Bauma


Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde im Kanton Zürich; weitere Bedeutungen siehe Bauma (Begriffsklärung).
Bauma
Wappen von Bauma
Basisdaten
Kanton: Zürich
Bezirk: Pfäffikonw
BFS-Nr.: 0171i1f3f4
PLZ: 8494
UN/LOCODE: CH QBA
Koordinaten: (708720 / 247385)47.3683328.878049640Koordinaten: 47° 22′ 6″ N, 8° 52′ 41″ O; CH1903: (708720 / 247385)
Höhe: 640 m ü. M.
Fläche: 20.91 km²
Einwohner: 4167
(31. Dezember 2008)[1]
Website: www.bauma.ch/
Gasthaus Tanne in Bauma
Gasthaus Tanne in Bauma
Karte
Karte von Bauma
w

Bauma ist eine politische Gemeinde im Bezirk Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Blasonierung

In Silber auf grünem Boden eine grüne Tanne mit rotem Stamm

Geographie

Bauma liegt im Zürcher Oberland und im voralpinen Teil des Tösstales auf 640 m ü. M. an der Bahnlinie Winterthur-Rapperswil. Sein höchster Punkt ist das Chli-Hörnli mit 1'073 m ü. M..

  • 50% Wald
  • 34% Landwirtschaft
  • 16% Siedlungen

Zum Gemeindegebiet gehören neben dem Dorf Bauma die Ortschaften und Weiler Altlandenberg, Saland, Juckern, Blitterswil, Dillhaus, Undalen, Bliggenswil, Wolfensberg, Wellenau, Lipperschwändi (auch Lipperschwendi), Hörnen und Schindlet.

Die Nachbargemeinden von Bauma sind Fischenthal, Sternenberg, Wila, Wildberg ZH, Pfäffikon, Hittnau und Bäretswil.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 455
1691 1082
1772 2530
1836 3217
1850 2993
1900 2768
1950 2989
1970 3171
1990 3795
2000 4259

Politik

Die Gemeindepräsidentin ist Marianne Heimgartner (EVP Stand 2009).

Wirtschaft

1821 begann die Industrialisierung im Tösstal, indem die Wasserkraft für die Textilindustrie genutzt wurde.

Die Fabriken der einst blühenden Baumwollspinnerei und -weberei sind seit 1989 stillgelegt. Da in der Landwirtschaft heute weniger als 5% der Bevölkerung beschäftigt sind, ist der Dienstleistungssektor und die auswärtige Arbeitsstelle das Haupterwerbsgebiet. Viele Einwohner pendeln nach Zürich oder Winterthur.

Verkehr

Bis 1835 benützen Fuhrwerke das oft nicht ungefährliche Tössbett als Strasse, um nach Bauma zu gelangen. Erst mit dem Bau der Talstrasse von Winterthur nach Bauma und kurz darauf mit der Verbindung nach WetzikonOetwil fand Bauma Anschluss an die Welt.

1875 nahm die Tösstalbahn zwischen Winterthur und Bauma und ein Jahr später die Verlängerung nach Wald ihren Betrieb auf. 1901 folgte die Eröffnung der durch den Einheimischen Adolf Guyer-Zeller erbauten Uerikon-Bauma-Bahn. Ab 1969 wurde diese teilweise durch den Busbetrieb Bauma–Wetzikon ersetzt. Heute bedienen die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) die Station Bauma im Stundentakt mit der Linie S26 der S-Bahn Zürich, und es bestehen Postautoverbindungen nach dem Bezirkshauptort Pfäffikon und Sternenberg sowie nach Wetzikon durch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland.

Der Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland befährt an einigen Wochenenden im Sommer die Museumsbahn Bauma–Hinwil.

Geschichte

Die Besiedelung erfolgte im 7. bis 10. Jahrhundert auf den Geländeterrassen. Die Herren auf Burg Alt Landenberg intensivierten den Landausbau im 12. Jahrhundert und 13. Jahrhundert.

1549 ging das Niedergericht durch Kauf an Zürich über.

Sehenswürdigkeiten

  • Guyer-Zeller Wanderwege (vor 100 Jahren erstellt)
  • Dampfbahn und -fahrten der Museumsbahn DVZO
  • Industrielehrpfad / Wasserlehrpfad Töss
  • Reformierte Kirche von 1651, 1771 umgebaut
  • Schlossruine Altlandenberg
  • Grabmal der Familie Guyer-Zeller aus Marmor

Persönlichkeiten

Literatur

  • Walter Sprenger et al.:Geschichte der Gemeinde Bauma, Politische Gemeinde Bauma, 1994, ISBN 3-85981-173-8

Weblinks

Commons Commons: Bauma ZH – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden






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