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Dieser Artikel erläutert die Stadt Beckum, für den gleichnamigen Ortsteil von Balve siehe Beckum (Balve). |
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||||
| Kreis: | Warendorf | ||||
| Höhe: | 100 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 111,39 km² | ||||
| Einwohner: | 37 170 (31. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 334 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 59269 | ||||
| Vorwahlen: | 02521 (Beckum, Roland, Vellern) 02525 (Neubeckum) | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | WAF | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 70 008
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| Stadtgliederung: | 4 Stadtteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Weststraße 46 59269 Beckum |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Dr. Karl-Uwe Strothmann (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Beckum im Kreis Warendorf | |||||
Die Stadt Beckum ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt im Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen und hat ca. 39.000 Einwohner.
Weiterhin ist der Stadtname Namensgeber für einen kleinen Höhenzug im Münsterland, die Beckumer Berge.
Inhaltsverzeichnis |
Das Gebiet der Stadt Beckum besitzt eine Nord-Süd-Ausdehnung von 12,8 km und eine Ost-West-Ausdehnung von 12,3 km. Die Höhe ü. NN liegt im Bereich von 84,5 bis 164 m.
Im Uhrzeigersinn im Norden beginnend grenzt Beckum an Ennigerloh, Oelde, Wadersloh, Lippetal und Ahlen.
Beckum besteht aus den vier Stadtteilen:
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1339 Juli 6 (Kl. Marienfeld U 634) |
Beckum wurde im Jahre 1134 erstmals urkundlich erwähnt und im Jahr 1224 erstmals als Stadt bezeichnet. Der Name leitet sich vom Namen Beckhem (Bachheim oder Heim an Bächen) ab, was auf den Zusammenfluss von drei Bächen im Stadtgebiet zurückzuführen ist. Die drei Bäche Kollenbach, Siechenbach und Lippbach, wiedergegeben im Wappen der Stadt, ergeben die Werse, die damit in Beckum ihren Ursprung hat. Die Stadt wurde zum Schutz gegen feindliche Truppen und Überfälle anderer Städte im Mittelalter mit einer Mauer umgeben. Auch die Feldmark, der landwirtschaftlich genutzte Bereich im Umfeld der Stadt, wurde von einer doppelten bis dreifachen Wallanlage geschützt. Ergänzt wurden die Befestigungsanlagen durch 4 Stadttore und 22 Wachtürme, von denen ein Wehrturm der Stadtmauer und die so genannte Soestwarte erhalten geblieben ist. Letztere steht Besuchern heute als Aussichtsturm zur Verfügung und erlaubt, durch seine Lage auf dem Höxberg, einen weiten Blick ins Umland. In der Stadt gibt es auch einige Bunkeranlagen, welche gelegentlich zur Besichtigung geöffnet sind.
Die frühesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung im Raum Beckum stammen aus der Jungsteinzeit. Es handelt sich dabei um ein Steinkistengrab (Megalithgrab, volkstümlich auch Hünengrab), welches in der Bauerschaft Dalmer südlich der Stadt erhalten geblieben ist. Im frühen Mittelalter war die Gegend um Beckum von Germanenstämmen besiedelt. Davon zeugen mehrere Grabfunde aus der Zeit von 600 - 800 n. Chr., sowie eine Wallanlage südlich von Beckum. 1959 wurde bei Bauarbeiten ein sächsisches Fürstengrab freigelegt. In ihm fand man reiche Grabbeilagen, wie Pferdeskelette und kostbare Waffen. Im späteren Mittelalter wurde Beckum Mitglied der Hanse. Die erste Erwähnung dieser Handelsbeziehungen stammt aus dem Jahr 1433.
Der Legende nach soll Beckum identisch mit der Stadt Schilda sein, der Heimat der Schildbürger (Beckumer Anschläge).
Durch eine strategisch günstige Lage an der Kreuzung zweier Handelswege kam Beckum bereits im Mittelalter zu einigem Reichtum. Zahlreiche Kaufleute und Handwerker ließen sich in der durch eine Mauer befestigten Stadt nieder. In den folgenden Jahrhunderten verarmte die Stadt aufgrund von Kriegen, Seuchen und verheerenden Bränden (1655, 1657 und 1734), bei denen ein großer Teil der Stadt zerstört wurde.
Erst ab dem 19. Jahrhundert erholt sich die Wirtschaft allmählich. Im Jahr 1872 wurde in Beckum ein erstes Zementwerk erbaut, worauf noch zahlreiche folgten. Die günstigen Rohstoffvorkommen (Mergel), die Nähe zum Ruhrgebiet und der Anschluss an die neue Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft im Jahr 1847 ließen Beckum zu einem der bedeutendsten Zementreviere der Welt werden. Heute gibt es noch vier große Zementwerke in Beckum und Neubeckum.
Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts kam außerdem noch der Abbau von Strontianit als Wirtschaftszweig hinzu. Zu dieser Zeit galt das Münsterland als einzige Lagerstätte für Strontianit weltweit. Das Mineral wurde in der Zuckerindustrie als Katalysator zur Melasse-Entzuckerung benötigt. Allerdings hielt die Nachfrage nach Strontianit nur ein paar Jahre an. Nachdem der billigere Coelestin als Ersatzstoff zum Einsatz kam, stellten die meist kleinen Gruben ihren Betrieb ein.
In der Zeit von 1816 bis 1975 war Beckum Kreisstadt (Kfz-Zeichen: BE), verliert diesen Status jedoch im Zuge der kommunalen Neuordnung an Warendorf.
Der Rat der Stadt Beckum besteht aus insgesamt 42 Mitgliedern.
Die am 26. September 2004 durchgeführte Gemeinderatswahl ergab folgendes Ergebnis:
| Partei | Wahlergebnis | Anzahl der Sitze im Rat |
|---|---|---|
| CDU | 42,3 % (−2,5 Prozentpunkte) | 18 (−1) |
| SPD | 28,3 % (−3,3 Prozentpunkte) | 12 (−1) |
| FWG | 13,2 % (+1,0 Prozentpunkte) | 5 (0) |
| Grüne | 9,4 % (+2,8 Prozentpunkte) | 4 (+1) |
| FDP | 6,1 % (+1,2 Prozentpunkte) | 3 (+1) |
Von den 29.684 Wahlberechtigten gaben 56,4 Prozent (+2,0 Prozentpunkte) ihre Stimme ab.
Bei der Bürgermeisterwahl fiel die Entscheidung mit 50,4 Prozent aller Stimmen im ersten Wahlgang für Karl-Uwe Strothmann (CDU) aus. Es gab zwei Gegenkandidaten.
In Rot drei schräge weiße Wellenbalken.
Die drei Wellenbalken sind redendes Symbol des Ortsnamens Beckum = Bekehem = Bachheim und stehen für die drei Bäche Kollenbach, Siechenbach und Lippbach, die nach ihrem Zusammenfluss in Beckum die Werse bilden.
Neu bestätigt am 26. März 1976.
Aufgrund der langjährigen Städtepartnerschaften und den damit verbundenen Bestrebungen zur Vertiefung des europäischen Gedankens, wurde der Stadt Beckum durch den Europarat im Jahr 2003 das sogenannte Europadiplom und zwei Jahre später die Ehrenfahne überreicht.
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Beckum hat einige architektonische und kunsthistorische Sehenswürdigkeiten.
Die Stadt Beckum liegt in einer von Landwirtschaft geprägten Landschaft und bietet daher eine Vielzahl von Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Rund um Beckum gibt es ca. 370 km gut ausgebaute Radwege, die durch die hügelige Landschaft des südöstlichen Münsterlandes führen. In Stadtnähe liegen einige renaturierte Steinbrüche, die zu Naherholungsgebieten ausgebaut wurden und zum Wandern, Baden, oder zu sonstigen sportlichen Aktivitäten einladen. In der Innenstadt stehen mehrere Park- und Grünanlagen als Ruheoasen zur Verfügung. Mehrere Hotels in und um Beckum gewährleisten die Unterbringung von Touristen.
Des Weiteren besitzt Beckum eine große Anzahl verschiedener Sportstätten wie z. B. Hallen- und Freibäder, Sporthallen, Sportplätze, Tennisanlagen, Reitanlagen und eine Kletterwand des Deutschen Alpenvereins (DAV).
Das Vereinsleben hat in Beckum eine lange Tradition und spiegelt sich in der Vielzahl an Sport-, Schützen-, Karnevals- und sonstigen Vereinen wider. Als Hochburg des rheinisch-westfälischen Karnevals ist der alljährliche Rosenmontagsumzug weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und zieht viele Tausend Besucher an.
Weitere kulturelle Einrichtungen sind das Stadtmuseum mit einer Dauerausstellung zur Beckumer Stadtgeschichte, einem Karnevalsmuseum und wechselnden Ausstellungen, das Stadttheater mit seiner „Kulturinitiative Filou“, die Museumsschmiede sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Feste. Seit über zwanzig Jahren bildet die Musik im Alten Pfarrhaus mit über 250 hochrangigen Kammerkonzerten einen wichtigen Teil des Musiklebens der Stadt.
Der Bahnhof Neubeckum liegt an der Bahnstrecke Hamm–Minden. Am Bahnhof Neubeckum halten jeweils im Stundentakt der RE 6 „Westfalen-Express“ Düsseldorf–Dortmund–Hamm–Bielefeld–Minden (DB Regio NRW) und die RB 69 „Ems-Börde-Bahn“ Münster–Hamm–Bielefeld (eurobahn), sodass insgesamt ein Halbstundentakt besteht. Des Weiteren verläuft eine Trasse der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) durch Beckum und Neubeckum. Diese wird ausschließlich von Güterzügen befahren und dient in erster Linie der Versorgung der heimischen Zementwerke mit reinem Kalkstein aus Warstein.
Außerdem verfügt Beckum über eine Anschlussstelle an der A 2 Ruhrgebiet – Hannover – Berlin.
In Beckum beginnt die B 58, die bis zum Niederrhein führt. Die B 61 und B 475 durchqueren ebenfalls die Stadt.
Regionalbusse fahren nach Münster, Warendorf und Ennigerloh. Zwei Linien verbinden Beckum mit Neubeckum.
Heutzutage sind neben der Zementindustrie zahlreiche kleine und mittelständische Industriebetriebe aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau (z.B. Blumenbecker und Polysius) sowie Dienstleistungsunternehmen und Kornbrennereien in Beckum angesiedelt.
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Freiheitsstatue
Der Sockel der New Yorker Freiheitsstatue wurde aus Beton gegossen, der mit Beckumer Zement der Firma Dyckerhoff hergestellt wurde. Ein kleines Hinweisschild an der östlichen Sockelseite der Liberty Statue verweist auf den aus Beckum stammenden Zement: „The cement, which was used for the base of the Liberty Statue was delivered by an German manufacturer in Beckum, Westphalia.“ Dies war der erste Zement der unter Wasser härten konnte.
Rosenmontagszug 2009
Wegen eines schweren Unfalls beim Sturm auf das Rathaus, bei dem der Stadtprinz und zwei Hofmarschalle verletzt wurden, verschob man den Rosenmontagszug kurzfristig auf den Pfingstsonntag.[3] Es kamen circa 60.000 Besucher, was in etwa dem Dreifache des üblichen Besucherandrangs entspricht.
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