Der Tod des Empedokles ist ein unvollendetes Dramenprojekt von Friedrich Hölderlin.
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Das Stück behandelt die letzten Lebenstage des vorsokratischen Philosophen Empedokles aus Agrigent, der sich einer Legende nach durch einen Sturz in den Ätna das Leben nahm.
Hölderlins hauptsächliche Quelle für den Empedokles-Stoff waren die Lebensbeschreibungen, Lehren und Aussprüche hervorragender Philosophen des antiken Philosophiehistorikers Diogenes Laertius.
Das Stück entstand in den Jahren 1797 bis 1800 und wurde erst nach dem Tod des Dichters veröffentlicht. Die Hölderlin-Editoren haben drei Fassungen des Werks aus den Handschriften rekonstruiert; außerdem sind mehrere Pläne, Entwürfe und theoretische Schriften erhalten, die sich auf das Drama beziehen.
Hölderlin beschäftigte sich bereits während seiner Arbeit an dem zuvor erschienen Roman Hyperion mit diesem Stoff. Die Titelfigur sagt an einer Stelle:
Der erste Beleg für die Arbeit an dem Drama selbst findet sich in einem Brief Hölderlins an seinen Bruder vom Sommer 1797. Darin heißt es:
Dieser so genannte "Frankfurter Plan" ist erhalten geblieben; Hölderlin notierte ihn in einem Schulheft des jungen Henry Gontard, dessen "Hofmeister", also Privatlehrer er war. Aus diesem Plan geht hervor, dass das Drama auf fünf Akte angelegt war.
Etwa zur selben Zeit entstand auch eine dreistrophige, "Empedokles" betitelte alkäische Ode, in der Bedauern, aber auch Bewunderung für dessen Heldenmut zum Ausdruck kommt. Veröffentlicht wurde sie 1801 in dem Almanach Aglaia.
Das Werk wurde im Jahr 1986 von Jean-Marie Straub und Danièle Huillet auf Sizilien verfilmt.
Friedrich Hölderlin: Der Tod des Empedokles. Hg. v. Friedrich Beissner. Stuttgart: Reclam 2003 [1973] (=RUB 7500). ISBN 3-15-007500-9
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