalismus" nur ein Schlagwort für alles und nichts ist, ist ein Artikel in einem Enzyklopädischen Lexikon darüber sehr fraglich - zumindest wenn er versucht, dem Wort eine gewisse 'wissenschaftliche' Untermauerung zu geben. Beispiele für missglückte Ansätze im Artikel:
Diese Definition würde auch Demokraten einschließen, die auf der Demokratie bestehen. Daran sieht man, dass die Definition zu Unsinn führt.
Dem kann ich nichts entgegenen, da der Begriff nicht sauber definiert wurde. Wie weit muss man denn zurückgehen, dass man "Fudamentalist" wird? 1 Jahr? 10 Jahre? 100 Jahre? Eugen
Jetzt müsste man also auch noch Orthodoxe und Konservative definieren, ebenfalls zwei wischi-waschi-Begriffe für alles und nichts.
Leider wurde auch "orthodox" nicht definiert, diese Enzyklopädie scheint da noch kein Gegenmittel zu sein. Eugen
Der westliche Hochmut gegenüber den 'bösen' muslimischen "Fundamentalisten" schreibt Bände. Im übrigen sind viele der in den Massenmedien und sonstigen zeitgenössischen Sprachrohren als 'Fundamentalistisch' angeprangerten und verteufelten Organisationen beispielsweise lediglich Kriegsparteien im Nahostkonflikt (ohne dass ich das hier werten will) - es macht sich halt gut mit dem Schimpfwort "Fundamentalismus" drauf loszuschlagen. Einige dieser Organisationen sind weit davon entfernt, irgendeine 'gute alte Zeit' wiederherstellen zu wollen. - Eugen
Diese Beispiele liesen sich fortsetzen. Der Artikel ist so polemisch wie das Wort selbst. Objektiv und wissenswert erscheint mir die Herleitung des Wortes: Aufgrund dieses Namens kam es zur Bezeichnung Fundamentalisten. Daneben gibt es auch ein paar wenige weitere gute Beispiele. Ansonsten sollte wikipedia nicht Fundamentalismus-Keule-Schwingend das Schlagwort gegen alles und jeden einsetzen. Ganz besonders nicht aus Sicht des 20./21. Jahrhunderts gegen historische Standpunkte, von denen aus das 20/21te Jahrhundert sicher ebenfalls als Fundamentalistisch' gebrandmarkt worden wäre.
Irgendwie wissenschaftlich ist der Bgriff ohnehin nicht definiert, abgesehen von vielen Pseudodefinitionen (siehe Artikel). Deshalb meine Bitte an die Autoren: die 1001 Gruppen, Standpunkte, Religionen, Einrichtungen, Konfessionen, Schlagworte, Councils, Gemeinschaften und Allianzen rauswerfen. Keiner hat das Recht, diese Gruppen mit dem Schlagwort Fundamentalismus zu belegen. Was objektiv ist und besser zum Wikipedia-Artikel passt: die Herkunft des Wortes, die polemisierende Verwendung des Wortes, die unklare Abgrenzung des Wortes zu ähnlichen Begriffen, die Verwendung des Wortes in konkreten Beispielen. Dann ist der Artikel zwar 10 mal so kurz, aber auch 10 mal so gut.
Grüße
Eugen
PS: Sorry, wenn ich mit meinen Beispielen oben den einen oder anderen Autor verrissen habe - ich habe jeweils nicht eruiert, von wem die Beispiele sind.
Ein weiterer Kalauer aus dem Artikel: "Gemeinsam sind katholischen und protestantischen Fundamentalisten die absolut gesetzten konservativen Werte bezüglich Familie und Moral." Damit wären alle Päpste Fundamentalisten, die mal was über Moral gesagt haben, schließlich ist die katholische Moral-,Ehe-und-Familienlehre seit Jahrhunderten von den Päpsten als absolut gesetzt. Sach ich doch ... alles Fundamentalisten.
Grüße -- Eugen
Und noch ein Kalauer: "und darüber keine Diskussion zulassen". Ich habe erst letzte Woche eine sehr fetzige Diskussion erlebt zwischen 'katholischen Amtskirchlern' auf der einen Seite und einer Organisation, die in diesem Artikel als fundamentalistisch bezeichnet wird. -- Eugen Trotzdem liebe Grüße aus München -- Eugen, 25. Feb. 21:5
(Aktuell) (Letzte) 15:01, 26. Jan 2005 Nocturne K (Änderungen von Benutzer:84.128.227.162 rückgängig gemacht und letzte Version von Benutzer:Herrick wiederhergestellt)
Warum? Was schadet es die Bewegungen die im Text vorkommen kurz aufzulisten? --217.84.172.218 15:27, 27. Jan 2005 (CET)
Wie sollen solche Formulierungen wie "dem Fundamentalismus das Wasser abgraben" oder "dort hat der Fundamentalismus dann ein Rekrutierungspotential" im Rahmen des NPOV gerechtfertigt werden? Raus damit! Überhaupt scheint der Artikel davon auszugehen, dass höchstens einige Ansichten von Fundamentalisten in Ordnung sind, der Fundamentalismus selbst aber Grundböse. Natürlich sind Pluralisten vom Fundamentalismus nicht begeistert, aber "pluralistisch" darf nicht mit "neutral" gleichgesetzt werden.
*Kritische Auseinandersetzung mit dem Thema des christlichen Fundamentalismus, dem Kreationismus und dem damit verbundenen "Intelligen Design". Artikel: Christlicher Fundamentalismus – Die neue Geißel
Ich habe dieses Weblink, da es ein kurzer Online-Artikel ist, der Fundamentalismus im Rahmen einer persönlichen Meinung pauschal und leicht sarkastisch mit Kreationismus und Intelligent Design zusammenwürfelt und keine wirkliche weiterführende Information bietet. Vgl. die Weblinks unter Christlicher Fundamentalismus, die wirklich sachlich zusätzliche Information bieten. Nichts gegen persönliche Meinungsäusserungen als Farbtupfer im Leben, aber das gehört nicht in eine Enzyklopädie --Irmgard 13:24, 16. Apr 2005 (CEST)
Die AUM-Sekte ist keine gewaltbereite Form des buddhistischen Fundamentalismus, da sie sich nur sehr bedingt auf die Lehren Buddhas bezieht. Diese Sekte "verwurstet" Ansätze verschiedenster Religionen, darunter auch christliche und hinduistische Vorstellungen. Man könnte sie also auch als Vertreter des christlichen oder hinduistischen Fundamentalismus bezeichnen - was in gleicher Weise wie in Bezug auf Buddhismus unpassend wäre. Ich würde die AUM-Gruppierung daher eher als gewaltbereite Form einer multireligiösen Sekte bezeichnen. --Panchito 21:55, 11. Okt 2005 (CEST)
Ich habe folgenden Absatz gestrichen: "In der katholischen Kirche ist Fundamentalismus auch ein Kampfbegriff der liberalen und modernistischen Kräfte gegen konservative und integralistische Gruppierungen geworden. Ursache ist die sog. Verketzerung, die die jeweilige Gesinnung, ob zu Recht oder zu Unrecht als die "reine Lehre" erscheinen läßt. Dabei ist zu beachten, dass Fundamentalismus im Gegensatz zum sog. Modernismus, in päpstlichen Verlautbarungen nie als Irrlehre bezeichnet wurde."
Fundamentalismus im Kontext der katholischen Kirche kann nicht lediglich als "Kampfbegriff" vorgestellt werden. Das ruft eine einseitige Vorstellung hervor, zumal im gleichen Satz von "modernistischen Kräften" die Rede ist - dies nun ein Kampfbegriff reinsten (oder eher trübsten) Wassers. Der letzte Satz ignoriert, dass sich die päpstliche Bibelkommission 1993 gegen einen fundamentalistischen Umgang mit der Bibel ausgeprochen hat. --BernhardKaas 23:32, 7. Nov 2005 (CET)
Ich vermisse in der Erklärung zum Begriff "Fundamentalismus" eine Differenzierung von Religion/Weltanschauung und anderen Bereichen, wo dieses Wort ebenfalls benutzt wird. So bezeichnet man in der Philosophie der Erkenntnis eine Position, welche davon ausgeht, dass zu rechtfertigende Meinungen letztendlich auf einem nicht weiter zu rechtfertigendem Fundament beruhen, als Fundamentalismus. Ich weiß allerdings nicht, wie das in diesem schon sehr komplexen Artikel unterzubringen wäre. :-/ Zudem muss noch angemerkt werden, dass dieses Problem im englischen Sprachgebrauch vermieden wird, in dem man zwischen "Fundamentalism" und "Foundationalism" unterscheidet. Hier ist die Übersetzung der angelsächsischen Fachliteratur ins Deutsche nicht ganz genau.
Bislang stand im Text folgende Karikatur einer Zusammenfassung des Artikels Christlicher Fundamentalismus:
"Der christliche Fundamentalismus versteht sich als das wirkliche Christentum in Abgrenzung zu allen übrigen Christen. Christliche Fundamentalisten aus dem radikalen Flügel sehen Christen, die ihre spezifische Richtung nicht teilen, oftmals als grössere Gefahr als den Säkularismus, von dem sie sich distanzieren. Dazu gehören auch verbale Abgrenzungen zum Evangelikalismus, welcher die biblische Fundamental-Überzeugung "in allem die Liebe" stärker gewichtet, wenn auch manchmal um den Preis abgrenzungs-verzichtender Identitäts-Diffusion.
Fundamentalismus und Evangelikalismus sind aus der US-amerikanischen Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervorgegangen und mannigfaltig ineinander verschlungen. Fundamentalismus und Evangelikalismus sind in aller Regel keine Selbstbezeichnungen, sondern religionssoziologische Hilfsbegriffe aus der theoretischen Literatur.
Christlichen Fundamentalismus gibt es vor allem in protestantischer, katholischer und orthodoxer Ausprägung, daneben auch bei einigen weiteren Konfessionen. Diese unterscheiden sich durch ihre Entstehungsgeschichte und geographische Verteilung ebenso wie durch ihr Ideal vom Christentum und durch die Lehren, die sie als unverzichtbar ansehen. Mehr Informationen finden sich in einem eigenen Artikel Christlicher Fundamentalismus.
Der protestantische Fundamentalismus entstand in Amerika und bezieht sich auf eine zehnbändige Buchreihe mit dem Titel The Fundamentals. Sie wurde zwischen 1910 und 1915 privat von zwei Brüdern und Geschäftsleuten veröffentlicht, um wichtige moderne Texte mit zumeist geistlichem Inhalt zu sammeln, die um die Wende zum 20. Jahrhundert von konservativen evangelikalen Theologen herausgegeben wurden."
Kürzen, Dopplungen rausnehmen, etc. Allein der Satz "Christlichen Fundamentalismus gibt es vor allem in protestantischer, katholischer und orthodoxer Ausprägung, daneben auch bei einigen weiteren Konfessionen." gehört in ein Kuriositätenkabinett. - Helmut Zenz 10:22, 25. Jan 2006 (CET)
Der Begriff Fundamentalismus bezeichnet eine religiöse oder weltanschauliche Strömung, deren Ziel eine Rückbesinnung auf die Wurzeln der Religion oder Ideologie ist.
Pro Antifaschist 666 19:35, 21. Jan 2006 (CET)
Contra - bei den religiösen Fundamentalismen IMHO noch nicht ausgereift genug. Zusammenfassung von christlichem Fundamentalismus ist eine Karikatur des Hauptartikels, daher vorerst herausgenommen. - Helmut Zenz 10:26, 25. Jan 2006 (CET)
Wenn Christen über andere Christen urteilen, deren Ansichten und/oder Verhaltensweisen seien „nicht christlich“ oder „neutestamentlich nicht haltbar“, dann tun sie das aus bestimmten Auffassungen heraus, was ihrer Meinung nach „christlich“ ist und was nicht, was ihrer Meinung nach „neutestamentlich haltbar“ ist und was nicht. Es ist nicht die Aufgabe einer Enzypklopädie, sich solche Auffassungen zu Eigen zu machen.
Deshalb werde ich die Bezeichnung einer bestimmten Argumentationsführung als „nicht christlich“ und „lieblos“ als Meinungsäußerung von Kritikern darstellen.
Dass die Todesstrafe „neutestamentlich nicht haltbar“ sei, werde ich ersatzlos streichen. Das halte ich für vertretbar, da unmittelbar darauf erwähnt wird, dass die Todesstrafe nicht von allen Christen gefordert wird, nämlich nicht von einem Teil der Evangelikalen. Mehr ist m. E. in einem Artikel über Fundamentalismus nicht nötig. Es steht ja einiges über das Verhältnis von Christentum und Todesstrafe unter Todesstrafe, und da steht es am richtigen Platz. -- Irene1949 21:17, 7. Feb 2006 (CET)
Erledigt. -- Irene1949 21:22, 7. Feb 2006 (CET)
In den Artikel noch den Link zu Todesstrafe eingefügt. -- Irene1949 21:27, 7. Feb 2006 (CET)
Der 2. Absatz von Fundamentalismus#Buddhistischer Fundamentalismus handelt von buddhistischer Intoleranz, nicht von buddhistischem Fundamentalismus. Es mag zwar sein, dass Intoleranz bei Fundamentalisten überdurchschnittlich häufig vorkommt; trotzdem gehört Intoleranz nicht zu den Merkmalen, durch die der Begriff des Fundamentalismus definiert wird.
Meine Meinung: Der 2. Absatz von Fundamentalismus#Buddhistischer Fundamentalismus mag interessante Informationen enthalten, zum Thema „Fundamentalismus“ gehört er nicht. Hier sollte er gelöscht werden, evtl. könnte er in einen anderen Artikel eingefügt werden, z. B. in Intoleranz. Was meint ihr dazu? -- Irene1949 21:09, 5. Apr 2006 (CEST)
wehrte Seitenbetreuer, dass ist nicht meine Art sich in ein Lemma so zu plazieren.Um unnötige Diskussionen zu vermeiden schlagen Sie einfach bei "Wörterbuch des Christenstums" nach und Sie werden feststellen, dass das notwendig war. Die nachfolgenden Ausführungen zum Lemma müssten entsprechend berichtigt werden. Sollte mein Eingriff als ungehörig angesehen werden werde ich keinen Ton über die Revidierung verlieren. In Verbundenheit mfg.--mariaviten 23:58, 7. Aug 2006 (CEST
Hallo OB-LA-DI, es ist etwas unglücklich (war aber irgendwie vorhersehbar), dass Du die Verweise auf Marktfundamentalismus in den anderen WP-Artikeln entfernst, bevor die Frage über die Zukunft des Lemmas entschieden ist. Mir ist aber an einer weiteren Eskalation nicht gelegen, deshalb verzichte ich auf eine eigentlich angebrachte Revertierung. Die Begründung "passt hier nicht her" ist keine. Alles was gelöscht wird, "passt da nicht hin".--Olaf g 14:19, 22. Mai 2008 (CEST)
Dann bring endlich Belege, dass es sich z.B. bei Stiglitz' Verwendung von Marktfundamentalismus um bloße Polemik handelt.--Olaf g 14:55, 22. Mai 2008 (CEST)
Marktfundamentalismus--Olaf g 20:34, 22. Mai 2008 (CEST)
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