Der Becklingen War Cemetery ist eine Kriegsgräberstätte, die unter Leitung der Commonwealth War Graves Commission erbaut wurde und betreut wird. Dieser Soldatenfriedhof liegt in der Nähe der Ortschaft Becklingen im Ortsteil Getrudenhof.
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Der Commonwealth Soldatenfriedhof wurde im Jahre 1951 angelegt, die gewählte Lage, an einem leichten Hang, erlaubt einen Überblick über die Lüneburger Heide. Diese Stelle wurde ausgewählt, da sie landschaftlich an den Timeloberg am Ortsrand von Wendisch Evern erinnerte. Hier unterzeichnete eine deutsche Delegation unter Leitung von Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg am 4. Mai 1945, im Beisein des britischen Feldmarschalls Bernard Montgomery, die Urkunde zur bedingungslosen Kapitulation im norddeutschen Raum.
Auf diesen Zentralfriedhof in der Lüneburger Heide wurden, aus einem Umkreis von ca. 80 km, mehrere kleinere Friedhöfe und Einzelgräber, in denen Gefallene und Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges bestattet waren, zusammengeführt. Die meisten Opfer stammten aus den letzten zwei Monaten vor dem Kriegsende. 2086 Briten, 140 Kanadier, 79 Australier, 38 Neuseeländer, 2 Südafrikaner, 1 Grieche, 19 Polen, 5 Russen, 2 Jugoslawen und 29 Personen mit unbekannter Nationalität fanden auf diesem Soldatenfriedhof ihre letzte Ruhestätte.
Wie fast alle Kriegsgräberstätten der CWGC unterliegt die Gestaltung der einheitlichen Bestimmungen. Der architektonische Entwurf stammt vom britischen Architekten Philip Dalton Hepworth. Demnach bestehen diese Stätten aus zwei zentralen Elementen, sowie einer Ehrenhalle, den Grabsteinreihen sowie einer einfachen Bepflanzung.
Das große Opferkreuz mit dem Kreuzritter-Schwert und der Altarstein sind auf einer Achse ausgerichtet und durch eine breite Grasfläche verbunden. Der Altarstein, mit der Aufschrift „Their Name Liveth For Evermore“, wurde auf einem eigens dafür geschaffenem Rundbeet errichtet. Beidseitig des St. Patrick Kreuzes befinden sich zwei niedrige Gebäudeteile, in einem wird das Friedhofsregister, welches öffentlich zugänglich ist, aufbewahrt.
An den rechten und linken Seiten der Grasflächen, die schnurgerade vom Altar zum Hochkreuz verläuft, sind die Grabsteine aufgestellt. Sie sind aus weißem Sandstein und enthalten von oben nach unten gelesen die Inschriften über die Einheit, Namen und Dienstgrad, Religionszugehörigkeit (soweit bekannt) und einen Erinnerungsvers der Angehörigen (falls erwünscht).
Die Grabsteine sind ebenerdig und mit kleinen Beeten umrahmt, die gesamte Friedhofsfläche ist mit Rasen angepflanzt, wobei einige einzelne Bäume die Landschaft auflockern. Die Anlage und Bepflanzung mit Sträuchern und Bäumen ist symmetrisch exakt angelegt und zeigt nur wenige Blumen.
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52.8897229.916123Koordinaten: 52° 53′ 23″ N, 9° 54′ 58″ O
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