Bechstedtstraß


Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Bechstedtstraß führt kein Wappen
Bechstedtstraß
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bechstedtstraß hervorgehoben
50.94888888888911.196111111111335Koordinaten: 50° 57′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Grammetal
Höhe: 335 m ü. NN
Fläche: 5,73 km²
Einwohner: 271 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99428
Vorwahl: 03643
Kfz-Kennzeichen: AP
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 006
Adresse der Gemeindeverwaltung: Im Dorfe 35
99428 Bechstedtstraß
Webpräsenz:
Bürgermeister: Lothar Möller
Lage der Gemeinde Bechstedtstraß im Landkreis Weimarer Land
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Über dieses Bild

Bechstedtstraß ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Grammetal.


Inhaltsverzeichnis

Sehenswürdigkeiten

  • Orgelmuseum in der Nähe der Kirche

Folgende Objekte wurden u.a. in die Denkmalliste des Kreises Weimarer Land aufgenommen:

Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert mit romanischen Okuli und gotischer Sakramentsnische und Glocke aus dem 14. Jahrhundert. Uhrglocke aus dem Jahre 1609. Erweiterung der Kirche Anfang des 18. Jahrhunderts. Große Witzmann-Orgel (Disposition von Alexander Wilhelm Gottschalg) von 1877. Jugendstilausmalung aus dem Jahre 1905.
2008 wird der Turm statisch gesichert.
  • Kirchhof mit 21 historischen Grabsteinen
  • Ehrenfriedhof für mehr als 70 sowjetische Kriegsgefangene am nördlichen Ortsausgang, die Opfer der harten Lebensbedingungen oder von Misshandlungen bei der Zwangsarbeit am Autobahnbau wurden
  • Portal der ehemaligen Meierei, Im Dorfe 17
  • Gehöft des ehemaligen Pfarrhauses, Im Dorfe 20
  • Wohnhaus, im Dorfe 48
  • Bockwindmühle an der Straße nach Isseroda
  • zwei Waidmühlsteine auf dem Dorfanger, Nähe Friedhof

Geschichte vor 1900

Wie Bodenfunde ca. 500 m westlich der Kirche belegen, war der Raum in der Steinzeit, in der Bronzezeit und in der Römerzeit besiedelt. Der Ort Bechstete (so auf einer Urkunde aus dem Jahre 860) lag an einer Gabelung der Salzstraße (zwischen Gutendorf und Ollendorf über Niederzimmern) und einem Weg nach Erfurt, weshalb seit Mitte des 16. Jh. Bechtstedt den Zusatz "via" oder „(an der) Straß“ in Unterscheidung zu Bechstedt-Wagd (Ilm-Kreis) erhielt. Die ersten Gehöfte gruppierten sich um einen Dorfplatz an dessen oberen Rand schon vor 1000 eine Kirche errichtet wurde. Die Kirche wurde dem ersten thüringischen Bischof Bonifatius geweiht. Wie Fuldaer Urkunden belegen, hatte die Reichsabtei bedeutende Güter im Raum Bechstedtstraß. Es sind drei Schnitzfiguren aus gotischen Altären erhalten, die vom mittelalterlichen Reichtum des Dorfes zeugen. Das Dorf gehörte vom Mittelalter bis 1815 zur Stadt Erfurt, danach gehörte Bechstedtstraß zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Im 16. Jahrhundert war Bechstedtstraß eines der bedeutenden Waiddörfer Erfurts. Daran erinnern Waidsteine auf dem Dorfanger und das alte Tor des Meierhofes (Im Dorfe 17). 1830 und um 1850 gab es verheerende Brände im Dorf. In dieser Zeit reisten mehrere Familien nach Amerika aus. 1884 wurde der Kirchhof als Friedhof geschlossen. Bestattungen finden seit 1880 auf dem Friedhof unterhalb des Angers statt.

Religion

Die evangelischen Christen gehören zur Kirchgemeinde Nohra (Katharina von Bora) zusammen mit Gemeindegliedern aus Nohra, Ulla, Bahnhof Nohra und Isseroda. Gottesdienste finden monatlich einmal statt. Das Pfarramt ist in Nohra. Die katholischen Christen feierten bis 1972 in der Dorfkirche ihre Messe. Heute finden die Gottesdienste in Weimar, Herz-Jesu-Kirche, statt.


Einzelnachweise

  1. Thüringer Landesamt für Statistik: Bevölkerung nach Gemeinden

Weblinks







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