Das deutsche Alphabet ist diejenige Variante des lateinischen Alphabets, die zur Schreibung der deutschen Sprache verwendet wird. Im heutigen standardisierten Gebrauch umfasst es die 26 Grundbuchstaben des lateinischen Alphabets zuzüglich der drei Umlaute (Ä, Ö, Ü). Bei den Kleinbuchstaben kommt in Deutschland und Österreich, nicht aber in der Schweiz und in Liechtenstein, das Eszett (ß) (auch „scharfes S“ genannt) hinzu. Die einzelnen Buchstaben haben sächliches Genus („das A“, „das B“ usw.).
Die Buchstaben des Deutschen Alphabets sind:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Ä Ö Ü
a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z ä ö ü ß
Sowohl in der Schreibung von Mundarten wie in historischen Dokumenten werden und wurden darüber hinaus zahlreiche zusätzliche Buchstaben gebraucht. Das Gleiche gilt für die Schreibung von Fremdwörtern.
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Die Umlautbuchstaben (ä, ö und ü) entstanden aus der Kombination des jeweiligen lateinischen Buchstaben (also a, o und u) mit einem den Umlaut anzeigenden e. Diese Markierung wurde zunächst (bis zum 15. Jahrhundert) nur fakultativ verwendet – der Buchstabe u konnte sowohl u wie ü bedeuten. Ein e oder i konnte jedoch zur Unterscheidung seit etwa dem 13. Jahrhundert über den Buchstaben gesetzt werden, seltener auch hinter den umgelauteten Buchstaben. Dieses kleine „e“ sieht in handschriftlicher Schrift spätestens im 15. Jahrhundert wie zwei senkrechte Striche aus, aus denen schließlich die zwei heute häufig verwendeten Punkte wurden. Einige Schriftarten verwenden auch immer noch die senkrechten Striche für die Umlautbuchstaben. Die Umlautbuchstaben werden heute auch in zahlreichen anderen Sprachen verwendet.
Das ß, das auch als scharfes s bekannt ist, ist ursprünglich eine Ligatur aus dem langen ſ (s) und entweder dem runden s oder dem z in den spätmittelalterlichen Bastarden und der neuzeitlichen Frakturschrift. Ab etwa dem Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Antiqua auch in deutschsprachigen Ländern gebräuchlicher. Damals enthielten die meisten Antiqua-Schriften keine Buchstaben für das ß, Drucke aus dem 19. Jahrhundert sind daher oftmals ohne ß gesetzt. Bei der Orthographischen Konferenz von 1901 wurde festgelegt, dass die Schriftgießereien in Zukunft ihre Antiqua-Schriften mit der Letter ß zu liefern hätten und für vorhandene Schriften ein ß nachzuliefern sei.
In Versalschrift wird ersatzweise SS oder (seltener) SZ geschrieben. Für amtliche Dokumente und Formulare ist in versal geschriebenen Namen jedoch zur Unterscheidung ein ß zu schreiben. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Schaffung eines Großbuchstaben Versal-ß diskutiert, von den bestehenden Entwürfen hat sich aber keiner durchgesetzt. Am 4. April 2008 wurde jedoch das große ß in den Unicode-Standard Version 5.1 als „U+1E9E“ aufgenommen.[1]Das lange ſ wurde auch in der Antiqua gelegentlich gesetzt, es findet sich beispielsweise noch im Leipziger Duden von 1951.
In der deutschen Schreibschrift sind ſ und h einander sehr ähnlich (h hat in der Unterlänge eine Schleife, ſ nicht), speziell bei schwungvoller Schreibweise sind diese Buchstaben leicht zu verwechseln. Hieraus erklärt sich ein typischer Fehler, der bei der Übertragung von Eigennamen von deutscher Schrift in lateinische Schrift vorgekommen ist: So manche Familie Weiſs heißt heute Weihs.
Die Bezeichnung scharfes s bedeutet eigentlich stimmloses s. Nach der Abschaffung der Schlussbuchstabigkeit des ß steht der Buchstabe heute (außer in Namen) nach Langvokal und Diphthong und bezeichnet dort ein stimmloses s.
→ Hauptartikel Buchstabenhäufigkeit
Der häufigste Buchstabe ist das E, gefolgt vom N. Der seltenste Buchstabe ist das Q. Die Art der Texte (Lyrik, Prosa, Bedienungsanleitungen etc.) hat keinen Einfluss auf die Buchstabenverteilung.
Die Buchstabenpaare (Digramme) ER und EN sind am häufigsten vertreten und zwar am Wortende. Die häufigsten Dreiergruppen (Trigramme) sind SCH und DER.
→ Hauptartikel Alphabetische Sortierung
Die Sortierung entspricht der Reihenfolge der Buchstaben im Alphabet. Abweichungen und Besonderheiten betreffen die Einordnung von Wörtern mit Umlauten, „ß“, Ziffern und Sonderzeichen.
Bei der Wörterbuch-Sortierung werden die Umlaute Ä, Ö, Ü wie A, O und U behandelt („Alter, älter, Altes“), ß wie ss. Die Telefonbuch-Sortierung behandelt Umlaute hingegen wie Ae, Oe und Ue. Beide Varianten sind in der Norm DIN 5007:1991 beschrieben.
Zusätzlich zu den normalen Buchstaben werden Sonderzeichen wie zum Beispiel die Ligatur @ verwendet.
Für die Schreibung der meisten deutschen Buchstabennamen gibt es keine Tradition. Nur für einige sind Schreibungen in den einschlägigen Wörterbüchern zu finden, zum Teil auch nur als Bestandteil von zusammengesetzten und abgeleiteten Wörtern (Tezett, ausixen). Die existierenden Schreibungen sind im Vergleich nicht konsequent (Zett, Eff, aber Jot, Es). Die Namensgebung selbst (siehe Aussprache) ist im deutschen Sprachgebiet weitgehend einheitlich.
Im Folgenden ist zunächst die Aussprache (IPA) genannt, dann folgen die nach den Rechtschreibregeln möglichen Schreibungen (da aa und oo im Auslaut ziemlich unüblich sind, sind Varianten damit nicht genannt; ebenso wenig denkbare Varianten mit ä, z. B. Änn, Än). Fett sind die Schreibungen gesetzt, die auch in Wörterbüchern zu finden sind.
Die Buchstaben haben folgende Reihenfolge im Alphabet:
stock | retire | vm
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