| Senderlogo | |
| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | terrestrisch (UKW, DAB, MW, LW, KW), via Satellit (analog, ADR, DVB-S), als Internet-Livestream und in den meisten Kabelnetzen |
| Sendegebiet: | Deutschland |
| Sendeanstalt: | Deutschlandradio |
| Intendant: | Ernst Elitz |
| Sendestart: | 1. Januar 1962 |
| Rechtsform: | Öffentlich-rechtlich |
| Liste von Hörfunksendern | |
|---|---|
Deutschlandfunk (DLF) ist der Name für das sowohl informations- als auch kulturorientierte Hörfunkprogramm des Deutschlandradios. Bis 1993 war der Deutschlandfunk eigenständig, seit 1994 ist er eines von zwei Programmen des Deutschlandradios. Studiostandort ist Köln.
Inhaltsverzeichnis |
Die thematischen Schwerpunkte des Deutschlandfunks sind einerseits Informationen und Hintergrundberichte, andererseits kulturorientierte Sendungen. Tagsüber stehen vor allem tagesaktuelle Geschehnisse aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Vordergrund, während danach die Kultur (Musik, Hörspiele, Lesungen, Berichte über kulturelle Themen) das Programm bestimmt. Demzufolge ist der Musikanteil am Tage verhältnismäßig gering, während er abends und nachts sowie am Wochenende etwa die Hälfte der Sendezeit beträgt.
Im Kölner Funkhaus werden teilweise auch Sendungsbestandteile für Deutschlandradio Kultur produziert. Das gesamte Programm des DLF ist frei von Werbung. Der Sender gehört zu den wenigen verbliebenen deutschen Rundfunksendern, die täglich die Nationalhymne ausstrahlen (gegen 24 Uhr unmittelbar vor dem Datumswechsel, in einem Streichorchesterarrangement, das auf Haydns Streichquartettfassung basiert). Seit Anfang 2007 folgt dabei auf die Nationalhymne die Europahymne.
Auf der Internetpräsenz des Deutschlandfunks sind zu zahlreichen Sendungen ausführliche Begleitinformationen abrufbar; ausgewählte Beiträge sind mittlerweile auch als Audio-Dateien (Audio-on-Demand) verfügbar.
Anfang der 1950er Jahre gaben die Mitglieder der ARD dem Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) den Auftrag, auf Langwelle ein bundesweites Hörfunkprogramm zu produzieren und auszustrahlen, nachdem der Rundfunk der DDR einen Langwellensender (Deutschlandsender) in Betrieb nehmen konnte.
Nach langwierigen Verhandlungen strahlte der NWDR 1953 die ersten Versuchssendungen aus. Drei Jahre später (1956) konnte der inzwischen gegründete Norddeutsche Rundfunk (NDR) den Regelbetrieb des mit Deutscher Langwellensender bezeichneten Programms aufnehmen.
Im Jahre 1960 wurde per Bundesgesetz die eigenständige Bundesanstalt des öffentlichen Rechts (Rundfunkanstalt) Deutschlandfunk (DLF) mit Sitz in Köln gegründet. Damit erlosch der Auftrag der ARD an den NDR, den Deutschen Langwellensender zu betreiben. Die Langwelle wurde dem neuen Sender Deutschlandfunk übergeben, der am 1. Januar 1962 mit der Ausstrahlung eines deutschsprachigen Hörfunkprogramms startete. Später wurden auch fremdsprachige Sendungen produziert, die in den Abendstunden über Langwelle, Mittelwelle und später auch über Satellit in weite Teile Europas ausgestrahlt wurden. Zielgruppen der Programme waren Hörer in der DDR, in Osteuropa sowie in westeuropäischen Nachbarländern wie Italien, Frankreich, Benelux, Großbritannien, Irland, Dänemark, Norwegen und Schweden. Der Deutschlandfunk wurde somit das Pendant zur Stimme der DDR, vormals Deutschlandsender.
Der Deutschlandfunk war der erste deutsche Radiosender, der regelmäßig einen Verkehrsfunk ausstrahlte; bei ihm wurde der berühmte „Verkehrspiepser“ (Hinz-Triller) entwickelt.
Nach der Vereinigung beider deutscher Staaten 1990 hatte der DLF seinen ursprünglichen Auftrag, die DDR und Osteuropa mit Informationen aus dem freiheitlich-demokratischen Deutschland zu versorgen, verloren. Dennoch wollte man weiterhin überregionalen Hörfunk für das vereinigte Deutschland anbieten. Daher einigten sich die 16 Bundesländer mit Wirkung zum 1. Januar 1994 darauf, die Körperschaft des öffentlichen Rechts Deutschlandradio per Staatsvertrag unter einem gemeinsamen Dach von ARD und ZDF zu errichten. In dieser neuen Körperschaft gingen die bisherige Bundesanstalt des öffentlichen Rechts Deutschlandfunk zusammen mit dem ehemaligen West-Berliner RIAS und dem ehemaligen DDR-Deutschlandsender auf. Die fremdsprachigen DLF-Auslandsprogramme wurden bereits zum 1. Juni 1993 an den deutschen Auslandsrundfunk, die Deutsche Welle abgetreten.
Seit 1998 verleiht der Deutschlandfunk gemeinsam mit den Veranstaltern des Musikfests Bremen einen angesehenen Nachwuchsförderpreis für klassische Musikkünstler, den Förderpreis Deutschlandfunk, der u. a. mit einem Artist-in-Residence-Stipendium verbunden ist.
Nachdem die neue Körperschaft Deutschlandradio (bis März 2005 „DeutschlandRadio“ geschrieben) auf Grund des Staatsvertrages künftig zwei Hörfunkprogramme auszustrahlen hatte, blieb der Name Deutschlandfunk für das aus Köln zu produzierende Programm erhalten. Einen eigenen Intendanten hat der DLF seit 1994 jedoch nicht mehr.
Seit Jahresbeginn 2006 hat der Deutschlandfunk eine neue akustische Verpackung. Dazu gehören erstmals auch Jingles vor und nach den Nachrichten. Diese sind allerdings verhältnismäßig zurückhaltend und leise gestaltet. Als Station Voice fungiert Matthias Ponnier. Jingles am Beginn der Sendungen waren bereits Mitte der 1990er Jahre kurzfristig im Einsatz gewesen, erfreuten sich jedoch äußerst geringer Beliebtheit.
Seit dem 1. Januar 1994 ist der Deutschlandfunk Bestandteil des Deutschlandradios.
Das Programm des Deutschlandfunks wird über UKW, DAB, Mittelwelle (Senderstandorte Neumünster, Nordkirchen, Braunschweig, Thurnau, Heusweiler und Ravensburg), Langwelle (Senderstandorte Donebach und Aholming), Kurzwelle (Senderstandort Berlin-Britz) sowie analog und digital über das Astra-Satellitensystem und in den deutschen und einigen europäischen Kabelnetzen ausgestrahlt.
Bis zum 23. November 1978 wurden die Standorte Donebach (Langwelle), Ravensburg, Bad Dürrheim, Cremlingen und Neumünster (alle Mittelwelle) genutzt. Mit Inkrafttreten des Genfer Wellenplans wurde der Mittelwellensender Bad Dürrheim stillgelegt, dafür kamen 1979 die Sender Erching (Langwelle, nur Tagbetrieb) und 1980/81 die Sender Thurnau und Nordkirchen (beide Mittelwelle) hinzu. Am 1. Januar 1989 übernahm der Sender Aholming die Aufgabe des Senders in Erching. Somit war auch auf der zweiten Langwellenfrequenz ein 24-Stunden-Betrieb möglich. Seit dem 1. Oktober 1994 wird das Programm des Deutschlandfunks auch über den Mittelwellensender des Saarländischen Rundfunks in Heusweiler verbreitet, im Gegenzug wurde am 31. Dezember 1994 der Mittelwellensender in Mainflingen abgeschaltet.
Mit dem Aufbau eines UKW-Sendernetzes wurde erst in den 1980er-Jahren begonnen, vor allem in Süddeutschland erhielt der Sender aber nur schwache Stützfrequenzen in den Städten. Das führt dazu, dass der Deutschlandfunk auf UKW außerhalb der Städte oft nur sehr schwer zu empfangen ist, im Gegensatz zur Langwelle mit ihrer guten Flächenabdeckung.
Seit 2001 wird in Brüssel das Programm BRF-DLF auf UKW ausgestrahlt, das sich aus Sendungen des Belgischen Rundfunks und des Deutschlandfunks zusammensetzt.
Die folgende Liste beschränkt sich auf Frequenzen mit mindestens 10 kW Sendeleistung oder sonstige wichtige Standorte, sortiert von Norden nach Süden. Insgesamt ist der Deutschlandfunk auf 147 UKW-Frequenzen zu empfangen (Stand: Januar 2009).
| MHz | Senderstandort | Sendegebiet | Leistung |
|---|---|---|---|
| 103,3 | Flensburg | Schleswig, südliches Dänemark | 20 kW |
| 101,9 | Bungsberg | Holstein, westliches Mecklenburg | 95 kW |
| 88,7 | Hamburg | Hamburg | 3 kW |
| 96,5 | Helpterberg | östliches Mecklenburg, Uckermark, Westpommern | 10 kW |
| 101,8 | Aurich | nordwestliches Niedersachsen, östliche Niederlande | 100 kW |
| 107,1 | Bremen | Bremen und niedersächsisches Umland | 100 kW |
| 102,2 | Höhbeck | Wendland, westliches Mecklenburg | 94 kW |
| 102,0 | Lingen | westliches Niedersachsen, Münsterland, östliche Niederlande | 25 kW |
| 97,7 | Berlin | Berlin/Brandenburg | 100 kW |
| 102,0 | Magdeburg | nördliches Sachsen-Anhalt | 20 kW |
| 103,5 | Torfhaus/Harz | östliches Niedersachsen, Sachsen-Anhalt | 100 kW |
| 102,8 | Wesel | Niederrhein | 50 kW |
| 96,6 | Leipzig | Raum Halle/Leipzig | 100 kW |
| 102,7 | Nordhelle | Sauerland | 20 kW |
| 97,3 | Dresden | östliches Sachsen | 100 kW |
| 97,0 | Chemnitz | südliches Sachsen | 100 kW |
| 91,3 | Rimberg | Nordhessen | 50 kW |
| 104,6 | Saarburg | Saarland, westliches Rheinland-Pfalz | 20 kW |
| 103,3 | Heidelstein/Rhön | Unterfranken, Osthessen | 100 kW |
| 100,3 | Ochsenkopf | Oberfranken | 100 kW |
| 100,1 | Sender Brotjacklriegel | Ostbayern | 100 kW |
| 106,3 | Hornisgrinde | Nordschwarzwald, Neckar-Alb, Pfalz, östliches Saarland | 80 kW |
| 100,6 | Witthoh | westliche Bodenseeregion | 40 kW |
| 105,1 | Blauen | Breisgau, Südschwarzwald | 10 kW |
| 100,3 | Högl | östliches Oberbayern | 15 kW |
| kHz | Senderstandort | Leistung |
|---|---|---|
| 6190 | Berlin | 17 kW |
| kHz | Senderstandort | Sendegebiet | Leistung |
|---|---|---|---|
| 1269 | Neumünster | Schleswig-Holstein, Hamburg, nördliches Niedersachsen | 300 kW |
| 756 | Braunschweig | östliches und südliches Niedersachsen, Sachsen-Anhalt | 200 kW |
| 549 | Nordkirchen | Nordrhein-Westfalen | 100 kW |
| 1422 | Heusweiler | Rheinland-Pfalz, Saarland, Rhein-Main, Rhein-Neckar | 400 kW |
| 549 | Thurnau | Nordbayern, Thüringen, südwestliches Sachsen | 100 kW |
| 756 | Ravensburg | Südwürttemberg, Allgäu | 100 kW |
| kHz | Senderstandort | Sendegebiet | Leistung |
|---|---|---|---|
| 153 | Donebach | Deutschland (außer Ostbayern), Schweiz, Nordosten Frankreichs, Luxemburg, Belgien, Niederlande | 500 kW |
| 207 | Aholming | Südhälfte Deutschlands, Österreich, Tschechien | 500 kW |
Auf der Homepage des Senders kann das aktuelle Programm als Livestream empfangen werden. Ausgewählte Beiträge sind online archiviert und können via Audio-on-Demand angehört werden. Seit Mitte 2005 besteht ein breites Angebot, das als Podcasting herunterzuladen ist.
ARD: DW (TV) | LRAs: BR (Fs |α) | HR (Fs) | MDR (Fs) | NDR (Fs) | Radio Bremen (TV) | RBB (Fs) | SR (Fs) | SWR (Fs) | WDR (Fs)
Gemeinsame Fernsehprogramme der ARD: Das Erste | ex. Eins Plus | EinsExtra | EinsPlus | EinsFestival
Programme des ZDF: ZDF | ZDFdokukanal | ZDFinfokanal | ZDFtheaterkanal
Gemeinsame Programme von ARD und ZDF: 3sat | ARTE | KI.KA | Phoenix
Programme des Deutschlandradios: DLF | DKultur | Dok&Deb | ex. D-Plus
Artikel 5 GG | Rundfunkrecht | Rundfunkstaatsvertrag | Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag | Rundfunkgebührenstaatsvertrag | Rundfunkgebühr | Rundfunkfreiheit | Landesrundfunkgesetze
Rundfunkurteile: 1. | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8. | 9. | 10. | 11. | 12. | 13.
Rundfunkrat | Finanzkommission (KEF) | Gebühreneinzugszentrale (GEZ) | Rundfunkgebührenbeauftragte | Landesmedienanstalt
Christian Science | Radio HCJB | Internationales Radio Serbien | IRIB World Service | KBS World | Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks | Radio Belarus | Radio Bulgarien | Radio China International | Radio Damaskus | Radiodifusión Argentina al Exterior | Radio Filia | Radio France Internationale | Radio Fünfkirchen | Radio Kairo | Radio Neumarkt | Rádio Patria | Radio Prag | Radio Pridnestrowje | Radio Rumänien International | Radio Slowakei International | Radio Slowenien | Radio Studio X | Radio Taiwan International | Radio Thailand | Radio Tirana | Radio Ukraine International | Radio Vatikan | Stimme der Türkei | Stimme Indonesiens | Stimme Koreas | Stimme Kroatiens | Stimme Russlands | Stimme Vietnams | WYFR
Programme aus deutschsprachigen Ländern:
Antenne Saar | B5 aktuell | bitXpress | Bremen Eins | Campus Radio Nürnberg | Deutsche Welle | Deutschlandfunk | Deutschlandradio Kultur | DRS Musikwelle | Evangelische Missionsgemeinden | Evangeliums-Rundfunk | Hamburger Lokalradio | hr-info+ | MDR Info | Missionswerk Arche | Missionswerk Werner Heukelbach | MV Baltic Radio | NDR Info Spezial | Radio Freundesdienst | Radio Ö1 International | Radio Traumland | Radio 1476 | Radio 700 | RTL Radio | SWR cont.ra | WDR 2
50.9027777777786.9594444444444Koordinaten: 50° 54′ 10″ N, 6° 57′ 34″ O
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