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Im Begegnungsgefecht treffen feindliche Kräfte aus der Bewegung heraus aufeinander (Feindberührung), so dass sich keine Partei auf ausgebaute Stellungen abstützen kann. Begegnungsgefechte sind schwer planbar und hängen in besonderem Maße von eigenen Aufklärungsergebnissen über Art, Ort, Stärke, Verhalten und Absicht des Feindes ab. Besondere Bedeutung hat der Faktor Zeit für die Beurteilung der Lage, um herauszuarbeiten, welche Kräfte sich wann wo befinden werden.
Aus dem Kräfteverhältnis und dem daraus resultierenden Kampfkraftvergleich ergibt sich in der Regel die Auswahl der Gefechtsart. Soll gegen die Feindkräfte kurzfristig eine Entscheidung geführt werden, so bietet sich häufig eine Kombination aus zeitlich begrenzter Verteidigung und Angriff an, indem der Feind zunächst an einer Enge durch eigene Kräfte gestaut und mit Feuer aller verfügbaren Waffen überfallen wird (Hinterhalt) und anschließend durch seitlich ausholenden Angriff in die Flanke oder besser in den Rücken zerschlagen wird.
Je eher die eigenen Kräfte räumlich festgelegt werden, desto größer ist die Gefahr, dass der Feind die eigene Absicht durchschaut und durch überraschende Maßnahmen durchkreuzt.
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