Die Becker-Kanone war eine automatische Kanone für 20 x 70 mm Geschosse.
Es handelte sich um einen Rückstoßlader mit unverriegeltem Masseverschluss, der auch als bewegliche Kanone in schwere Flugzeuge eingebaut wurde. Auf ein Dreibein montiert wurde sie gegen Panzer und Flugzeuge eingesetzt. Sie wurde von Hand gerichtet, das Magazin fasste zwölf Schuss. Während des ersten Weltkrieges wurde sie ausschließlich von Truppen des Deutschen Reichs eingesetzt.
Sie wurde 1914 im 1908 gegründeten Stahlwerk Reinhold Becker in Willich entwickelt. Aus Geheimhaltungsgründen wurden in Preußen Waffen nicht patentiert. Die Becker-Kanone wurde 1919 für die Maschinenbau AG Seebach (SEMAG) bei Oerlikon-Bührle zum Patent angemeldet. 1923 wurde die Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon von der Werkzeugmaschinenfabrik Magdeburg GmbH [1] aufgekauft und Emil Georg Bührle als Direktor eingesetzt. 1924 wurde die SEMAG, welche sich neben Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon befand, liquidiert und diese erwarb aus der Konkursmasse der SEMAG das Patent an der Becker Kanone[2].
1927 hatte die Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon aus der Beckerkanone die 20-mm-Oerlikon-Kanone entwickelt.
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