| Werkdaten | |
|---|---|
| Titel: | Der Freischütz |
| Originalsprache: | Deutsch |
| Musik: | Carl Maria von Weber |
| Libretto: | Johann Friedrich Kind |
| Uraufführung: | 18. Juni 1821 |
| Ort der Uraufführung: | Schauspielhaus Berlin |
| Spieldauer: | ca. 3 Stunden |
| Personen | |
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Der Freischütz ist eine romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber, op. 77. Das Libretto stammt von Johann Friedrich Kind. Folgende Vorlagen für das Freischütz-Libretto sind bekannt:
Der Freischütz wurde am 18. Juni 1821 im Königlichen Schauspielhaus Berlin uraufgeführt.
Webers Oper wurde in der Musikkritik schon zu Webers Lebzeiten als die „erste deutsche Nationaloper“ bezeichnet.
Der Komponist Hector Berlioz hat im Auftrag der Pariser Grand opéra eine Rezitativ-Fassung des Freischütz in französischer Fassung geschaffen, um die gesprochenen Dialoge zu ersetzen (1841). Sie wurde von Richard Wagner scharf kritisiert.
Inhaltsverzeichnis |
Bauer Kilian wird von den Dorfbewohnern als Gewinner eines Schützenfestes gefeiert. (Viktoria, der Meister soll leben). Mit dieser Ehrung verspotten die Dorfbewohner zugleich den Jägerburschen Max, den eigentlichen „Profi-Schützen“. Max, der sonst ein guter Schütze ist, traf keine Scheibe. Er wird darüber so zornig, dass seine Enttäuschung schließlich in eine Rauferei mit Kilian mündet. Der Auftritt des Erbförsters Kuno, seines zukünftigen Schwiegervaters, beendet die Schlägerei. Max, der um die Hand von Kunos Tochter Agathe angehalten hat, muss morgen den entscheidenden Probeschuss vor einem Gremium unter Vorsitz des Landesfürsten ablegen und ist dementsprechend aufgeregt. Der Förster erzählt den jüngeren Dorfbewohnern die Legende von der Entstehung dieses alten Brauchs: des Probeschusses. Max, der die Demütigung einer weiteren Niederlage befürchtet, macht sich ernsthafte Gedanken darüber, wie er diese Prüfung bestehen soll (O, diese Sonne). Nachdem die Dorfbevölkerung zum Tanz in die Waldschenke aufgebrochen ist (Walzer), hängt Max allein seinen Gedanken nach. (Nein, länger trag' ich nicht die Qualen). Der Jägerbursche Kaspar aus dem Gefolge von Kuno lädt ihn zum Trinken ein (Hier im ird'schen Jammertal). Dann leiht Kaspar Max sein Gewehr und ermuntert ihn, damit auf einen Adler zu schießen. Max trifft, obwohl der Adler weit außerhalb der Reichweite des Gewehrs fliegt, worauf Kaspar ihm erklärt, dass er gerade mit einer „Freikugel“ geschossen habe. Weil es seine letzte war, müssten nun neue gegossen werden. Max lässt sich überzeugen, dass diese Freikugeln der Ausweg aus seiner misslichen Lage sein könnten. Sie verabreden sich für Mitternacht in der Wolfsschlucht. Kaspar zeigt, als er allein ist, sein wahres Gesicht: Er hat seine Seele Samiel (dem Teufel) verschrieben im Tausch für die alles treffenden Freikugeln (Schweig, damit dich niemand warnt!). Wenn er Samiel bis Mitternacht ein anderes Menschenopfer präsentiert, so ist er gerettet.
Im Hause des Erbförsters Kuno ist Ännchen damit beschäftigt, ein Portrait des Urgroßvaters wieder aufzuhängen, das zuvor Agathe verletzt hatte, als es von der Wand fiel (Schelm! Halt fest!). Dabei gelingt es ihr, Agathes dunkle Vorahnungen zu zerstreuen und Fröhlichkeit zu verbreiten (Kommt ein schlanker Bursch gegangen). Aber Agathes Heiterkeit dauert nicht lange an und weicht der Angst um Max (Wie nahte mir der Schlummer / Leise, leise, fromme Weise). Als Max endlich kommt, bringt er nicht wie erwartet die Siegertrophäe, sondern lediglich ein paar Adlerfedern. Um noch einmal aus dem Hause zu gehen, erzählt Max seiner Geliebten, dass er noch einen Hirsch aus der unheimlichen Wolfsschlucht holen müsse … (Wie? Was? Entsetzen!). Agathes Befürchtungen steigern sich, nachdem sie dies erfahren hat. Max, hin und hergerissen zwischen Lüge und Wahrheit, läuft mit schlechtem Gewissen davon.
Vor Mitternacht bereitet Kaspar alles für das Gießen der Freikugeln vor. Geisterchöre sind zu hören (Milch des Mondes fiel aufs Kraut). Noch bevor Max erscheint, beschwört er Samiel, den schwarzen Jäger, und bietet Max als Opfer an (Samiel! Erschein!). Danach soll Samiel die siebte Kugel segnen, sodass sie später Agathe trifft. Samiel verschwindet. Jetzt erscheint der verstörte Max, auf dem Weg hierher von wilden Visionen gepeinigt, zum Gießen der Kugeln (Trefflich bedient!). Als Kaspar die letzte Kugel gießt, erscheint Samiel und greift nach Max. Die Turmuhr schlägt eins – und der Höllenspuk ist vorbei. Erschöpft sinkt Max zu Boden.
Nun bereitet sich Max auf den bevorstehenden Probeschuss vor: Er verbraucht eine Kugel nach der anderen. Kaspar achtet darauf, dass er alle verschießt, bis auf die letzte – die siebte – die „Teufelskugel“; um das zu erreichen, schießt Kaspar seine Freikugeln auf Elstern, und mit der 6. Kugel trifft er einen Fuchs (Dort läuft ein Füchslein; dem die sechste in den Pelz!).
Agathe betet in ihrem Zimmer (Und ob die Wolke sie verhülle), gekleidet in ihr Hochzeitskleid. In ihren Träumen hat sie erlebt, dass sie als weiße Taube von Max erschossen wurde, doch dann verwandelte sie sich zurück, und die Taube wurde zum großen schwarzen Raubvogel. Ännchen versucht Agathe zu beruhigen und erzählt ihr eine lustige Geistergeschichte (Einst träumte meiner sel'gen Base). Die Brautjungfern erscheinen und singen ihr Brautlied (Wir winden dir den Jungfernkranz). Erschrocken brechen die Mädchen ihren Gesang ab: In der Schachtel, die Ännchen gerade gebracht hat, liegt ein schwarzer Totenkranz anstelle des weißen Brautkranzes. Die Mädchen und Ännchen sind ratlos, doch auf Agathes Vorschlag flechten sie schnell einen neuen Kranz aus den Rosen, die Agathe von einem Eremiten bekommen hatte.
Der Landesfürst und sein Gefolge sind erschienen, um dem Probeschuss des Kandidaten für die Erbförsterei beizuwohnen. Gespannt wartet man auf das Ergebnis. Die Jäger besingen die Freuden der Jagd (Jägerchor Was gleicht wohl auf Erden), Kaspar hat sich in einem Baum versteckt. Der Landesfürst fordert Max auf, den Probeschuss abzulegen und eine Taube vom Baum zu schießen. Max legt an, zielt und drückt ab. Agathe, die genau zu diesem Zeitpunkt mit den Brautjungfern das Gelände erreicht hat, fällt, scheinbar getroffen, zu Boden (Schaut, o schaut, er traf die eigne Braut). Doch durch das gleichzeitige Erscheinen des Eremiten wird die siebte Freikugel, die dem Satan gehört, umgelenkt. Nicht Agathe, sondern Kaspar wird tödlich getroffen. Während er stirbt, verflucht er den Himmel. Der zornige Landesfürst fordert Max auf, die Vorfälle aufzuklären, und dieser gesteht das Gießen der Freikugeln in der Wolfsschlucht. Der Eremit tritt für Max ein und stellt fest, dass Max, getrieben von unerträglichem Prüfungsdruck und der Angst, Agathe für immer zu verlieren, zu diesen verbotenen Mitteln gegriffen habe. Überhaupt solle dieser ganze altertümliche Brauch eingestellt werden: Das Glück zweier Menschen darf nicht von einem Probeschuss abhängig gemacht werden. Max soll, statt in die Verbannung zu gehen, wie es der Landesfürst gefordert hatte, nach einem Jahr der Bewährung Agathe heiraten dürfen. Ottokar stimmt, unter dem Druck der Bevölkerung, dem Vorschlag zu. Im Schlusschor wird die Milde Gottes gegenüber denen gepriesen, die reinen Herzens sind.
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