| Baltische Operation | |||||||
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| Teil von: Zweiter Weltkrieg | |||||||
Entwicklung an der Ostfront von August 1943 bis Dezember 1944 |
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| Konfliktparteien | |||||||
| Deutschland | Sowjetunion | ||||||
| Befehlshaber | |||||||
| Ferdinand Schörner | Hovhannes Baghramjan, Andrei Jerjomenko, Iwan Maslennikow, Leonid Goworow |
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| Truppenstärke | |||||||
| 730.000 Soldaten 7000 Geschütze und Mörser 1200 Panzer 400 Flugzeuge |
900.000 Soldaten 17.500 Geschütze 3000 Panzer 2500 Flugzeuge |
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| Verluste | |||||||
| k.A. | etwa 280.000 Soldaten, davon etwa 61.000 Tote | ||||||
| Bedeutende Militäroperationen während des Krieges zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion (1941–1945) |
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| 1941: Białystok-Minsk – Smolensk – Kiew – Leningrader Blockade – Wjasma-Brjansk – Moskau 1942: Charkow – Operation Blau – Operation Braunschweig – Operation Edelweiß – Stalingrad – Operation Mars |
Die Baltische Operation (russisch Прибалтийская операция) war eine Schlacht zwischen Verbänden der Roten Armee und Verbänden der deutschen Wehrmacht an der Ostfront, die vom 14. September bis zum 24. November 1944 andauerte und in deren Folge fast das gesamte Baltikum sowjetisch besetzt wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Die deutsche Heeresgruppe Nord unter Ferdinand Schörner und die deutsche 3. Panzerarmee hatte eine Stärke von etwa 730.000 Soldaten, 7000 Geschützen und Mörsern, 1200 Panzern und 400 Flugzeugen. Ihr gegenüber standen vier sowjetische Fronten (1. Baltische Front unter Baghramjan, 2. Baltische Front unter Jerjomenko, 3. Baltische Front unter Maslennikow und die Leningrader Front unter Goworow) mit einer Gesamtstärke von ungefähr 900.000 Soldaten, 17.500 Geschützen, 3000 Panzern und 2500 Flugzeugen.
Am 14. September eröffneten die Truppen der drei baltischen Fronten die Rigaer Operation. Die 1.Baltische Front durchbrach deutsche Verteidigung und stieß am Ende des dritten Tages bereits 50 Kilometer vor. Das deutsche OKW befahl der Gruppierung „Narwa“ aus Estland und der linken Flanke der 18. Armee vom Wirzsee den Rückzug, um die deutsche Gruppierung bei Riga zu verstärken. Am 16. September erfolgten zwei erfolglose deutsche Gegenschläge, um die Lage der Truppen südlich von Riga zu erleichtern. Die Truppen der 2. und 3. Baltischen Front konnten in den ersten drei Tagen die deutsche Verteidigung nicht durchbrechen.
Am 17. September startete die Leningrader Front mit der Unterstützung der Baltischen Flotte die Tallinner Operation. Sie waren erfolgreich und nahmen am 22. September die Stadt Tallinn ein. Am 23. September begann die 18. deutsche Armee, sich zur Sigulda-Verteidigungslinie zurückzuziehen, die sich im Abstand von etwa 60 bis 80 Kilometern rund um Riga erstreckte. Die 3. Baltische Front nahm die Verfolgung auf. Am 22. September erzielten auch die Truppen der 2. Baltischen Front den Durchbruch, wurden aber zusammen mit der 3. Baltischen in der Sigulda gestoppt. Die Leningrader Front hatte bis zum 26. September ganz Estland mit Ausnahme der Moonsund-Inseln (Dagö, Ösel, Moon) eingenommen.
Vom 27. September bis zum 24. November führte die Leningrader Front zusammen mit der Baltischen Flotte die Moonsund-Operation durch, in deren Folge die von der deutschen Wehrmacht besetzten Inseln von der Roten Armee erobert wurden.
Bei Riga lagen bis zu 30 Divisionen der Wehrmacht, der Frontanschnitt von Auze bis zur Memel wurde aber nur durch acht deutsche Divisionen der deutschen 3. Panzerarmee verteidigt. Deswegen entschied sich die STAWKA für einen Angriff in diese Richtung. Am 5. Oktober begann die 1. Baltische Front mit Unterstützung der 39. Armee der 3. Weißrussischen Front die Memeler-Operation. Am 10. Oktober erreichten sie die Ostsee nördlich und südlich von Klaipeda und schlossen somit die Stadt Klaipeda (dt. Memel) ein. Das OKW begann am 6. Oktober mit der Evakuierung der Truppen nach Kurland. In der Nacht zum 6. Oktober begannen die 2. und 3. Baltische Front den Angriff auf Riga und nahmen die Stadt am 15. Oktober ein.
Am 16.Oktober wurde die 3. Baltische Front aufgelöst und die Truppen der 1. und 2. Baltischen Front setzten die Offensive in Richtung Tukums und Saldus fort. Am 22. Oktober erreichten sie die Tukums-Verteidigungslinien und schlossen somit die deutsche Armeen in Kurland ein.
Die Rote Armee stieß auf einer 1000 Kilometer breiten Front bis zu 300 Kilometer nach Westen vor, besetzte Estland, Lettland und Litauen, zerschlug 26 deutsche Divisionen (drei davon komplett), [1] blockierte 27 weitere Divisionen im Kurland-Kessel, [2] wo diese sich am 8. Mai 1945 schließlich ergaben. Die Rote Armee verlor etwa 280.000 Soldaten, davon etwa 61.000 Tote. [3]
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