David von Augsburg


David von Augsburg (um 1200; † 19. November 1272 in Augsburg) war mystischer Schriftsteller.

David von Augsburg war ein mystischer Schriftsteller und einer der frühsten Lehrer des Franziskanerordens in Deutschland, lebte zu Regensburg, seit 1243 in Augsburg, war Lehrer und Freund Bertholds von Regensburg und starb 1272 in Augsburg.

Außer zahlreichen lateinischen Schriften verfasste er auch aszetische Schriften in deutscher Sprache, von denen Franz Pfeiffer sechs in Deutsche Mystiker des 13. Jahrhunderts (Leipzig 1845) herausgegeben hat. Dieser hält ihn auch für den Verfasser des Schwabenspiegels.

Werke

  • Pia et devota opuscula, Augsburg 1596
  • De exterioris et interiosis hominis compositione secundum triplicem statum incipientium, proficientium et perfectorum libri tres (Unterweisungen f. Novizen u. Mönche; dt. v. Thomas Villanova: Wegweiser z. christl. Vollkommenheit, Brixen 1902).
  • Die sieben Staffeln des Gebetes (In der deutschen Originalfassung, hrsg. von Kurt Ruh, 2 Tle., 1965)

Literatur (Auswahl)

  • Cornelius Bohl: Geistlicher Raum: räumliche Sprachbilder als Träger spiritueller Erfahrung; dargestellt am Werk De compositione des David von Augsburg. Werl 2000. ISBN 3-87163-253-8
  • Gundolf Gieraths: Deutsche Mystiker: eine Textauswahl; Texte von David von Augsburg bis Johannes Tauler. Zürich ; Einsiedeln ; Köln: Benziger, 1977. ISBN 3-545-20508-8
  • Dirk Müller: Gesellschaft und Individuum um 1300 in volkssprachlicher franziskanischer Prosa. Köln, Univ., Diss., 2003 Online-Ressource (Bibliografie zu David von Augsburg S. 426-430)
  • Claudia Rüegg: David von Augsburg : historische, theologische und philosophische Schwierigkeiten zu Beginn des Franziskanerordens in Deutschland. Frankfurt 1989. ISBN 3-261-03939-6
  • Kurt Ruh: Geschichte der abendländischen Mystik. Band II. Frauenmystik und franziskanische Mystik der Frühzeit. München 1993, S. 526 - 540.
  • Dagobert Stöckerl: Bruder David von Augsburg: ein deutscher Mystiker aus dem Franziskanerorden. (Dissertation München), 1914

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.








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