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Dieser Artikel behandelt den Tübinger Stadtteil Bebenhausen; für das Kloster Bebenhausen siehe Kloster Bebenhausen |
| Bebenhausen
Universitätsstadt Tübingen
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| Koordinaten: | 48° 34′ N, 9° 4′ O48.5605555555569.0602777777778369Koordinaten: 48° 33′ 38″ N, 9° 3′ 37″ O |
| Höhe: | 369 m ü. NN |
| Fläche: | 13,4 km² |
| Einwohner: | 347 (30. Juni 2007) |
| Eingemeindung: | 1974 |
| Postleitzahl: | 72074 |
| Vorwahl: | 07071 |
Bebenhausen ist der kleinste Stadtteil der Universitätsstadt Tübingen. Das gesamte Ortsbild steht unter Ensembleschutz.
Inhaltsverzeichnis |
Bebenhausen liegt drei Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Tübingen an der Landesstraße L1208 am Rande eines weiten Talkessels am Zusammenfluss von Goldersbach und Seebach. Bebenhausen ist der einzige Ort innerhalb des Naturparks Schönbuch.
Der Ort ist seit 1974 mit seinen rund 350 Einwohnern ein Stadtteil von Tübingen.
Das Kloster Bebenhausen wurde um 1183 von Pfalzgraf Rudolf von Tübingen am Ort vermutlich einer älteren Burg als Familiengrablege gegründet und mit Prämonstratenser-Chorherren besiedelt. Die Prämonstratenser verließen jedoch den Ort bald wieder.
Um 1189/90 wurden Zisterzienser aus Schönau herangezogen, um die Klostergründung fortzuführen. Sie richteten sich in den von den Prämonstratensern begonnenen Gebäuden ein und bauten das Kloster zügig aus. Die strengen Regeln der Ordens wurden allerdings übertreten, da der Ort nicht in der nötigen Abgeschiedenheit lag und Pfalzgraf Rudolf weiterhin in seiner Gründung bestattet werden wollte. Hier hatten aber die Mönche aus Schönau, das Grablege der Heidelberger Pfalzgrafen war, schon einschlägige Erfahrungen.
Am Ende des 13. Jahrhunderts umfasste der Konvent bereits über 60 Mönche, dazu 130 Konversen. Seine Wirtschaftskraft stieg durch zahlreiche Zuwendungen, so dass es 1301 Stadt und Burg Tübingen kaufen und für kurze Zeit innehaben konnte. Im Lauf des 14. Jahrhunderts kam die Vogtei über das Kloster an das Reich, mit dem Verkauf der Herrschaft Tübingen durch den Tübinger Pfalzgrafen 1342 gingen jedoch landesherrliche Rechte über das Kloster von Tübingen an Württemberg über, das diese Rechte Zug um Zug erweiterte und die alte Reichsfreiheit schließlich beseitigte. Seit 1498 hatte der Abt einen Sitz im württembergischen Landtag.
Nach der Einführung der Reformation 1535 durch Herzog Ulrich von Württemberg wurde der Konvent vertrieben, konnte jedoch nach dem Augsburger Religionsfrieden nochmals für kurze Zeit zurückkehren. 1556 richtete Herzog Christoph von Württemberg im Kloster eine evangelische Klosterschule unter Leitung eines evangelischen Abts ein. Der katholische Konvent verließ 1560 endgültig das Kloster. Das Kloster blieb als selbständiger Wirtschaftsbereich bis 1807 bestehen, als Schule und Klosterverwaltung aufgelöst wurden. Die Wirtschaftsgebäude nahmen das Oberforstamt Tübingen auf, die Konventsgebäude dienten als königliches Jagdschloss. Hier wohnten nach seiner Abdankung als König Herzog Wilhelm von Württemberg und seine Frau.
1946 – 1952 tagte im Kloster der Landtag des Bundeslandes Württemberg-Hohenzollern.
König Friedrich löste 1806 die Klosterschule auf und nutzte Bebenhausen für fürstliche Hofjagden. Dazu ließ er sich das ehemalige Abtshaus des Klosters zum Jagdschloss umbauen. Unter seinem Nachfolger Wilhelm I. geriet Bebenhausen in Verfall, erst der dritte Württembergische König, Karl nutzte Bebenhausen wieder als Jagdschloss, indem er das ehemalige Gästehaus des Klosters neu einrichten ließ. Sein Nachfolger, Wilhelm II. ließ weitere Umbauten folgen und weilte häufig zur Jagdsaison in Bebenhausen.
König Wilhelm II. von Württemberg verfasste 1918 in Bebenhausen seinen Thronverzicht und lebte dort bis zu seinem Tode 1921. Auch seine Gemahlin, Herzogin Charlotte blieb in Bebenhausen bis zu ihrem Tode 1946.
Von 1946 bis zur Gründung des Landes Baden-Württemberg 1952 war Bebenhausen Sitz des Landtags von Württemberg-Hohenzollern.
Nach Sanierung und Restaurierung durch das Staatliche Hochbauamt Reutlingen wurden 1986 die wieder eingerichteten ehemaligen königlichen Repräsentations- und Wohnräume als Museum wiedereröffnet.
Kernstadt: Au/Unterer Wert | Französisches Viertel | Österberg | Schönblick/Winkelwiese | Südstadt | Studentendorf WHO | Universität | Waldhäuser Ost | Wanne | Weststadt | Zentrum
Äußere Stadtteile: Bebenhausen | Bühl | Derendingen | Hagelloch | Hirschau | Kilchberg | Lustnau | Pfrondorf | Unterjesingen | Weilheim
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