Düsseldorfer Leitsätze


Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Christlich-Demokratische Union (CDU) in den Besatzungszonen unterschiedlich, ihre ökonomische Programmatik reichte von reinem Wirtschaftsliberalismus bis hin zu einem mehr oder weniger offenen "Christlichen Sozialismus", wie sie das Ahlener Programm für die britische Zone enthielt.

Erst allmählich näherten sich die Standpunkte an und trafen sich in der von Ludwig Erhard geforderten sozialen Marktwirtschaft. Sie wurden nach einjährigen Beratungen am 15. Juli 1949 in die Düsseldorfer Leitsätze gefasst, die als Programm für die erste Bundestagswahl fungierten. In scharfer Absage an den 'Liberalismus unsozialer, monopolistischer Prägung' propagierten sie eine 'sozial gebundene Verfassung der gewerblichen Wirtschaft, in der die Leistung freier und tüchtiger Menschen ... ein Höchstmaß von wirtschaftlichem Nutzen und sozialer Gerechtigkeit für alle bringt'. Die politische Demokratie sollte durch wirtschaftliche Demokratie flankiert werden.

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