Die deutsche Kurrentschrift (lateinisch: currere laufen) ist eine Laufschrift und bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts die gebräuchliche Verkehrsschrift in Deutschland. Typografisch gehört sie zu den gebrochenen Schriften. Umgangssprachlich werden deutsche Schreibschriften fälschlicherweise oft als Sütterlinschrift bezeichnet.
Die Kurrentschrift unterscheidet sich durch spitze Winkel („Spitzschrift“) von der runden, lateinischen Schrift. In dieser Form wurde sie über 100 Jahre an Schulen gelehrt. Zwischen individuellen Handschriften finden sich große Unterschiede.
In der Schweiz wurde sie während des 19. Jahrhunderts als Verkehrs-, Amts- und Protokollschrift gebraucht. Mit dem Normalschrift-Erlass wurde 1941 die deutsche Kurrentschrift (in Form der Verkehrsschrift) als Schulausgangsschrift zugunsten der lateinischen Schrift abgeschafft.
Inhaltsverzeichnis |
|
Computergesetztes Beispiel für lehrbuchartige deutsche Kurrentschrift (Immanuel Kant: Was ist Aufklärung?) |
Autograph von Wilhelm Busch (undatiert, etwa Ende 19. Jahrhundert) |
Städtisches Kinderheim in Esslingen am Neckar (2006) |
stock | retire | vm
Why are we here?
All text is available under the terms of the GNU Free Documentation License
This page is cache of Wikipedia. History