| In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Zu wenig Inhaltsangabe, unbelegte Aussagen, keine Sekundärliteratur, kein Bericht über Rezeption und Nachwirken. -- servus ad disputationem 21:38, 1. Nov. 2008 (CET) Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst. |
De re publica (Über das Gemeinwesen) ist ein staatstheoretisches Werk des römischen Philosophen Marcus Tullius Cicero, das aus 6 Büchern besteht. Es wurde in den Jahren 54 bis 51 v. Chr. verfasst. Das Werk behandelt die Suche nach der optimalen Staatsform und ist in Form eines aristotelischen Dialogs mit Scipio in der Hauptrolle geschrieben.
Dieses Werk aus Ciceros erster philosophischer Phase galt lange Zeit als verloren. Man kannte die Inhalte lediglich aus Fragmenten und Zitaten bei anderen Autoren, während eine Originalüberlieferung unauffindbar war. Erst 1819 fand Angelo Mai in der Vatikanischen Bibliothek einen Palimpsest, in dem weite Teile des ersten und zweiten Buches, ferner Ausschnitte des dritten, vierten und fünften Buches, aber keinerlei Spuren des sechsten zu finden waren, wobei der Großteil des sechsten Buches ohnehin durch die gesonderte Überlieferung des Somnium Scipionis bekannt war. Man versuchte, vorhandene Fragmente und Zitate dem Kontext entsprechend einzuordnen. Überschrieben war Ciceros de re publica mit Psalmkommentaren Augustinus.
Trotz des überraschenden Fundes gab es keine wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem Werk. Erst 1918 begann man sich mit dem Text genauer auseinanderzusetzen. Dies hält bis heute an.
Cicero ließ das rein fiktive Gespräch an den drei Tagen des Latinerfestes im Jahre 129 v. Chr. im Landhaus des Scipio Africanus stattfinden. Die Unterhaltungen verteilen sich auf drei Tage, wobei jeder Tag zwei Bücher ausmacht. Das Buch beginnt mit einer Rechtfertigung für das Zustandekommen von de re publica. Gleichzeitig führt Cicero Beispiele für politisches Handeln an und sieht es als Pflicht, sich für den Staat zu engagieren. Erst nach diesem Proömium beginnt das eigentliche Gespräch. Ähnliche Einführungen finden sich auch am Beginn des dritten und fünften Buches.
Inhaltsverzeichnis |
| Anzahl der Herrscher |
Formen |
Merkmal |
Formen |
Merkmal |
| Einer | regnum (Königtum) |
Fürsorge (caritas) |
Tyrannis | Hochmut (superbia) |
| Einige | civitas optimatum (Optimatenherrschaft) |
Klugheit (consilium) |
Oligarchie | Klüngel (factio) |
| Alle | civitas popularis (Volksherrschaft) |
Freiheit (libertas) |
(ohne Namen) |
Zügellose Masse (licentia) |
Die ersten beiden Bücher behandeln hauptsächlich staatstheoretische Fragen. So wird Stellung zu den drei Verfassungsformen - Monarchie, welche als beste der drei reinen Staatsformen anzusehen sei (der Alleinherrscher als treusorgender „Vater“ des Volkes), Aristokratie und Demokratie (wobei er jedoch in jeder dieser Staatsformen Fehler erkennt und sie für dauerhaft nicht praktikabel einstuft) - genommen. Letztlicher Schluss aus dieser Diskussion der Verfassungsformen ist ein Loblied auf die Mischverfassung, welche die positiven Elemente aller Verfassungen vereint. Dies spiegelt sich in der Staatsform der römischen Republik mit Konsuln (Monarchie), Senat (Aristokratie) und Bürgerversammlung (Demokratie) wider, deren Entstehung Cicero im 2. Buch beschreibt.
Sehr bekannt ist die Staatsdefinition Ciceros:
"Est igitur res publica res populi, populus autem non omnis hominum coetus quoquo modo congregatus, sed coetus multitudinis iuris consensu et utilitatis communione sociatus"[1] (Der Staat ist Sache des Volkes, aber das Volk ist nicht irgendeine Menge von Menschen, sondern eine Menschenmenge, welche in der Rechtsauffassung übereinstimmt und zum gemeinsamen Nutzen vereint ist.) Als Ursachen einer Staatsgründung gibt Cicero die Schwäche (imbecillitas) und besonders den natürlichen, instinktiven Herdentrieb (congregatio) der Menschen an.
Die Bücher drei und vier beschreiben Gerechtigkeit und Gesetzgebung, fünf und sechs den besten Staatsmann. Das sechste Buch enthält den Traum Scipios, der gesondert überliefert wurde und uns nur dadurch bekannt ist.
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