| Cummingtonit | |
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Bildbreite 2,2 mm |
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| Chemische Formel | (Mg,Fe2+)7[OH|Si4O11]2 |
| Mineralklasse | Silicate und Germanate 9.DE.05 (8. Auflage: VIII/F.07-20) (nach Strunz) 66.01.01.02 (nach Dana) |
| Kristallsystem | monoklin |
| Kristallklasse | monoklin-prismatisch [1] |
| Farbe | grauweiß, dunkelgrün, braun |
| Strichfarbe | weiß |
| Mohshärte | 5 bis 6 [1] |
| Dichte (g/cm³) | 3,1 bis 3,6 [1] |
| Glanz | Glasglanz |
| Transparenz | durchsichtig bis durchscheinend |
| Bruch | |
| Spaltbarkeit | vollkommen nach {110} |
| Habitus | säulige, blättrige oder faserige Kristalle; faserige Aggregate |
| Häufige Kristallflächen | |
| Zwillingsbildung | einfache oder mehrfache Zwillinge parallel {100} |
| Kristalloptik | |
| Brechzahl | nα = 1,639 bis 1,671 ; nβ = 1,647 bis 1,689 ; nγ = 1,664 bis 1,708 [2] |
| Doppelbrechung (optische Orientierung) |
δ = 0,025 bis 0,037 [2] ; zweiachsig positiv |
| Winkel/Dispersion der optischen Achsen |
2vz ~ 65° bis 90° [2] |
Cummingtonit ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Silicate und Germanate“. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung (Mg,Fe2+)7[OH|Si4O11]2[3] und entwickelt durchsichtige bis durchscheinende, säulige, blättrige oder faserige Kristalle bzw. faserige Mineral-Aggregate von grauweißer, dunkelgrüner oder brauner Farbe.
Cummingtonit bildet eine vollkommene Mischreihe mit Grunerit.
Inhaltsverzeichnis |
Erstmals entdeckt wurde Cummingtonit 1824 bei Cummington im Hampshire County (Massachusetts) in den USA und beschrieben durch Dewey, der das Mineral nach seiner Typlokalität benannte.
In der alten (8. Auflage) und neuen Systematik der Minerale (9. Auflage) nach Strunz findet sich der Cummingtonit in der Abteilung der Ketten- und Bandsilikate (Inosilikate). Die alte Systematik teilt diese Abteilung nicht weiter auf und fasst nur noch die Mitglieder der Amphibolgruppe zusammen, wobei der Cummingtonit keiner speziellen Amphibolgruppe zugeteilt ist. Die neue Systematik dagegen unterteilt die Ketten- und Bandsilikate weiter und den Cummingtonit der neuen Unterabteilung der „Klinoamphibole“ zu.
In der Systematik der Minerale nach Dana gehört der Cummingtonit zwar auch zur Abteilung der Ketten- und Bandsilikate, dort aber aufgrund seiner Kristallstruktur zur Unterabteilung der Kettensilikate mit doppelten, unverzweigten Ketten (W=2) und dort zur Gruppe 1 der monoklinen Mg-Fe-Mn-Li-Amphibole.[4]
Cummingtonit bildet sich meist regional in mittelgradigen, metamorphen Gesteinen, charakteristischerweise in metamorph umgestalteten Eisen-Formationen, aber auch als späte Mineral-Phase in einigen Gabbros und Noriten.[1]
Neben seiner Typlokalität Cummington in den USA wurde Cummingtonit weltweit bisher an rund 230 Fundorten nachgewiesen (Stand: 2009), so unter anderem in mehreren Regionen von Australien; im österreichischen Kärnten; Santa Cruz in Bolivien; in einigen Regionen von Brasilien; bei Oursi in Burkina Faso; in einigen Regionen von China; Finnland; Bretagne und Midi-Pyrénées in Frankreich und auf französisch Martinique; bei Tarkwa in Ghana; Kitaa in Grönland; England in Großbritannien; am Cuyuni in Guyana; Indien; Indonesien; Italien; auf Hokkaidō und Honshū in Japan; in mehreren Regionen von Kanada; Madagaskar; Neuseeland; Norwegen; in mehreren Regionen von Russland; einige Regionen in Schweden; am Verzasca in der Schweiz; auf St. Lucia; in Bratislavský kraj und Košice in der Slovakei; Südafrika; Südkorea; Andalusien und Extremadura in Spanien; Böhmen in Tschechien sowie in vielen Regionen der USA. [5]
Cummingtonit kristallisiert monoklin-prismatisch in der Raumgruppe C2/m oder P21/m mit den in mehreren Messungen ermittelten, durchschnittlichen Gitterparametern a = 9,450 Å; b = 18,108 Å; c = 5,298 Å und β = 102.42°[6] sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle[1].
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