| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Hessen | ||||
| Regierungsbezirk: | Kassel | ||||
| Landkreis: | Hersfeld-Rotenburg | ||||
| Höhe: | 212 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 73,82 km² | ||||
| Einwohner: | 30 411 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 412 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 36251 | ||||
| Vorwahl: | 06621 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HEF | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 32 002
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| Stadtgliederung: | 11 Stadtteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Weinstraße 16 36251 Bad Hersfeld |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Hartmut H. Boehmer (parteilos) | ||||
| Lage der Stadt Bad Hersfeld im Landkreis Hersfeld-Rotenburg | |||||
Die Festspiel- und Kurstadt Bad Hersfeld ist die Kreisstadt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg im Nordosten von Hessen, Deutschland.
Überregional ist Bad Hersfeld vor allem durch die seit 1951 alljährlich stattfindenden Bad Hersfelder Festspiele bekannt, die in der Stiftsruine abgehalten werden. Die Stiftsruine gilt als die größte romanische Kirchenruine Europas. Die Geschichte der Stadt Bad Hersfeld ist in einem gesonderten Artikel dargestellt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt in der Hersfelder Senke, die hier durch den Zusammenfluss der Fulda und der Haune gebildet wird. Die Innenstadt liegt am linken Ufer der Fulda. Weiterhin mündet im Stadtgebiet der Geisbach und die Solz in die Fulda. Im Südwesten liegt das Vogelsberggebiet, im Nordwesten das Knüllgebirge und im Nordosten der Seulingswald (auf dem Foto im Hintergrund zu sehen).
Der tiefste Punkt liegt mit 195 m ü. NN im Mündungsbereich der Solz in die Fulda. Der höchste Punkt in der Stadtgemarkung ist der 408 m ü. NN hohe Laxberg (Knüllgebirge).
Die Stadt wird je nach Definition sowohl zu Nordhessen als auch zu Osthessen gezählt.
Die nächsten größeren Städte sind Kassel 52 km nördlich, Gießen 79 km südwestlich, Fulda 36 km südlich und Eisenach 45 km östlich von Bad Hersfeld. Durch Bad Hersfeld führt die Deutsche Fachwerkstraße.
Die Altstadt liegt auf einem alluvialen bzw. fluviatilen Schwemmkegel aus Kiesen und Geröllen, die zwischen Fulda und Geisbach angeschwemmt wurden. Auch im Talboden der Fulda liegen Kiese und Gerölle aus dem Holozän, die meist alluvialen Ursprungs sind. Sie sind von Löss und Lehmschichten durchzogen, die diluvialen Ursprunges sind.
Der größte Bereich der offen zu Tage tretenden Gesteinsschichten gehört in das Erdzeitalter des Mittleren Buntsandsteins (der Buntsandstein ist die Untere Trias). Die Höhenzüge rund um die Stadt werden daher im Wesentlichen durch die Formation der Germanischen Trias gebildet. Aus dieser Formation stammen daher auch größtenteils die bodendeckenden Kiese und Gerölle in den Fluss- und Bachtälern. Im Westen und Osten reicht die Formation des Mittleren Buntsandsteins bis in eine Höhe von etwa 400 m ü. NN, so z. B. auf der die Stellerskuppe (480,5 m ü. NN) oder auf der Haukuppe (446,1 m ü. NN). Im Osten, auf der Wippershainer Höhe, reicht diese Schicht bis in eine Höhe von 440 m ü. NN. Die untere Grenze des Mittleren Buntsandsteins befindet sich bei etwa 110 m ü. NN.
Jüngere Gesteinsschichten der Trias treten im Stadtgebiet nur vereinzelt und kleinflächig zutage. Dazu gehört das Röt (Oberer Buntsandstein), der Quellhorizont vieler kleinen Bäche ist. Die Quellen liegen außerhalb der Stadt. Darüber liegen Unterer und Mittlerer Muschelkalk (der Muschelkalk ist die Mittlere Trias). Diese Schichten sind in einem vom West nach Ost verlaufenden Grabenbruch erhalten, der zwischen 110 bis 460 Meter breit und etwa 4600 Meter lang ist. Dieser sogenannte Hersfelder Graben erstreckt sich zwischen Heenes, Wehneberg und dem Gut Oberrode, nördlich der Innenstadt. Der Graben entstand vor etwa 200 Millionen Jahren als sich zuerst der Graben öffnete und die damals noch nicht erodierten Kalkschichten einbrachen. Später schob sich der Graben wieder etwas zusammen, so dass sich die Kalkschichten verfalteten. Dieser Kalk wurde zum Teil bis in die 1960er Jahre in Kalkobes, Heenes und Oberrode abgebaut und in Kalkbrennöfen zu Dünge-, Bau- und Putzkalk verarbeitet[1]. Die jüngsten Gesteinsschichten der Trias, z. B. der Lettenkohlensandstein des Unteren Keuper (der Keuper ist die Obere Trias) – sind in der Region nur noch unter dem Schutz von Lavadecken erhalten, die im Bereich der Stadt aber nicht vorkommen.
Durch Hebung der Landschaft während der Jura- und Kreidezeit sind aus diesen erdgeschichtlichen Perioden keine Gesteinsschichten erhalten. Vulkanische Gesteine aus dem Miozän (Jung-Tertiär) kommen unter anderem noch auf der Haukuppe vor.
Gesteinsschichten, die hier nicht zu Tage treten, sind der Untere Buntsandstein, der von etwa 90 Meter unter der Stadt (etwa 110 m ü. NN) bis etwa 390 Meter Tiefe reicht. Darunter folgt der Obere und der Untere Zechstein (Oberes Perm). Aus dem Unteren Zechstein werden die zwei Heilquellen der Stadt Bad Hersfeld gespeist. Die Schichten des jüngeren Zechstein werden im Untertagebau ab der 400-Meter-Sohle an der Werra (Heringen, Philippsthal) und an der Fulda (Neuhof bei Fulda) für den Abbau von Kalisalzen genutzt.[2]
Die heutige Innenstadt breitet sich an den Hängen des Tageberges (323,5 m ü. NN), des Frauenberges (310 m ü. NN), des Wehneberges (320 m ü. NN) und des Wendeberges (291 m ü. NN) aus und reicht in die Täler des Meisebaches und des Geisbaches hinein und hat eine Ausdehnung von Südwesten nach Nordosten von etwa 4,5 km. Die Ausdehnung von Nordwesten nach Südosten beträgt etwa 3,5 km.
Die Altstadt im Fuldatal hat eine ovale Form und hat eine Fläche von etwa 40 Hektar. Sie hat von Westen nach Osten eine Ausdehnung von etwa 960 Metern und von Süden nach Norden von etwa 570 Metern. Dies ist im Stadtbild heute noch gut zu erkennen, da sich an der Stelle wo früher der Stadtgraben um die Stadt führte, heute der Stadtring den Verkehr um die Altstadt herum leitet.
Neben der Innenstadt besteht Bad Hersfeld aus den Stadtteilen Allmershausen, Asbach, Beiershausen, Eichhof, Heenes, Hohe Luft, Johannesberg, Kathus, Kohlhausen, Petersberg und Sorga.
Weitere Unterteilungen der Innenstadt gibt es, ohne dass es eigene Stadtteile sind. Die Altstadt unterteilt sich in den Stiftsbezirk und die östlich davon gelegene Unterstadt. Dazwischen liegt der älteste Bereich der Altstadt. Zur Innenstadt zählt der westlich des Stiftsbezirkes gelegene Kurbezirk. Weiterhin gibt es Kalkobes (ein Dorf das schon Anfang des 20. Jahrhunderts eingemeindet wurde), Wehneberg (dieser Ort entstand aus einem Gutshof), Zellersgrund, Oberrode (ein landwirtschaftlicher Betrieb), Hof Hählgans (ebenfalls ein landwirtschaftlicher Betrieb) und Mönches (eine Wüstung heute steht hier ein ehemaliges Forsthaus).
Siehe auch: Liste von Straßen und Plätzen in Bad Hersfeld
Im Uhrzeigersinn beginnend im Norden sind das Ludwigsau, Friedewald, Schenklengsfeld, Hauneck, Niederaula, Kirchheim und Neuenstein.
Durch seine Lage in Mitteleuropa befindet sich Bad Hersfeld in der warmgemäßigten Klimazone. Das regional Klima wird durch die geschützte Lage im Fuldatal, mit den umliegenden hessischen und thüringischen Mittelgebirgen bestimmt. Dies führt in Bad Hersfeld zu einer verhältnismäßig hohen Jahresmitteltemperatur von 8,7 °C und einem ziemlich trockenen Klima mit nur 718,1 mm durchschnittlichem Niederschlag im Jahr. Die mittlere Jahressonnenscheindauer liegt daher auch bei relativ hohen 1385,4 Stunden. Im langjährigen Mittel hat Bad Hersfeld 34 Sommertage, 86 Frosttage und 22 Eistage pro Jahr.
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bad Hersfeld
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Die seit 2008 automatisierte Wetterstation vom Deutscher Wetterdienst in Bad Hersfeld (10542), von der diese Angaben stammen, liegt am nordwestlichen Hang der Wippershainer Höhe, etwa 60 Höhenmeter über der Stadt.
Siehe auch: Geschichte der Stadt Bad Hersfeld, Geschichte der Hersfelder Abtei und Liste von Straßen und Plätzen in Bad Hersfeld
Die schriftlich überlieferte Geschichte von Bad Hersfeld beginnt mit dem Mönch Sturmius, der 736 in Haerulfisfelt eine mönchische Einsiedelei errichtete und mit Lullus, der 769 am selben Ort das Benediktinerkloster Hersfeld gründete. Beide waren Schüler des Missionsbischofs Bonifatius.
Der heutige Stadtbereich lässt aufgrund von Ausgrabungen jedoch auf eine wesentlich längere Siedlungsgeschichte schließen, so gibt es neolithische Siedlungsspuren um 2000 v. Chr., ein bronzezeitliches Grab um 1200 v. Chr. und Funde aus der La-Tène-Zeit um 400 v. Chr..
Hersfeld wird 1142 erstmals als Marktort und 1170 als Stadt erwähnt. In diese Zeit fällt auch der Höhepunkt der reichspolitischen Bedeutung der Abtei Hersfeld. In den folgenden Jahrhunderten schwindet die Macht der Abtei, die sich seit dem Interregnum nicht mehr auf die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches stützen konnte. Ab dem Jahr 1373 erhielt die Landgrafschaft Hessen, durch Schutzbündnisse, Einfluss auf die Stadt. In der Vitalisnacht 1378 erreichte der Machtkampf zwischen Abtei und Stadt seinen Höhepunkt. Durch den Deutschen Bauernkrieg 1525 fielen große Teile der Stadt und der Abtei an Hessen. 1606 stirbt der letzte Abt und im Westfälischen Frieden 1648 wird die gefürstete Reichsabtei Hersfeld der Landgrafschaft Hessen-Kassel zugesprochen. Hersfeld, nun ein weltliches Fürstentum, gehört seitdem zu Hessen-Kassel.
Im Jahre 1439 wurden große Teile der Stadt durch einen Brand zerstört. Das älteste Fachwerkhaus in der Stadt ist das Küsterhaus von 1452. Abt Ludwig V. (1571–1588) löste für viele Jahrhunderte die letzte Baublüte in der Stadt aus, in dem er die Gebäude der Abtei im Stil der Weserrenaissance aus- und umbauen ließ. Diese sind heute noch in der ganzen Altstadt zu sehen, z. B. die ehemalige Münze oder das Schloss Eichhof.
Im Siebenjährigen Krieg 1761 brennen die Stiftskirche und die Klostergebäude nieder und 1807 entkommt die Stadt knapp der völligen Vernichtung durch napoleonische Besatzungstruppen, da der badische Oberstleutnant Lingg die Befehle Napoléons nur "wörtlich" ausführte: Er sollte die Stadt an allen vier Seiten anzünden und tat dies, in dem er vier einzeln stehende Gebäude anzünden ließ.
Im Jahre 1821 wird Hersfeld Kreisstadt vom Landkreis Hersfeld in Kurhessen. Im gleichen Jahrhundert 1866 ist Hersfeld an das Eisenbahnnetz angeschlossen und seit 1938 hat die Stadt Hersfeld einen Autobahnanschluss (heute die A 7 von Kirchheim nach Kassel). Die Entwicklung zum Kurbad beginnt mit der Erschließung des Lullusbrunnens im Jahre 1904.
Im Jahr 1945 wurde Hersfeld zum zweiten Mal vor der Zerstörung gerettet, da zwei gefangen genommene Offiziere die friedliche Übergabe der Stadt garantierten.
Ab 1949 hieß die Stadt Bad Hersfeld und ab 1963 ist Bad Hersfeld ein Hessisches Staatsbad, das 1997 privatisiert wurde. Nach Insolvenz des Investors im Jahr 2004 wurde der Kurbetrieb kommunalisiert.
Im Mai 1983 demonstrierten 5.000 Menschen in der Stadt gegen ein Ehemaligentreffen von Soldaten der Waffen-SS. Zu den Initiatoren des Protestes gehörte auch das Ensemble der Bad Hersfelder Festspiele.
Das Gebiet der Stadt Bad Hersfeld gehört heute zur Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und dem weitgehend deckungsgleichen katholischen Bistum Fulda.
Neben den beiden großen Kirchen sind auch verschiedene Gemeinden und Freikirchen in Bad Hersfeld ansässig, darunter die Landeskirchliche Gemeinschaft, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Siebenten-Tags-Adventisten und die Freie Christengemeinde (Pfingstgemeinde).
Weitere Religionsgemeinschaften in Bad Hersfeld sind die Neuapostolische Kirche, die Zeugen Jehovas und die Moslems.
1918 wurde Kalkobes eingemeindet und 1928 das Gebiet des heutigen Stadtteils Johannesberg (Domäne Johannesberg und Bingartes). Im Jahre 1972 wurden die unter dem Kapitel Stadtgliederung genannten Orte eingemeindet. Weiterhin wurden die Kreise Hersfeld und Rotenburg zusammengelegt. Bad Hersfeld wurde Kreisstadt des neu entstandenen Kreises Hersfeld-Rotenburg.
siehe auch Einwohnerentwicklung von Bad Hersfeld
Im Jahr 1525 lebten in der Stadt 400 Männer. Hier wurden vermutlich nur die „Hausgesessenen“ (Männer mit Bürgerrecht) gezählt. Vor dem Dreißigjährigen Krieg, im Jahr 1614, zählte man schließlich 725 Haushalte. Die gesamte Einwohnerzahl der Stadt wird in dieser Zeit auf 3300 bis 3600 geschätzt. Diese Einwohnerzahl erreichte die Stadt erst wieder in der Mitte des 18. Jahrhunderts
Nach dem Dreißigjährigen Krieg stieg die Einwohnerzahl nur langsam, durch zahlreiche Kriege, Seuchen und Hungersnöte ging sie immer wieder zurück. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich die Stadt auch außerhalb der Stadtmauern ausdehnte und es zu erheblichem Wachstum der Textil- und Maschinenbauindustrie kam, stiegen die Einwohnerzahlen stark an. Zwischen 1910 und 1913 waren es über 10.000. Nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen 1946 und 1950 gab es mehr als 20.000 Bewohner in der Stadt. Nach der Eingemeindung von elf Dörfern im Jahre 1962 erreichte die Bevölkerung etwa 27.000 Einwohner und die Marke von 30.000 Einwohnern wurden schließlich zwischen 1987 und 1994 überschritten.
Durch die Bevölkerungsstruktur und der prognostizieren Abwanderungen in Ballungsräume, geht die HA Hessen Agentur GmbH davon aus, dass die Bevölkerung im Landkreis bis zum Jahr 2020 um 6 Prozent abnimmt[5]. Diese Abnahme ist daher in diesem Zeitraum auch für die Stadt zu erwarten.
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 33,9 | 15 | 35,7 | 16 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 47,7 | 22 | 48,1 | 22 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 3,0 | 1 | 6,0 | 3 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,7 | 2 | – | – |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Bad Hersfeld | 3,4 | 2 | 7,1 | 3 |
| BfH | Bürger für Hersfeld | 2,5 | 1 | 3,1 | 1 |
| Unabhängige | Unabhängige Wahlalternative Bad Hersfeld | 3,8 | 2 | – | – |
| Die Linke | Die Linke | 1,0 | 0 | – | – |
| gesamt | 100,0 | 45 | 100,0 | 45 | |
| Wahlbeteiligung in % | 43,7 | 43,9 | |||
Die SPD und die FWG bilden für die laufende Wahlperiode eine Fraktion.
Der Magistrat besteht aus 7 Stadträten und dem Bürgermeister. Davon entfallen 3 Sitze auf die SPD, 2 Sitze auf die CDU und je ein Sitz auf die FDP und die FWG.
Hartmut Henning Boehmer (parteilos) wurde am 2. Dezember 2007 mit einem Stimmenanteil von 50,8 % zum vierten Mal als Bürgermeister wieder gewählt.
Blasonierung: „Gespalten von Blau und Silber, vorne ein linksgewandter, steigender, goldgekrönter und goldbewehrter, neunmal von Silber und Rot geteilter Löwe (Hessenlöwe), hinten ein rotes Doppeltatzenkreuz (Patriarchenkreuz) mit Lilienfußspitze.“ Die Stadtfarben sind Silber (Weiß) und Rot."
Wappenbedeutung: Das Doppelkreuz, auch bekannt unter dem Namen Hersfelder Doppelkreuz, stammt von der Benediktinerabtei Hersfeld, der Hessenlöwe kam nach der Eroberung 1525 im Deutschen Bauernkrieg durch Landgraf Philipp I. in das Wappen. Das heutige Wappen setzte sich seit 1559 in der städtischen Heraldik durch.
Ältere Wappen: Das älteste bekannte Stadtsiegel, ab 1256, zeigte den Schutzheiligen Wigbert. Das kleinere Siegel aus dem 14. Jahrhundert zeigt die Patrone Simon der Zelot und Judas Thaddäus der Benediktinerabtei Hersfeld mit dem Mainzer Rad und dem Doppelkreuz. Das Doppelkreuz steht im spätgotischen Stadtsiegel allein. Es wurde nach der Eroberung der Stadt durch den Landgrafen Philipp von Hessen 1525 vom hessischen Löwen verdrängt. Zunächst zeigte das Wappen den ungeteilten Löwen in der vorderen Hälfte des nun gespaltenen Wappens, in der hinteren das halbe Doppelkreuz mit Lilienfußspitze am Spalt.
Das Doppelkreuz wird stilistisch auch im Stadtlogo von Bad Hersfeld wieder aufgegriffen, das 2008 entworfen wurde. Es soll zukünftig für Marketingzwecke und beim Internetauftritt der Stadt Verwendung finden.
| Es gibt folgenden überlieferten Wappenspruch: |
| Hersfeld, die Stadt, die führt im Schild |
| ein Kreuz und einen Löwen wild. |
| In Kreuz und leid hab' Löwenmut |
| und trau auf Gott, es wird wohl gut. |
In der Stadt wurde dieser Wappenspruch erst ab dem 19. September 1836, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. An diesem Tag untersagte die Kurhessische Regierung in einem Dekret, das alleinige Führen des Doppelkreuzes in den Stadtsiegeln. Der Wappenspruch wurde von Eschweger Pfarrer Fabronius für das Hessisches Wapenbuch von Wilhelm Wessel (1621–1625) erfunden.[6][7]
Ein aus dem Mittelalter stammender lateinischer Wahlspruch der Stadt ist in einem Türsturz des Renaissance-Rathauses zu lesen. Er lautet „JUSTITIAM PACEM ET VERITATEM DILIGITE“ Übersetzt heißt der Spruch: Achtet Gerechtigkeit, Frieden und Wahrheit
Seit 1979 unterhält Bad Hersfeld eine Partnerschaft mit dem tschechischen Šumperk/Mährisch Schönberg. 1990 folgte eine Partnerschaft mit dem thüringischen Bad Salzungen, 1994 eine weitere mit dem französischen L’Haÿ-les-Roses im Département Val-de-Marne.
Die Stadt verleiht seit 1962 im Rahmen der Bad Hersfelder Festspiele, jährlich den Hersfeld-Preis an Schauspieler der laufenden Festspielsaison. Ein weiterer Ehrenpreis den die Stadt verleiht ist das "Ulenroder Kruzifix", ein Abguss eines Bronzekruzifixes aus dem frühen 11. Jahrhundert, das in der Wüstung Ulenrode (der Ort lag oberhalb von Meckbach in der heutigen Gemeinde Ludwigsau) gefunden wurde.
Jeden Sommer finden hier die Bad Hersfelder Festspiele statt, außerhalb der Festspielsaison werden Theatervorführungen in der Stadthalle gegeben.
Das Stadtmuseum Bad Hersfeld ist im einzig erhaltenen Flügel der ehemaligen Klosteranlage südlich der Stiftsruine untergebracht. Neben den Abteilungen zu Stadt- und Klostergeschichte ist die Abteilung zum städtischen Handwerk erwähnenswert. An Konrad Duden erinnert heute ein kleines Museum in direkter Nachbarschaft zur ehemaligen "Alten Klosterschule" (Am Neumarkt). Hier war Duden von 1876 bis 1905 als Direktor tätig, weshalb die Schule heute seinen Namen trägt. Das "Haus Mährisch Schönberg" zeigt eine heimatkundliche Sammlung aus dem ehemaligen Landkreis Mährisch-Schönberg (Am Neumarkt). Seit 2006 gibt es in der Hauptstelle der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg ein kleines Sparkassen-Museum, in dem die Geschichte des Geldinstituts und der Wandel der Arbeitswelt im Bankbereich an einer Vielzahl von Exponaten präsentiert wird.
In der Altstadt gibt es 216 denkmalgeschützte Gebäude [8]. An der westlichen Seite der Altstadt befindet sich die Ruine der Stiftskirche. Sie ist die größte romanische Kirchenruine Europas, die heute als Spielstätte der Bad Hersfelder Festspiele genutzt wird. Im Klosterbezirk steht auch der Katharinenturm, in dem die Lullusglocke, die älteste datierte Glocke Deutschlands, hängt. Außerdem befinden sich dort noch ein Flügel des Klostergevierts (heute Museum, Kapitelsaal erhalten) und größere erhaltene Reste der Stadtmauer (Südtor, Halbschalenturm). Die zwei Nordschulteiche in der Leonhard-Müller-Anlage sind Überbleibsel des Stadtgrabens. In diesem Park befindet auch das Vitaliskreuz (das originale Kreuz kann im Museum besichtigt werden). Es steht an der Stelle, an der die Bürger den Angriff des Sternerbunds im Jahre 1378 abwehren konnten. Weitere Reste der Stadtbefestigung stehen in der Unterstadt (östliche Seite der Altstadt), darunter der Klausturm (ein Wach- und Gefängnisturm) und der etwas kleinere Pulverturm.
Weiterhin befindet sich im Johannestor (Straße) das 1239 gestiftete Elisabeth-Hospital mit gotischer Kapelle. Weitere Bauten der Abtei sind das Schloss Eichhof und die Ruinen (Bruderhaus) der ehemaligen Propstei Johannesberg. Beide Bauwerke liegen etwa 3 km vor der Altstadt und lassen sich über den Kurpark auch zu Fuß erreichen.
Im Zentrum der Altstadt steht die gotische Stadtkirche, ihr Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert ist das Wahrzeichen Bad Hersfelds. Auf dem Kirchplatz steht eine geschlossene Fachwerkbebauung, darunter das ehemalige Küsterhaus (ältestes Fachwerkhaus der Stadt aus dem Jahre 1452). Direkt daneben steht das Rathaus, das um 1371 in gotischem Stil erbaut und von 1607 bis 1612 im Stil der Weserrenaissance um- und ausgebaut wurde. Weitere Fachwerkhäuser befinden sich in der ganzen Fußgängerzone. Hier ist vor allem das reich verzierte Zimmermannshaus in der Klausstraße zu erwähnen.
Auf dem Linggplatz, dem alten Gerichtsplatz der Abtei (altes steinernes Doppelkreuz), erinnert ein Standbild von Lingg von Linggenfeld an den badischen Oberstleutnant, der 1807 die Stadt vor dem Niederbrennen durch napoleonische Truppen rettete. Daneben liegt der Marktplatz, auf dem Patrizierhäuser aus gotischer Zeit stehen (unter anderem die alte Münze). Sie wurden in der Zeit des Renaissance umgebaut und zeugen mit ihren Giebeln wie die gegenüberliegenden Fachwerkhäuser von der letzten Baublüte des Hersfelder Klosters. Auf dem Neumarkt steht, neben anderen Fachwerkhäusern, die Linggklause (sie war Unterkunft des Oberstleutnants Lingg). Hier befinden sich auch die alte Klosterschule (heute Konrad-Duden-Schule) und das Konrad-Duden Museum.
Der größte Park in der Stadt ist der Kurpark (etwa 6,5 Hektar) mit Kurhaus, Wandelhalle und Quellpavillon. In unmittelbarer Nähe zur Altstadt befindet sich die Leonardt-Müller-Anlage, entlang der Stadtmauer, mit den zwei Nordschulteichen. Im Stiftsbezirk befindet sich ebenfalls eine Parkanlage, die im Jahr 2006 durch einen Staudengarten erweitert wurde. Sowohl der Kurpark als auch die Leonardt-Müller-Anlage wurden zwischen 2006 und 2007 neu gestaltet.
Weitere Grünanlagen sind der 15 Hektar große Fuldapark mit Fuldasee und die Carl-Strauß-Anlage an der Kleinshöhe auf dem Tageberg.
Überregional bekannt sind die jährlichen Bad Hersfelder Festspiele, Opernfestspiele und die Festspielkonzerte. Sie finden zwischen Juni und August in der Stiftsruine statt. Weitere größere musikalische Veranstaltungen für jeden Geschmack sind die Bad Hersfelder Bach Tage (jedes Jahr an Ostern im Johann-Sebastian-Bach-Haus), das Live-Jazz-Festival (jedes Jahr am 1. Juni-Wochenende auf Bühnen in der ganzen Altstadt), die StadtJugendNacht (jährlich am ersten Samstag im September unter der Peterstorbrücke) und das „Metalfest“ (jedes Jahr im Spätjahr).
Als das älteste Volksfest Deutschlands, ist das Lullusfest bekannt. Es findet jedes Jahr in der Woche statt, in die der 16. Oktober fällt. Weitere größere Volksfeste sind das Schützenfest der Schützengilde im Jägersgraben und das Tagebergfest der Freiwilligen Feuerwehr (Waldfest in freier Natur).
Als sportliche Veranstaltungen zu nennen sind der Sauer Lollslauf, ein Marathonlauf anlässlich des Lullusfestes, und das Internationale Bad Hersfelder DMV-Flutlichtrennen, das jeden Sommer vom Motorsportclub Bad Hersfeld e. V. auf einer 500 m langen Grasbahn veranstaltet wird.
Die meisten Märkte in der Stadt werden auf dem Linggplatz veranstaltet. Der Wochenmarkt findet zweimal in der Woche und eine Floh- und Trödelmarkt findet von April bis Oktober, jeden ersten Samstag des Monats statt. Weitere Jahrmärkte sind der Ostermarkt am Mittwoch vor den Osterfeiertagen, der Pfingstmarkt am Mittwoch vor den Pfingstfeiertagen, der Große Lulluskrammarkt am Mittwoch in der Lullusfestwoche und der Herbstmarkt am Buß- und Bettag.
Seit der Wiedervereinigung liegt Bad Hersfeld in der Mitte Deutschlands, verkehrsgünstig gelegen an der A 4 und der A 7. Dadurch entwickelte sich die Region zu einem Schwerpunkt für Logistikfirmen.
Die Stadt wird im Landesentwicklungsplan Hessen als Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrum in eingestuft. Die Stadt unterhält eine große Freiwillige Feuerwehr, die auch überregional zum Einsatz kommt.
Hier treffen sich die Nord-Süd Autobahnen 5 (von Hattenbach bis Basel) und 7 (von Flensburg bis Füssen) mit der West-Ost Autobahn 4 (von Aachen bis Görlitz) an den Autobahndreiecken Kirchheim und Hattenbach.
Weiterhin spielt die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bundesstraße 27 (aus dem Harz bis zum Bodensee) und die in West-Ost-Richtung verlaufende Bundesstraße 62 (von Marburg nach Bad Salzungen) eine wichtige Rolle. Die B 324 dient als Autobahnzubringer zur Bundesautobahn 7. Alle drei Bundesstraßen treffen in Bad Hersfeld aufeinander.
Siehe auch: Liste von Straßen und Plätzen in Bad Hersfeld
Bad Hersfeld liegt mit dem Bahnhof Bad Hersfeld an der Bahnstrecke Kassel Hauptbahnhof–Bebra–Fulda (Bahnstrecke Bebra–Fulda). Es besteht im 2-Stundentakt eine ICE-Verbindung von Frankfurt am Main über Fulda nach Eisenach–Erfurt–Weimar–Leipzig–Dresden.
Der Regionalverkehr wird vom Nordhessischen Verkehrsverbund bestellt. Regionalzüge der Cantus-Bahn fahren alle 1-2 Stunden u. a. nach Kassel, Fulda und Göttingen.
Gleich südlich hinter dem Hersfelder Bahnhof zweigt die Knüllwaldbahn ab. Der zuletzt noch auf dem Abschnitt Bad Hersfeld - Niederaula betriebene Personenverkehr wurde 1984 eingestellt. Die von der Hersfelder Eisenbahngesellschaft betriebene Hersfelder Kreisbahn von Bad Hersfeld nach Philippsthal wurde 1993 eingestellt und der Abschnitt bis Schenklengsfeld ist zu einem Radweg umgebaut worden.
Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Nordhessischen Verkehrs Verbund (NVV) gewährleistet. Die sieben Stadtbuslinien sowie fünf Überlandlinien werden von der ÜWAG Bus GmbH betrieben. Sechs weitere Überlandlinien werden von der RKH bedient. Alle Linien in die umliegenden Gemeinden sind am Bahnhof mit dem Schienenverkehr verknüpft. Die Stadtbuslinien treffen sich alle 30 Minuten zu einem gemeinsamen Rendezvous an der zentralen Haltestelle in der Breitenstraße.
Der Flugplatz Johannesberg hat den Status eines Sonderlandeplatzes. Die etwa 671 Meter lange und 18 Meter breite, asphaltierte Landebahn ist in Nord-Südrichtung ausgerichtet. Der Flugplatz liegt auf dem Johannesberg in dem gleichnamigen Stadtteil, auf 284 Meter über Normalnull.
Der Flugplatz wurde durch die US-Armee zwischen 1952 und 1953 angelegt und gehörte zu der McPheeter Kaserne im Stadtteil Hohe Luft. Er hieß US-Army-Airfield Werve-Thompson. Nachdem die US-Armee im Jahr 1993 abzog, wurde der Flugplatz von Motor-Flieger-Club e. V. Bad Hersfeld übernommen.
Aus der ältesten Branche in Bad Hersfeld, der Textilherstellung, ist die Firma Performance Fibers (ehemaliges Hoechst Werk), die hochfeste Polyesterfasern herstellt, zuzuordnen. Weitere alteingesessene Familienunternehmen sind: der Mineralölhändler und Betreiber der LOMO-Tankstellen Lorenz Mohr GmbH & Co. KG und die Hoch- und Tiefbaufirma Kirchner Holding GmbH. Im Bereich der Elektronik arbeitet (Electronic Manufacturing Services) EMS Dienstleister EN ElectronicNetwork Hersfeld GmbH (vormals Zuse KG, später Siemens AG, und KRONE Kommunikationstechnik GmbH) sowie die Thales e-Transactions GmbH; und aus dem Bereich des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik sind die Firmen Grenzebach BSH GmbH (in den Gebäuden der Schilde AG), Linde Ladenbau GmbH & Co. KG und TLT Turbo GmbH (seit 2006 im Besitz der Siemens AG) zu nennen. Die Logistikbranche siedelte sich hier im wesentlichen erst nach der Wiedervereinigung an. Nach amazon.de und der im Zwischenbuchhandel tätigen Firma Libri hat sich danach auch die Logistikfirma RS Components mit ihrem Europa-Hub in Bad Hersfeld angesiedelt.
Ein weitere wichtiger Wirtschaftsfaktor ist das Krankenhauswesen, das zum Teil auch den Kurbetrieb überstützt. In der Stadt gibt es folgende Krankenhäuser und Kliniken. Das Klinikum Bad Hersfeld und das Krankenhaus St. Elisabeth Bad Hersfeld sind vorwiegend im allgemeinmedizinischen Bereich tätig. Weiterhin gibt es die Kurkliniken, Klinik im Kurpark (Klinik für Psychosomatik und Orthopädie), Fachklinik Wigbertshöhe (Klinik für soziopsychosomatische Krankheiten), Klinik am Hainberg (Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie), Vitalisklinik (Klinik für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen) und die Orthopädische Akutklinik.
Das größte hier ansässige Kreditinstitut ist die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg.
Jedes Jahr nach den Festspielen finden in der Stiftsruine die Bad Hersfelder Opernfestspiele statt. Bereits während der Festspielzeit veranstaltet der Arbeitskreis für Musik e. V. seit dem Jahr 1961 die Bad Hersfelder Festspielkonzerte in der Stiftsruine, der Stadthalle und im Johann-Sebastian-Bach-Haus. Des Weiteren finden in der Stadthalle und im Johann-Sebastian-Bach-Haus das ganze Jahr über Saisonkonzerte statt. Dazu gehören z. B. die Internationalen Bachtage in Hessen und Thüringen, in der jedes Jahr in der Karwoche und zu Ostern große Chorwerke und kammermusikalische Kostbarkeiten aufgeführt werden.
Des Weiteren findet jedes Jahr am ersten Juni-Wochenende das Jazz-Festival statt. Nationale und internationale Stars sowie auch Gruppen aus der Stadt selbst beleben mit Swing, Beats und Blues ein ganzes Wochenende lang von morgens bis spät in den Abend die Stadt. Seit vielen Jahren ist dieses Fest eine feste Größe im Jahresablauf und zieht aus allen Gegenden zahlreiche Besucher an.
Im Herbst findet das jährliche Cross Music Metalfest statt, bei dem zahlreiche Bands aus aller Welt aus dem Hardrock- und Metalbereich auftreten. Seit dem Jahr 2000 findet es im späten September oder Oktober statt und lockt Besucher aus ganz Europa an. Im Jahr 2008 wurde das Metalfest zum ersten mal an zwei Tagen veranstaltet.
Hier erscheint die Tageszeitung „Hersfelder Zeitung“ (gegründet 1763) und die wöchentlich zweimal erscheinende Gratis-Zeitung „Kreisanzeiger“ (erscheint seit 1980). Beide Blätter gehören seit 2002 zum Verlagskonzern von Dirk Ippen, dieser Konkurrenz stellt sich seit August 2008 eine unabhängige Anzeigenzeitung, der „Klartext“.
Seit dem 1. Mai 2008 sendet das FunRadio Hersfeld [9] aus der Stadt. Neben täglichen Livesendungen von 20 bis 24 Uhr gibt es seit einiger Zeit auch 24 Stunden Musik für den unterschiedlichsten Geschmack.
Neben den üblichen Einrichtungen einer Kreisstadt und den bereits im Kapitel "Kultur und Sehenswürdigkeiten" erwähnten Einrichtungen, gibt es die die Stadthalle, das Buchcafé (Träger: Verein für Kultur und Kommunikation e. V.) und die Konrad-Duden-Stadtbibliothek. Sie wurde im März 1999 auf dem Marktplatz in Bad Hersfeld eröffnet. Die öffentliche Bibliothek hat eine Gesamtfläche von etwa 1000 m². Sie hatte am 31. Dezember 2007 einen Bestand von etwa 65.000 Medien und es werden jährlich etwa 210.000 Medien entliehen.
Im Bereich Sport gibt es zwei Bäder, das "Aqua Fit" (Sport- und Familienbad) und die "Kurbad Therme" (Wellnessbad) im Kurpark. Weiterhin gibt es das beheizte Freischwimmbad Geistalbad. Viele weitere Sportarten kann man im Jahn-Park (Freizeit- und Sportzentrum), im Nordic-Walking-Park und auf den Sport- und Tennisplätzen in Bad Hersfeld betreiben.
Kurbetrieb:
In Bad Hersfeld gibt es zwei Heilbrunnen. Die Lullusquelle wurde 1904 neu erbohrt. Sie ist seit 1518 urkundlich bekannt, wurde aber bei einem Hochwasser im 17. Jahrhundert verschüttet. Der Vitalisbrunnen wurde 1949 erbohrt. Das Wasser ist stark glaubersalzhaltig. Ein Mineralwasser wurde bis 2006 unter dem Namen "Naturquellen Bad Hersfeld" auch in Flaschen abgefüllt.
Der Kurbetrieb findet daher primär durch Trinkkuren und Badekuren statt. Das betrifft daher folgenden Anwendungen bei Leber-, Galle-, Magen-, Darm- und Stoffwechselkrankheiten bei psychosomatischen Erkrankungen, bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates und bei Krankheiten des rheumatischen Formenkreises. Nachdem im Jahr 2005 die Privatisierung des Kurbetriebs gescheitert ist, hat die Stadt die Verwaltung wieder übernommen.
Jugend:
In Bad Hersfeld gibt es drei Gesamtschulen. Dies sind die Gesamtschule Geistal, die Gesamtschule Obersberg und die Konrad-Duden-Schule. Die zuletzt genannte Schule wurde im Jahre 1570 vom Hersfelder Abt Michael, als Klosterschule gegründet. Von 1876 bis 1905 war Konrad Duden am damaligen Königlichen Gymnasium zu Hersfeld Direktor. Zu Ehren von Konrad Duden wurde die Schule 1980 nach ihm umbenannt.
Die Modellschule Obersberg bietet eine gymnasiale Oberstufe.
Des Weiteren gibt es sechs Grundschulen. Dies sind die Ernst-von-Harnack-Schule, die Grundschule An der Sommerseite, die Grundschule Sorga, die Kolibri-Grundschule, die Linggschule und die Wilhelm-Neuhaus-Schule. Außerdem eine Sonderschule, die Friedrich-Fröbel-Schule.
Weiterhin die drei Berufsschulen, Berufliche Schulen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg (Europaschule), Berufsbildungszentrum Metall und Bildungszentrum für Handel und Dienstleistung.
Weitere Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sind die Studienakademie für Logistik (Teilbereich der Berufsakademie Nordhessen), die Abendschulen für Erwachsene, die Akademie der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung), die Deutsche Angestellten Akademie, die Evangelische Jugendbildungsstätte Frauenberg (in Trägerschaft der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck), die Volkshochschule des Landkreises und die Musikschule des Landkreises Hersfeld-Rotenburg.
Diese Übersicht (nach Geburtsdatum sortiert) enthält sowohl bedeutende, in Bad Hersfeld geborene Persönlichkeiten als auch Personen die in Bad Hersfeld wirkten, jedoch nicht hier geboren sind. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Allmershausen | Asbach | Beiershausen | Eichhof | Heenes | Hohe Luft | Johannesberg | Kathus | Kohlhausen | Petersberg | Sorga
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