| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||
| Kreis: | Warendorf | ||
| Höhe: | 62 m ü. NN | ||
| Fläche: | 31,35 km² | ||
| Einwohner: | 6366 (31. Dez. 2007)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 203 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 48361 | ||
| Vorwahl: | 02586 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | WAF | ||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 70 012
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| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Warendorfer Str. 9 48361 Beelen |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeisterin: | Elisabeth Kammann (FWG) | ||
| Lage der Gemeinde Beelen im Kreis Warendorf | |||
Die Gemeinde Beelen ist Kreisangehörige Gemeinde im Kreis Warendorf im Osten des Münsterlandes in Nordrhein-Westfalen.
Beelen bildet mit 6.604 Einwohnern die kleinste eigenständige Gemeinde im Kreis Warendorf und ist eine der kleinsten eigenständigen Gemeinden in NRW.
Inhaltsverzeichnis |
Beelen liegt im Münsterländer Becken. Nachbargemeinden sind von Norden im Uhrzeigersinn: Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz (alle Kreis Gütersloh), Oelde, Ostenfelde und Westkirchen, (beide Ennigerloh), Warendorf und Sassenberg (letztere Kreis Warendorf). Die Gemeinde liegt an Axtbach und Beilbach. Der Beilbach mündet westlich der Gemeinde in den Axtbach, der in der Nähe von Warendorf in die Ems fließt.
Beelen hat zwar keine Ortsteile im herkömmlichen Sinn, aber rund um Beelen sind verschiedene Bauernschaften und Gewanne: Wöste, Thier, Hornbusch, Landhagen, Serries-Teich, Oester, Holtbaum, Hemfeld (früher mit eigenem Eisenbahnhaltepunkt), Kiebitzheide und Hörster (hier sind die meisten Gewerbebetriebe angesiedelt). In Beelen gibt es für Wohngebiete teilweise eigene Namen: Seehusen, Großer Garten und das Bauenrott-Gebiet.
Durch einen Urnenfund in der Bauernschaft Hörster im Jahre 1928 wurden in Beelen germanische Wohngruben aus der Zeit 100-150 n.Chr. nachgewiesen.
920 wurde die Beelener Pfarre gegründet. Bischof Nidhard (900-922) weihte die erste Beelener Kirche. Diese wurde von dem bischöflichen Lehnsmann Bruning gestiftet, dem Verwalter des am Axtbach gelegenen Schultenhofes. Von 1022 datiert die älteste Urkunde der Beelener Kirchengeschichte über die Gründung der Beelener Kirche von Bischof Siegfried.
In einer Urkunde von Papst Eugen III vom 23. Mai 1146 wird als Eigentum des Klosters Clarholz „ein Hof in Beelen und eine Kapelle mit allen ihren Gerechtsnamen“ genannt. Das Ministerialgeschlecht von Beelen tauchte 1269 mit dem Knappen Heinrich erstmals auf (Gut Grevinghof). Beelen kam 1294 zum Amt Sassenberg. Eine Postwagenverbindung von Münster über Warendorf, Beelen und Rheda nach Paderborn und zurück wurde 1679 eingerichtet. Beelen kam im Jahre 1808 zum neugeschaffenen Großherzogtum Berg. Nach dem Wiener Kongress (1815) kam Beelen endgültig zu Preußen.
Beelen erhielt 1887 Anschluss an den Schienenverkehr durch die Eröffnung der Warendorfer Bahn von Münster über Warendorf nach Rheda-Wiedenbrück. Diese führte weiter nach Lippstadt, aber inzwischen ist dieser Teil der Strecke stillgelegt und zum Teil abgebaut.
Der Gemeinde wurde 1939 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen.
In den Jahren 1967/68 wurde die Kirche nach einer Planung der Architektin Christa Kleffner-Dirxen (Münster) neu erbaut. Auf polygonalem Grundriss wurde ein querovaler Kirchenraum geschaffen. Der Altarraum ist diesem nach Norden angelehnt und leicht erhoben. Die Kirche ist aus Backstein gemauert und flach gedeckt. Der Kirchturm steht nach Art einer Campanile separat vom Kirchenbau. Sie ist St. Johannes Baptist geweiht. 1969 wurde die alte Kirche abgerissen. Der Kirchplatz wurde zum Ehrenmal für die Verstorbenen der Weltkriege des 20. Jahrhunderts umfunktioniert, die Fundamente der alten Kirche von 1854 sind noch vorhanden.
Beelen wurde am 1. Januar 1975 Rechtsnachfolgerin des zum 31. Dezember 1974 infolge der kommunalen Neugliederung aufgelösten Amtsverbandes Beelen, dem die Gemeinden Beelen, Ostenfelde und Westkirchen angehörten. Letztere gelangten zu Ennigerloh.
Am 28. Mai 1995 feierte Beelen sein 1075-jähriges Bestehen.
| Jahr | Einwohner |
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|---|---|---|
| 1939 | 2.525 | |
| 1950 | 3.525 | |
| 1960 | 3.587 | |
| 1971 | 4.021 | |
| 1975 | 4.506 | |
| 1982 | 5.018 | |
| 1990 | 5.294 | |
| 1992 | 5.583 | |
| 1994 | 5.707 | |
| 1996 | 5.999 | |
| 1998 | 6.141 | |
| 1999 | 6.243 | |
| 2000 | 6.330 | |
| 2001 | 6.404 | |
| 2002 | 6.470 | |
| 2003 | 6.522 | |
| 2007 | 6.632 |
Die Geburtenrate der Gemeinde Beelen war eine Zeit lang die höchste in ganz Nordrhein-Westfalen, was zum Beispiel dazu führte, dass die Grundschule eine Zeit lang fünfzügig betrieben wurde.
Seit 1988 ist Beelen mit Villers-Ecalles verschwistert. Der Ort liegt in der Normandie in der Nähe von Rouen. Die Partnerschaft wird organisiert vom Deutsch-Französischen Freundschaftskreis und ist sehr lebendig: Im Jahreswechsel findet zu Christi Himmelfahrt ein Austausch statt. Darüber hinaus gibt es jeden Sommer Jugendfreizeiten.
Das Gemeindegebiet wird von der Bundesstraße 64 und die dazu parallel verlaufende Eisenbahnstrecke Münster – Bielefeld durchquert.
Der Bahnhof „Beelen“ liegt an der Warendorfer Bahn, auf der im Stundentakt, sonntags alle zwei Stunden, die RB 67 „Der Warendorfer“ Münster–Gütersloh–Bielefeld verkehrt. Durchgeführt wird der Schienenverkehr von der NordWestBahn, Beelen gehört zum Gebiet der Verkehrsgemeinschaft Münsterland.
Auf der ehemals durchgehenden Buslinie Münster–Lippstadt verkehren Regiobusse nach Warendorf und Rheda-Wiedenbrück.
In Beelen gibt es eine 3- bis 4-zügige katholische Grundschule und eine 2-zügige Hauptschule. Weiterführende Schulen befinden sich im benachbarten Warendorf. Des weiteren kann man das Programm des VHS-Zweckverbandes Warendorf/Telgte/Beelen oder der Musikschule Beckum-Warendorf e.V. nutzen.
In Beelen gibt es zwei Sporthallen, vier Sportplätze (drei davon mit Flutlichtanlage), einen Bolzplatz (mit Flutlichtanlage), einen Skatingplatz, neun Spielplätze, ein Bouleplatz, eine Tennisanlage und eine Tennishalle. Dazu ein für Westfalen typisches Netz an Rad- und Reitwegen und seit neuestem auch einen Streetsoccerplatz.
Am zweiten Wochenende im Juli findet eines der wohl besten Schützenfeste Westfalens statt. Hierbei ist besonders erstaunlich, dass der Beelener Schützenverein etwa 1100 Mitglieder hat. Betrachtet man die Einwohnerzahl Beelens, erkennt man die Beliebtheit dieses Heimatfestes. Das Festgelände liegt südwestlich der Gemeinde an der Westkirchener Straße, beim neu errichteten Kreisverkehr.
Am Wochenende nach dem Johannistag findet in der Gemeinde auf dem Villers-Ecalles-Platz die „Jans to Beilen“ eine Kirmes statt. Johannes der Täufer ist der Patron der katholischen Kirche von Beelen.
In Beelen gibt es ein Open-Air Festival: Krach am Bach. Dieses findet jährlich am ersten Augustwochenende statt. Seine Ursprünge liegen in den siebziger Jahren, damals hieß es Rock in der Heide. In den letzten Jahren haben die Austragungsorte mehrfach gewechselt. Nachdem es mehrere Jahre im Norden an der Greffener Straße stattfand, ist es nun in den Süden gezogen und nutzt das Gelände eines Fliesenhändlers. Im Laufe der Jahre sind einige Bands dort aufgetreten, die danach den großen Durchbruch geschafft haben: Beatsteaks, Emil Bulls, 4Lyn, Blackmail oder Revolverheld. Krach am Bach ist eine Benefizveranstaltung, die im Verlauf der 13 Veranstaltungen annähernd 150.000 € Spendengelder eingespielt hat.
Im Jahr 2006 findet bereits zum dritten Mal der Kreative Pfad statt. Dabei handelt es sich um eine Kultur-Festival des Kulturkreises. Hier treffen sich anerkannte Künstler, Kunstpädagogen und Beelener Gruppen, Vereine und Privatpersonen zu einem Fest.
Am zweiten oder dritten Adventssonntag findet auf dem Kirchplatz ein gemütlicher Weihnachtsmarkt statt.
Alle zwei Jahre findet in Beelen eine Gewerbeschau statt.
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