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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Diagramm (Begriffsklärung) aufgeführt. |
Ein Diagramm (vom griechischem diagramma = geometrische Figur, Umriss) ist eine grafische Darstellung von Daten, Sachverhalten oder Informationen. Je nach der Zielsetzung des Diagramms werden höchst unterschiedliche Typen eingesetzt. Die Bandbreite von bildhaften Elementen bis rein abstrakten Gebilden ist dabei sehr groß.
Im Unterschied zum Piktogramm (oder Bildsymbol) wird mit Hilfe eines Diagramms vor allem versucht, einen Zusammenhang zu verdeutlichen, während ein Piktogramm nur für eine gezielte Information steht. Diagramme sind zudem oft codiert, was bedeutet, dass man mit Hilfe seines Vorwissens ein Diagramm analysieren muss, um es verstehen zu können, während ein Piktogramm durch seinen ikonischen (bildlichen) Charakter unmittelbar verständlich ist. Allerdings können Diagramme durchaus Piktogramme enthalten.
Diagramme können in Tabellenkalkulationsprogrammen erstellt werden.
Inhaltsverzeichnis |
Achsendiagramme dienen zur Veranschaulichung der Zusammenhänge zwischen zwei (xy-Diagramm) abhängigen Werten oder Messgrößen.
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Punktdiagramm |
Liniendiagramm |
Säulendiagramm |
Balkendiagramm |
Kreisdiagramm |
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Blasendiagramm |
Netzdiagramm |
Gantt-Diagramm |
Pareto-Diagramm |
Darstellung von mulitvariaten Funktionen f, die von mehreren Variablen abhängen:
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Perspektivische 3D-Darstellung |
Höhenlinien in einer Karte |
Dreiecksdiagramm der Erstarrungstemperatur einer ternären Metalllegierung |
In diesem Diagrammtyp geht es um Objekte und deren Beziehungen untereinander. Den mathematischen Unterbau bildet die Graphentheorie.
In diese Kategorie fallen demnach auch Diagramme, die zur Veranschaulichung von Strukturen, beispielsweise Organisationsstrukturen (Organigramme), Verwandtschaftsbeziehungen (Stammbaum), Flowcharts, Concept-Maps oder Datenstrukturen (Baumdiagramme: Dendrogramm und Entscheidungsbaum) verwendet werden.
Die Sankey-Diagramme zählen zu den gerichteten Graphen. Sie stellen über die Breite der Pfeile zusätzliche Informationen dar.
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gerichteter Graph mit Mehrfachkanten |
Künstlerisch erweiterter Graph |
Ein Mengendiagramm veranschaulicht vor allem Beziehungen von Mengen zueinander. So können sich diese zum Beispiel beinhalten oder überlappen, was eine Teilmenge oder eine Schnittmenge bedeuten würde. Meistens werden die Mengen als Kreise oder Ellipsen dargestellt.
Eine figürliche Darstellung ist meist eine schematische Zeichnung eines realen Objekts, mit dem Zweck einen bestimmten Sachverhalt zu erklären. Es werden aber auch Fotos als Grundlage verwendet, welche allerdings mit zeichnerischen Mitteln und Piktogrammen (wie Pfeilen, Nummerierungen,…) versehen werden.
Diese Art der Darstellung wird im gleichen Maße Illustration oder technische Zeichnung genannt. Die Abgrenzung der Bezeichnungen ist in der deutschen Sprache nicht klar. Es lassen sich aber Tendenzen ablesen. Diagramm wird eher für schematische, Illustration eher für künstlerische und technische Zeichnung eher für perspektivische Darstellungen verwendet.
Abläufe in Produktionsanlagen werden mittels Prozessdiagramm oder Ablaufplan dargestellt. Dieser enthält alle Maschinen und Leitungen in einer schematischen, ikonisierten Darstellung. Spezielle (genormte und nicht genormte) Symbole machen es möglich, den Plan einer Fabrik oder Produktionsanlage zu „lesen“. Beispiele hierfür sind das Reinigungsdiagramm oder das Vermahlungsdiagramm einer Mühle.
Weitere typische Diagrammtypen in der Technik sind der Schaltplan in der Elektronik sowie das Verfahrensfließschema oder das Rohrleitungs- und Instrumentenfließschema im verfahrenstechnischen Anlagenbau. Letztere beiden Fließbilder sind in EN ISO 10628 genormt.
Im Bereich der Physik gibt es einige spezielle Diagramme:
Besondere Diagramme finden sich auch bei der Chartanalyse an der Börse, wobei die Diagramme hier als Charts bezeichnet werden. Ein Zeit-Kosten-Fortschritts-Diagramm zeigt den aktuellen Stand der Kosten, der geplanten Termine sowie den Projektfortschritt, um so auf eventuelle Abweichungen aufmerksam zu machen.
Diagramme können aber auch dazu dienen, Abläufe übersichtlich und logisch darzustellen (Ablaufdiagramme). Dies ist insbesondere in der Informatik wichtig (siehe Unified Modeling Language). Die bekanntesten Darstellungsformen sind hier das Flussdiagramm und das Struktogramm.
Im Bereich der Statistik sind folgende Diagramme recht verbreitet:
Durch die Art der grafischen Darstellung kann ein Diagramm versuchen, die Analyse des Betrachters in eine bestimmte Richtung zu lenken, ohne dass dieser es merkt. Ein Diagramm kann auf Fakten beruhen, aber dennoch beim Betrachter einen manipulierten Eindruck entstehen lassen. Ein Beispiel ist der Börsenverlauf. Wenn die Aktienkurse an einem Tag rapide und schnell fallen, kann ohne nähere Angabe des Notierungszeitraums der Eindruck eines Börsencrashs entstehen. Verfolgt man den Börsenverlauf über das ganze Jahr hin, bemerkt man, dass das tägliche Auf und Ab der Börsenkurse normal ist.
Beim Vergleich zwischen Kursentwicklung und Benchmark sind Manipulationen sehr beliebt, da hier oft ein indexierter Chart eingesetzt wird.
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