| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Osnabrück | |
| Höhe: | 104 m ü. NN | |
| Fläche: | 36,44 km² | |
| Einwohner: | 11 433 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 314 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 49186 | |
| Vorwahl: | 05403 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OS | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 59 004 | |
| Stadtgliederung: | 4 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Gografenhof 4 49186 Bad Iburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Drago Jurak | |
| Lage der Stadt Bad Iburg im Landkreis Osnabrück | ||
Bad Iburg ist eine Stadt und ein staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad im Südwesten des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen.
Bedeutendstes Bauwerk ist das über der Stadt thronende Schloss Iburg mit ehemaliger Benediktinerabtei, das über sieben Jahrhunderte die Residenz der Osnabrücker Bischöfe war.
Bad Iburg gehörte zur Westfälischen Hanse und seit 1980 zur Neuen Hanse.
Durch Bad Iburg führt die Friedensroute, ein Radwanderweg, der an den Friedensschluss von 1648 zur Beendigung des Dreißigjährigen Kriegs erinnert, der in Osnabrück und Münster verhandelt wurde. Der Hermannsweg, ein Wanderweg, führt durch das Gebiet der Stadt auf dem Dörenberg und dem Großen Freeden.
Inhaltsverzeichnis |
Der Teutoburger Wald bedeckt etwa die nördliche Hälfte Bad Iburgs. Die Stadt ist eine der waldreichsten Kommunen im westlichen Niedersachsen. Höchste Erhebung ist der Dörenberg (331,2 Meter) an der Nordgrenze der Stadt. Im Stadtgebiet liegt der Freeden mit dem Großen Freeden (269 Meter) und dem Kleinen Freeden (200 Meter), der zum Europäischen Naturerbe gehört. Nahe dem Freeden liegt im Stadtgebiet der Hohnsberg (241,9 Meter), an dem die Düte entspringt. Der Berg wurde seit dem 19. Jahrhundert geologisch erforscht und trägt mit dort gefundenen Fossilien wie der Farnwedel-Versteinerung Zamites iburgensis Hosius u. v. d. Marck und dem Muschel-Fossil Pinna iburgensis Weerth den Namen des Fundorts in die Welt der geologischen Wissenschaft. Teilweise zum Stadtgebiet gehört der dem Hohnsberg benachbarte Limberg (194,3 Meter), an dem 1910 der Zeppelin LZ 7 „Deutschland“ abstürzte. Nordwestlich des Stadtzentrums befindet sich der Urberg (213 Meter), an dem sich von 1964 bis 1998 ein katholisches Mütter-Kurheim befand. An mehreren Bergen im Iburger Stadtgebiet wurde im 19. und 20. Jahrhundert Kalkstein abgebaut, so am Hagenberg (139,2 Meter) und am Langenberg (206 Meter).
Die südlichen Stadtteile schließen an das Münsterland an. Im Staatsforst Palsterkamp bei Glane entsteht durch den Zusammenfluss des Kohlbaches und Fredenbaches die Glane, die hier noch den Namen Glaner Bach trägt.
Bad Iburg grenzt im Norden an Hagen am Teutoburger Wald und Georgsmarienhütte, im Osten an Hilter am Teutoburger Wald, im Süden an Bad Laer und Glandorf sowie im Westen an das nordrhein-westfälische Lienen (Kreis Steinfurt).
Im Jahr 753 wurde Iburg zum ersten Mal in den Fränkischen Reichsannalen erwähnt. 772 eroberte Karl der Große die erhabene Königsburg Iburg gegen seinen Widersacher Herzog Widukind. Zum zweiten Mal eroberten 783 fränkische Soldaten die Iburg. Über die Region hinaus erhielt Iburg Bedeutung im elften Jahrhundert. Bischof Benno I. errichtete zwischen 1052 und 1068 eine Burg. Der bedeutendste Bauherr war Bischof Benno II., der erste Bischof des Osnabrücker Landes. Er ließ 1068 bis 1088 auf den Trümmern der alten Karlsburg eine Stiftsburg und ein Benediktinerkloster errichten. Benno hatte besonderes historisches Gewicht durch seine Vermittlung im Investiturstreit zwischen dem deutschen Kaiser Heinrich IV., seinem Freund, und Papst Gregor VII. beim Gang nach Canossa im Jahr 1077.
Um 1100 wurde die Iburg nach dem großen Brand in Osnabrück ständiger Wohnsitz der Osnabrücker Bischöfe.
Im Jahr 1226 wurde der Bau der Fleckenskirche St. Nikolaus begonnen. Damit erhielten auch die Menschen, die sich am Fuß des Burgberges angesiedelt hatten, eine eigene Kirche. 1254 erhielt Iburg durch Fürstbischof Bruno von Isenburg Stadtrechte; er befestigte den Ort. 1293 wurde Iburg als "oppidum", als stadtähnliche Siedlung, mit einer "porta" im Osten erwähnt. Blitzschlag und ein dadurch verursachtes Feuer zerstörten 1349 die Burg und das Kloster. Im Jahr 1359 erhielt Iburg das Wigboldprivileg. Damit wurden Burg und Ortschaft mit einem Rat und gemeinsamer Verfassung zusammengeführt. Der Flecken wurde 1455 bis 1482 unter Fürstbischof Konrad III. mit Mauern umgeben; drei Tore ermöglichten den Zugang. Eine Wasserversorgung erhielt Iburg 1518, als Prior Frerking eine Wasserleitung von Dörenberg zum Kloster legen ließ. 1534 wurden die Wiedertäufer von Münster auf Veranlassung von Bischof Franz von Waldeck im Bergfried des Schlosses, dem so genannten Bennoturm, gefangen gehalten und bis auf einen später hingerichtet. Siehe auch: Wiedertäufer im Bergfried des Iburger Schlosses
1552 wurde südlich des Fleckens Burg Scheventorf als Wasserburg erbaut.
Feuer vernichtete 1585 im Flecken Iburg 53 Wohnungen mit Nebengebäuden und Stallungen, also etwa die Hälfte der Wohngebäude. 1625 wurde Franz Wilhelm von Wartenberg, der aus einer Nebenlinie der Wittelsbacher stammte, Bischof von Osnabrück. 1633 besetzten schwedische Truppen Iburg und schenkten die Burg Gustav Gustavson.
Im Westfälischen Frieden zu Münster 1648 wurde wegen der konfessionellen Vermischung als Kompromiss die "Alternatio" (Wechselfolge) erarbeitet. Katholische und evangelische Fürstbischöfe wechselten sich damit ab. Erster evangelischer Landesbischof wurde Kurfürst Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg. 1650 kehrte Fürstbischof Franz Wilhelm von Wartenberg in die Residenz in Iburg zurück. 1657 erhielt der der Flecken Iburg das Privileg zur Abhaltung einers Jahrmarktes. 1661 wurde Kurfürst Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg erster evangelischer Fürstbischof von Osnabrück, entsprechend dem Friedensvertrag von 1648, der einen Wechsel zwischen katholischen und evangelischen Bischöfen vorsah. 1668 wurde seine Tochter Sophie Charlotte auf der Iburg geboren. Sie wurde später erste Königin in Preußen, Mutter des Soldatenkönigs und Großmutter Friedrichs des Großen. Nach ihr sind auch das Schloss Charlottenburg und der gleichnamige Stadtteil in Berlin benannt. 1672 endete die Ära der Osnabrücker Bischöfe in Iburg, als Ernst August I. das neue Schloss Osnabrück bezog. Die Iburger Residenz wurde aufgegeben.
Zwischen 1750 und 1755 wurde auf dem Burgberg ein großzügiger barocker Klosterneubau durch den westfälischen Barockbaumeister und kurfürstlichen General Johann Conrad Schlaun errichtet. Das Kloster bestand noch bis 1803, als es aufgrund der Säkularisation aufgehoben wurde. 1885 nahm die Verwaltung des Kreises Iburg ihren Sitz im Schloss.
Mit der Gründung des Verschönerungsvereins im Jahr 1887 wurde im Flecken die erste Grundlage für die spätere touristische Entwicklung gelegt. Der Verein machte es sich zur Aufgabe, Wanderwege anzulegen und Ruhebänke aufzustellen.
Am 28. Juni 1910 strandete das Luftschiff LZ 7 „Deutschland“ am Limberg. Menschen kamen bei diesem Zeppelin-Unglück nicht zu Schaden.
1929 wurde die Bauerschaft Mäscher nach Iburg eingemeindet. 1932 wurde der Kreis Iburg aufgelöst; der Sitz des Landrats befand sich fortan in Osnabrück. 1932 und 1933 wurde der Charlottensee am Fuße des Schlossbergs angelegt. Initiator war der Iburger Kurverein, der auf Anregung des späteren Ehrenbürgers Robert Hülsemann 1932 gegründet worden war.
1934 wurde im Schloss Iburg die SA-Sportschule eingerichtet, die bis 1939 bestand. Von 1942 bis 1945 befand sich im Schloss die Deutsche Heimschule Schloß Iburg. 1948 wurde die Niedersächsische Heimschule Iburg im Schloss untergebracht. Sie bestand bis 1971.
Britische Truppen besetzten Iburg in der Osterwoche 1945 kampflos. Zuvor hatte Bürgermeister Hermann Rinklake die letzten Soldaten der Wehrmacht dazu veranlasst, den Flecken zu verlassen. Rinklage wurde am 3. September 1946 auf Beschluss des Gemeinderats zum Ehrenbürgermeister ernannt.
1953 wurde aus der Sommerfrische aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und dem Luftkurort der 20er Jahre der Kneipp-Kurort Iburg.
1959 erhielt Iburg wegen seiner bedeutenden geschichtlichen Vergangenheit im Mittelalter die Stadtrechte wiederverliehen. 1967 wurde Iburg als Kneipp-Heilbad staatlich anerkennt. Die Stadt trägt seither den Namen Bad Iburg.
1964 wurde am Urberg ein katholisches Mütter-Kurheim eröffnet, das bis 1998 bestand.
1970 wurden die Ortsteile Glane-Visbeck, Sentrup und Ostenfelde zur Gemeinde Glane zusammengefasst. 1972 wurde die Stadt Bad Iburg wurde mit der Gesamtgemeinde Glane, bestehend aus Glane-Visbeck, Ostenfelde und Sentrup, vereinigt und die Einheitsgemeinde Bad Iburg gegründet.
Von 1973 bis 2004 war das Iburger Schloss Ausbildungsstätte der Polizeischule des Landes Niedersachsen.
1980 besiegelten Bad Iburg und Berlin-Charlottenburg ihre Städtepartnerschaft. Sie wurde am 10. November beurkundet. Als Zeichen der Verbundenheit wurde die Rennbahn um den Charlottensee in Charlottenburger Ring umbenannt.
In jüngerer Zeit wurde in Bad Iburg die Tradition des Schnatgangs wiederbelebt. Auf dem Karlsplatz des Dörenbergs wurde zur Erinnerung an den Schnautgang 2002 ein Gedenkstein aufgestellt.
Sitzverteilung im Stadtrat:
(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)
Am 15. Juli 2005 trat der überwiegende Teil des Rates zurück. Auch die Stellvertreter verzichteten auf ihr Mandat. Lediglich die beiden Ratsmitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen behielten ihr Mandat. Ursprünglich war eine Neuwahl für November 2005 geplant gewesen. Am 30. August 2005 erklärte das Verwaltungsgericht Osnabrück die Rücktrittserklärungen der 27 Ratsmitglieder jedoch für ungültig, da diese den Zweck hatten, den Stadtrat aufzulösen und eine Neuwahl herbeizuführen. Die von den Ratsmitgliedern durch Massenrücktritte initiierte Ratsauflösung sei rechtsmissbräuchlich und daher rechtsunwirksam, entschied das Gericht. Die Berufung beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg wurde zugelassen. Der Rat legte nach Prüfung der rechtlichen Begründung des Urteils keinen Widerspruch ein. Lediglich das Ratsmitglied Andreas Heuer von der Gemeinschaft für Bad Iburg (GfB) legte Widerspruch ein. Damit wurde Bad Iburg ohne Rat verwaltet. Ratsmitglieder vertraten die Meinung, der damalige Stadtdirektor Karl Schade wollte sich vor dem Ende seiner Amtszeit als Stadtdirektor ins Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters hieven. Die Kommunalaufsicht hob die Rücktritte auf. Damit waren alle Ratsmitglieder wieder im Amt, bis auf Andreas Heuer, der Widerspruch eingelegt hatte. Auf den Bestand des Rats als Gesamtorgan hatte dieses keinen Einfluss. Damit konnte der Rat nach Ablauf der Rechtbehelfsmittelfrist ab dem 27. November 2005 wieder zusammentreten. Nach Ablauf der Amtsperiode fanden ordentliche Wahlen statt.
Bei der vorgezogenen Bürgermeisterwahl im März 2006 wurde Drago Jurak gewählt. Er ist der erste hauptamtliche Bürgermeister Bad Iburgs. Die Stadt hatte bis dahin einen ehrenamtlichen Bürgermeistern gehabt und war von einem Stadtdirektor verwaltet worden.
Bad Iburg ist seit 1980 Partnerstadt des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin.
Das Wappen der Stadt Bad Iburg zeigt auf einem roten Rad mit fünf Speichen einen halben roten Adler. Das Wappen wurde dem damaligen Flecken Iburg im 15. Jahrhundert verliehen. Das fünfspeichige Rad ist an das sechsspeichige im Wappen der Stadt Osnabrück angelehnt. Der Adler stammt aus dem Wappen von Bischof Konrad IV. von Rietberg. Der heutigen Wappenform liegt ein Siegel aus dem Jahr 1531 zu Grunde.
Die Bundesstraße 51 durchquert das Stadtgebiet in Nord-Süd-Richtung.
Von 1901 bis 1968 war der Bahnhof von Bad Iburg Haltepunkt im Personenverkehr auf der Strecke Ibbenbüren-Gütersloh-Hövelhof. Diese Strecke gehört der Teutoburger Wald-Eisenbahn (Veolia-Gruppe), die dort heute im regulären Betrieb jedoch nur noch Güterverkehr betreibt. Außerdem wird der Bahnhof noch von der Museumseisenbahn Teuto-Express genutzt. Das Bahnhofsgebäude ist mittlerweile in Privatbesitz.
Bad Iburg ist Sitz des für den südlichen Landkreis Osnabrück zuständigen Amtsgerichts. Das Amtsgericht ist im Schloss Iburg untergebracht.
Seit Mai 2005 ist Bad Iburg offizieller Sitz der Niedersächsischen Schulinspektion. Die Schulinspektion hat die Aufgabe, die Qualität der Schulen zu sichern und weiter zu entwickeln. Ihren Sitz hat die Schulinspektion im Iburger Schloss.[1]
Bad Iburg hat drei Grundschulen, eine Hauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium.
Eine Besonderheit des Schulwesens in Bad Iburg war die konfessionelle Trennung an kommunalen Schulen bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie war dem Ungleichgewicht zwischen der römisch-katholischen Bevölkerungsmehrheit und der Minderheit der Protestanten geschuldet. Die Einwohnerzahl der Protestanten, die bis Ende des Zweiten Weltkriegs vornehmlich Aufgaben in der Verwaltung des früheren Kreises Iburg wahrnahmen oder etwa im Amtsgericht tätig waren, wuchs nach Kriegsende durch Flüchtlinge und Vertriebene sowie insbesondere seit den 1970er Jahren, als Bad Iburg zu einem bevorzugten Wohnort im südlichen Landkreis Osnabrück wurde. Die konfessionelle Trennung der Schulen wurde erst 1994 vollständig aufgegeben. Von etwa 1900 bis zur Auflösung 1941 bereitete die private Rektoratsschule Iburger Jungen und später auch Mädchen auf den Besuch einer weiterführenden Schule vor, an der sie das Abitur ablegen konnten. Das Schulgebäude wurde abgerissen, zur Erinnerung wurde am früheren Standort nahe der Fleckenskirche St. Nikolaus ein Gedenkstein mit Inschrift aufgestellt. Von 1942 bis 1945 nahm die Deutsche Heimschule Schloß Iburg, eine Gründung der Nationalsozialisten, Iburger Schüler als Externe auf.
Grundschulen sind die Grundschule am Hagenberg im Zentrum Bad Iburgs sowie die Grundschulen in Glane und Ostenfelde. Alle drei Schulen sind so genannte Verlässliche Grundschulen. [2]Die Grundschule am Hagenberg wurde 1959 als Volksschule errichtet, die mit dem achten Schuljahr abschloss. Bis dahin waren die Iburger Schüler seit Ende des Zweiten Weltkriegs in verschiedenen Gebäuden im Zentrum des Fleckens unterrichtet worden. Auf Beschluss des Rats wurde um einen gemeinsamen Schulhof eine zweiflügelige Schulanlage gebaut. Die Evangelische Volksschule war in einem einstöckigen Trakt mit drei Klassen, die Katholische Volksschule in einem zweistöckigen Trakt mit sieben Klassen untergebracht. Die Trakte waren durch einen einstöckigen Bau verbunden, in dem Sanitärräume untergebracht waren. Im September 1959 wurde der Unterricht aufgenommen. Gemischtkonfessionellen Unterricht gab es in Bad Iburg erstmalig mit der Einführung des zunächst freiwilligen neunten Schuljahres an Volksschulen in Niedersachsen, anfangs nur für Schüler des neunten Jahrgangs. Die Volksschule wurde 1964 in Grundschule und Hauptschule aufgeteilt. An der Grundschule am Hagenberg wurde bis 1993/1994 nach Konfessionen getrennt unterrichtet.
Die konfessionell getrennten Hauptschulen wurden 1969 zusammengelegt und mit den Hauptschulklassen in Glane, Sentrup und Ostenfelde zusammengeführt. Seit 1972 befindet sich die Hauptschule Bad Iburg im Schulzentrum an der Bielefelder Straße. [3]
Bad Iburg hat eine Realschule und seit 1972 ein Gymnasium in der Trägerschaft des Landkreises Osnabrück. Bis 1971 hatten Iburger Schüler die Möglichkeit, als externe Gymnasiasten die Niedersächsische Heimschule Iburg im Schloss zu besuchen. Das Land Niedersachsen betrieb das Gymnasium in Kurzform zwischen 1948 und 1971 als Internat. Das Gymnasium Bad Iburg, eine Europaschule, wurde 1972 eröffnet und beruft sich in seiner Geschichte auf die Niedersächsische Heimschule Iburg. [4]
Im Schloss befindet sich eine Polizeistation, die nicht ständig besetzt ist.
Freiwillige Feuerwehren gibt es in den Ortsteilen Bad Iburg und Glane mit jeweils 4 Fahrzeugen. In Bad Iburg gibt es zusätzlich seit 2000 eine Jugendfeuerwehr, in Glane einen Spielmannszug.
Das Freibad zwischen dem Offenen Holz und dem Kurviertel wurde 1952 eröffnet. In den ersten Jahrzehnten wurde das Wasser aus dem Dörenberg ins Freibad geleitet und über eine gemauerte Fläche, die mit Ziegeln belegt war, von der Sonne erwärmt und dann ins Schwimmbecken geleitet. Das Freibad wurde saniert und 1999 wieder eröffnet. Seither verfügt es neben dem Schwimmbecken über ein separates Sprungbecken und über eine Wasserrutsche.
Der Verein TuS Glane war ab 1987 mit einer Damenmannschaft in der Tischtennis-Bundesliga vertreten und gewann 1993 den ETTU-Cup.
Der VfL Bad Iburg hat die Abteilungen Badminton, Handball, Herzsport, Judo, Ju Jutsu, Sportabzeichen, Taekwondo, Tai Chi, Tischtennis, Turnen, Freizeit-, Breiten- und Gesundheitssport, Volleyball und Wandern.
Bad Iburg hat mit der Fleckenskirche St. Nikolaus die älteste Hallenkirche des Osnabrücker Landes aufzuweisen. Die St.-Clemens-Kirche wurde als Klosterkirche der Benediktinerabtei gebaut und ist auf Bischof Benno II. zurückzuführen. Die Evangelisch-lutherische Schlosskirche war zunächst Hofkirche der evangelisch-lutherischen Fürstbischöfe, ehe sie Kirche der Gemeinde wurde. Jüngste katholische Pfarrkirche ist die Kirche St. Jakobus der Ältere in Glane, die 1905 vollendet wurde. Die neogotische Kirche hatte mehrere Vorgängerbauten, darunter eine in einem Dokument von Benno II. 1088 erstmals erwähnte ecclesiola.
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Rittersaal im Schloss |
Averbecks Speicher |
Uhrenmuseum |
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Das Jagdschlösschen, 1595 erbaut |
Schnitzereien des Osnabrücker Bildhauers Adam Stenelt am Jagdschlösschen |
Schlossmühle am Charlottensee |
Burg Scheventorf |
Bad Iburg besitzt neben der Plastik von Bischof Benno II. des Osnabrücker Künstlers Hans Gerd Ruwe in der Nähe des Gografenhofes und des Uhrenmuseums weitere seiner Werke, darunter den Trommlerbrunnen in Glane. Er erinnert an die Verleihung der Marktrechte an Glane im Jahr 1764. Der Glaner Markt besteht bis heute. Er wird von Trommlern der einstigen Bauerschaft angetrommelt. Der Handwerkerbrunnen an der Großen Straße unterhalb der Fleckenskirche, ebenfalls ein Werk Ruwes, stellt die in Bad Iburg ausgeübten Handwerksberufe dar. Er wurde der Öffentlichkeit am 4. April 1992 übergeben.
Auf dem Alten Friedhof befindet sich das Grab des Osnabrücker Bildhauers und Holzschnitzers Georg Hörnschemeyer (1907–1983). Für das Familiengrab schuf er das Grabmal.
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Benno II., Skulptur von Hans Gerd Ruwe aus Osnabrück |
Trommlerbrunnen von Ruwe im Stadtteil Glane |
Handwerkerbrunnen von Ruwe an der Großen Straße |
Hörnschemeyer-Grabmal auf dem Alten Friedhof |
Franz von Papen war am 25. Mai 1933 zum Ehrenbürger ernannt worden; die Ehrenbürgerwürde wurde ihm am 4. März 1948 aberkannt. [7]
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