Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit ist ein am 14. Oktober 2003 geschaffenes Ministerium des Freistaates Bayern mit Sitz in München. Es ging aus dem ersten Umweltministerium des deutschsprachigen Raums hervor, das bereits 1970 eingerichtet wurde. Das Ministerium ist auch für Tierschutz zuständig.
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Schwerpunkte der Arbeit des Ministeriums sind
Das Ministerium ist atomrechtliche Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde für kerntechnische Anlagen in Bayern. Die Überwachung der Sicherheit der Kernkraftwerke sowie die Kontrolle der Radioaktivität in der Umwelt ist eine wichtige Aufgabe. Weiterhin ist das Ministerium für die Überwachung der Entsorgung der radioaktiven Abfälle aus Medizin, Forschung und Industrie verantwortlich.
Das Ministerium ist als oberste Fachbehörde für Infektionsschutz und Hygiene, Bekämpfung von Epidemien, Sucht und Drogen, Krankenhaus- und Krankenversicherungswesen, Arzneimittelsicherheit und Apothekenwesen, Umwelt- und Ernährungsmedizin verantwortlich.
Es ist die fachliche vorgesetzte Behörde der 71 in die Landratsämter eingegliederten Gesundheitsämter und hat die Fachaufsicht auch über die 5 kommunalen Gesundheitsämter in Bayern (Augsburg, Ingolstadt, Memmingen, München, Nürnberg). Dazu gehört auch die Lebensmittelsicherheit und -kontrolle.
Der Verbraucherschutz war nur von 2003 bis 2008 im Umweltministerium angesiedelt und wird seit Oktober 2008 vom Bayerischen Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz wahrgenommen.
Außerdem gehört die Sicherheit und der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sowie der Tierschutz zu den Aufgaben des Ministeriums.
Das Ministerium ist vorgesetzte Stelle für die Höheren Naturschutzbehörden der sieben bayerischen Regierungen und die 96 Unteren Naturschutzbehörden in Landkreisen und kreisfreien Städten. Weiterhin ist das Ministerium für das Landesamt für Umwelt (LfU) und die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) verantwortlich.
Im Bereich der Wasserwirtschaft ist das Ministerium vorgesetzte Stelle für die 17 Wasserwirtschaftsämter und das Landesamt für Umwelt, an 7 Regierungen und in 96 Landkreisen und kreisfreien Städten.
Das Gesundheitsministerium als oberste Fachbehörde wird dabei durch die Gesundheitsämter und das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterstützt.
Das BayernNetz Natur deckt ungefähr ein Drittel der Landesfläche an. Es bestehen 2 Nationalparks, 584 Naturschutzgebiete, 701 Landschaftsschutzgebiete und 16 Naturparks.
| Amtszeit | Minister | Partei | Amtsbezeichnung | im Kabinett |
|---|---|---|---|---|
| 1970-1977 | Max Streibl | CSU | Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen | Goppel III, IV |
| 1977-1990 | Alfred Dick | CSU | Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen | Goppel IV, Strauß I, II, III, Streibl I |
| 1990-1994 | Peter Gauweiler | CSU | Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen | Streibl II, Stoiber I |
| 1994-1998 | Thomas Goppel | CSU | Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen | Stoiber I, II |
| 1998-2007 | Werner Schnappauf | CSU | Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen | Stoiber III |
| Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz | Stoiber IV | |||
| 2007-2008 | Otmar Bernhard | CSU | Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz | Beckstein |
| 2008-dato | Markus Söder | CSU | Staatsminister für Umwelt und Gesundheit | Seehofer |
Staatskanzlei | Innen | Bundes- und Europaangelegenheiten | Finanzen | Justiz und Verbraucherschutz | Wissenschaft, Forschung und Kunst | Unterricht und Kultus | Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie | Umwelt und Gesundheit | Ernährung, Landwirtschaft und Forsten | Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Max Streibl (1970–1977) | Alfred Dick (1977–1990) | Peter Gauweiler (1990–1994) | Thomas Goppel (1994–1998) | Werner Schnappauf (1998–2007) | Otmar Bernhard (2007–2008) | Markus Söder (seit 2008)
Ministerpräsident: Seehofer (Stellvertreter: Zeil)
Staatsminister: Schneider (Staatskanzlei) | Müller (Bundes- und Europaangelegenheiten) | Fahrenschon (Finanzen) | Herrmann (Inneres) | Merk (Justiz) | Spaenle (Kultus) | Brunner (Landwirtschaft) | Haderthauer (Soziales) | Söder (Umwelt) | Zeil (Wirtschaft) | Heubisch (Wissenschaft)
48.15289411.618628Koordinaten: 48° 9′ 10,4″ N, 11° 37′ 7,1″ O
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