Die Barfüßerkirche in der Altstadt von Augsburg ist eine evangelische Kirche im Stil einer barockisierten gotischen Basilika und wurde im 13. Jahrhundert von den Barfüßern (Franziskaner) erbaut. Sie ist die Taufkirche von Bertolt Brecht.
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Sie ragt aus dem Gewirr der engen Gassen und einfachen Giebelhäuser heraus und wirkt in ihrer strengen Form gerade und akkurat. Im Jahr 1243 wurde die Barfüßerkirche von Franziskanermönchen inmitten des mittelalterlichen Augsburger Lechviertels neben dem Barfüßertor als kleine Kirche errichtet. Den romanischen Nachfolgebau aus dem Jahr 1265 vernichtete ein Brand bereits im Jahr 1398. Von 1407 bis 1411 wurde die Barfüßerkirche als einschiffige Basilika im Stil der Gotik wiederaufgebaut. Bereits nach Auflösung des Franziskanerklosters Anfang des 16. Jahrhunderts zu einer evangelischen Pfarrkirche erhoben, erfolgte in den Jahren 1724 bis 1760 die Umgestaltung nach spätbarockem Zeitgeschmack.
Bei dem verheerenden britischen Luftangriff vom 25. auf den 26. Februar 1944 wurde die Barfüßerkirche bis auf die Außenmauern des Chors zerstört. Die komplette Inneneinrichtung - darunter die geschnitzte Kanzel von Christoph Friedrich Rudolph und die prunkvolle Orgel von Johann Andreas Stein - ging in den Flammen verloren. Bis zum Jahr 1951 wurde die Kirche in vereinfachter Form wiederaufgebaut.
Zeitlicher Abriss der Geschichte der Barfüßerkirche
Das großflächige Gemälde "Die Taufe Christi" von Johann Heiss stammt aus den Jahren zwischen 1680 und 1690. Zusammen mit dem Altarbild "Das letzte Abendmahl" von Gottfried Eichler aus dem Jahr 1730 schmückt es noch heute das ansonsten schlichte Innere der Barfüßerkirche.
Die im Jahre 1609 für die Barfüßerkirche vom Augsburger Orgelbauer Marx Günzer gebaute Orgel ist die derzeit älteste bekannte Orgel im süddeutschen Raum. Dieses Renaissance-Instrument steht seit 1758 im Dorf Gabelbach bei Zusmarshausen. Sie wurde für 150 Jahre in der Barfüßerkirche gespielt, bevor man sie für die 200 Jahrfeier des Augsburger Religionsfriedens 1755 durch eine neue ersetzen wollte und sie deshalb abgebaut und nach Gabelbach verkauft hat.[1] Auf dieser neuen Orgel von J. A. Stein spielte im Oktober 1777 Wolfgang Amadeaus Mozart, wie aus einem Brief an seinem Vater zu entnehmen ist[2]. Albert Schweitzer spielte am 31. Mai 1929 ebenfalls auf dieser Orgel.
Im Chor ist die Figur des "Christkindes" von Georg Petel aus Augsburg zu sehen. Diese Figur kam im Jahre 1750 als Schalldeckelbekrönung auf die von Christoph Friedrich Rudolph geschaffene Kanzel. Die Figur gilt als eines der wichtigsten Werke von Petel und ist eines der wenigen Überbleibsel der Kanzel.
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Ein Teil des Kreuzgangs in der Barfüßerkirche |
Blick in den Kirchenraum Richtung Altar |
Die neue Orgel |
Die Tür im Chorgitter von Johann Samuel Birkenfeld |
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"Christkind", Georg Petel, 1750 |
"Die Taufe Christi" von Johann Heiss |
"Das letzte Abendmahl" von Gottfried Eichler |
48.36945810.900873Koordinaten: 48° 22′ 10″ N, 10° 54′ 3″ O
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