Bankhaus Metzler


B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG
Bankhaus Metzler-Logo
Unternehmensform KGaA
Gründung 1674
Unternehmenssitz Frankfurt, Hessen, Deutschland
Unternehmensleitung
Mitarbeiter

770 (Ende 2008)

Bilanzsumme 3,38 Milliarden Euro (Geschäftsbericht 2008)
Branche Banken
Produkte

Vermögensverwaltung

Website

www.metzler.com

Die B. Metzler seel. Sohn & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien ist eine private Investmentbank mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Bankhaus Metzler ist die älteste durchgehend in Familienbesitz befindliche deutsche Privatbank.

Seit 1971 führt Friedrich von Metzler als persönlich haftender Gesellschafter das Bankhaus in der 11. Generation.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Ursprünge des Bankhauses Metzler gehen auf ein 1674 durch Benjamin Metzler gegründetes Handelsunternehmen zurück.

Der Name B. Metzler seel. Sohn & Co. leitet sich her vom Sohn des Firmengründers Benjamin Metzler, der durch diese Namensgebung an seinen verstorbenen Vater erinnern wollte.

Bereits Ende des 17. Jahrhunderts kam es aufgrund der bedeutenden Fernhandelsaktivitäten zu einer Koppelung von Waren- und Geldgeschäften. Erste Geld- und Wechselgeschäfte sind seit 1728 nachweisbar. 1742 wurde ein Sohn des Gründers in den Frankfurter Börsenvorstand gewählt. Seitdem sind Inhaber des Bankhauses fast ununterbrochen im Leitungsorgan der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. der Deutschen Börse AG vertreten.

Die Entwicklung vom Handels- zum Bankhaus fand um 1760 weitgehend ihren Abschluss. Seit 1779 legte das Bankhaus Metzler Anleihen auf, was sich schnell zu einem blühenden Geschäft entwickelte.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts führte der Wettbewerb mit den neu gegründeten Aktienbanken zu einer strategischen Ausrichtung des Geschäfts auf die Kernkompetenzen einer Privatbank: Verzicht auf das bilanzwirksame Geschäft und Konzentration auf individuelle Finanzdienstleistungen. Die Vermögensverwaltung war dabei von besonderer Bedeutung.

20. Jahrhundert

Metzler schränkte zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Kontokorrent- und Kreditgeschäft ein. Gleichzeitig wurde der Handel mit Wertpapieren gezielt ausgebaut.

Um die Unabhängigkeit langfristig zu sichern sowie die Kapitalbasis zu stärken, wurde das Unternehmen 1986 von einer Personengesellschaft zu einer Kapitalgesellschaft in Form einer Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt. Damit war die für eine Privatbank charakteristische persönliche Haftung der Geschäftsleitung beibehalten.

Im gleichen Zug wurde die B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG als Muttergesellschaft einer Holding nach angelsächsischem Vorbild errichtet.

Die verschiedenen Geschäftsfelder liegen seitdem in der Verantwortung selbstständiger Tochtergesellschaften der Bank. Im Jahre 1994 wurde die B. Metzler GmbH zusammen mit dem Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Bernd Metzler gegründet.

21. Jahrhundert

2007 feierte das Bankhaus Metzler sein 333. Jubiläum. Als ausschließlich im Besitz der Gründerfamilie befindliche Bank macht das Unternehmen traditionell keine Angaben über seine Geschäftszahlen. Für das Jahr 2008 veröffentlichte das Bankhaus Metzler einen Geschäftsbericht, in dem folgende Zahlen veröffentlicht wurden.

  • Bilanzsumme: 3,38 Milliarden Euro
  • verwaltetes Vermögen: 29 Milliarden Euro
  • Eigenkapital: 94,16 Millionen Euro
  • Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (Gewinn vor Steuern): 12,5 Millionen Euro
  • Jahresüberschuss/Bilanzgewinn: 2,3 Millionen Euro

Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 2007 auf 2008 um 5 Prozent auf 770. Das Bankhaus möchte weiter selbständig bleiben, einer von der Wirtschaftspresse angesprochenen Fusion mit einer anderen Privatbank (dem Bankhaus Sal. Oppenheim & Cie) wurde mehrfach eine deutliche Absage erteilt.

Geschäftsfelder

Metzler konzentriert sich seither auf die Beratung von Institutionen und Privatkunden in den Kerngeschäftsfeldern Asset Management, Corporate Finance, Equities, Financial Markets und Private Banking. Zu den Kunden des Metzler Asset Managements gehört die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder.

Das Haus Metzler unterhält mit seinen rund 770 Mitarbeitern Filialen bzw. Tochtergesellschaften in München, Stuttgart, Bedburg, Hamburg, Atlanta, Los Angeles, New York, Seattle, Tokio, Peking und Dublin.

Persönlich haftende Gesellschafter

In der Geschichte des Hauses war eine Vielzahl von persönlich haftenden Gesellschaftern aktiv:

Literatur

  • Banken-Porträt Bankhaus B. Metzler. In: Bernd Baehring u. a. (Hg.): Finanzzentrum Frankfurt. Düsseldorf, Wien, New York 1987, S. 81-84.
  • Stefan Ohmeis: Einblicke - Geschichte und Geschichten über das Bankhaus Metzler und über die Familie von Metzler in Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 2., erweiterte Auflage 2007.

Weblinks







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