| Karte | |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Staat | Deutschland |
| Kirchenprovinz | Paderborn |
| Metropolitanbistum | Erzbistum Paderborn |
| Diözesanbischof | Joachim Wanke |
| Weihbischof | Reinhard Hauke |
| Emeritierter Weihbischof | Hans-Reinhard Koch |
| Generalvikar | Georg Jelich |
| Fläche | 12 000 km² |
| Dekanate | 7 (31. Dezember 2007 / AP 2009) |
| Pfarreien | 163 (31. Dezember 2007 / AP 2009) |
| Katholiken | 159 745 (31. Dezember 2007 / AP 2009) |
| Diözesanpriester | 184 (31. Dezember 2007 / AP 2009) |
| Ordenspriester | 13 (31. Dezember 2007 / AP 2009) |
| Ständige Diakone | 20 (31. Dezember 2007 / AP 2009) |
| Katholiken je Priester | 811 |
| Ordensbrüder | 18 (31. Dezember 2007 / AP 2009) |
| Ordensschwestern | 240 (31. Dezember 2007 / AP 2009) |
| Ritus | Römischer Ritus |
| Liturgiesprache | Deutsch |
| Kathedrale | Erfurter Dom |
| Webpräsenz | www.bistum-erfurt.de |
| Kirchenprovinz | |
Das Bistum Erfurt (lat.: Dioecesis Erfordiensis) ist eine Diözese in Thüringen. Bischof und Domkapitel haben an der Kathedrale Beatae Mariae Virginis in Erfurt ihren Sitz.
Katholisch geprägte Gebiete im Bistum sind das Eichsfeld, wo sich fast zwei Drittel der Gemeinden befinden, und in geringem Maße auch die Stadt Erfurt. Dies resultiert aus der engen geschichtlichen Bindung der beiden Regionen an Kurmainz. Die sonstigen Gebiete des Bistums gehörten früher zu Sachsen und sind dementsprechend evangelisch-lutherisch geprägt und die Katholiken stellen nur eine kleine Minderheit in der Bevölkerung.
Inhaltsverzeichnis |
Der heilige Bonifatius gründete erstmals 742 ein Bistum in Erfurt. Dieses wurde aber bereits 755 wieder aufgelöst und dem Bistum Mainz zugeschlagen. Einziger Bischof war Adalar.
Ab 1821 gehörte Thüringen größtenteils zum Gebiet des Bistums Paderborn. Mit dem Preußischen Konkordat von 1929 erfolgte eine Neuordnung der Bistümer. Für das nördliche Gebiet Thüringens war der Bischof von Fulda zuständig, südlich vom Thüringer Wald der Bischof von Würzburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für die beiden Bischöfe immer schwieriger, die Amtsgeschäfte im Ostteil ihrer Bistümer wahrzunehmen. Deshalb folgte 1946 für das östliche Gebiet des Bistums Fulda die Errichtung eines Bischöflichen Generalvikariats in Erfurt mit Einsetzung des Erfurter Dompropstes Joseph Freusberg als Generalvikar, der 1953 auch Weihbischof wurde. Sein Nachfolger Hugo Aufderbeck wurde 1968 zum Bischöflichen Kommissar ernannt. Für das Bistum Würzburg wurde ein Bischöfliches Vikariat in Meiningen errichtet und 1950 Joseph Schönauer als Bischöflicher Kommissar des Bischofs von Würzburg eingesetzt. Sein Nachfolger war 1970 Karl Ebert.
Mit der Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden 1973 per Dekret des Heiligen Stuhls die Gebiete der Bistümer Fulda und Würzburg dem neuen Bischöflichen Amt Erfurt-Meiningen zugeordnet. Leiter des Bischöflichen Amtes wurde als Apostolischer Administrator, der Titularbischof war, Hugo Aufderbeck, dem 1981 Joachim Wanke nachfolgte.
Nach einem Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Thüringen über die Errichtung des Bistums Erfurt vom 14. Juni 1994 wurde das Bischöfliche Amt Erfurt-Meiningen am 8. Juli 1994 mit der Apostolischen Konstitution Quo aptius durch Papst Johannes Paul II. zum Bistum erhoben und der Kirchenprovinz Paderborn zugeordnet. Das Dekanat Geisa in der thüringischen Rhön verblieb aufgrund geschichtlich sehr enger Verbindungen beim Bistum Fulda.
Mit dem Apostolischen Schreiben Fideles ecclesialis bestätigte Johannes Paul II. am 21. September 1994 die Hl. Elisabeth von Thüringen als Bistumspatronin; der Hl. Bonifatius und der Hl. Kilian wurden Mitpatrone.
Zum 1. Januar 2005 gab es eine Strukturreform, bei der die Anzahl der Dekanate von 14 auf sieben und die Pfarreien von 120 auf 95 reduziert wurden. 2008 wird die Anzahl der Pfarrgemeinden weiter auf 74 gesenkt. Die aufgelösten Pfarreien bestehen weiter als Filialgemeinde einer größeren Pfarrei fort.
Apostolische Administratoren des Bischöflichen Amtes Erfurt-Meiningen:
Bischof des Bistums Erfurt
Das Bistum Erfurt gliedert sich in die folgenden sieben Dekanate:
Erzbistümer: Bamberg | Berlin | Freiburg | Hamburg | Köln | München-Freising | Paderborn
Bistümer: Aachen | Augsburg | Dresden-Meißen | Eichstätt | Erfurt | Essen | Fulda | Görlitz | Hildesheim | Limburg | Magdeburg | Mainz | Münster | Osnabrück | Passau | Regensburg | Rottenburg-Stuttgart | Speyer | Trier | Würzburg
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