Bahnhof Hamburg-Bergedorf


Das ehemalige Bahnhofsgebäude

Der Bahnhof Hamburg-Bergedorf ist der zentrale Bahnhof für den gleichnamigen Bezirk. Er liegt zwischen den Stadtteilen Bergedorf und Lohbrügge in unmittelbarer Nähe der Bergedorfer Innenstadt und des Einkaufszentrums CCB.

Der Bahnhof wird von den Hamburger S-Bahn-Linien S21 und S2 bedient. Der S-Bahn-Verkehr wird auf den Gleisen 3 und 4 (Mittelbahnsteig) sowie auf Gleis 5 (Seitenbahnsteig) abgewickelt. Die Züge aus Aumühle verkehren meist von Gleis 5, die Züge nach Aumühle regelmäßig von Gleis 3, während die S-Bahnen, die in Bergedorf beginnen oder enden meist Gleis 4 benutzen. Das Bahngelände verfügt in Richtung Aumühle über eine kleine Abstellanlage für S-Bahn-Züge.

Die Gleise 1 und 2 (Mittelbahnsteig) dienen heute dem Regionalverkehr nach Schwerin-Rostock sowie einzelnen Fernverkehrszügen von bzw. nach Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Bis Anfang des ersten Jahrzehntes der 2000er Jahre war Hamburg-Bergedorf regulärer Halt der Interregio- und nach Umwandlung des Interregio-Verkehrs in Intercity-Linien - der Intercity-Züge.

Der zugehörige ZOB ist der fahrgaststärkste im südöstlichen Hamburg und dient u. a. der Busanbindung der Vierlande, Geesthachts und des unmittelbaren Umlands an das Hamburger S-Bahnnetz.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Bahnhof Hamburg-Bergedorf wurde am 15. Dezember 1846 für die Berlin-Hamburger Bahn in Betrieb genommen. Er wurde erforderlich, weil durch die gegenüber der ursprünglichen Planung geänderte Trassenführung der alte Bahnhof nicht mehr an der Strecke nach Berlin lag.

Als in den 1930er Jahren die Strecke nach Berlin im Bereich Bergedorf hochgelegt wurde, führte dies 1936-37 zum Neubau eines Bahnhofsgebäudes, von dem auch die Züge der Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn abfuhren. Als diese Strecke in den 1950er Jahren stillgelegt und das Verbindungsgleis zwischen Bergedorf-Süd und dem Bahnhof Bergedorf abgebaut worden war, wurde ein Teil des nicht genutzten Bahngeländes bis Anfang der 1990er als Park-and-Ride-Platzplatz genutzt; in dieser Zeit gab es kein Gleis 1. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bedeutung der Strecke für den Fernverkehr nach Berlin als Folge der deutschen Teilung stark ab, so dass 1958 die S-Bahn zum Bergedorfer Bahnhof verlängert wurde. 1969 wurde die S-Bahn bis Aumühle verlängert, so dass Bergedorf zum S-Bahn-Durchgangsbahnhof wurde. Allerdings endeten viele S-Bahnen auch dort.

Nach der Wende nahm der Fern- und Güterverkehr auf der Berliner Bahn wieder stark zu, so dass im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nummer 1 ein Ausbau der Strecke mit Trennung der Fern- und S-Bahn-Gleise stattfand. Gleichzeitig wurde der bisherige Bahnsteig am Gleis 2 abgerissen und ein neuer Bahnsteig für den Fern- und Regionalverkehr gebaut wurde. Am östlichen Bahnhofsende wurde das S-Bahnstellwerk "BGS" errichtet, welches den Verkehr von Rothenburgsort bis Aumühle steuert. Die Fernbahngleise sind mit LZB ausgestattet und damit hochgeschwindigkeitstauglich.

Um das Bahnhofsumfeld in Bergedorf neu zu gestalten, wurde das Bahnhofsgebäude 2008 abgerissen und soll durch ein neues ersetzt werden - dem dritten an diesem Standort.

Umbau

Seit April 2008 wird der Bahnhof umgebaut. Es soll ein neues Bahnhofsgebäude und einer neuer zentraler Omnibusbusbahnhof (ZOB) entstehen. Das bisherige Bahnhofsgebäude, der alte ZOB und die Häuser entlang des Bahndammes wurden dazu abgerissen. Durch die so frei werdenden Flächen wird der neue ZOB näher an die Bahngleise rücken, was wiederum Platz für einen Erweiterungsbau des Einkaufszentrums CCB schafft, dessen Parkhaus inzwischen abgerissen wurde.

Panoramabild Bahnhof Bergedorf - Zu Beginn der Umbauarbeiten
Panoramabild Bahnhof Bergedorf - Zu Beginn der Umbauarbeiten

Siehe auch

53.48944444444410.206388888889Koordinaten: 53° 29′ 22″ N, 10° 12′ 23″ O

Weblinks







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