Bengt Berg


Bengt Magnus Kristoffer Berg (* 9. Januar 1885 in Kalmar, Småland, Schweden; † 31. Juli 1967 in Eriksberg, Åryd Blekinge, Schweden) war ein schwedischer Tierfotograf und Schriftsteller.

Bengt Berg (3.v.r.) beim Presseball 1939. Rechts neben ihm Heinrich George sowie weiter links der Konstrukteur des Volkswagens, Dr. Ferdinand Porsche mit Elsa Ellinghausen, der Gewinnerin des Volkswagens.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Bengt Bergs Vater Fabian Berg war Lehrer in Kalmar. Mit 13 Jahren entdeckte Berg seine Liebe zur Natur. Durch Referenzen des Museumskonservators von Göteborg Gustav Kihlen kam Berg mit Professor Alexander Koenig in Bonn in Kontakt. Von 1909 bis 1913 war er Koenigs Mitarbeiter und noch heute zählt die Bengt Berg-Vogelsammlung zu den bedeutendsten Exponaten des Alexander Koenig Museums. Die Universität Bonn verlieh Berg 1935 die Ehrendoktorwürde.

1910 erschien unter dem Titel Stora Sjöfallet sein erstes Buch. Ab 1912 fotografierte er mit einer Spiegelreflexkamera die Vogelwelt seiner Heimat. Weitere Bücher mit seinen Vogelfotos erschienen, darunter sein erstes Highlight "Mein Freund, der Regenpfeifer". So wurde Berg allmählich zu einem der bekanntesten Pioniere der Tierfotografie in Europa. In den 1920er-Jahren unternahm er erste Reisen nach Afrika und 1928 leistete er mit seinem Buch "Die letzten Adler" einen wichtigen Beitrag zur Rettung der vom Aussterben bedrohten Adler in Europa. 1930 erschien sein wohl erfolgreichstes Buch "Die Liebesgeschichte einer Wildgans". Vor allem ein Foto, auf dem eine Wildgans nach der Pfeife von Bengt Berg schnappt, wurde weltberühmt. In den 1930er-Jahren besuchte er Asien, woraufhin Bücher über Tiger, Panzernashörner und den Himalaya entstanden. 1967 starb Bengt Berg im Alter von 82 Jahren.

Auf seinen zahlreichen Reisen entstanden auch Kinofilme:

  • 1925: Abu Markub, ein stummer Naturfilm über Elefanten und Schuhschnäbel in Afrika.
  • 1929: Die letzten Adler, ein Film (von Berg in gebrochenem Deutsch gesprochen) über Seeadler.
  • 1939: Sehnsucht nach Afrika, ein Kulturfilm über sechs Jungen aus Deutschland, die den Erlebnissen von Bengt Berg lauschen.

Bengt Berg wurde Vater eines Sohnes, Iens Berg.

Zitate

  • Die ganze Natur ist Harmonie und wir sind geschaffen, mit ihr zu harmonieren.
  • Weil ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.

Werke (Auswahl)

  • Abu Markub. Mit der Filmkamera unter Elefanten und Riesenstörchen. Reimer, Berlin 1940
  • Arizona Charleys Junge. Verlag Putty, Wuppertal 1954
  • Der Lämmergeier im Himalaja. Antigone-Verlag, Allendorf/Eder 2006, ISBN 3-929987-36-8
  • Die letzten Adler. Reimer, Berlin 1943
  • Die Liebesgeschichte einer Wildgans. Reimer, Berlin 1949
  • Mein Freund, der Regenpfeifer. Antigone-Verlag, Allendorf/Eder 2003, ISBN 3-921755-78-6
  • Meine Jagd nach dem Einhorn. Rütten & Loening, Frankfurt/M. 1933
  • Mit den Zugvögeln nach Afrika. Antigone-Verlag, Allendorf/Eder 2001, ISBN 3-929987-28-7
  • Tiger und Mensch. Limpert-Verlag, Frankfurt/M. 1958
  • Tookern. Der See der wilden Schwäne. Reimer, Berlin 1942

Literatur

  • R. Hutterer: Bengt Berg. Pionier der Tierfotografie. In: Christoph von Campenhausen (Hrsg.): Andenken zoologischer Vergangenheit. Katalog zur Ausstellung im Naturhistorischen Museum Mainz (20. Mai - 6. Juni 1997). Naturhistorisches Museum, Mainz 1997, S. 60–61
  • Friedrich Schulz: Bengt Berg. Ein Schwede auf dem Darss. Scheunen Verlag, Kückenshagen 2000, ISBN 3-934301-34-7

Weblinks







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